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	<title>Gunnar Eilifsen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gunnar_Eilifsen&amp;diff=1624037&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: BKL Fix</title>
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		<updated>2025-07-07T15:01:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gunnar Eilifsen.jpg|mini|Gunnar Eilifsen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gunnar Eilifsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. September]] [[1897]] in [[Kristiansand]], [[Vest-Agder]]; † [[16. August]] [[1943]]) war ein höherer norwegischer Polizeibeamter und der erste Norweger, der auf Veranlassung der faschistischen [[Nasjonal Samling|Nasjonal-Samling]]-Regierung unter [[Vidkun Quisling]] 1943 zum Tode verurteilt und [[Hinrichtung|hingerichtet]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eilifsen war Polizeibeamter und Polizeijurist in Bergen und trat nach dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] ähnlich wie viele seiner Kollegen der faschistischen norwegischen [[Nasjonal Samling]] (NS) bei, offensichtlich nicht zuletzt auch auf Druck von Polizeiminister [[Jonas Lie (Politiker)|Jonas Lie]]. Etwas später wurde er zum [[Politimester]] (d.&amp;amp;nbsp;h. etwa Polizeidirektor, hier Leiter eines Polizeidistriktes) von [[Halden (Norwegen)|Halden]] ernannt. Als er im Frühjahr 1941 dann seinen Austritt aus der Nasjonal Samling erklärte, wurde er zum Polizeirat degradiert und zunächst nach [[Hønefoss]] und dann im Frühjahr 1943 nach [[Oslo]] versetzt, wo er Leiter der Abteilung für zivile Kriminalsachen der Oslo Politikammer wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein direkter Vorgesetzter, der faschistische Politimester von Oslo (Polizeipräsident) [[Bernhard Askvig]], befahl Eilifsen, fünf seiner ihm untergebenen Konstabler an die norwegische [[Staatspolizei]] abzugeben. Diese Untergebenen berichteten ihm später, dass sie dort den Befehl bekommen hätten, fünf Mädchen zu verhaften, welche sich nicht zum [[Reichsarbeitsdienst|Arbeitsdienst]] eingefunden hatten. Sie hatten diesen Befehl verweigert und Eilifsen unterstützte sie in dieser Haltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Reichsbevollmächtigte, d.&amp;amp;nbsp;h. praktisch Chef der [[Norwegen unter deutscher Besatzung|deutschen Besatzungsmacht]] [[Josef Terboven]] wurde über den Vorgang unterrichtet und befand, solche Befehlsverweigerungen könnten demoralisierende Auswirkungen haben. Er betonte, man müsse sich auf die gesamte Polizei unbedingt verlassen können, besonders in einer Situation, wo eine mögliche Invasion der Alliierten in Norwegen zu befürchten sei. Terboven verlangte daher, dass Eilifsen umgehend durch ein norwegisches Gericht [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] werden müsste, weil Eilifsen sich gegen norwegische Regeln (und nicht gegen deutsche) vergangen hätte. Eilifsen wurde tatsächlich umgehend vor Gericht gestellt, aber von den drei Richtern [[Freispruch|freigesprochen]], weil diese keine gesetzliche Grundlage dafür sahen, ihn zum Tode zu verurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eilifsen wurde daraufhin in die [[Untersuchungshaft]] zurückgebracht und sein Verteidiger ging nach Hause. Terboven raste vor Wut und verlangte eine sofortige neue Urteilsverkündung in seinem Sinne. Später am Nachmittag wurde Eilifsen daher erneut ins Gerichtsgebäude gebracht, diesmal waren nur zwei Richter und der Ankläger zugegen und keine Verteidigung. Eilifsen wurde umgehend zum Tode verurteilt und beim nächsten Sonnenaufgang [[Hinrichtung|hingerichtet]]. Er bekam keine Gelegenheit mehr, mit seiner Familie oder seinem Verteidiger Kontakt aufzunehmen, nachdem das letzte Urteil verkündet worden war.&lt;br /&gt;
