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	<title>Guido Stache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T00:05:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Guido_Stache&amp;diff=1430168&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yen Zotto: HC: +Kategorie:Kartograf (20. Jahrhundert); ±Kategorie:Kartograf→Kategorie:Kartograf (19. Jahrhundert)</title>
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		<updated>2024-09-27T19:45:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: +&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kartograf_(20._Jahrhundert)&quot; title=&quot;Kategorie:Kartograf (20. Jahrhundert)&quot;&gt;Kategorie:Kartograf (20. Jahrhundert)&lt;/a&gt;; ±&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kartograf&quot; title=&quot;Kategorie:Kartograf&quot;&gt;Kategorie:Kartograf&lt;/a&gt;→&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kartograf_(19._Jahrhundert)&quot; title=&quot;Kategorie:Kartograf (19. Jahrhundert)&quot;&gt;Kategorie:Kartograf (19. Jahrhundert)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Geology transylvania hauer stache.jpg|miniatur|Titelblatt der &amp;#039;&amp;#039;Geologie Siebenbürgens&amp;#039;&amp;#039; von Hauer und Stache (1863)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Heinrich Hektor Guido Stache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. März]] [[1833]] in [[Namysłów|Namslau/Namysłów]]; †&amp;amp;nbsp;[[11. April]] [[1921]] in [[Wien]]) war ein österreichisch-ungarischer [[Geologie|Geologe]] und [[Paläontologie|Paläontologe]] sowie Direktor der [[Geologische Bundesanstalt|&amp;#039;&amp;#039;k.&amp;amp;nbsp;k. geologischen Reichsanstalt&amp;#039;&amp;#039;]] in Wien. Unter den österreichisch-ungarischen Geologen des 19. Jahrhunderts hat Stache frühe und systematische Forschungen in den [[Karst-Plateau|Karstgebieten]] bei [[Triest]] und auf [[Istrien]] betrieben und dadurch einen erheblichen Beitrag zum geowissenschaftlichen Verständnis dieser Erscheinungen geleistet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch des Gymnasiums in [[Breslau]] studierte Stache ab 1851 an der Universität in dieser Stadt (kurzzeitig auch in [[Berlin]]) und promovierte 1855 bei [[Heinrich Göppert (Botaniker)|Heinrich Robert Goeppert]] zum Dr. phil. Als junger Wissenschaftler erhielt er 1857 eine Anstellung an der &amp;#039;&amp;#039;k.k. geologischen Reichsanstalt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufnahmearbeiten (geologische Feldarbeiten) in den Jahren 1858/59 führten ihn in die [[Karst]]gebiete des [[Österreichisches Küstenland|Österreichischen Küstenlandes]]. Als Ergebnis dieser Arbeiten entstand eine erste größere geologische Beschreibung der Karstformationen (1864 erschienen) mit einer geologischen Übersichtskarte. Parallel untersuchte er ausführlich die [[Biostratigraphie|biostratigraphischen]] Verhältnisse der [[Neogen]]ablagerungen im [[Krain#Territoriale Gliederung des Landes|Unterkrain]]. Dazu fertigte Stache umfangreiche Fossilienverzeichnisse von bedeutenden Fundorten an, wie beispielsweise Altendorf, [[Škocjan (Gemeinde)|St. Canzian]] und [[Sankt Margareten im Rosental|St. Margarethen]]. Diese systematischen paläontologischen Arbeiten konnte er erst später fortsetzen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Um 1860 war er mit der geologischen Erkundung in [[Siebenbürgen]] beschäftigt und dadurch an den umfangreichen Aufnahmearbeiten des Chefgeologen [[Franz von Hauer (Geologe)|Franz von Hauer]] beteiligt. Dieser leitete die Aufnahmearbeiten im damaligen Großfürstentum Siebenbürgen. Im Jahr 1863 wurden die Ergebnisse dieser umfangreichen Arbeit publiziert. Die dazugehörende &amp;#039;&amp;#039;Geologische Übersichtskarte von Siebenbürgen&amp;#039;&amp;#039; war bereits 1861 in [[Sibiu|Hermannstadt]] erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen dieses Werkes schlugen Hauer und Stache für eine Gruppe quarzhaltiger Trachyte den Terminus [[Dazit|&amp;#039;&amp;#039;Dacit&amp;#039;&amp;#039;]] vor. Ursprünglich war eine Benennung mit &amp;#039;&amp;#039;Biharit&amp;#039;&amp;#039; ([[Pyrophyllit|&amp;#039;&amp;#039;Agalmatolit&amp;#039;&amp;#039;]]) beabsichtigt, was sich auf das Hauptverbreitungsgebiet dieser Gesteinsgruppe im siebenbürgischen [[Bihargebirge]] bezogen hätte. Weil dieser Name aber schon durch [[Carl Ferdinand Peters]] für ein Mineral verwendet worden war, konnte diese Überlegung nicht aufgegriffen werden. Der Gesteinsgruppenname ist bis heute anerkannt und Teil der petrographischen Nomenklatur.