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	<title>Guajak - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Guajak&amp;diff=154065&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Tag-Fehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-23T00:53:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tag-Fehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Guajak&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Guaiacum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Jochblattgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Zygophyllaceae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Jochblattartige&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Zygophyllales&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Eurosiden I&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Rosiden&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Kerneudikotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             =Guaiacum_officinale_-_Köhler–s_Medizinal-Pflanzen-069.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum officinale]]&amp;#039;&amp;#039;, Illustration&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guajak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Guaiacum&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet eine [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der Familie der [[Jochblattgewächse]] (Zygophyllaceae). Sie enthält sechs bis acht Baum-Arten aus dem tropischen und subtropischen Amerika. Einige liefern das [[Guajakharz]], auch das sehr schwere &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guajakholz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Guaiacum&amp;#039;&amp;#039;-Arten sind Bäume oder Sträucher mit sehr hartem, harzreichem Holz. Die [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind gegenständig, paarig gefiedert mit vier bis 28 sitzenden Fiederblättchen. Die Blättchen sind ganzrandig, asymmetrisch geformt und von ledriger Konsistenz. Die [[Nebenblatt|Nebenblätter]] sind klein und dreieckig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Blüte]]n stehen einzeln in den Blattachseln oder sind in [[Zyme|zymösen]] Blütenständen zusammengefasst. Die Blüten sind gestielt und radiärsymmetrisch, ihre Farbe ist blau, rot, violett oder weiß. Es sind vier oder fünf [[Kelchblatt|Kelchblätter]] vorhanden, die nicht oder an der Basis miteinander verwachsen sind und früh abfallen. Die vier oder fünf [[Nagel (Botanik)|genagelten]] [[Kronblatt|Kronblätter]] sind ebenfalls nicht miteinander verwachsen, ihre Form ist breit verkehrt-eiförmig. Acht bis zehn [[Staubblatt|Staubblätter]] mit pfriemlichem Staubfäden und länglichen Staubbeuteln sind vorhanden. Der oberständige und gestielte [[Fruchtknoten]] besteht aus zwei bis fünf Fruchtblättern. Es entsteht eine ledrige und bespitzte, zwei- bis fünffächrige, septizide und rippige bis geflügelte [[Kapselfrucht]]. Sie enthält in jedem Fach nur einen ovalen Samen mit einem roten [[Arillus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Es gibt sechs bis acht Arten in der Gattung der Guajak-Bäume (&amp;#039;&amp;#039;Guaiacum&amp;#039;&amp;#039;) im tropischen und wärmeren Amerika:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum angustifolium]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Engelm.}} – [[Mexiko]] und [[Texas]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum coulteri]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|A. Gray}} – Mexiko&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum nellii]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(G.Navarro) Christenh. &amp;amp; Byng}} – [[Bolivien]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum unijungum]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Brandegee}} – [[Niederkalifornien|Baja California]] in Mexiko&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum officinale]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} – [[Antillen]] und Nordküste [[Südamerika]]s, Franzosenholzbaum oder Pockholzbaum genannt, ist ein 12&amp;amp;nbsp;m hoher, immergrüner Baum mit ausgebreiteter Krone, gegenständigen, zwei-, selten dreijochigen Blättern, ovalen, kahlen Blättchen, langgestielten, blauen Blüten und zweifächriger Kapsel.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum sanctum]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|L.