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	<title>Guntram I. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T08:09:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Guntram_I.&amp;diff=136935&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2024-09-18T11:02:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guntram I.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guntchramn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gunthramn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um [[532]], spätestens 534; † [[28. März]] [[592]] in [[Chalon-sur-Saône]]) war ein [[Franken (Volk)|Frankenkönig]] aus dem Geschlecht der [[Merowinger]]. Er regierte von 561 bis zu seinem Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Guntram war der vierte der fünf Söhne aus der Ehe des Königs [[Chlothar&amp;amp;nbsp;I.]] und der Königin Ingund(e). Chlothar, einer der Söhne des Reichsgründers [[Chlodwig I.]], hatte das Frankenreich, das er 511 mit drei Brüdern geteilt hatte, zuletzt nach dem Tod seiner Brüder unter seiner Herrschaft wiedervereinigt. Als Chlothar 561 starb, waren die beiden ältesten Söhne aus seiner Ehe mit Ingund bereits gestorben; am Leben waren außer Guntram noch zwei weitere Söhne Ingunds, [[Charibert&amp;amp;nbsp;I.]] und [[Sigibert&amp;amp;nbsp;I.]], sowie deren Halbbruder [[Chilperich I.]] aus der späteren Ehe Chlothars mit Ingunds Schwester [[Arnegunde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese vier Erben teilten das Reich untereinander auf, wobei jeder einen Teil des Reichskerns zwischen [[Rhein]] und [[Loire]] und einen Teil der seit Chlodwigs Expansionskriegen hinzugekommenen Eroberungen südlich der Loire erhielt. Guntram bekam den Reichsteil mit der Residenz [[Orléans]], den man später, nach seinem Tod, als das Teilreich [[Burgund]] zu bezeichnen pflegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Chariberts I., der keinen Sohn hinterließ, im Jahr 567 teilten die drei überlebenden Brüder sein Gebiet untereinander auf. Doch bald brach ein Bürgerkrieg zwischen Chilperich und Sigibert aus, da Chilperich mit seinem Anteil nicht zufrieden war. Chilperich begann den Krieg gegen Sigibert mit der Besetzung von [[Tours]] und [[Poitiers]]; damit wollte er eine Verbindung zwischen seinen nördlichen Kerngebieten und seinem Besitz im Süden schaffen. Sigibert bat Guntram um Hilfe, worauf ein Heer Guntrams unter dem fähigen Feldherrn [[Mummolus]] Chilperichs Truppen zum Rückzug zwang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guntram versuchte vergeblich zu vermitteln. Nach der Ermordung Sigiberts im Jahr 575, die Chilperichs Frau [[Fredegunde]] angestiftet hatte, kam es zum Kampf zwischen Chilperich und Guntram, nachdem Chilperich seinen Machtbereich durch die Eingliederung von zuvor umstrittenen Territorien aus dem Besitz Sigiberts stark ausgeweitet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Guntram keinen Erben mehr hatte –&amp;amp;nbsp;seine vier Söhne waren gestorben&amp;amp;nbsp;–, adoptierte er im Jahr 577 [[Childebert&amp;amp;nbsp;II.]], den erst siebenjährigen Sohn und Nachfolger des ermordeten Sigibert, auf einer Zusammenkunft in [[Pompierre]] an der Grenze zwischen dem Reich Orléans und Childeberts Reich [[Austrasien]]. Damit wollte Guntram verhindern, dass nach seinem Tod sein Reich an Chilperich fiel. Guntram und Childebert verbündeten sich gegen Chilperich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ermordung Chilperichs 584 musste sich seine Witwe Fredegunde unter Guntrams Schutz stellen, um ihrem erst wenige Monate alten Sohn [[Chlothar&amp;amp;nbsp;II.]] das Erbe zu sichern. Daraufhin begab sich Guntram nach [[Paris]] und übernahm nominell die [[Regentschaft]] für Chlothar&amp;amp;nbsp;II., während faktisch eine Gruppe von Großen um Fredegunde regierte. Die Forderung einer Gesandtschaft seines Adoptivsohns Childebert, die eine Auslieferung Fredegundes wegen des Mordes an Sigibert verlangte, wies er zurück. Sein persönliches Verhältnis zu Childebert blieb aber gut. 585 trafen die beiden Könige erneut zusammen, und Guntram bestätigte dem nunmehr mündig gewordenen Neffen die Erbvereinbarung. Die Eintracht zwischen Childebert, dessen Mutter [[Brunichild]] und Guntram wurde im [[Vertrag von Andelot]] (28. November 587) bekräftigt. Dieser Vertrag diente insbesondere auch der Sicherung des damals gefährdeten Fortbestands der merowingischen Herrschaft gegen die Großen. 585 wurde zudem unter Guntrams Vorsitz die [[Synode von Mâcon]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenpolitisch kam es zum Konflikt mit den [[Westgoten]] in Spanien. Guntram wollte sich deren restlichen Besitz nördlich der [[Pyrenäen]], das Gebiet [[Septimanien]], aneignen und unternahm zu diesem Zweck wiederholt Feldzüge, wobei er jedoch letztlich erfolglos blieb. Brunichild, die selbst Gotin war, und Childebert trieben hingegen eine westgotenfreundliche Politik. Auch gegenüber dem [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] Reich und den [[Langobarden]] verfolgte Guntram einen anderen Kurs als die Austrasier; er war antibyzantinisch und prolangobardisch gesinnt, die Austrasier hingegen verbündeten sich mit den Byzantinern gegen die Langobarden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Guntram ohne Erben starb, fiel sein Königreich an Childebert II. Er wurde in der [[Kloster Saint-Marcel (Saône)|Kirche Saint-Marcel]] bei [[Chalon-sur-Saône]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Guntram und der Aufstand Gundowalds ==&lt;br /&gt;
