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	<title>Guerre folle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T20:56:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ https</title>
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		<updated>2023-10-27T18:59:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guerre folle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („verrückter Krieg“) ist der Name eines Aufstands, den französische Historiker einer militärischen Auseinandersetzung Ende des [[Mittelalter]]s gaben, bei der sich eine Koalition aus [[Apanage|apanagierten]] und [[Lehnswesen|belehnten]] Fürsten gegen [[Anne de Beaujeu]] stellte, die [[Regentschaft|Regentin]] des Königreichs nach dem Tod des Königs [[Ludwig XI.]] und während der Minderjährigkeit ihres Bruders, des Königs [[Karl VIII. (Frankreich)|Karl VIII.]] Die Guerre folle dauerte von 1485 bis 1488.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Seite der Fürsten findet man [[Ludwig XII.|Ludwig von Orléans]] – den späteren König Ludwig XII. – die Herzöge [[René II. (Lothringen)|René II. von Lothringen]], [[Franz II. (Bretagne)|Franz II. von der Bretagne]], [[Jean IV. de Chalon-Arlay]] – [[Fürstentum Orange|Fürst von Orange]] –, die Grafen [[Alain d’Albret]], [[Charles de Valois, comte d’Angoulême|Karl von Angoulême]], [[Odet d’Aydie]]&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Bourret: &amp;#039;&amp;#039;Un royaume „transpyrénéen“? La tentative de la maison de Foix-Béarn-Albret à la fin du moyen âge.&amp;#039;&amp;#039; PyréGraph, Aspet 1998, ISBN 2-908723-26-3, S. 124.&amp;lt;/ref&amp;gt; – Graf von [[Comminges]] und Gouverneur von [[Guyenne]] – sowie [[Philippe de Commynes]]. Darüber hinaus wurde die Revolte vom Ausland unterstützt, insbesondere von [[Königreich England|England]], [[Spanien]] und [[Habsburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Guerre folle ist der Anfang der Eingliederung der [[Bretagne]] in die [[Domaine royal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name und Dauer ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Guerre folle&amp;#039;&amp;#039; für dieses Unternehmen der großen Feudalherren gegen die Macht des Königs stammt von Paul Émile, der ihn in seinem 1581 erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;Histoire des faicts, gestes et conquestes des roys de France&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Didier Le Fur: &amp;#039;&amp;#039;Anne de Bretagne. Miroir d&amp;#039;une reine, historiographie d&amp;#039;un mythe.&amp;#039;&amp;#039; Édition Guénégaud, Paris 2000, ISBN 2-85023-093-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auseinandersetzung wurzelt in einer langen Reihe von Konflikten zwischen den französischen Fürsten und ihrem König in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, darunter die [[Ligue du Bien public]] und die [[Praguerie]]. 1484–1485 versuchte Ludwig von Orléans mit Unterstützung durch Franz II. von der Bretagne und weiteren Fürsten, die Regentin Anne de Beaujeu zu stürzen, der es aber gelang, die Revolte kampflos für sich zu entscheiden: am 2. November 1485 wurde der Frieden von Bourges geschlossen, der die Feindseligkeiten beendete. Einige Historiker sehen hier das Ende einer ersten Phase der &amp;#039;&amp;#039;Guerre folle&amp;#039;&amp;#039;, der sich eine zweite Phase von Juni 1486 bis November 1488 anschloss, die gelegentlich &amp;#039;&amp;#039;Guerre de Bretagne&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Vor allem bretonische Historiker trennen die beiden Phasen, um die zweite zu einem französisch-bretonische Krieg oder gar einem bretonischen Unabhängigkeitskrieg – dem [[Bretonischer Erbfolgekrieg|Bretonischen Erbfolgekrieg]] (1341–1364) folgend – hochzustilisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschwörungen und erste Revolte ==&lt;br /&gt;