}} – Antillen, [[Florida]] und Bahamas, mit drei- bis vierjochigen Blättern und fünffächriger Kapsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Guaiacum angustifolium.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum angustifolium]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Guaiacum coulteri.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum coulteri]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Starr 070727-7629 Guaiacum officinale.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum officinale]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Guaiacum sanctum-Artz.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Guaiacum sanctum]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften des Holzes ==&lt;br /&gt;
Das Guajakholz, in der technischen Verwendung meist &amp;#039;&amp;#039;Pockholz&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist sehr fest, hart und mit einer Dichte von etwa 1,2 bis 1,3&amp;amp;nbsp;g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; sehr schwer. Es wird neben anderen ähnlichen Holzarten auch als „[[Eisenholz]]“ bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Porter2011&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Terry Porter| Titel=Holz erkennen und bestimmen |Auflage=2.| Verlag=HolzWerken|Ort=Hannover| Jahr=2011| ISBN=978-3-86630-950-0| Seiten=141}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Drogen E–O.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Springer, Berlin 1993, S. 352.&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren ist es brüchig, spaltet schwer und unregelmäßig. Das Kernholz ist dunkelgrünlichbraun und scharf abgegrenzt von einem hellgelblichen [[Splintholz|Splint]] umgeben. Das Holz ist [[Holzfehler#Faserabweichung (Wechseldrehwuchs)|widerspänig]] und lässt sich deshalb nicht hobeln. An älteren, über 20&amp;amp;nbsp;cm starken Stämmen ist der Splint so schwach, dass er nicht ins Auge fällt. Im Kern und im Splint finden sich abwechselnd hellere und dunklere Schichten, die sehr zahlreiche, an Jahresringe erinnernde Kreise bilden. Der Splint ist geschmacklos; das Kernholz schmeckt schwach aromatisch, ein wenig kratzend und entwickelt beim Erwärmen einen schwachen, angenehmen Geruch. Es ist sehr harzreich (25–27 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
=== Heilmittel ===&lt;br /&gt;
Bereits in der [[Maya]]kultur wurden Abkochungen des Holzes zur Therapie der [[Geschlechtskrankheit]] [[Syphilis]] eingesetzt. &amp;#039;&amp;#039;Guaiacum officinale&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Guaiacum sanctum&amp;#039;&amp;#039; liefern das Guajak-Holz (Franzosenholz, Pockholz) sowie das daraus gewonnene Guajakharz.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner E. Gerabek]]: &amp;#039;&amp;#039;Guajakholz.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S.&amp;amp;nbsp;514.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Guajak&amp;#039;&amp;#039; ist [[Westindische Inseln|westindischen]] Ursprungs. Der lateinische Name &amp;#039;&amp;#039;Lignum vitae&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf die angeblichen heilenden und lebensverlängernden Eigenschaften dieses im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert berühmten Holzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anwendung des Holzes lernten die [[Spanien|Spanier]] von den Einheimischen [[Hispaniola|Santo Domingos]] kennen. Die ersten Aufzeichnungen zur Therapie gegen Syphilis sind im Werk &amp;#039;&amp;#039;Summario de la natural y General de las Indias&amp;#039;&amp;#039; (1526) von [[Gonzalo Fernández de Oviedo]] y Valdez (1478–1557) zu finden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Wolf-Dieter Müller-Jahncke]], [[Christoph Friedrich (Pharmaziehistoriker)|Christoph Friedrich]], Ulrich Meyer|Titel=Arzneimittelgeschichte |Auflage=2., überarbeitete und erweiterte Auflage |Verlag=Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft |Ort=Stuttgart |Datum=2005 |Seiten=60|ISBN=978-3-8047-2113-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Spanien war das Guajakholz gemäß [[Iwan Bloch]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Iwan Bloch]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Ursprung der Syphilis.