Der NS-Justizminister [[Sverre Riisnæs]] protestierte zunächst und wies darauf hin, dass es für ein solches Vorgehen keine Rechtsgrundlage gebe. Er wurde jedoch stark unter Druck gesetzt und musste umgehend ein neues Gesetz unterzeichnen, in dem festgeschrieben wurde, dass auch die Polizei, die „Führergarde“ Quislings und die „Germanische SS Norge“ ab sofort auch in Friedenszeiten dem Militärstrafgesetzbuch (und damit auch einer möglichen [[Todesstrafe]]) unterstellt wurden. Dieses Gesetz wurde von Kritikern oft als „Lex Eilifsen“ bezeichnet und es bildete zugleich die Grundlage für die Einrichtung eines neuen Sondergerichtshofs für die Polizei. Vidkun Quisling unterschrieb das neue Gesetz drei Tage nach der [[Hinrichtung]] von Gunnar Eilifsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesetz und das neue Sondergericht waren sofort scharfer Kritik ausgesetzt, u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Albert Wiesner]], zumal es offenbar rückwirkend in Kraft treten sollte. Polizeiminister Jonas Lie ernannte die Richter am Sondergerichtshof für die Polizei und die Richter [[Karl Marthinsen]] und [[Egil Olbjørn]] verhängten die Todesstrafe, widersprochen nur von [[Egil Reichborn-Kjennerud]]. Dies war das erste Mal, dass ein norwegisches Gericht während des Zweiten Weltkriegs eine Todesstrafe verhängte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig mit der [[Erschießung]] von Eilifsen am 16. August 1943 wurden landesweit zahlreiche Angehörige der norwegischen Polizei durch deutsche Polizei und deutsche Truppen verhaftet. Allein in Oslo wurden 700 Polizisten durch bewaffnete deutsche Wachen eingesperrt und es wurde eine Loyalitätserklärung von ihnen verlangt. Ungefähr 300 der verhafteten Polizisten wurden später in das [[KZ Stutthof]] nach Polen deportiert, etwa die gleiche Anzahl wurde im norwegischen  Internierungslager [[Grini fangeleir]] eingesperrt. Diese Aktion war bereits heimlich einige Zeit zuvor unter dem Namen „[[Aktion Polarkreis]]“ vorbereitet worden und die Ereignisse um Eilifsen waren der Startschuss für ihre praktische Umsetzung gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Angelegenheit um Eilifsen erfuhr große Aufmerksamkeit und verursachte Bestürzung sowohl in norwegischen Widerstandskreisen als auch innerhalb der norwegischen NS-Anhängerschaft, wo speziell der untertänige Gehorsam gegenüber dem deutschen Diktat als besonders problematisch empfunden wurde.&lt;br /&gt;
Innerhalb der norwegischen Polizei sank die Arbeitsmoral danach deutlich und neue Anwerbungen von Personal für die Polizei in Norwegen blieben bis zur Befreiung im Mai 1945 praktisch gänzlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. B.&amp;lt;!-- Johan Bernhard --&amp;gt; Hjort: &amp;#039;&amp;#039;Justismord.&amp;#039;&amp;#039; Gyldendal. Oslo 1952.&lt;br /&gt;
* Nils Johan Ringdal: &amp;#039;&amp;#039;Mellom barken og veden. Politiet under okkupasjonen.&amp;#039;&amp;#039; Aschehoug, Oslo 1987, ISBN 82-03-15616-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.norgeslexi.com/krigslex/e/e1.html#eilifsen-gunnar Norwegisches Kriegslexikon zu Eilifsen] &amp;#039;&amp;#039;(norwegisch)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.snl.no/.nbl_biografi/Gunnar_Eilifsen/utdypning Ausführliche Biografie des Norsk biografisk leksikon] &amp;#039;&amp;#039;(norwegisch)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Eilifsen, Gunnar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (Norwegen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (norwegischer Widerstand 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norweger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Norwegen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Eilifsen, Gunnar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=norwegischer Polizeibeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. September 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kristiansand]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. August 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oslo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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