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	<title>Gunthertuch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Drucker03: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-11-29T21:56:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gunthertuch.jpg|miniatur|Das Bamberger Gunthertuch]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gunthertuch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Bamberger Gunthertuch&amp;#039;&amp;#039;, ist ein singuläres [[Byzantinisches Reich|byzantinisches]] [[Seide]]ngewirke, das vermutlich 971 entstand und allegorisch den Empfang eines byzantinischen Kaisers (höchstwahrscheinlich [[Johannes I. Tzimiskes]]) in der Hauptstadt Konstantinopel bei seiner triumphalen Rückkehr von einem siegreich beendeten Feldzug darstellt. Dabei werden ihm von zwei (an ihren Mauerkronen erkennbaren) Stadttychen (Stadtgöttinnen), die beide jeweils Konstantinopel symbolisieren, zu seiner Rechten bzw. Linken huldigend jeweils eine Tupha (Federkrone) bzw. ein goldener Kronreif dargereicht. Bei diesen Gegenständen handelt es sich um die Herrschaftszeichen des besiegten Gegners, und zwar höchstwahrscheinlich die Kronen des bulgarischen Zaren [[Boris II. (Bulgarien)|Boris II.]], den Kaiser Tzimiskes 971 nach der Einnahme der bulgarischen Hauptstadt [[Weliki Preslaw|Preslav]] als Gefangenen mit nach Konstantinopel führte. Nur bei diesem byzantinischen Triumphzug von 971 besaß der unterlegene vorgeführte Gegner den Rang eines Kaisers. Das Tuch wurde 1064/65 von [[Bischof]] [[Gunther von Bamberg]]&amp;lt;!--(* [[1025/30]]; † [[23. Juli]] [[1065]] in [[Székesfehérvár|Stuhlweißenburg]])--&amp;gt; in [[Konstantinopel]] erworben, möglicherweise war es ein Geschenk des Kaisers [[Konstantin X.]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.dioezesanmuseum-bamberg.de/exponate/index.html |wayback=20141208105947 |text=Exponate im Haus |archiv-bot=2022-11-10 16:26:35 InternetArchiveBot }} Diözesanmuseum Bamberg&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wurde 1830 in Gunthers Grab im [[Bamberger Dom]] wiederentdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Seidentuchs ==&lt;br /&gt;
Im November 1064 nahm Bischof Gunther von Bamberg an einer [[Pilgerfahrt]] unter der Führung der deutschen Bischöfe [[Siegfried I. (Mainz)|Siegfried von Mainz]], [[Wilhelm I. von Utrecht]] und [[Otto von Riedenburg]] nach [[Jerusalem]] teil. Der Zug der etwa 7000 Pilger führte durch [[Ungarn]], das Byzantinische Reich und [[Syrien]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Annalen&amp;#039;&amp;#039;. In: {{MGH|SSrerGerm|38|1|304}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der byzantinischen Hauptstadt hielt man Gunther wegen seiner hünenhaften Gestalt und seiner eleganten Kleidung für den [[Anonymität|inkognito]] reisenden König [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrich IV.]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Schmugge: [https://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PID=GDZPPN000357790 &amp;#039;&amp;#039;Über „nationale“ Vorurteile im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 2,4&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 38, 1982, S. 439–459.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie das Seidengewebe in den Besitz des Bischofs gelangte, ist nicht bekannt. Der Byzantinist [[Günter Prinzing]] vermutete, dass das Seidentuch bis zum Aufenthalt des Pilgerzuges in Konstantinopel in der [[Hagia Sophia]] vielleicht als Peplos (Vorhang) zwischen zwei Säulen hängend als textiler Bildschmuck gedient haben könnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prig&amp;quot;&amp;gt;Günter Prinzing: &amp;#039;&amp;#039;Das Bamberger Gunthertuch in neuer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Byzantium and Its Neighbours, from the Mid-9th till the 12th Centuries.