&amp;#039;&amp;#039; G. Fischer, Jena 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt; schon vor 1504 bekanntgeworden, in Italien 1517. Die Spanier brachten es 1508 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Palo santo&amp;#039;&amp;#039; (Lignum vitae, Lignum sanctum) nach Europa, wo es noch 1532 sehr teuer war. In seinem 1530 erschienenen Lehrgedicht über die Syphilis schildert [[Girolamo Fracastoro]] die Entdeckung des heilsamen, von ihm &amp;#039;&amp;#039;Hyacus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Huyacus&amp;#039;&amp;#039; genannten Guajakholzes durch die von der Nymphe Ammerice geleiteten Ureinwohner der Insel Ophyre.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther Schönfeld (Mediziner)|Walther Schönfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung.&amp;#039;&amp;#039; In: Girolamo Fracastoro: &amp;#039;&amp;#039;Syphilidis sive morbi gallici libri tres&amp;#039;&amp;#039; in der Übersetzung von [[Ernst Alfred Seckendorf]] (1892–1943), eingeleitet von Walther Schönfeld, Lipsius &amp;amp; Tischer, Kiel 1960 (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Nordwestdeutschen dermatologischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Heft 6), S. 5–20, hier: S. 10 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der mythischen Erzählung schildert Fracatoro, wie der auf einer fernen Insel lebende Hirte Syphilus von dem Holz des Wunderbaumes Guajak geheilt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[August Buck]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Medizin im Verständnis des Renaissancehumanismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutsche Forschungsgemeinschaft: &amp;#039;&amp;#039;Humanismus und Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Rudolf Schmitz und [[Gundolf Keil]], Acta humaniora der Verlag Chemie GmbH, Weinheim 1984 (= &amp;#039;&amp;#039;Mitteilung der Kommission für Humanismusforschung.&amp;#039;&amp;#039; Band 11), ISBN 3-527-17011-1, S. 181–198, hier: S. 197.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Europa wurde es 1539 laut dem &amp;#039;&amp;#039;Tractado contra el mal serpentino&amp;#039;&amp;#039; von [[Ruy Díaz de Isla|Rodrigo Ruiz Diaz de Isla]] (1462–ca.&amp;amp;nbsp;1542) zum ersten Mal gegen Syphilis angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In [[Deutschland]] trugen [[Nicolaus Poll]] (1517) und [[Leonhard Schmaus]] (1518), besonders aber [[Ulrich von Hutten]] mit seiner Broschüre &amp;#039;&amp;#039;De guaiaci medicina et morbo gallico liber unus&amp;#039;&amp;#039; (Johann Schöffer, Mainz 1519)&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich von Hutten: [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb11219102-6 &amp;#039;&amp;#039;De guaiaci medicina et morbo Gallico liber unus.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1519] in der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]]&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Verbreitung des „heiligen oder indischen Holzes“ bei. Letzterer will nach langem vergeblichem Gebrauch von [[Quecksilber]] seine angebliche Heilung von der Syphilis dem „Lebensholz“&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich von Hutten: &amp;#039;&amp;#039;De Guajaci medicina et morbo gallico.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1519.&amp;lt;/ref&amp;gt; verdankt haben; [[Paracelsus]] spricht sich aber vehement gegen diese ungewissen Heilmethoden aus.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Liste von Rowohlts Monographien|Rowohlts Monographien]]&amp;#039;&amp;#039;, Paracelsus, dargestellt von Ernst Kaiser 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; Holz und Rinde wurden noch im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zerkleinert als Mittel gegen Syphilis (als [[Tee]]), hartnäckige chronische [[Exanthem]]e, [[Rheuma]] und [[Gicht]] verwendet. Seit etwa 1860 wird, im Gegensatz zu Quecksilber, Guajak nicht mehr zur Therapie der Syphilis verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Ausdruck „Pockholz“ beruht auf dem früheren Einsatz von Extrakten des Holzes als vermeintlich wirksamem Medikament zur Heilung der [[Pocken]]krankheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Meyers Konversations-Lexikon]].&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage, 1888 / 90.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage nutzt die pharmazeutische Industrie Guajak-Extrakte für die Zubereitung [[Homöopathie|homöopathischer]] Präparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizinischer Test ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Guajak-Test}}&lt;br /&gt;
