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	<title>Gschnitz-Stadium - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gschnitz-Stadium&amp;diff=2894980&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M2k~dewiki: BKL ersetzt mit bkl-replace</title>
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		<updated>2026-03-26T18:06:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;bkl-replace&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gschnitz-Stadium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der erste bedeutende [[Gletscher|Eisvorstoß]] im [[Würm-Kaltzeit|Spätglazial]] der [[Alpen]]. Er fand im Zeitraum 13000 bis 14200 Jahre [[v. Chr.]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung und Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Trins von Norden.jpg|mini|500px|Trins mit der Endmoräne des Gschnitz-Stadiums oberhalb der Ortskirche, angeschnitten vom Gschnitzbach]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gschnitz-Stadium (bzw. Gschnitzstadium), gelegentlich auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlern-Stadium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder einfach nur &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S-Stadium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, wurde nach seiner [[Typlokalität]], dem [[Gschnitztal]] in den [[Stubaier Alpen]], benannt. Der Begriff wurde 1901/1909 zum ersten Mal von [[Albrecht Penck]] und [[Eduard Brückner (Klimatologe)|Eduard Brückner]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Penck, E. Brückner |Titel=[[Die Alpen im Eiszeitalter]] |Band=3 Bände 1901–1909 |Verlag=Tauchnitz |Ort=Leipzig |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie hatten erkannt, dass der Eisrückzug vom hocheiszeitlichen Maximum im Alpenvorland nicht kontinuierlich verlief, sondern durch eine Reihe erneuter Gletschervorstöße unterbrochen wurde, die sie als [[Bühl-Stadium|Bühl-]], Gschnitz- und [[Daun-Stadium]] bezeichneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagebeschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Gschnitz-Stadium wird an seiner Typlokalität durch seine [[Endmoräne]] bei [[Trins]] im Gschnitztal gut markiert. Die bis zu 30 Meter hohe Endmoräne lässt vermuten, dass der [[Gletscher]] an dieser Position mehrere Jahrzehnte oder länger stagnierte. Das Gschnitz-Stadium lässt sich in den österreichischen Alpen an kleinen und mittelgroßen Gletschern meist recht gut erkennen. Es fehlt jedoch an großen Eisströmen wie beispielsweise dem [[Inngletscher]], dem [[Rhonegletscher]] oder dem [[Aaregletscher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakterisierung ==&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Gschnitz-Stadiums hatten sich die Gletscher wieder weit ins Innere der Alpen zurückgezogen und zirka 80 bis 90 % der maximalen Eismasse waren bereits abgeschmolzen. [[Geomorphologie|Geomorphologische Befunde]] belegen, dass das Stadium keinen Rückzugshalt, sondern einen eindeutigen Vorstoß markiert, der über eisfreies Gelände erfolgte. Die steilwandigen, blockschuttreichen, mehrere Zehnermeter hoch werdenden Moränen treten als sehr sedimentreiche und markante Einzelformen auf. Sie umgürteten vorwiegend Talgletscher und einige große dendritische Gletscher. Es kann davon ausgegangen werden, dass die großen Seitentäler damals wieder vergletschert waren und in günstigen Positionen auch die Haupttäler von Gletscherzungen erreicht wurden. In höheren Lagen dürften sehr wohl noch größere zusammenhängende Gletscher bestanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb 1400 Meter Höhe zeigen die Moränen keinerlei [[Solifluktion]]süberprägung. Die Erniedrigung der Gleichgewichtslinie ([[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;Equilibrium Line Altitude&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ELA&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) betrug während des Gschnitz-Stadiums (im Vergleich mit 1850) zwischen 650 und 700 Meter an der Typlokalität, 800 Meter am Alpennordrand, 900 Meter in den Seealpen und bis zu 1000 Meter im adriatischen Süden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hanns Kerschner, Susan Ivy-Ochs |Titel=Palaeoclimate from glaciers: Examples from the Eastern Alps during the Alpine Lateglacial and early Holocene |Sammelwerk=Global and Planetary Change |Band=60 |Nummer=1–2 |Verlag= |Ort= |Datum=2008-01 |Seiten=58–71 |DOI=10.1016/j.gloplacha.2006.07.034}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stratigraphische Stellung und Korrelation ==&lt;br /&gt;
Das Gschnitz-Stadium folgt auf den [[Spätglazialer Eiszerfall|spätglazialen Eiszerfall]] bzw. auf das [[Steinach-Stadium]] gemäß Heuberger oder auf das [[Bühl-Stadium]] von Penck und Brückner. Es wird seinerseits vom [[Clavadel/Senders-Stadium]] abgelöst. Es korreliert mit dem [[Heinrich-Ereignis|Heinrich-Ereignis 1]] (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HE 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zur [[Weichsel-Kaltzeit]] Nordeuropas situiert sich das Gschnitz-Stadium noch vor Beginn des [[Meiendorf-Interstadial]]s und gegen Ende der [[Mecklenburg-Phase]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gschnitz-Stadium fällt in das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grönland-Stadial 2a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;GS-2a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datierung ==&lt;br /&gt;
