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	<title>Guido Zingerle - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Guido_Zingerle&amp;diff=2061639&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;EruditusTyrolensis: /* Nachwirkung */ EN korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-15T10:40:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nachwirkung: &lt;/span&gt; EN korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guido Zingerle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. September]] [[1902]] in [[Tschars]]; † [[9. August]] [[1962]] in [[Turi (Apulien)|Turi]]) war ein als „Ungeheuer von Tirol“ titulierter Sexualmörder, der Ende der [[1940er]] Jahre zwei Frauen getötet und weitere drei Frauen vergewaltigt hat. Bei seinen Morden nutzte Zingerle zuvor von ihm in den Tiroler Bergen gebaute und ausgestattete Höhlen, in die er seine Opfer verschleppte und vergewaltigte. Die Tötung vollzog Zingerle, indem er seine Opfer unter einem Haufen von Steinen begrub, um sie darunter in tagelangem Todeskampf sterben zu lassen, wobei er dies beobachtete. Weitere Morde Zingerles können nicht ausgeschlossen werden. Zingerle wohnte nach dem Zweiten Weltkrieg in [[Innsbruck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühes Leben ==&lt;br /&gt;
Zingerle kam 1902 in [[Tschars]] im unteren [[Vinschgau]] zur Welt. Seine Mutter, eine Arbeiterin, war mit der Versorgung des unehelichen Kindes überfordert und gab ihn bei einer Bauernfamilie im Ort [[Vals (Mühlbach)|Vals]] in Pflege. Während seiner Volksschulzeit fiel er bereits durch gewalttätiges und grausames Verhalten auf und fand unter seinen Altersgenossen keinen Anschluss. Im Alter von 15 Jahren folgte die erste Anzeige wegen Diebstahls und eine Unterbringung in einem Jugendfürsorgeheim; in den darauffolgenden Jahren trat er wiederholt strafrechtlich in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Einberufung 1923 in die italienische Armee zu den [[Alpini]] desertierte Zingerle schon nach einem Jahr und flüchtete nach Frankreich, wo er einen fünfjährigen Vertrag in der [[Französische Fremdenlegion|Fremdenlegion]] unterzeichnete. 1929 desertierte er auch aus diesem Dienstverhältnis in Nordafrika, wurde jedoch im damaligen [[Spanisch-Marokko]] aufgegriffen und nach Italien überstellt, wo ihn ein Gericht wegen [[Fahnenflucht]] zu drei Jahren Haft verurteilte. Nach der Entlassung 1932 heiratete er in Pawigl bei [[Lana (Südtirol)|Lana]] und wurde 1934 Vater einer Tochter. Wenig später verließ er seine Familie und ging als Arbeiter nach [[Abessinien]], das Italien 1935 militärisch unterworfen hatte. 1936 kam er jedoch bereits wieder nach Südtirol zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Option in Südtirol|Option]], die auf ein Abkommen zwischen [[Adolf Hitler]] und [[Benito Mussolini]] zurückging, entschied sich Zingerle für die Auswanderung ins [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]]; mit Kriegsbeginn wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen, desertierte wiederum, wurde jedoch 1941 von der [[Gestapo]] verhaftet und wiederum zum Kriegsdienst eingezogen. 1942 wurde er in Russland schwer verwundet, im September 1944 desertierte er wieder aus dem Spital und flüchtete nach Südtirol. Im April 1945 wurde er gefasst und in Bozen von einem Kriegsgericht wegen Desertion zum Tode verurteilt. Aufgrund des Kriegsendes wurde das Urteil allerdings nicht mehr vollstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende ließ er sich mit Frau und Tochter in [[Innsbruck]] nieder und bestritt seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten, Schmuggel und dem Verkauf von Zeitungen. Regelmäßig blieb er tage- oder wochenlang von zu Hause fern; gegenüber seiner Frau begründete er diese Abwesenheiten mit Bergtouren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Der Sexualmordprozeß gegen Guido Zingerle |Sammelwerk=Tiroler Tageszeitung |Band=7 |Nummer=269 |Ort=Innsbruck |Datum=1951-11-21 |Seiten=5 |Online=https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&amp;amp;datum=19511121&amp;amp;query=%22guido+zingerle%22&amp;amp;ref=anno-search&amp;amp;seite=5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taten ==&lt;br /&gt;
Das erste nachgewiesene Opfer Zingerles war die 20-jährige Lehrerin Gertrud Kutin (eine Schwester von [[Helmut Kutin]]) aus Bozen, die er im Mai 1946 bei [[Glaning]] entführte, vergewaltigte und unter schweren Steinen begrub, bis sie schließlich nach mehreren Tagen qualvoll starb. Der Leichnam wurde erst im April 1947 gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1946 vergewaltigte er bei [[Karneid]] ein 15-jähriges Mädchen und mauerte es in einer Felsnische ein. Das Mädchen konnte sich jedoch aus eigener Kraft befreien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1947 zeigten ihn zwei Frauen an, die er mehrere Tage in einer Höhle im [[Zillertal]] festgehalten und vergewaltigt hatte; er wurde zu einem Jahr schweren Kerker verurteilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1950 vergewaltigte und ermordete Zingerle in der Iss, am Ostabhang des [[Patscherkofel]]s, die 42-jährige englische Touristin Helen Anne Munro, Tochter des britischen Universitätsrektors [[John Arthur Ruskin Munro]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Werner