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	<title>Gummiinsel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T12:05:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gummiinsel&amp;diff=640696&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Penterfritz: Rechtschreibung verbessert</title>
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		<updated>2025-02-28T17:11:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung verbessert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt ein Stadtviertel in Gießen. Zum gleichnamigen Rettungsboot siehe [[Schlauchboot]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gummiinsel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein Teil der [[Gießen]]er Weststadt bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Läufertsröderweg-Leimenkauterweg-Gießen.JPG|mini|Ecke Läufertsröderweg und Leimenkauterweg auf der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Gummiinsel&amp;#039;&amp;#039; in Gießen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gummiinsel in Gießen.JPG|mini|Der Läufertsröderweg auf der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Gummiinsel&amp;#039;&amp;#039; in Gießen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Wegen ihrer Lage in der Nähe der [[Lahn]] mit Überflutungen und des früher größten lokalen Arbeitgebers, der [[Gummi]]fabrik Poppe &amp;amp; Co., wurde das Areal, in dem die [[Fabrikarbeiter]] wohnten, als Gummiinsel bezeichnet. Das Gebiet lag damals isoliert vom Rest der Stadt auf der gegenüberliegenden Seite der Lahn. Auch heute noch lässt sich das Gebiet durch seine bauliche Struktur klar von der übrigen (West)stadt abgrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wohngebiet entstand 1932–1939 als Siedlung aus kleinen zweigeschossigen roten [[Mauerziegel|Backstein]]häuschen ohne Unterkellerung, jeweils mit einem kleinen Vorgarten. Errichtet wurden sie als Notquartiere vor allem für Familien [[jenische]]r Gewerbetreibender – regionale Fremdbezeichnung „Mäckeser“ –, Schausteller, [[Altwarenhändler]] und Nachfahren regionaler [[Sinti]]familien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hessenschul&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.gs-west.giessen.schule.hessen.de/schwerpunkte/Schulprogramm.pdf |wayback=20160304093250 |text=&amp;#039;&amp;#039;Schulprogramm der Grundschule Gießen-West – Ganztagsschule – der Universitätsstadt Gießen&amp;#039;&amp;#039;}}(PDF; 945&amp;amp;nbsp;kB), S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;T. Naumann: {{Webarchiv|url=http://www.gummi-insel.de/9.html |wayback=20090405142651 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Gummiinsel in Gießen an der Lahn&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späteren Verlauf wurden diese Häuser saniert, teilweise abgerissen, durch Hochhäuser des [[Sozialer Wohnungsbau|Sozialen Wohnungsbaus]] ersetzt und das Wohngebiet zur Weststadt erweitert. Soweit sie noch bestehen, sind sie heute im Besitz der städtischen [[Wohnungsunternehmen|Wohnungsgesellschaft]], der Wohnbau Gießen GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gummiinsel galt und gilt als [[sozialer Brennpunkt]]. Der Name des Quartiers hatte einen abschätzigen Klang. Die Bevölkerungsstruktur des Gebiets ist bis heute (Stand: 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 2012) gekennzeichnet durch eine hohe Konzentration an einkommensschwachen und sozial benachteiligten Haushalten. Ethnische Vielfalt ist ausschließlich in angrenzenden, später gebauten Häusern angrenzend an die Gummiinsel gegeben. Diese Häuser zählen aber nicht zur Gummiinsel. Das Gegenteil wurde bereits öfters in diversen Recherchen zum Thema Gummiinsel niedergeschrieben, jedoch sind diese Aussagen falsch. Es gab und gibt bis zum heutigen Tage keine zugezogenen und dort lebenden Personen von &amp;quot;Außerhalb&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weststadt zählt ganz wie das ähnlich strukturierte Problemquartier der Margaretenhütte und Eulenkopf zu den kinderreichsten Stadtteilen Gießens. Der Anteil von Haushalten, die mit [[Sozialleistung]]en am [[Existenzminimum]] leben, ist in den letzten Jahren gesunken. Aufgrund des Wegfalls von Arbeitsplätzen in den 70er und 80er Jahren im produzierenden Gewerbe bestand für die Menschen in der Weststadt eine geringere Chance auf Erwerbstätigkeit. In der letzten Zeit gab es einen leicht ansteigenden Zuzug von Familien mit [[Migrationshintergrund]]. Dies belebt weiterführend