&amp;#039;&amp;#039; Papers read at the Byzantinological Symposium Bechyne 1990, Vladimír Vavrínek (Hrsg.) In: Byzantinoslavica 54 (1993), S. 218–231.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gunther von Bamberg verstarb auf der Rückreise am 23. Juli 1065 in [[Székesfehérvár|Stuhlweißenburg]]&amp;lt;!--Ödenburg&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Literatur des Mittelalters in Bamberg und Würzburg.&amp;#039;&amp;#039;  In: Christine und Klaus van Eickels (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien, Vorträge und Vorlesungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Zentrum für Mittelalterstudien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, University of Bamberg Press 2007, S. 216.&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt; an einer schweren Krankheit. Heimkehrende Pilger brachten seinen in das byzantinische Seidentuch gehüllten Leichnam nach [[Bamberg]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sichtbare Beschädigung des Gunthertuches hängt damit zusammen, dass man Bischof Gunther entweder schon bei seinem auf dem Rückweg nach Bamberg in Ungarn erfolgten Tod in das Tuch gehüllt hat oder erst in Bamberg bei der Grablegung, vielleicht auch erst „bei seiner Umbettung auf den Ostchor“ (vgl. S. Ruß).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Bamberger Dom#Purifizierung (Stilbereinigung)|Purifizierung]] des [[Bamberger Dom#Räume und Kapellen|Bamberger Doms]] unter der Leitung des [[Architekt]]en und Baumeisters [[Friedrich von Gärtner]] wurde Gunters letzte Ruhestätte am 22. Dezember 1830 geöffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;steg&amp;quot;&amp;gt;Paul Stephenson: [https://books.google.de/books?id=Z0PmrXKnczUC&amp;amp;pg=PA64&amp;amp;lpg=PA64&amp;amp;dq=prinzing+gunthertuch&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=u6-dGTRCz1&amp;amp;sig=5NMlQIZIdSqxfGrKFxRtNjZ88UM&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=H3drTJGrCdSH4gaEzKW2Ag&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=prinzing%20gunthertuch&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;The Legend of Basil the Bulgar-Slayer&amp;#039;&amp;#039;] Cambridge University Press, 2003, S. 62–65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Grab des Bischofs befanden sich außer seinen Gebeinen Teile eines [[Wolle|Wollgewebes]], [[Leder]], [[Gold]]borten, Bruchstücke aus [[Silber]] und Fragmente eines Seidenstoffes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müch&amp;quot;&amp;gt;Sigrid Müller-Christensen: &amp;#039;&amp;#039;Das Gunthertuch im Bamberger Domschatz&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Diözesanmuseums Bamberg.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2), Bayrische Verlagsanstalt GmbH, Bamberg 1984, ISBN 3-87052-381-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der maßgeblich an der Domrestaurierung beteiligte Maler Friedrich Karl Ruppert fügte die Stücke des gemusterten Seidengewebes zusammen. Er stellte fest, dass der Kopf des Reiters und der untere Teil der Pferdekopfes fehlten, und fertigte eine Zeichnung an, auf der er die fehlenden Teile mit Bleistiftstrichen rekonstruierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müch&amp;quot; /&amp;gt; Bei einer 1894 erfolgten Montierung des Gunthertuchs wurden bei einigen Fragmenten Vorderseite und Rückseite vertauscht. 1965/66 wurde es in den Werkstätten des [[Bayerisches Nationalmuseum|Bayerischen Nationalmuseums]] in [[München]] gereinigt und konserviert. Die richtige Ansichtsseite konnte wiederhergestellt werden, das Tuch erhielt die Leuchtkraft seiner ursprünglichen Farbigkeit zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gunthertuch ist heute neben den so genannten Kaisermänteln und dem [[Ornat]] von [[Papst]] [[Clemens II.]] ein Höhepunkt in der Sammlung mittelalterlicher Textilien des [[Diözesanmuseum Bamberg|Diözesanmuseums Bamberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Für das Tuch fand eine glänzende, sehr weiche und zugleich sehr schwere Seide Verwendung. In das feine, naturfarbene [[Kettfaden]]system ist das Muster mit verschiedenfarbigen [[Schussfaden|Schussfäden]] eingetragen worden. 