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Ritter von Hauer, Guido Stache: &amp;#039;&amp;#039;Geologie Siebenbürgens. Nach den Aufnahmen der k.k. geologischen Reichsanstalt und literarischen Hülfsmitteln&amp;#039;&amp;#039;. Wien (Wilhelm Braumüller) 1863, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da seine Erfahrungen bei den geologischen Feldarbeiten und Kartierung Anerkennung fanden, wurde Stache 1869 zur geologischen Aufnahme in der Region um [[Uschhorod|Unghvár]] beauftragt. Im Jahr 1874 publizierte er eine zusammenfassende Darstellung über die [[Paläozoikum|paläozoischen]] Formationen der [[Ostalpen]], die auf den von der &amp;#039;&amp;#039;k.k. geologischen Reichsanstalt&amp;#039;&amp;#039; erarbeiteten und zusammengestellten Erkenntnissen beruhte. Sie resultierten aus den Arbeiten von [[Markus Vincent Lipold]], [[Adolf von Morlot]] (1820–1867), [[Carl Ferdinand Peters]], [[Friedrich Rolle]], [[Dionýs Stur]], [[Eduard Suess]], [[Emil Tietze]], [[Theobald von Zollikofer]] und den eigenen Forschungen. Mit diesem umfassenden Aufsatz wurden ein erster Überblick zu den geologischen Verhältnissen im kompliziertesten österreichischen Alpenabschnitt gegeben und weiteren Forschungen unter internationaler Beteiligung das Feld geebnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Guido Stache: &amp;#039;&amp;#039;Die paläozoischen Gebiete der Ostalpen&amp;#039;&amp;#039;. In: JB d. k.k. geol. RA, Bd. 24 (1874), S. 135–273, 333–424.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine vergleichenden Arbeiten zum Paläozoikum der Alpen konnte Stache erst 1889 wieder aufnehmen. Im selben Jahr untersuchte er alte Lockersedimente im Bereich vom [[Isonzo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den frühen Arbeiten über den Karst folgten im Jahr 1877 weitere Untersuchungen in der Region um [[Triest]] und ab 1888 geologische Kartierungsarbeiten zur Neuaufnahme vorhandener Kartenunterlagen. Von Stache stammen die Blätter Triest (bearbeitet 1886–1891), [[Sežana|Sessana]]-[[Pivka (Gemeinde)|St. Peter]] (aufgenommen 1859) und [[Gorizia|Görz]]-[[Gradisca d’Isonzo|Gradiška]] (bearbeitet 1886–1891).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine umfassenden Kenntnisse über die Geologie von [[Österreich-Ungarn]] brachten Stache zunächst die Stellung eines Assistenten, nachfolgend des Chefgeologen der &amp;#039;&amp;#039;k.k. geologischen Reichsanstalt&amp;#039;&amp;#039; ein und 1892 (21. Oktober) wurde er nach einer kurzen amtierenden Phase deren Direktor. In diesem Amt trat er die Nachfolge des Geologen Dionýs Stur an, dessen Stellvertreter er seit 1885 war. Diese Aufgabe nahm Stache von 1892 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1902 wahr. Er war der vierte Direktor dieser Institution seit ihrer Gründung im Jahre 1849. In seine Amtszeit fiel die Festveranstaltung anlässlich des 50-jährigen Jubiläums (9. Juni 1900) für die Anstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verdienste ==&lt;br /&gt;
Durch seine wissenschaftliche Arbeit erlangte Stache eine hohe Anerkennung in Fachkreisen. Zu seinen wesentlichen Leistungen zählen:&lt;br /&gt;
* die Namensgebung und Beschreibung der Gesteinsgruppe &amp;#039;&amp;#039;Dacit&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* der zusammenfassende Überblick zeitgenössischer Forschung im [[Paläozoikum]] der Alpen&lt;br /&gt;
* grundlegende Forschungen in den Karstgebieten von Triest, [[Krain]] und auf [[Istrien]] zur Verbreitung und geologischen Stellung der Karstformationen&lt;br /&gt;
