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	<title>Gschnitztal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T08:28:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gschnitztal&amp;diff=147636&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernd Schwabe in Hannover: /* Naturraum */ Eduard Brückner</title>
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		<updated>2026-03-26T17:53:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Naturraum: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php/Eduard_Br%C3%BCckner_(Klimatologe)&quot; title=&quot;Eduard Brückner (Klimatologe)&quot;&gt;Eduard Brückner&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gschnitztal 2006.jpg|mini|Talabschluss des Gschnitztals (2006)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heranziehendes Gewitter.jpg|mini|Gewitterstimmung mit Blick ins Gschnitztal unterhalb der [[Innsbrucker Hütte]] (2009)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gschnitztal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein westliches, [[Orographisch links und rechts|linkes]] Seitental des [[Tirol (Bundesland)|Tiroler]] [[Wipptal]]s in [[Österreich]]. Es zweigt bei [[Steinach am Brenner]] ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturraum ==&lt;br /&gt;
Die Gebirgslandschaft des breiten [[Trogtal]]s ist geprägt durch die Kombination von Bergflanken aus [[Ötztal-Stubai-Kristallin]] (meist [[Paragneis]] und [[Glimmerschiefer]]) in der hintere Hälfte des Tales und [[Oberostalpin|oberostalpinen]] paläozoischen Decken (meist [[Quarzphyllit]]). Zusätzlich sitzen [[Kalkstein|Kalk]]- und [[Dolomit (Gestein)|Dolomitgipfeln]] (wie die Tribulaune oder die [[Kirchdachspitze]]) des Brenner-[[Mesozoikum]]s auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kübler Horst, Müller Wolf Eberhard |Titel=Die Geologie des Brenner-Mesozoikums zwischen Stubai- und Pflerschtal (Tirol) – Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt |Sammelwerk=Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt |Datum=1962 |Online=https://www.zobodat.at/pdf/JbGeolReichsanst_105_0173-0242.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Tal wird vom [[Gschnitzbach]] durchflossen, der in [[Steinach am Brenner|Steinach]] in die [[Sill]] mündet. Markante Berge sind der 3.277 m hohe [[Habicht (Berg)|Habicht]] an der Grenze zum [[Stubaital]], der 2.976 m hohe [[Gschnitzer Tribulaun]] und der 3.097 m hohe [[Pflerscher Tribulaun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gschnitztal und insbesondere der 2.241 m hohe [[Blaser (Berg)|Blaser]] bei Trins gilt aufgrund des geologischen Untergrundes als sehr blumenreich. Am Blaser legte der Botaniker [[Anton Kerner von Marilaun]] eine botanische Versuchsanstalt an, aber auch weitere Botaniker wie [[Richard Wettstein]] besuchten regelmäßig das Gschnitztal. Man geht davon aus, dass die [[Bastard-Aurikel]] ursprünglich aus dem Gschnitztal stammt. Sie wurde von dort von [[Johann Aicholz]] nach Wien mitgenommen und von [[Charles de l’Écluse|Carolus Clusius]] das erste Mal beschrieben und anschließend in Belgien und Holland für Gärten gezüchtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anton Kerner von Marilaun |Titel=Die Primulaceen-Bastarte der Alpen. |Verlag=Österreichische Botanische Zeitschrift |Datum=1875 |Online=https://www.zobodat.at/pdf/OeBoZ_025_0122-0127.