<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Guajakharz</id>
	<title>Guajakharz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Guajakharz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Guajakharz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T20:55:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Guajakharz&amp;diff=1862868&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Guajakharz&amp;diff=1862868&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-09T15:58:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guajakharz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch Guajakgummi, Guajacum, Resina Guaj(i)aci, ist das [[Harz (Material)|Harz]] verschiedener Bäume der Gattung [[Guaiacum|Guajak]], hauptsächlich von &amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum officinale]]&amp;#039;&amp;#039; L. und &amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum  sanctum]]&amp;#039;&amp;#039; L.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagers&amp;quot;&amp;gt;[[Rudolf Hänsel|R. Hänsel]], K. Keller, [[Horst Rimpler|H. Rimpler]]: &amp;#039;&amp;#039;Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage, Drogen: &amp;#039;&amp;#039;E–O&amp;#039;&amp;#039;, Springer, 1993, ISBN 978-3-642-63427-7 (Reprint), S. 350–357.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wird aus dem Harz ein Öl (Guajakharzöl, Oleum (Ligni) Guajaci) gewonnen, allerdings ist hier die Zuordnung der Stammpflanzen unklar. Es soll von &amp;#039;&amp;#039;[[Bulnesia sarmientoi]]&amp;#039;&amp;#039; oder von &amp;#039;&amp;#039;Guaiacum officinale&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Guaiacum sactum&amp;#039;&amp;#039; stammen. Auch ist es als &amp;#039;&amp;#039;Champaca-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Guajakholzöl&amp;#039;&amp;#039; bekannt, es ist aber nicht mit &amp;#039;&amp;#039;Champacaöl&amp;#039;&amp;#039; zu verwechseln, welches von &amp;#039;&amp;#039;[[Magnolia champaca]]&amp;#039;&amp;#039; stammt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagers&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Fred Winter: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der gesamten Parfumerie und Kosmetik.&amp;#039;&amp;#039; Zweite Auflage, Springer, 1932, ISBN 978-3-662-01812-5 (Reprint), S. 55 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eduard Gildemeister (Chemiker)|E. Gildemeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Die ätherischen Öle.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, 2. Band, Schimmel, 1929, S.&amp;amp;nbsp;559–563, 579–593, 910 ff, [https://publikationsserver.tu-braunschweig.de/rsc/viewer/dbbs_derivate_00016602/max/00000615.jpg online] auf publikationsserver.tu-braunschweig.de.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Starr 070727-7629 Guaiacum officinale.jpg|mini|Guajak (&amp;#039;&amp;#039;Guaiacum officinale&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guajakharz tritt in kleinen Mengen von selbst aus dem Stamm aus, die Ausbeute am lebenden Baum kann durch Einschnitte ins Kernholz erhöht werden. Da das Harz 18–25 % des Kernholzes ausmacht, gewinnt man es auch, indem man der Länge nach durchbohrte 1&amp;amp;nbsp;m lange Holzstücke an dem einen Ende über das Feuer legt und das am anderen Ende ausfließende Harz in untergestellten Gefäßen auffängt. Es kann auch durch Abkochen von Holz(mehl) mit Salzwasser gewonnen werden, hierbei sammelt sich das Harz an der Oberfläche und kann nach dem Erkalten abgeschöpft werden. Auch eine Extraktion mit [[Lösungsmittel]]n sowie eine Reinigung von auf anderem Wege gewonnenen Harz ist so möglich. Hauptfördergebiet sind die Antillen und andere [[Westindische Inseln|karibische Inseln]]. In den Handel kommt es üblicherweise in großen Blöcken.