22 Kettfäden pro cm sind je nach Stärke mit 44 bis 70 Schussfäden gekreuzt. Zum Einfärben der Seidenfäden dienten [[Färberpflanze|Pflanzenfarben]] aus dem [[Dekokt|Absud]] von [[Färberkrapp|Krappwurzel]], [[Gemeine Ochsenzunge|Ochsenzunge]], [[Färberwaid|Indigo]] und [[Färber-Wau|Wau]]. Die Farben sind mosaikartig nebeneinander gesetzt. An einigen wenigen Stellen, zum Beispiel an den Wangen und Händen, wurden abgetönt Übergänge durch das strähnenartige Verweben farbiger Schussfäden hergestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müch&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Bordüre]]n, die das Tuch oben und unten mit [[Sassanidenreich|sassanidischen]] [[Palmette]]n und [[Rosette (Ornamentik)|Rosetten]] rahmen, waren ursprünglich sicher einmal gleich breit. Das Muster des Hintergrundes bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Unendliche Ferne&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 218 cm hohe und 211 cm breite Seidenwirkerei zeigt vor dem gemusterten Hintergrund einen byzantinischen Kaiser. Er reitet auf einem weißen Pferd, ist mit dem [[Kamilavkion|Stemma]], der byzantinischen Herrscherkrone, gekrönt und trägt das [[Labarum]] in der rechten Hand. Sein Haupt ist von einem goldenen [[Heiligenschein|Nimbus]] umgeben. Vor dem mit Juwelen geschmückten &amp;#039;&amp;#039;tablion&amp;#039;&amp;#039;, einem auf den blauen wehenden Mantel in Brusthöhe aufgenähten Besatz, hält der Herrscher in seiner linken Hand einen roten [[Zügel]]. Sein knöchellanger Rock besteht aus tiefviolettem, mit [[Efeu]]blättern gemusterten Seidenstoff. Die breiten, mit Edelsteinmedaillons und Anhängern in Form von [[Mondsichel|Halbmonden]] verzierten Riemen des [[Zaumzeug]]s und die Bänder an den Beinen und am [[Langhaar|Schweif]] des Pferdes sind auf [[Perser (Volk)|persischen]] Einfluss zurückzuführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;müch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaiser wird von zwei [[Tyche]]-Figuren flankiert. Die Tychen sind in knöchellange weiß-rötlich (links) bzw. weiß-bläulich schimmernde Untergewänder und deutlich abgestuft blaue (links) bzw. grüne (rechts) Obergewänder gekleidet. Auf dem Kopf tragen sie [[Mauerkrone#Heraldik|Mauerkronen]], ein [[Attribut (Kunst)|&lt;br /&gt;
Attribut]], das sie als Stadtgöttinnen (Stadttychen) kennzeichnet. Die rechte Figur im grünen Oberkleid bietet dem Kaiser wahrscheinlich eine Krone, die linke im blauen Oberkleid die [[Toupha]], die nur bei Triumphzügen getragen wurde, dar. Beide Tychen sind barfuß dargestellt, was sie als [[Heloten|doulai]] (staatliche Sklavinnen) des Kaisers ausweist. Wenn beide Tychen gemeinsam auf Konstantinopel zu beziehen sind (These Prinzing), dann drückt sich im Bild der Gedanke aus, dass diese Stadt den Kaiser als seine Sklavin und Braut empfängt. Der florale Hintergrund ist als Schmuck des Weges in das Brautgemach zu deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung ==&lt;br /&gt;
Zunächst mit Kaiser [[Basileios II.|Basileios’ II.]] Triumphzug nach der [[Basileios II.#Kämpfe gegen Bulgaren und Behauptung im Osten| Eroberung Bulgariens]]&lt;br /&gt;