Eine Episode in Guntrams Konflikt mit Byzanz war der Aufstand [[Gundowald]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu etwa Patricia Tesch-Mertens: &amp;#039;&amp;#039;Invitatio sine electio? Die Einladung zum Herrschen im Frühmittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Bochum 2023, S. 47–50, 164–174; [[doi:10.13154/294-11072]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Gundowald war ein [[Prätendent]], der sich zu Recht oder zu Unrecht als (unehelicher) Sohn König [[Chlothar I.|Chlothars&amp;amp;nbsp;I.]] ausgab und einen Anteil am Merowingerreich verlangte. Chlothar leugnete seine Vaterschaft, die jedoch von Gundowalds Mutter und anderen Zeugen behauptet wurde. Gundowald floh nach Italien zu den Oströmern und lebte dann einige Zeit in Konstantinopel. Auf Einladung fränkischer Großer, die Gegner Guntrams waren, kehrte er zurück; Kaiser [[Maurikios]] unterstützte dieses Unternehmen finanziell. Im Jahr 584 traf Gundowald in [[Marseille]] ein und wurde zum König ausgerufen. Im folgenden Jahr gelang es Guntram jedoch, den gefährlichen Aufstand niederzuwerfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Guntram verband sich nacheinander mit drei Frauen. Die erste hieß Veneranda; dabei handelte es sich nicht um eine Ehe, sondern um ein [[Konkubinat]] (wohl um 548). Von ihr hatte er einen Sohn namens Gundobad. Wohl zwischen 556 und 561 heiratete er Marcatrud, eine Tochter des Herzogs [[Magnachar]]. Nach der Heirat entfernte Guntram seinen Sohn Gundobad vom Hof und sandte ihn nach Orléans. Dort wurde Gundobad um 565 auf Anweisung Marcatruds vergiftet, denn Marcatrud hatte damals ebenfalls einen Sohn geboren, dem sie die Nachfolge als Alleinerbe sichern wollte. Marcatruds Sohn starb aber bald (um 565/566), und sie fiel in Ungnade, wurde verstoßen und starb bald danach. Darauf heiratete Guntram 566 oder 567 Austregild (Austerchild bzw. Austrechilde, auch Bobilla genannt), eine Magd aus dem Gesinde Marcatruds (* 548; † September 580). Von ihr hatte er zwei Söhne, Chlothar (* 567) und Chlodomer, die beide 577 starben, und zwei Töchter, Chlodeberga († wohl 585/587) und Chlodichild. Chlodichild ist im Vertrag von Andelot erwähnt, war somit am 28.&amp;amp;nbsp;November 587 noch am Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Guntram wird von dem Bischof und Geschichtsschreiber [[Gregor von Tours]] im Vergleich mit anderen Merowingern vor allem in der Chronik des sogenannten [[Fredegar]] auffallend positiv dargestellt und als „der gute König Guntram“ bezeichnet. Dies dürfte mit seiner besonders kirchenfreundlichen Politik zusammenhängen; Guntram gründete Klöster und förderte das Mönchtum. Wegen dieser Haltung wurde Guntram nach seinem Tod sogar als Heiliger verehrt, nicht nur lokal in seinem ehemaligen Machtbereich, sondern später unter anderem auch in [[Utrecht]], [[Köln]] und [[Reims]]. Sein Festtag ist der 28.&amp;amp;nbsp;März.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Guntram |Band=8 |Seite=526 |zenoID=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Merowingischer Bruderkrieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Otto Abel (Historiker)|Otto Abel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Chronik Fredegars und der Frankenkönige, die Lebensbeschreibungen des Abts Columban, der Bischöfe Arnulf und Leodegar, der Königin Balthilde&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit. VII. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Band 2). Wilhelm Besser, Berlin 1849, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb11248149_00021.html S. 11–15].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|13|218|219|Gunthramn|Thomas Bauer}}&lt;br /&gt;
* [[Heike Grahn-Hoek]]: &amp;#039;&amp;#039;Die fränkische Oberschicht im 6. Jahrhundert. Studien zu ihrer rechtlichen und politischen Stellung&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Vorträge und Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; 21). Thorbecke, Sigmaringen 1976, ISBN 3-7995-6681-3 (zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 1975).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Chlothar I.]]|NACHFOLGER=[[Childebert II.]]|AMT=[[Burgund#Teil des Frankenreichs|König der Franken/Teilreich Orléans (Burgund)]]&amp;lt;br /&amp;gt; (ab 567) |ZEIT=561–592}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102500363|VIAF=85295}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Guntram 01}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Franken)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Burgund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (6. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrscher (6. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied der Merowinger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilkönigreich Orléans]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reich von Paris]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fränkisches Königreich Burgund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 592]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Guntram I.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Guntchramn; Gunthramn&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=König von Burgund und Orléans&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 532&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. März 592&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Chalon-sur-Saône]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PerfektesChaos</name></author>
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