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	<title>Gundekar II. - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T00:26:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gundekar_II.&amp;diff=1070650&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-07-13T17:21:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gundekar II.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: Gunzo) (* [[10. August]] [[1019]]; † [[2. August]] [[1075]] in [[Eichstätt]]) war [[Bischof]] von [[Bistum Eichstätt|Eichstätt]] von 1057 bis 1075. Er wird als Seliger verehrt, obwohl nie eine offizielle [[Seligsprechung]] erfolgte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gundekar II., Bischof von Eichstätt 1057-1075, im Pontifikale Gundekarianum.jpg|mini|Gundekar II. im [[Pontifikale Gundekarianum]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hochgrab von Bischof Gundekar II. im Eichstätter Dom.jpg|mini|Hochgrab von Bischof Gundekar II. im Eichstätter Dom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Sein Vater hieß Reginher, die Mutter Irmingart, seine Schwester Touta. Über das Geschlecht, aus dem er stammte, lässt sich nichts Zuverlässiges aussagen. Er stand aber in verwandtschaftlicher Beziehung zu Erzbischof [[Siegfried I. von Mainz]] (1060–84), so dass vermutet werden kann, dass Gundekar wie dieser einem mittelrheinischen Adelsgeschlecht angehörte. Ein weiterer Verwandter war Bischof [[Egilbert von Passau]]&amp;lt;ref&amp;gt;siehe auch [[Liste der Bischöfe von Passau]]&amp;lt;/ref&amp;gt; (1045–65), zuvor Hofkaplan der Kaiserin [[Agnes von Poitou]], der Gemahlin von König [[Heinrich III. (HRR)|Heinrich III.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Wann und wie der junge Gundekar nach Eichstätt kam, ist nicht überliefert; jedenfalls weilte er hier bereits als Kind, wurde hier erzogen und zu einem unbekannten Zeitpunkt Mitglied des [[Domkapitel]]s. 1045 wurde er von Königin Agnes in Nachfolge von Egilbert zum Hofkaplan ernannt und verließ Eichstätt. In den folgenden Jahren gehörte er sozusagen zur königlichen Familie und kam in Kontakt zu den übrigen Hofkaplänen, zumeist Bischöfen, die vielfach die Reichskanzlei verwalteten; mit einigen von ihnen pflegte er noch in späteren Zeiten rege freundschaftliche Beziehungen. An der Seite der Kaiserin erlebte er den frühen Tod Heinrichs III. am 5. Oktober 1056. Am 20. August 1057 wurde er auf Veranlassung der Kaiserin noch in der [[Pfalz Trebur|Pfalz zu Tribur]] zum Bischof von Eichstätt designiert und am 5. Oktober 1057 in [[Speyer]] im Beisein von 14 Reichsbischöfen als Bischof investiert. Die [[Inthronisation]] in Eichstätt erfolgte am 17. Oktober 1057. Die bischöfliche Weihe fand am 27. Dezember 1057 in der [[Kaiserpfalz]] [[Bodfeld]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher im Dienste der Reichsgeschäfte stehend, konzentrierte er sich als Bischof auf geistliches Wirken. Hierzu verdichtete er das Netz von Pfarreien und ließ überall Kirchen errichten; von seinen 126 Kirchenweihen erfolgten 101 innerhalb seines eigenen Bistums, in der Grafschaft [[Beilngries|Hirschberg]], in [[Weißenburg in Bayern|Weißenburg]], [[Pleinfeld]], [[Ornbau]], [[Wassertrüdingen]], [[Pappenheim]], in [[Berching]] und dessen heutigem Ortsteil Holnstein, im [[Herrieden]]er Raum, in der Landschaft südlich der [[Pegnitz (Fluss)|Pegnitz]] und um [[Altdorf bei Nürnberg]]. Außerhalb des Bistums nahm er Kirchenweihen in den Diözesen [[Bistum Augsburg|Augsburg]], [[Bistum Würzburg|Würzburg]] und [[Erzbistum München und Freising|Freising]] vor. Dieser umfangreiche Ausbau der Pfarrstruktur und der Bau der Kirchen in romanischer und damit erstmals durchgängig steinerner Baukunst war nur durch das [[Eigenkirche]]nwesen, d. h. durch das Engagement des jeweiligen Grundherren, möglich. Bischöfliche Eigenkirchen mit dem alleinigen Besetzungsrecht durch den Bischof entstanden nur wenige. In Eichstätt selbst ließ er den teilweise niedergelegten [[Eichstätter Dom|Dom]] wieder errichten und weihte ihn 1060 neu. Zwei Jahre später konnte er die südlich des Domes angebaute Johanneskapelle weihen und wiederum zwei Jahre später die Ost[[krypta]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Kontakt zum kaiserlichen Hof gab Gundekar nicht ganz auf. 1059 war er auf einem [[Hoftag]] zu Speyer, und 1061 nahm er – wohl auf Einladung der Kaiserin-Witwe Agnes – an der Weihe des Ostchores des Speyerer Kaiserdoms teil. Auf einen Hilferuf [[Heinrich IV. (HRR)|Heinrichs IV.]] hin für dessen Feldzug gegen die Sachsen machte sich Gundekar auf den Weg nach Norden und weilte im Hoflager zu [[Breitenbach (Schlüchtern)|Breitenbach]] bei [[Fulda]]. Während seiner Regierungszeit wurden drei Eichstätter [[Kanoniker]] zu Reichsbischöfen berufen. Im [[Investiturstreit]] verhielt sich Gundekar jedoch neutral; er verzichtete auf jede Einflussnahme auf die Reichs- und Kirchenpolitik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gundekar wurde in der von ihm 1062 erbauten Johanneskapelle des Domes beigesetzt. Bald setzte die Verehrung des toten Bischofs ein, der als „Seliger“ gilt, auch wenn es nie ein offizielles [[Seligsprechung]]sverfahren gegeben hat. 1309 wurden seine Gebeine in einen Steinsarkophag erhoben, der 1808 innerhalb des Domes versetzt wurde und seit 1975 wieder im gotischen Nachfolgebau der Johanneskapelle steht.