1018 identifiziert,&amp;lt;ref name=&amp;quot;grag&amp;quot;&amp;gt;André Grabar: &amp;#039;&amp;#039;La soie byzantine de l&amp;#039;eveque Gunther a la Cathedrale de Bamberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; 7 (1956), S. 227.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist sich die moderne Forschung heute einig, dass es sich bei dem dargestellten byzantinischen Kaiser um [[Johannes Tzimiskes|Johannes I. Tzimiskes]] handelt, der 971 zuerst die bulgarische Hauptstadt Preslav erobert und Zar Boris II. gefangen genommen hatte und dann nach der [[Belagerung von Dorostolon]] die [[Kiewer Rus]] in [[Bulgarien]] besiegte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;steg&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;prig&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Tzimiskes returns.jpg|miniatur|Triumphzug in Konstantinopel 971. Vor Kaiser Tzimiskes fährt der kaiserliche Triumphwagen mit dem Bild der Gottesmutter. Hinter ihm reitet [[Boris II. (Bulgarien)|Boris]], der besiegte bulgarische Zar.&lt;br /&gt;
Miniatur in der [[Madrider Bilderhandschrift des Skylitzes]], fol. 220v.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Leon Diakonos]]&amp;lt;ref&amp;gt;Alice-Mary Talbot, Denis F. Sullivan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The History of Leo the Deacon: Byzantine military expansion in the tenth century&amp;#039;&amp;#039;. Dumbarton Oaks Research Library and Collection, Washington, D.C. 2005&amp;lt;/ref&amp;gt; ritt Tzimiskes bei seinem Triumphzug auf einem weißen Pferd hinter einem Wagen mit einer [[Ikone]] der [[Jungfrau Maria]] und den bulgarischen Reichskleinodien, darunter insbesondere zwei Kronen. Obwohl einige Details der Beschreibung Leons durch [[Johannes Skylitzes]]&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Thurn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ioannis Scylitzae Synopsis historiarum&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1973.&amp;lt;/ref&amp;gt; ignoriert oder widerlegt werden, stimmen beide Quellen darin überein, dass Kaiser Tzimiskes während der Prozession ein weißes Pferd ritt und dass die bulgarischen Reichskleinodien, unter ihnen zwei Kronen, eine zentrale Rolle bei der triumphalen Zeremonie spielten. Beide Autoren erklären ausdrücklich, dass die zweite Krone eine Tiara (Toupha) war. Das Gunthertuch zeigt alle diese Details.&amp;lt;ref name=&amp;quot;steg&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellten die Tychen nach älteren Auffassungen das [[Römisches Reich|Alte Rom]] und das [[Byzantinisches Reich|Neue Rom]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Percy Ernst Schramm]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Herrscherbild in der Kunst des frühen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vorträge der Bibliothek Warburg&amp;#039;&amp;#039; 2 (1922–23), S. 159–161; [[Josef Deér]]: &amp;#039;&amp;#039;Die heilige Krone Ungarns.&amp;#039;&amp;#039; Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien 1966, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. [[Athen]] und Konstantinopel, die beiden Städte, in denen Basileios II. seinen Triumph feierte, dar,&amp;lt;ref name=&amp;quot;grag&amp;quot; /&amp;gt; so vertreten sie nach anderer Meinung die [[Zirkusparteien|Demen]] Konstantinopels. Dabei steht die grün gekleidete Tyche für die Partei der Grünen, die Tyche im blauen Obergewand für die Blauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prig&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Untersuchungen der modernen Forschung schien es möglich, dass die &amp;#039;&amp;#039;tychai&amp;#039;&amp;#039; auf dem Gunthertuch die beiden wichtigsten, während des Feldzugs des Kaisers Tzimiskes eroberten Städte [[Weliki Preslaw|Preslaw]] und [[Silistra|Dristra]] &amp;#039;&amp;#039;(Dorostolon)&amp;#039;&amp;#039; personifizieren, die nach dem Sieg in &amp;#039;&amp;#039;Ioannoupolis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Theodoroupolis&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;steg&amp;quot; /&amp;gt; Diese These wurde jedoch von Prinzing 2007 widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[André Grabar]]: &amp;#039;&amp;#039;La soie byzantine de l&amp;#039;eveque Gunther a la Cathedrale de Bamberg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Jahrbuch der bildenden Kunst&amp;#039;&amp;#039; Ser. 3, Bd. 7, 1956, S. 7–26.&lt;br /&gt;