Zum Nachweis von nicht direkt sichtbarem Blut im Stuhl von Patienten wird eine kleine Stuhlprobe auf mit Guajakharz getränktes Filterpapier gegeben. Das im Blut vorhandene Hämoglobin wird dann durch eine Reaktion mit [[Wasserstoffperoxid]] sichtbar: Der Teststreifen verfärbt sich blau.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Schmiegel et al.: &amp;#039;&amp;#039;S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Z. Gastroenterol.&amp;#039;&amp;#039; 46: 2008, 1–73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aroma ===&lt;br /&gt;
Mindestens 20&amp;amp;nbsp;Tonnen Holz werden in Deutschland jährlich als Aromaessenz für die Zubereitung von [[Kräuterlikör]]en verbraucht. Darüber hinaus wird das Guajak-Harz als Bestandteil von [[Räucherwerk|Räuchermischungen]] angeboten. Den Düften des Harzes werden sowohl stimulierende als auch beruhigende Einflüsse nachgesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung als Holzbauteil ===&lt;br /&gt;
Geschätzte 50&amp;amp;nbsp;Tonnen des Holzes werden jährlich für spezielle technische Anwendungen eingesetzt. Als eines der härtesten Hölzer überhaupt wurde Pockholz schon vor Jahrhunderten zum Schiffbau – für [[Belegnagel|Belegnägel]] und [[Jungfer (Schiffbau)|Jungfern]], als [[Gleitlager]] (für [[Achslager]] von Schiffspropellern, Wasserkraftwerksturbinen u.&amp;amp;nbsp;ä.), Presswalzen, Kegelkugeln, Mörser und [[Pistill]]en, [[Klopfholz|Holzhammer]] zum [[Kalfatern]] etc. verwendet. Es eignet sich für hoch beanspruchte Teile wie Schiffslager, so insbesondere am Rumpfausgang der Schiffswelle zur Schraube, wo es zudem schmierende und wasserdichtende Wirkung hat, Zahnräder und Werkzeuge, zum Beispiel als Hobelsohle für Tischlerhobel. Auch die im friesischen Nationalsport [[Boßeln]] benutzten Kugeln werden aus diesem sehr widerstandsfähigen Holz angefertigt, das 23 % schwerer als Wasser ist und daher untergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artenschutz ==&lt;br /&gt;
Der internationale Handel mit dem Holz und Harz der Arten des tropischen Guajak- oder Pockholzbaums (Guaiacum) ist nach der Entscheidung der 12.&amp;amp;nbsp;Vertragsstaatenkonferenz zum Schutze gehandelter Tier- und Pflanzenarten ([[CITES]]) seit dem 26.&amp;amp;nbsp;November 2002 genehmigungspflichtig. Auf Antrag Deutschlands wurde der bisherige Schutz von zwei Arten des Guajakbaums auf alle Arten der Gattung ausgedehnt. Durch die Aufnahme in den Anhang II der Konvention wird der Handel mit diesem Holz nicht verboten, sondern er wird genehmigungspflichtig. Ziel ist es, den Handel mit den Pockholzarten langfristig naturverträglich zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Obwohl es sich um einen Baum handelt, gelten die Blüten der Art &amp;#039;&amp;#039;Lignum vitae&amp;#039;&amp;#039; als [[Nationalblume]] [[Jamaika]]s und sind auch in dem jamaikanischen Orden [[Order of Merit (Jamaika)|Order of Merit]] zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walther Schönfeld (Mediziner)|Walther Schönfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung.&amp;#039;&amp;#039; In: Girolamo Fracastoro: &amp;#039;&amp;#039;Syphilidis sive morbi gallici libri tres&amp;#039;&amp;#039; in der Übersetzung von [[Ernst Alfred Seckendorf]] (1892–1943), eingeleitet von Walther Schönfeld, Lipsius &amp;amp; Tischer, Kiel 1960 (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Nordwestdeutschen dermatologischen Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Heft 6), S. 5–20, hier: S. 10 f. und 13–15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Guaiacum|&amp;#039;&amp;#039;Guaiacum&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FNA&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor=&lt;br /&gt;
 |Titel=Zygophyllaceae&lt;br /&gt;
 |Sammelwerk=Flora of North America&lt;br /&gt;
 |Band=Bd. 12&lt;br /&gt;
 |Seiten=&lt;br /&gt;
 |Online=[http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&amp;amp;taxon_id=200383 eFloras.org.]&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jochblattartige]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzart]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
	</entry>
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