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gundekarianum Eichstätt.jpg|mini|250px|Bischof mit Domherren. Eine Seite aus dem [[Pontifikale Gundekarianum]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gundekarianum ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel: [[Pontifikale Gundekarianum]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1072 übergab Gundekar an seine Domkirche eine prächtig ausgestattete Handschrift, das sogenannte Gundekarianum, einen Sammelband von 204 Blättern, der nach Gundekar auf 257 Blätter erweitert wurde. 110 Blätter bilden ein Pontifikale, eine Zusammenstellung der vom „pontifex“, vom Bischof zu spendenden [[Sakrament]]e, Weihehandlungen und [[Segnung]]en. Hierin zeigt sich auch, dass Gundekar ein Anhänger der [[Kirchenreform]] war, denn diese legte besonderen Wert auf die gültige Vermittlung sakramentalen Heils. Nach einem Kalendarium folgt ein Rituale, d.&amp;amp;nbsp;h. eine Zusammenstellung von Segnungen, [[Beschwörung]]en und [[Gebet]]en. Dem Ganzen sind Seiten mit historischen Einträgen seit der Bistumsgründung unter dem hl. [[Willibald von Eichstätt|Willibald]] und Seiten mit Miniaturmalereien vorgeschaltet, die von seinen Nachfolgern bis 1697 mit insgesamt 19 eingebundenen Fortsetzungen mit den Bischofsviten und Bischofsbildern in [[Miniaturmalerei]] ergänzt wurden. Das Original wird im Diözesanarchiv verwahrt; ein kommentierter [[Nachdruck|Reprint]] wichtiger Seiten liegt seit 1987 in 380 Exemplaren vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Julius Sax: &amp;#039;&amp;#039;Die Bischöfe und Reichsfürsten von Eichstätt&amp;#039;&amp;#039;. Landshut 1884. S. 157–175.&lt;br /&gt;
* Julius Sax und Josef Bleicher: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Hochstiftes und der Stadt Eichstätt&amp;#039;&amp;#039;. Eichstätt 2. Auflage 1927. S. 60–66.&lt;br /&gt;
* [[Franz Heidingsfelder]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Regesten der Bischöfe von Eichstätt&amp;#039;&amp;#039;. Erlangen 1938. S. 76–86.&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|312|312|Gundekar (Gunzo)|[[Andreas Bauch (Theologe)|Andreas Bauch]]|118895656}}&amp;lt;!--1966--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Andreas Bauch: &amp;#039;&amp;#039;Gundekar II., Bischof von Eichstätt&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Fränkische Lebensbilder&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 6. Würzburg: Schöningh 1975. S. 1–29.&lt;br /&gt;
* Konrad Held: &amp;#039;&amp;#039;Gundekar&amp;#039;&amp;#039;. Eichstätter Kurier Nr. 175 vom 2./3. August 1986.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das „Pontifikale Gundekarianum“. Faksimile-Ausgabe des Codex B 4 im Diözesanarchiv Eichstätt.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde., Faksimile-Band, 46 × 37 cm, 82 S., davon 37 farbig, Kommentarband mit Beiträgen von [[Brun Appel]], Andreas Bauch, Walter Dürig, [[Johann Konrad Eberlein]], Monika Fink-Lang, [[Helmut Flachenecker]], Hermann Hauke, Dietmar von Hübner, Klaus Kreitmeir, Ernst Reiter und Stefan Weinfurter, Bibliographie von Maria Mengs, 28 × 20 cm, 199 S. mit 9 Abbildungen und 1 Frontispiz, Verlag Reichert 1987.&lt;br /&gt;
*Klaus Kreitmeir: &amp;#039;&amp;#039;Die Bischöfe von Eichstätt&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Kirchenzeitung. Eichstätt 1992. S. 22–24.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629145205/http://www.bautz.de/bbkl/g/gundekar_ii.shtml |band=26|autor=Bruno W. Häuptli|spalten=547–550|artikel=Gundekar II}}&amp;lt;!--2006--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Alfred Wendehorst]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Eichstätt. Band 1: Die Bischofsreihe bis 1535&amp;#039;&amp;#039;. Reihe: &amp;#039;&amp;#039;[[Germania Sacra]] – Neue Folge 45&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2006. ISBN 978-3-11-018971-1. S. 64–69.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gundekar II|Gundekar II.|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Geschichtsquellen Person|118895656|Gundecharus episcopus Eichstetensis}}&lt;br /&gt;
* {{Germania Sacra|gnd=118895656|linktext=Gundekar II.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Viktor II.|Gebhard I.]]|NACHFOLGER=[[Udalrich I.]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Eichstätt|Bischof von Eichstätt]]|ZEIT=1057–1075}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste der Bischöfe von Eichstätt (741–1237)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118895656|VIAF=163461796}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Eichstätt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1019]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1075]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gundekar II.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gunzo&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Kaiserlicher Hofkaplan, Bischof von Eichstätt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. August 1019&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. August 1075&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Eichstätt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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