* Sigrid Müller-Christensen: &amp;#039;&amp;#039;Beobachtungen zum Bamberger Gunthertuch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst&amp;#039;&amp;#039; Ser. 3, Bd. 17, 1966, S. 9–16&lt;br /&gt;
* Agnes Geijer: &amp;#039;&amp;#039;Bishop Gunther’s Shroud in Bamberg Cathedral.&amp;#039;&amp;#039; In: Mechthild Flury-Lemberg, Karen Stolleis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Documenta textilia. Festschrift für Sigrid Müller-Christensen&amp;#039;&amp;#039;, Forschungshefte. Bayerisches Nationalmuseum München 7, Deutscher Kunstverlag, München 1981, ISBN 3-422-00719-9, S. 156–162.&lt;br /&gt;
* Sigrid Müller-Christensen: &amp;#039;&amp;#039;Das Gunthertuch im Bamberger Domschatz&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Diözesanmuseums Bamberg.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). Bayrische Verlagsanstalt, Bamberg 1984, ISBN 3-87052-381-6.&lt;br /&gt;
* [[Renate Baumgärtel-Fleischmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Kunstwerke aus dem Diözesanmuseum Bamberg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Diözesanmuseums Bamberg.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1). Bayerische Verlagsanstalt, Bamberg 1992, ISBN 3-87052-380-8.&lt;br /&gt;
* [[Günter Prinzing]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bamberger Gunthertuch in neuer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; In: Vladimír Vavrínek (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Byzantium and Its Neighbours, from the Mid-9th till the 12th Centuries.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Byzantinoslavica&amp;#039;&amp;#039; 54, 1993, S. 218–231.&lt;br /&gt;
* Paul Stephenson: &amp;#039;&amp;#039;The Legend of Basil the Bulgar-Slayer.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 0-521-81530-4, S. 62–65.&lt;br /&gt;
* Günter Prinzing: &amp;#039;&amp;#039;Nochmals zur historischen Deutung des Bamberger Gunthertuches auf Johannes Tzimiskes.&amp;#039;&amp;#039; In: M. Kaimakamova, M. Salamom, M. Smorag Rozycka (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Byzantium, New Peoples, New Powers: The Byzantino-Slav Contact Zone, from the Ninth to the Fifteenth Century&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Byzantina et Slavica Cracovensia&amp;#039;&amp;#039; 5). Krakau 2007, S. 123–132.&lt;br /&gt;
* Marcell Restle: &amp;#039;&amp;#039;Das Gunthertuch im Domschatz von Bamberg&amp;#039;&amp;#039;, in: K. Belke [et alii]: &amp;#039;&amp;#039;Byzantina Mediterranea.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für [[Johannes Koder]] zum 65. Geburtstag. Wien/Köln/Weimar 2007, S. 547–568.&lt;br /&gt;
* S. Ruß: &amp;#039;&amp;#039;Sogenanntes Gunthertuch&amp;#039;&amp;#039;. DMB Inv.-Nr. 2728/3–13, in: M. Exner: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler von Oberfranken. Stadt Bamberg. Domberg, 1. Das Domstift.&amp;#039;&amp;#039; Teil 2: Ausstattung, Kapitelsbauten, Domschatz. Mit Beiträger von S. Bali [et alii], Bamberg 2015, S. 1815–1858 (mit Lit.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4203529-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Textilkunst des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Geschichte (Heiliges Römisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstwerk der byzantinischen Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst (Bamberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ware aus Seide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk der Textilkunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiterbild]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Drucker03</name></author>
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