Die Stabilisierung der Endmoräne im Gschnitztal wurde im Jahr 2006 von Ivy-Ochs u. a. mit zirka 13450 bis 14150 v. Chr. bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. Ivy-Ochs, H. Kerschner, P.W. Kubik, C. Schlüchter |Titel=Glacier response in the European Alps to Heinrich event 1 cooling: the Gschnitz stadial |Sammelwerk=[[Journal of Quaternary Science]] |Band=21 |Datum=2006 |Seiten=115–130}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Minimalalter wird auch von anderen [[Radiokohlenstoff]]altern untermauert (ebenfalls Minimalalter), wie beispielsweise vom [[San-Bernardino-Pass|San Bernardino]] mit 13000 bis 14700 v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=H. Zoller, H. Kleiber |Titel=Vegetationsgeschichtliche Untersuchungen in der Montanen und subalpinen Stufe der Tessintäler |Sammelwerk=Verhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft Basel |Band=81 |Datum=1971 |Seiten=90–154}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und von [[Sempione]] mit 12.300 bis 13.500 v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Welten |Titel=Vegetationsgeschichtliche Untersuchungen in den westlichen Schweizer Alpen: Bern-Wallis |Sammelwerk=Denkschriften der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft |Band=95 |Datum=1982 |Seiten=1–105}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Eisvorstoß begann mit dem Heinrich-Ereignis 1, das auf 15.000 ± 1000 Jahre v. Chr. angesetzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. Hemming |Titel=Heinrich events: massive late Pleistocene detritus layers of the North Atlantic and their global climate imprint |Sammelwerk=[[Reviews of Geophysics]] |Band=42 |Datum=2004 |Seiten=1–43}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Datierungen am Moos von Rödschitz im Tal der [[Traun (Donau)|Traun]] erbrachten ein (recht hohes) Maximalalter für Gschnitz-stadiale Ablagerungen von 16.070 bis 17.150 Jahre v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=I. Draxler |Hrsg=D. Van Husen |Titel=Zur Vegetationsgeschichte und Stratigraphie des Würmspätglazials des Traungletschergebietes |Sammelwerk=Das Gebiet des Traungletschers, Oberösterreich: Eine Typregion des Würm-Glazials |Reihe=Mitteilungen der Kommission für Quartärforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften |BandReihe=7 |Datum=1987 |ISBN=3-7001-1075-8 |Seiten=19–35}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ponte Murato im [[Gesso]]tal der italienischen [[Seealpen]] schließlich lieferte das Alter 14.600 ± 1000 Jahre v. Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=P. R. Federici, u. a. |Titel=Last Glacial Maximum and the Gschnitz stadial in the Maritime Alps according to 10 Be cosmogenic dating |Sammelwerk=Boreas |Datum=2011 |Seiten=1–15 |DOI=10.1111/j.1502-3885.2011.00233.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt gesehen scharen sich die Durchschnittsalter für das Gschnitz-Stadium somit im Zeitraum 13.000 bis 14.200 Jahre v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit dem Heinrich-Ereignis H 1 ==&lt;br /&gt;
Die Alter für das Gschnitz-Stadium häufen sich gegen Ausgang des ersten Heinrich-Ereignisses (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;), seinerseits datiert mittels Radiokohlenstoff auf den Zeitraum 16000 bis 14000 v. Chr., eine Korrelation liegt daher nahe. Während dieses Ereignisses kam es zu einem massiven [[Eisberg]]kalben am [[Laurentidischer Eisschild|Laurentidischen Eisschild]] verbunden mit einem Abdriften der Eisberge in den [[Nordatlantik]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sidney R. Hemming |Titel=Heinrich events: Massive late Pleistocene detritus layers of the North Atlantic and their global climate imprint |Sammelwerk=[[Reviews of Geophysics]] |Band=42 |Nummer=1 |Datum=2004-03 |Seiten=RG1005 |DOI=10.1029/2003RG000128}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Abschmelzen beeinträchtigte die durch Dichteunterschiede angetriebene [[thermohaline Zirkulation]] im Nordatlantik, was seinerseits zu einem sehr raschen Abkühlen der umliegenden Gebiete und des im Abwind liegenden Europas führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. F. McManus, R. Francois, J. M. Gherardi, L. D. Keigwin, S. Brown-Leger |Titel=Collapse and rapid resumption of Atlantic meridional circulation linked to deglacial climate changes |Sammelwerk=Nature |Band=428 |Datum=2004 |Seiten=834–837}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aber nicht nur in Europa, sondern generell auf der gesamten Nordhemisphäre lässt sich eine recht unmittelbare Reaktion der Talgletscher und Eisschilde auf die herrschende Abkühlung nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. M. Licciardi, P. U. Clark, E. J. Brook, D. Elmore, P. Sharma |Titel=Variable responses of western U.S. glaciers during the last deglaciation |Sammelwerk=Geology |Band=32 |Datum=2004 |Seiten=81–84}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[René Hantke]]: &amp;#039;&amp;#039;Eiszeitalter. Die jüngste Erdgeschichte der Alpen und ihrer Nachbargebiete&amp;#039;&amp;#039;, (3 Bände, mit Fotos und Karten) 1992, ISBN 3-609-65300-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Alpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kälteanomalie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quartär]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M2k~dewiki</name></author>
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