&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Durch Schwelen und Abkochen erhält man spröde, harte, dunkelgrüne oder rötlich- bis schwarz-braune Stücke mit glänzendem Bruch, durch Einschnitte ins Kernholz hasel- bis walnussgroße Körner, die dunkel rotbraun und außen grünlich bestäubt sind. Zerkleinert bilden sie rotbraune, grünlich bestäubte glänzende glasige Splitter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gewonnene Harz hat ein [[spezifisches Gewicht]] von 1,2 g/ml, schmilzt bei 85 bis 90&amp;amp;nbsp;°C und riecht besonders bei Erwärmen [[benzoe]]artig. Es schmeckt scharf kratzend und klebt an den Zähnen, löst sich in [[Ethanol]], [[Isopropylalkohol]], [[Diethylether]], [[Chloroform]] und [[Alkalien]] mit brauner Farbe, alkoholische Lösungen nehmen bei Zusatz von Eisenchloridlösungen eine blaue Farbe an. Durch oxidierende Einflüsse, wie etwa durch Sauerstoff aus der Luft, färbt es sich blau oder grün, durch reduzierende Stoffe oder Erhitzen wird es entfärbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Harz besteht aus verschiedenen Lignanharzsäuren, wie [[Guajakonsäure]] (C&amp;lt;sub&amp;gt;19&amp;lt;/sub&amp;gt;H&amp;lt;sub&amp;gt;20&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;), welche bei 95–100 °C schmilzt und durch Oxidationsmittel vorübergehend blau gefärbt wird. Des Weiteren kommen [[Guajaretsäure]] und [[Dihydroguajaretsäure]] und andere [[Lignane]], sowie [[Guajol]] (Guajakalkohol), [[Guajakol]], [[Vanillin]] und [[Terpene]] wie [[Guajagutin]]. 70 % des Harzes sind in [[Diethylether]] löslich, und etwa 15 % in [[Petrolether]], wobei dieser Anteil die (Dihydro)Guajaretsäure enthält. Im Diethyletherauszug findet man unter anderem Dehydroguajaretsäure. Andere Bestandteile sind 3,7 % Gummi und 0,8 % mineralische Bestandteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
In Zentralamerika und den karibischen Herkunftsländern der Pflanze werden das Harz und Holz volkstümlich bei Hautleiden, Gicht und Rheumatismus, sowie bei Syphilis, verwendet. Die harzigen Holzspäne wurden von mittelamerikanischen Indianern als Mittel gegen Eingeweideparasiten geschluckt. Das Harz dient den Ureinwohnern dieser Regionen häufig auch als Räuchermittel und wird in Heilungszeremonien sowie Ritualen zur Vertreibung böser Geister eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.raeucherguru.info/raeucherstoffe/raeucherharze/guajak-holz-harz/ |titel=Guajakholz / Guajakharz (guajacum officinale)|zugriff=2015-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Apotheken findet sich Guajakharz erst seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Meyers Konversations-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, 1888/90, [http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=107375#Guajacum online] bei retrobibliothek.de.&amp;lt;/ref&amp;gt; Guajakharz bzw. das Holz diente als schweiß- und harntreibendes Mittel bei [[Syphilis]], [[Rheumatismus]], [[Gicht]], [[Psoriasis]], [[Skrofulose]], [[Bronchitis|Bronchialkatarrh]]. &amp;#039;&amp;#039;G. officinale&amp;#039;&amp;#039; wurde in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet so intensiv gegen Geschlechtskrankheiten eingesetzt, dass es 1501 zum Anbau nach Spanien eingeführt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Langenheim, Jean, Resins&amp;quot;&amp;gt;Jean Langenheim: &amp;#039;&amp;#039;Plant Resins: Chemistry, Evolution, Ecology, and Ethnobotany.&amp;#039;&amp;#039; Timber Press, 2003, ISBN 978-0-88192-574-6, S.&amp;amp;nbsp;447.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Europa wurde es mit [[Quecksilber]] zur Behandlung von Syphilis, in den sogenannten Plummerschen Pillen gegen Halsschmerzen eingesetzt und war noch 1990 Bestandteil der britischen [[Arzneibuch|Pharmacopoea]] als Heilmittel für chronische rheumatische Beschwerden. Außerdem wurde es in der Tiermedizin als Antiseptikum eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Langenheim, Jean, Resins&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit im Verhältnis 1:100 verdünnter alkoholischer Guajakharzlösung getränktes Papier bläut sich durch [[Oxidationsmittel]] schnell und intensiv und wird deshalb als Reagenzpapier benutzt. Dies ist die sogenannte [[Guajakreaktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guajakharz ist als [[Lebensmittelzusatzstoff]] zugelassen. Es wird unter anderem als Antioxidans verwendet. Schließlich spielt es eine wichtige Rolle als Räuchermittel und Aromastoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lisa Takler: &amp;#039;&amp;#039;Flüchtige Verbindungen und antimikrobielle Wirkung ausgewählter Harze und Balsame von A–J.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit, Univers. Wien, 2015, S.&amp;amp;nbsp;60–65, [http://ubdata.univie.ac.at/AC12718718 online]. (PDF; 3,18&amp;amp;nbsp;MB), auf ubdata.univie.ac.at, abgerufen am 1. November 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturharz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Räucherwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
	</entry>
</feed>