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	<title>Guldgubbe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;JEW: ergänzt</title>
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		<updated>2026-02-04T11:53:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SorteMuld guldgubber 600px.jpg|mini|[[Guldgubber aus Sorte Muld]] auf Bornholm, 6. Jahrhundert n. Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guldgubbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Schwedische Sprache|schwedischer]]  Plural &amp;#039;&amp;#039;guldgubbar&amp;#039;&amp;#039;, [[Dänische Sprache|dänischer]] Plural &amp;#039;&amp;#039;guldgubber&amp;#039;&amp;#039;; {{noS|&amp;#039;&amp;#039;gullgubbe&amp;#039;&amp;#039;}}) bedeutet „Goldmännchen“. Es handelt sich um ein bis zwei Zentimeter große Figuren aus [[Gold]]blech, deren Fundorte auf [[Dänemark]] und [[Skandinavien]] beschränkt sind, wo sie an mehr als 30 Orten&amp;lt;ref&amp;gt;Fundorteauswahl gem. Karsten Kjer Michaelsen: &amp;#039;&amp;#039;Politikens bog om Danmarks oldtid&amp;#039;&amp;#039;. Kopenhagen 2002, ISBN 87-567-6458-8, S.&amp;amp;nbsp;61: Borg, Hauge, Mære - Norwegen; Eketorp, Eskilstuna, Helgö, Slöinge, Svintuna, Ulltuna, Uppåkra - Schweden; Gudme, Lundeborg, Stentinget, Toftegård und an acht Stellen auf [[Bornholm]] - Dänemark&amp;lt;/ref&amp;gt; gefunden wurden. Inzwischen sind weitere dazugekommen ([[Goldfund von Hov]]). Wegen der gut ausgeführten Motive stehender Menschen haben die Fundstücke der ältesten [[Toreutik]] des Nordens früh Aufmerksamkeit erregt. Welchem Zweck die Goldmännchen dienten, ist umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Ihre Benennung folgt einer im Jahre 1791 veröffentlichten Abhandlung des schwedischen Altertumsforschers Niels Henrik Sjöborg (1767–1838), in der es heißt, dass die Bauern in Ravlunda bei [[Kivik]] ([[Schonen]]) in den Dünen immer wieder kleine Goldbleche fanden, die sie &amp;#039;&amp;#039;guldgubbar&amp;#039;&amp;#039; nannten. Sjöborg übernahm die Bezeichnung der Bauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundorte ==&lt;br /&gt;
Die rund 3.000 Fundstücke verteilen sich recht ungleichmäßig über so genannte [[Zentralplatz-Forschung|Reichtumszentren]]. Sieben Fundorte liegen in [[Norwegen]] ([[Runenstein von Tu|bei Bryne]]), zwölf in [[Schweden]] und elf in [[Dänemark]], darunter [[Gammel Lundeborg]] sowie zwei Fundplätze in [[Jütland]] und sechs auf [[Bornholm]]. Hier wurde die überwiegende Mehrzahl der Exemplare gefunden, am Fundort „Sorte Muld“ allein bislang 2.594 Figürchen.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Guldgubber aus Sorte Muld}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zahlreichsten schwedischen Funde stammen aus [[Uppåkra]] bei [[Lund]], [[Slöinge]] (in [[Halland]]), [[Goldfund von Västra Vång|Västra Vång]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.svd.se/nyheter/inrikes/guldgubbar-hittades-i-blekinge_8728360.svd &amp;#039;&amp;#039;Guldgubbar in Blekinge gefunden&amp;#039;&amp;#039; (schwedisch)] svd.se, abgerufen am 15. November 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; bei [[Ronneby]] (in [[Blekinge]]), [[Helgö (Mälaren)|Helgö]] im [[Mälaren|Mälarsee]] und aus der [[Burg Eketorp]] auf [[Öland]]. In Norwegen gab es Funde in [[Vingrom]] bei [[Lillehammer]],&amp;lt;ref&amp;gt;Cato Guhnfeldt: [https://archive.today/2013.11.16-102114/http://www.aftenposten.no/kultur/600-talls-gullskatt-6360356.html &amp;#039;&amp;#039;Goldschatz aus dem 7. Jh.&amp;#039;&amp;#039; (norwegisch)] aftenposten.no, 8. Juli 2005, abgerufen am 16. November 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Cato Guhnfeldt: [https://archive.today/2013.11.16-104837/http://www.aftenposten.no/nyheter/iriks/Historisk-gullfunn-6590564.html &amp;#039;&amp;#039;Historischer Goldfund&amp;#039;&amp;#039; (norwegisch)] aftenposten.no, 10. November 2008, abgerufen am 16. November 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der [[Kirche von Mære]] in [[Steinkjer]] ([[Trøndelag]]) und bis hinauf nach [[Borg (Lofoten)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datierung ==&lt;br /&gt;