Seit dem Beginn der Regierung Karls VIII. versuchte Ludwig von Orléans die Regentin abzusetzen, scheiterte aber vor den [[Generalstände]]n in [[Tours]] (15. Januar bis 11. März 1484). Im April reiste Ludwig in die Bretagne, um sich mit dem Herzog Franz zu verbünden. Auch stellte er beim [[Papst]] in [[Rom]] den Antrag, seine Ehe annullieren zu lassen, um [[Anne de Bretagne]] heiraten zu können. Die Beaujeu ließen ihn zur Krönung Karls (30. Mai 1484) nach [[Reims]] kommen, wo er eine bedeutende Aufgabe wahrnehmen musste, weswegen er den Vertrag mit Herzog Franz (in dem auch die Ehe mit Anne de Bretagne geregelt wurde) auch erst am 23. November unterschreiben konnte. Zurück am Hof versuchte er, den König für sich zu gewinnen, doch Anne de Beaujeu wurde gewarnt und drang mit Gewalt in die königlichen Gemächer ein, wo die Unterredung zwischen König und Herzog stattfand. Der Herzog von Orléans wurde in [[Gien]] unter Hausarrest gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Januar 1485 versuchte Ludwig, [[Paris]] aufzuhetzen, scheiterte jedoch auch hier. Am 3. Februar gelang ihm die Flucht nach [[Alençon]], wo er am 12. März eine [[Ehrenerklärung]] abgab. In der Gegend um [[Évreux]] stationierte königliche Truppen verhinderten, dass er in die Bretagne entkam. Ludwig zog sich daraufhin nach [[Orléans]] zurück. Die zeitgleiche Erhebung des bretonischen Adels wurde von der königlichen Armee unterdrückt. Am 30. August publizierte Ludwig ein [[Manifest]] gegen die Regentschaft. Die königliche Armee marschierte auf Orléans, Ludwig entkam nach [[Beaugency]], von wo ihn der junge [[Louis II. de La Trémoille]] im September vertrieb. Am 9. August schloss sich Franz von Bretagne einem Waffenstillstand an, der am 2. November durch den Vertrag von Bourges auf ein Jahr vereinbart wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiederaufnahme der Kämpfe ==&lt;br /&gt;
Mit dem Ende des Waffenstillstands begann die Revolte von neuem. Schon im Juni 1486 war der neue [[Römisch-deutscher König|Rex Romanorum]] [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I. von Habsburg]] in Nordfrankreich eingefallen; im November bemächtigte sich [[François I. d’Orléans-Longueville]] der Burg von [[Parthenay]]. Am 11. Januar 1487 floh Ludwig von Orléans aus dem [[Schloss Blois]] erneut in die Bretagne, von den königlichen Bogenschützen verfolgt. Die königliche Armee rückte Anfang Februar aus Tours aus und begann eine Offensive im Südwesten Frankreichs; sie war am 7. März in [[Bordeaux]], wo sie Odet d’Aydie, den Gouverneur von Guyenne, ab- und durch [[Pierre II. de Bourbon|Peter von Beaujeu]] ersetzte. Am 15. März zog die Armee aus Bordeaux ab und eroberte Parthenay am 30. des Monats. Dunois floh zu Ludwig von Orléans nach [[Nantes]]. Die Armee zog in die Bretagne, wo sich der bretonische Adel im Vertrag von Châteaubriant mit dem König verständigte: der Herzog werde nicht von der Armee angegriffen, wenn er die Bretagne nach der Gefangennahme der beiden Rebellen verlasse. Im Norden gelang es [[Philippe de Crèvecœur|Marschall d’Esquerdes]], Herr des Querdes, Maximilian von Habsburg aufzuhalten und schließlich zurückzuschlagen. Im Süden besiegte der [[Earl of Kendal|Herr von Candale]] Alain d’Albret in der Schlacht von Nontron, als dieser sich den Rebellen im Norden anschließen wollte, und zwang ihn, Geiseln zu stellen. In der Bretagne hielten die königlichen Truppen unter dem Vizegraf [[Jean II. de Rohan]] den Norden der Halbinsel und die Stadt [[Ploërmel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April misslang die [[Mobilmachung]] des Herzogs Franz II. Die königliche Armee drang in die Bretagne ein und fand in [[Schloss Châteaubriant|Châteaubriant]], [[Burg Vitré|Vitré]], [[Burg Ancenis|Ancenis]] und [[Burg Clisson|Clisson]] die Tore offen. Nantes wurde belagert, aber die Bretonen aus dem [[Cornouaille]] brachen mit Unterstützung von [[Söldner]]n den Ring auf. [[Piraterie|Korsaren]] aus der [[Normandie]] blockierten die bretonische Küste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Januar 1488 erklärte das [[Parlement de Paris]] die Herzöge von Bretagne und Orléans zu Rebellen und sprach sie damit der [[Majestätsbeleidigung]] (&amp;#039;&amp;#039;Lèse-majesté&amp;#039;&amp;#039;) schuldig. Ludwig von Orleáns eroberte im Frühjahr für seinen Verbündeten [[Vannes]], [[Auray]] und [[Ploërmel]], wo der Vicomte de Rohan kapitulieren musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. April wurde der Besitz Ludwigs beschlagnahmt. Alain d’Albret erhielt finanzielle Unterstützung aus Spanien und konnte sich mit 5000 Männern den Bretonen anschließen. Maximilian von Habsburg schickte 1500 Männer. La Trémoille versammelte seine Truppen an den Grenzen der Bretagne, Lord Scales ging mit englischen Truppen an Land. Marschall d’Esquerdes unterstützte einen Aufstand in [[Flandern]], um Maximilians Kräfte dort zu binden. Währenddessen stritten sich die Verbündeten des Herzogs Franz um die Hand seiner Tochter: Ludwig von Orléans, Alain d’Albret und Maximilian von Habsburg waren die Freier. Die königlichen Truppen eroberten [[Fougères]] am 12. Juli, anschließend [[Dinan]]. Mit der Niederlage des [[Jean IV. de Rieux|Marschall de Rieux]] am 28. Juli 1488 in der [[Schlacht von Saint-Aubin-du-Cormier]] kam der Krieg zum Erliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franz II. starb am 9. September 1488, [[Anne de Bretagne]] wurde Herzogin im Januar des folgenden Jahres. Odet d’Aydie, Dunois und viele andere Verschwörer wurden [[amnestie]]rt. Ludwig von Orléans wurde in [[Festungshaft]] genommen und drei Jahre später von Karl VIII. nach dessen Volljährigkeit [[Gnadenrecht|begnadigt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Anne de Bretagne schloss im Dezember 1490 die Ehe mit Maximilian, wodurch sich eine Einkesselung Frankreichs durch die [[Habsburg]]er (bis dahin [[Österreich]], [[Burgundische Niederlande]], [[Franche-Comté|Freigrafschaft Burgund]]) abzeichnete. Karl VIII. reagierte militärisch und erreichte im Dezember 1491, dass Anne seine Frau wurde. 1496 verheiratete Maximilian seinen Sohn [[Philipp I. (Kastilien)|Philipp den Schönen]] mit [[Johanna (Kastilien)|Johanna von Kastilien]] – die Einkesselung Frankreichs wurde somit real. Als Karl 1498 ohne überlebende Nachkommen starb, wurde Anne de Bretagne von Ludwig von Orléans, dem ehemaligen Rebellen und neuen König Ludwig XII. übernommen. Ihre Tochter [[Claude de France]] heiratete später [[Franz I. (Frankreich)|Franz von Valois-Angoulême]], den nächsten in der Thronfolge, wodurch die Bretagne endgültig an die Krone gebunden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://mateo.uni-mannheim.de/camenaref/cmh/cmh112.html#392 Eine Publikation der Universität Mannheim zum Ablauf der Ereignisse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Bretagne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krieg (15. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgerkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Frankreichs in der Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Geschichte (15. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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