das Randstadtgebiet mit frischen Persönlichkeiten im positiven wie im negativen. Kinder profitieren vom Zuwachs und folgendem erweiterten Freundeskreis neuer Mitmenschen in ihrer Umgebung. Sie lernen recht früh Menschen mit anderer Hautfarbe kennen zu lernen, zu respektieren und sich gegenseitig helfen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Einfluss der [[Studentenbewegung]] entstanden Initiativgruppen, die sich um den Zustand in diesem Randbezirk kümmerten und vor allem den vielen kinderreichen Familien Unterstützung anboten. [[Gemeinwesenarbeit]] im Stadtteil und umfangreiche Gebäudesanierungen entschärften den sozialen Brennpunkt. Über die Bewohner der Gummiinsel drehte das [[ZDF]] in seiner Reihe [[ZDF.reportage]] einen Film (Titel: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Desperados&amp;#039;&amp;#039;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Bewohnern wurde er abgelehnt, da es eine Verbildlichung mit falschen Tatsachen widerspiegelte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gießen, Margaretenhütte.jpg|mini|Margaretenhütte, um 1930]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Projektgruppe Margaretenhütte e.V.&amp;#039;&amp;#039; leistet seit Anfang der 1970er Jahre in dem Wohngebiet Henriette-Fürth-Straße Gemeinwesenarbeit. Der Verein folgte einer Bürgerinitiative, die sich in den 1960er Jahren aus Bewohnerinnen und Bewohnern, Studentinnen und Studenten und Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Gießen zusammenfand, um die Wohn- und Lebensbedingungen im Brennpunkt grundlegend zu verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der traditionellen Quartierbevölkerung sowohl der Gummiinsel als auch der Margaretenhütte war mindestens bis in die 1980er Jahre ein stark vom [[Romani|Romanes]] geprägter, als [[Manische Sprache|Manisch]] bezeichneter [[Soziolekt]] verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Wenn der Tschabo die Spannuckele aufsetzt&amp;#039;&amp;#039; in [[Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung]] vom 22. Oktober 2017, Seite R3&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute dürfte das Manische nur mehr in Relikten vorhanden sein und seinen ursprünglichen Charakter als [[Geheimsprache]] weitgehend eingebüßt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Peripherie-Siedlung [[Eulenkopf (Gießen)|Eulenkopf]] (Gießen Nord-Ost) ist ein dritter sozialer Brennpunkt zu nennen, in dem auch Manisch geraggert (= gesprochen) wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Günther Lerch: &amp;#039;&amp;#039;„Tschü lowi …“. Das Manische in Gießen. Die Geheimsprache einer gesellschaftlichen Randgruppe, ihre Geschichte und ihre soziologischen Hintergründe.&amp;#039;&amp;#039; VVB Laufersweiler Verlag, Gießen 1976.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* Diakonisches Werk Gießen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Weststadt, gruselig und bunt. Ein Beteiligungsprojekt im Rahmen der Gemeinwesenarbeit Gießen-West.&amp;#039;&amp;#039; Gießen 2004.&lt;br /&gt;
* Hans-Günther Lerch: &amp;#039;&amp;#039;„Tschü lowi“. Das Manische in Gießen. Die Geheimsprache einer gesellschaftlichen Randgruppe, ihre Geschichte und ihre soziologischen Hintergründe.&amp;#039;&amp;#039; Gießen 1976, ISBN 978-3-89687-485-6.&lt;br /&gt;
* Fritz Neuschäfer: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der „Jenischen“ und „Manischen“ in Gießen.&amp;#039;&amp;#039; In: Manfred H. Klös (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Ein Stück Gießener Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Gießen o. J. (1988), S.&amp;amp;nbsp;51–55.&lt;br /&gt;
* [[Marc Wiese]] (Regie), [[Heiner Gatzemeier]] (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Desperados. Das Dorf der Schrottler, Schausteller und Hausierer.&amp;#039;&amp;#039; 1998. (VHS, 30 Min.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.diakonie-giessen.de/de/gemeinwesenarbeit-giessen-west.php Gemeinwesenarbeit Gießen-West], Homepage der Gemeinwesenarbeit Gießen-West{{Toter Link |date=2023-02-26 |url=http://www.diakonie-giessen.de/de/gemeinwesenarbeit-giessen-west.php}}&lt;br /&gt;
* {{DenkXweb|objekt=61547|titel=Gesamtanlage XVIII „Gummiinsel“}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.594635|EW=8.664617|type=city|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Gießen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Penterfritz</name></author>
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