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Moräne]]n des Gschnitztals sind wichtige Anzeiger der alpinen Gletscherstände in der Nacheiszeit ([[Holozän]]) und wurden bzw. werden auch als Referenz für diverse glaziologische Abhandlungen herangezogen. Sehr gut ausgeprägt ist die Trinser Moräne. Sie dient als Typlokalität für das [[Gschnitz-Stadium]]. [[Albrecht Penck]] und [[Eduard Brückner (Klimatologe)|Eduard Brückner]] zeigten dadurch, dass die letzte Kaltzeit ([[Würm-Kaltzeit|Würm]]) nicht kontinuierlich ablief und von mehreren Rückzügen und Vorstößen der Gletscher begleitet wurde. Mehrere Toteislöcher (wie der Krotenweiher westlich der Trinser Moräne) zeugen vom ehemaligen Gletscher. Die rezenten Gletscher Padreilferner, Habichtferner und [[Simmingferner]] sind heute im Verschwinden begriffen oder bereits [[Toteis]]felder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Großteil des Tales steht seit 1984 unter [[Landschaftsschutzgebiet|Landschaftsschutz]] (LSG Serles-Habicht-Zuckerhütl und LSG Nösslachjoch-Obernberger See-Tribulaune). Es bestehen mit den blumenreichen und artenreichen Padeilemähder ([[Natura 2000]]), dem Oberlawieswald und dem Trinser Moränenwall weitere strengere Schutzgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsraum und Tourismus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:T-A13-Gschnitztalbrücke-2.jpg|mini|Gschnitztalbrücke]]&lt;br /&gt;
Die [[Gschnitztalstraße]] durchläuft das Gschnitztal. Am Taleingang überquert sie die 674 m lange Gschnitztalbrücke der nach Süden laufenden [[Brennerautobahn]]. Von dort verläuft sie mit einer maximalen Steigung von 11 % über [[Trins]] (bei km 4,5) und [[Gschnitz]] (km 11,5) Richtung Talschluss, der durch die [[Laponesalm]] ({{Höhe|1472}}) gebildet wird. Die Straße endet bereits in Obertal ({{Höhe|1281}}, Busendhaltestelle beim Gasthof Feuerstein), wo der Sandesbach, von Süden (rechts) kommend, in den Gschnitzbach mündet. &lt;br /&gt;
[[Datei:Sankt Magdalena aus der Urknall.jpg|mini|Sankt Magdalena mit Blick auf Kirchdachspitze in der Mitte ]]&lt;br /&gt;
Während für Trins die eng zusammengeschachtelte rätoromanische Bauweise typisch ist, kennzeichnet Gschnitz die bajuwarische Siedlungsform von weit verstreuten Häusern. Die Siedlungsform in Trins ist auf die Besiedelung von Knappen zurückzuführen, in Gschnitz auf einzelne [[Schwaighof (Hofform)|Schwaighöfe]]. Kulturhistorisch ist besonders die [[Romanik|romanische]] [[St. Magdalena im Gschnitztal|Wallfahrtskirche St. Magdalena]] mit ihren Fresken aus dem 13. Jahrhundert hervorzuheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gschnitztal ist Teil der [[Bergsteigerdörfer]]-Initiative des [[Österreichischer Alpenverein|ÖAV]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bergsteigerdoerfer.org/2762-0-Bergsteigerdorf-Gschnitztal.html |titel=Bergsteigerdorf Gschnitztal |abruf=2022-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Tourismus begann zwar bedingt durch die [[Brennerbahn]] und dem 1867 errichtetem Bahnhof Steinach früh, ist aber heute eher gering ausgeprägt. Ähnlich wie im [[Valser Tal (Nordtirol)|Valsertal]], [[Schmirntal]] oder [[Obernbergtal]] ist er entsprechend kleinstrukturiert und sehr naturnah. Wichtig sind vor allem die fünf alpinen Hütten ([[Blaserhütte]], [[Padasterjochhaus]], [[Innsbrucker Hütte]], [[Bremer Hütte (Gschnitztal)|Bremer Hütte]], [[Tribulaunhütte (Österreich)|österr. Tribulaunhütte/Tribulaunhaus]]). Die Hütten dienen auch als Stützpunkte für die Gschnitztaler Hüttentour, bei welcher das gesamte Tal umrundet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Judith Hammer: &amp;#039;&amp;#039;Alpingeschichte kurz und bündig: Gschnitztal.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Österreichischer Alpenverein. 2024. [https://www.bergsteigerdoerfer.org/files/ag_gschnitztal_2024_ebook.pdf Online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=47.047|EW=11.355|region=AT-7|type=landmark}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4239233-0|VIAF=241532572}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Tirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bezirk Innsbruck-Land)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stubaier Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Nordtirol]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernd Schwabe in Hannover</name></author>
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