Sabitzer |url=https://www.bmi.gv.at/magazin/2022_09_10/25_Kriminalgeschichte.aspx |titel=Gequält, vergewaltigt, eingemauert |werk=Kriminalgeschichte |hrsg=Bundesministerium für Inneres |datum=2022 |abruf=2026-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Hörmann |url=https://www.tt.com/artikel/30914834/ewige-ruhe-fern-der-heimat-das-fast-vergessene-mordopfer-von-serientaeter-zingerle |titel=Ewige Ruhe fern der Heimat: Das fast vergessene Mordopfer von Serientäter Zingerle |werk=Tiroler Tageszeitung |datum=2025-08-13 |sprache=de |abruf=2026-04-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhaftung und Haft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1950 wurde Zingerle nach fünfwöchiger Verfolgung der Polizei aus Nord- und Südtirol in einer Almhütte bei [[Vals (Mühlbach)]] gestellt. Bereits bei seiner ersten Einvernahme legte er ein Geständnis ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Nach Prozessen in Bozen und Innsbruck wurde er zu mehrfach lebenslanger Haft verurteilt. In einem psychiatrischen Gutachten wurde er unter anderem als „gesellschaftsfeindlicher Triebmensch“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. August 1962 starb Zingerle an Leberkrebs im Gefängnis von [[Turi (Apulien)|Turi]] in der Provinz [[Bari]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zingerle galt in der Region noch Jahrzehnte nach den Morden als Inbegriff des Bösen, Eltern benutzten vielfach die Erziehungsformel „Wenn du nicht brav bist, holt dich der Zingerle“ gegenüber aufsässigen Kindern.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;„Brav sein, sonst holt dich der Zingerle“&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.stol.it/Artikel/Kultur-im-Ueberblick/Literatur/Brav-sein-sonst-holt-dich-der-Zingerle-Die-Geschichte-des-Ungeheuers-von-Tirol |wayback=20140814192021}}. stol.it, 27. Oktober 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Pia Schorlemmer |url=https://www.unipress.at/gesellschaft/guido-zingerle/ |titel=„Wenn du nicht brav bist, holt dich der Zingerle“ |werk=UNIpress |datum=2020-08-11 |sprache=de-DE |abruf=2024-04-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Patscherkofel markiert ein Gedenkkreuz den Ort, an dem Helen Munro von Zingerle ermordet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ihr Grab am Innsbrucker Westfriedhof wird von Ehrenamtlichen gepflegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 wurde in [[Absam]] das Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Gemma Zingerle schaugn&amp;#039;&amp;#039; von Autorin [[Gertraud Lener]] uraufgeführt. Das Stück handelt von den letzten Minuten des Mörders in seiner Zelle, in denen er dem Tod begegnet und mit seinen Taten konfrontiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theaterverlag-cantus.de/theatertext/das-ungeheuer-von-tirol/ &amp;#039;&amp;#039;Das Ungeheuer von Tirol. „Gemma Zingerle schaugn“&amp;#039;&amp;#039;] beim Theaterverlag CANTUS&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2015 wurde bei den Tiroler Volksschauspielen in [[Telfs]] das Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Fliegende Hitzen&amp;#039;&amp;#039;, geschrieben von Lorenz Gutmann und Veronika Eberl, uraufgeführt. Mit tiefschwarzem Humor wird die Geschichte des Guido Zingerle neu erzählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.volksschauspiele.at/index.php?article_id=98 |wayback=20160304130159 |text=Website der Tiroler Volksschauspiele}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem 2018 von [[Eric Marcus Weglehner]] gedrehten 40-minütigen Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;Zingerle&amp;#039;&amp;#039; spielt [[Roland Silbernagl]] die Titelrolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://zingerle-film.at/ |wayback=20190405034120 |text=Website zum Film}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinrich Schwazer: &amp;#039;&amp;#039;Der Zingerle: Geschichte eines Frauenmörders.&amp;#039;&amp;#039; Raetia, Bozen 2002, ISBN 88-7283-181-4.&lt;br /&gt;
* Artur Oberhofer: &amp;#039;&amp;#039;Die großen Kriminalfälle: Der Frauenmörder Zingerle - Die Geschichte des Ungeheuers von Tirol&amp;#039;&amp;#039; edition arob, ISBN 978-88-88396-12-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130862800|LCCN=no/2010/45492|VIAF=33113836}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zingerle, Guido}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mordfall)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Vergewaltigung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1950er]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Südliches Tirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Innsbruck)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Südtirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zingerle, Guido&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Sexualmörder&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. September 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tschars]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. August 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Turi (Apulien)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EruditusTyrolensis</name></author>
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