Offenbar entstanden die ersten Goldblechfigürchen in der Germanischen [[Eisenzeit]] (ab ca. 375) und wurden bis in die [[Wikingerzeit]] (bis 1066) weiterverwendet. In der [[Vendelzeit]] (550–800 n. Chr.) scheint die Herstellung ihren Höchststand erreicht zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Helgöbleche lagen verstreut auf dem Jahrhunderte hindurch bewohnten Platz, so dass sie keinen Anhaltspunkt für die Datierung liefern. Guldgubber sind in einigen dänischen Funden mit römischen [[Solidus|Solidi]] und [[Brakteat]]en vom D-Typ vergesellschaftet. Das deutet auf den Übergang von der [[Völkerwanderungszeit|Völkerwanderungs-]] zur [[Vendelzeit]]. Ebenso verhält es sich mit den Blechen von Eketorp, zu denen auch einige Stücke des für die Völkerwanderungszeit typischen goldenen Spiraldrahtes gehörten. Sie stammen aus der unteren Siedlungsschicht, so dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit in die Völkerwanderungs- (400–550 n. Chr.) oder in die ältere Vendelzeit zu datieren sind. Die Gräber in Småland und Ulltuna weisen auf die Vendelzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Material und Ausführung ==&lt;br /&gt;
Die Figürchen befinden sich auf dünnen kleinen, oft viereckigen Blechstückchen. Das Goldblech ist mitunter so dünn, dass man es kaum in der Hand halten kann, ohne es zu beschädigen. Diese Zartheit lässt vermuten, dass ihnen eine spezielle Funktion zukam. Sie waren offenbar nicht dazu bestimmt, allzu oft angefasst zu werden, sonst wären sie kaum bis heute erhalten geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche wurden mittels einer [[Druckwesen|Patrize]] gefertigt. In diesem Zusammenhang ist ein Bronzeplättchen (10 × 14&amp;amp;nbsp;mm) aus einer Siedlung bei Vä in Schonen von Interesse, das das Reliefbild einer Frau vom Typ der Goldbleche zeigt. Eventuell handelt es sich um eine Patrize zur Herstellung der Goldblechfiguren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motive ==&lt;br /&gt;
Das sehr detaillierte Motiv ist mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen. Drei Hauptmotive können auch schwerpunktmäßig verteilt unterschieden werden: einzelne Menschen (Männer und Frauen), Menschenpaare (oft Mann und Frau) und Tiere. Einige sind mit geritztem [[Verzierung|Dekor]] versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund jüngerer, vor allem mit dem dänischen Material durchgeführter Untersuchungen können die Figürchen nach Form, Gestik oder Kleidung in verschiedene Gruppen eingeordnet werden: einerseits Götter oder Adlige, andererseits Tänzer oder Ausübende kultischer Aktivitäten. Oft sind die Figürchen mit verschiedenen Attributen abgebildet. So gibt es zum Beispiel Männer, die einen Stab halten, oder Frauen, die ein Trinkhorn reichen. Die männliche Variante ist unter anderem als eine Darstellung des Gottes Thor interpretiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wiederkehrendes Motiv auf Fünen, das Liebespaar genannt wird, zeigt eine Frau und einen Mann, die sich umarmen. Man hat dies als Fruchtbarkeitsmotiv (Heilige Hochzeit) oder als Abbildung eines Götterpaares interpretiert. Das sich umarmende Paar ist genau dargestellt. Die Frau trägt ein Kleid aus mehreren Lagen verschiedener Stoffe, die von einer großen [[Fibel (Tracht)|Fibel]] zusammengehalten werden. Ihr Haar ist auf vielen Stücken hochgesteckt, ein langer [[Zopf]] fällt in ihren Rücken. Der Mann trägt einen knielangen Rock, seine Frisur ist deutlich gezeichnet. Das norwegische Fundmaterial besteht ausschließlich aus Paardarstellungen. Männer sind in Mäntel gehüllt, vorn und hinten hängen Zipfel herab. Derartige Mäntel sind für das 1. Jahrtausend von verschiedenen Darstellungen belegt: auf dem [[wikingerzeit]]lichen [[Runenstein]] von Jæren in Norwegen in Ritztechnik, auf einem [[Gotländische Bildsteine|Bildstein]] derselben Zeit aus Sanda auf [[Gotland]] und auf [[vendelzeit]]lichen gotländischen Bildsteinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Objekte zeigen einzelne Männer oder Frauen. Auf den Goldblechfigürchen, die