* paläontologische Forschungen über die Fossilien der &amp;#039;&amp;#039;Liburnischen Stufe&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Cosina-Schichten&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* mehrere [[geologische Karte]]nblätter (1:75.000)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften und Würdigungen ==&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der &amp;#039;&amp;#039;Ungarischen Geologischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (1872)&amp;lt;ref&amp;gt;Endre Dudich: &amp;#039;&amp;#039;Die Beziehungen zwischen der k.k. Geologischen Reichsanstalt in Wien und der Ungarischen Geologie von 1867 bis 1918&amp;#039;&amp;#039;. In: Abh. Geol. B.-A., Bd. 56/1, Wien (GBA) 1999, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Mitglied der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina]] (1885).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|6740|IDName=guido-stache|Name=Guido Stache|Kommentar=|Datum=20. Juni 2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Titel des Oberbergrates (1887)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgewählte Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Eozängebiete in Innerkrain und Istrien&amp;#039;&amp;#039;. In: JB d. k.k. geol. RA, Bd. 10 (1859)&lt;br /&gt;
* mit [[Franz von Hauer (Geologe)|Franz von Hauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologie Siebenbürgens. Nach den Aufnahmen der k. k. geologischen Reichsanstalt und Literarischen Hülfsmitteln.&amp;#039;&amp;#039; Wien: Wilhelm Braumüller, 1863 ([http://mek.oszk.hu/06200/06284/index.phtml Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die geologische Verhältnisse der Umgebungen von Unghvár in Ungarn&amp;#039;&amp;#039;. In: JB d. k.k. geol. RA, Bd. 21 (1871), Wien 1871&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Liburnische Stufe und deren Grenzhorizonte mit der Übersicht der geologischen Verhältnisse der Küstenländer von Österreich-Ungarn und der Beschreibung der nicht marinen Faunen- und Floren-Reste der Protocän-Schichten des nördlichen Verbreitungsgebietes&amp;#039;&amp;#039;. In: Abhandl. der k.k. geol. RA, Bd. 13, 1863, Wien&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Photographische Aufnahme geologischer Spezialobjekte und Landschaftstypen in Kärnten und in der Umgebung von Triest&amp;#039;&amp;#039;. In: Verh. geol. RA, (1892), Wien 1892&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Stache, Guido|36|312|314|}}&lt;br /&gt;
* Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 18, 1909 Leipzig, S. 818.&lt;br /&gt;
* [http://en.wikisource.org/wiki/1911_Encyclop%C3%A6dia_Britannica/Andesite Encyclopaedia Britannica, 11th Edition], 1911.&lt;br /&gt;
* Fritz Kerner von Marilaun: &amp;#039;&amp;#039;Zur Erinnerung an Guido Stache&amp;#039;&amp;#039;. In: Jahrbuch der Geologischen Staatsanstalt, 71 (1921). S. 85–100 ([https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/JB0711_085_A.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* H.-B. Hubert: &amp;#039;&amp;#039;Guido Stache, ein Matthesianer als Geologe in Wien&amp;#039;&amp;#039;. In: Matthesiana, 58 (1992), S. 26–31.&lt;br /&gt;
* Anton Ramovš: &amp;#039;&amp;#039;Über die geologischen Untersuchungen im slowenischen Gebiet unter der Leitung der Geologischen Reichsanstalt in Wien von 1849 bis 1918&amp;#039;&amp;#039;. In: Abh. Geol. B.-A., Bd. 56/1, Wien (GBA) 1999.&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|13|66||Stache Karl Heinrich Hector Guido|[[Tillfried Cernajsek]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117193879|LCCN=no/2010/173463|VIAF=17993276}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stache, Guido}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paläontologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartograf (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartograf (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitarbeiter der Geologischen Bundesanstalt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Breslau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schlesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stratigraphie]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1833]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1921]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stache, Guido&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stache, Karl Heinrich Hektor Guido &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Geologe und Mineraloge&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. März 1833&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Namysłów|Namslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. April 1921&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yen Zotto</name></author>
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