in der Burg Eketorp auf Öland gefunden wurden, scheint eine ganze Familie abgebildet zu sein. In anderen Fällen ist eine Tänzerin zu erkennen, jedenfalls wird eine besondere Bewegung ausgeführt. Die Beinstellung erinnert an die Figuren auf dem Goldhalskragen von Älleberg, die als [[Auspizien|Vogeldeuter]] interpretiert worden sind. Die Goldblechfiguren sind manchmal nackt, zumeist jedoch festlich bekleidet. Die [[en face]] dargestellten Frauen der Bleche von Eketorp tragen einen langen Rock, der von einer gemusterten [[Borte]] abgeschlossen wird und oft in einer [[Schleppe]] endet. Ein [[Schal]] liegt über den Schultern. Das Haar wird in einem losen Nackenknoten gesammelt. Die im Profil gesehenen Männer von Eketorp tragen langes Haar und pelzähnliche Kittel, mitunter auch lange Hosen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Insel Bornholm wurden auch verschiedene Goldblechfigürchen, die [[Schwein]]e oder andere Tiere darstellen, entdeckt. In Schweden fehlen bislang solche Tierfiguren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;140&amp;quot; caption=&amp;quot;Guldgubbar&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aska in Hagebyhöga gold foil figure 2020-12 photo Björn Falkevik.jpg|Aska, Hagebyhöga Kirchspiel, Schweden&lt;br /&gt;
Guldgubbe uppåkra.jpg|[[Uppåkra]]&lt;br /&gt;
Guldgubber-fra-Lundeborg DO-2083 original.jpg|Lundeborg &lt;br /&gt;
Guldgubber-fra-Bornholm DO-2212 original.jpg|Bornholm &lt;br /&gt;
8-guldgubber-fra-Sorte-Muld DO-1141 original.jpg|Sorte-Muld&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutung ==&lt;br /&gt;
Welchen Zweck die Goldmännchen erfüllten, ist noch ungeklärt. Es könnte sich um Opfergaben handeln oder um Bezahlungsmittel in einem rituellen Zusammenhang. Dafür spricht, dass den Fundorten meistens eine zentrale Herrschafts- und geistliche Bedeutung zugeschrieben wird. Einige Guldgubber stammen aus Schatzfunden, doch die meisten sind Einzel- oder Siedlungsfunde. Nur selten sind sie zum Annähen durchbohrt, einige weisen Ösen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Müller-Wille]]: &amp;#039;&amp;#039;Opferkulte der Germanen und Slawen&amp;#039;&amp;#039;, Theiss, Stuttgart 1999, ISBN 3-8062-1443-3, S. 66–68.&lt;br /&gt;
* Sharon Ratke: &amp;#039;&amp;#039;Guldgubber – Einblicke in die Völkerwanderungszeit&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 2009 (Dissertation, online auf [https://hdl.handle.net/20.500.11811/3983 bonndoc]).&lt;br /&gt;
* [[Mårten Stenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Nordische Vorzeit.&amp;#039;&amp;#039; Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichte Schwedens.&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz, Neumünster 1977, ISBN 3-529-01805-8, S. 387ff.&lt;br /&gt;
* [[Margrethe Watt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Goldblechfiguren („guldgubber“) aus Sorte Muld, Bornholm&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Karl Hauck (Mediävist)|Karl Hauck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der historische Horizont der Götterbildamulette aus der Übergangsepoche von der Spätantike zum Frühmittelalter&amp;#039;&amp;#039;. 1992, ISBN 3-525-82587-0, S. 195–227.&lt;br /&gt;
* {{RGA|13|132|142|Gubber|Margrethe Watt}}&lt;br /&gt;
* {{RGA|29|249|252|Sorte Muld|Margrethe Watt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://bornholm.info/de/die-guldgubber/ Die Guldgubber auf Bornholm]&lt;br /&gt;
* [https://www.nationalbanken.dk/da/publikationer/jubilaeumsboeger/Documents/KAP2_Denar%20til%20daler_Danmarks%20m%C3%B8nthistorie%20indtil%201550_Danmarks%20Nationalbank_NY.pdf Forhistoriens penge og de første mønter i Danmark] (dänisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Kunst|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skandinavische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vendelzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenzeit (Germanen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Goldfund]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
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