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	<title>Gruppenpuzzle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T00:58:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gruppenpuzzle&amp;diff=115777&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;A. Hintze: /* Weblinks */ Link aktualisiert</title>
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		<updated>2025-10-22T08:48:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Link aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gruppenpuzzle 2.jpg|mini|446x446px|Schematische Darstellung der drei Phasen eines Gruppenpuzzles]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gruppenpuzzle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jigsaw-Methode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{enS|Jigsaw Teaching Technique}}) ist eine Form der [[Gruppenunterricht|Gruppenarbeit]] und gehört zu den [[Lehrmethode|Methoden]] des [[Kooperatives Lernen|Kooperativen Lernens]]. Sie wurde im Jahr 1971 in den [[USA]] von [[Elliot Aronson]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überblick ==&lt;br /&gt;
Die Mitglieder einer sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Stammgruppe&amp;#039;&amp;#039; werden verschiedenen Teilthemen zugewiesen, die sie sich gemeinsam mit Personen aus anderen Stammgruppen erarbeiten. Die Gruppen, in denen die Arbeit am Teilthema geschieht, werden als &amp;#039;&amp;#039;Expertengruppen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, weil die betreffenden Personen dieser Gruppen zu [[Experte]]n für das jeweilige Teilthema werden. Anschließend kehren die Experten aus den Expertengruppen in ihre jeweilige Stammgruppe zurück, um dort den anderen Gruppenmitgliedern ihr Teilthema vorzustellen. Im Zusammenspiel der einzelnen Teilthemen – oftmals auch angeleitet durch übergreifende Leitfragen – entfaltet sich das Gesamtthema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundidee der didaktischen [[Lehrmethode|Methode]] „Gruppenpuzzle“ besteht darin, alle Lernenden im Rahmen einer Gruppenarbeit durchgängig zu aktivieren. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Gruppenarbeit gibt es keine Möglichkeit sich „zu verstecken“, da jede Person eine spezielle Aufgabe übertragen bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgehensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gruppenpuzzle Methode Erklaerung.webm|446x446px|mini|Erklärvideo: Vorgehen zur Methode Gruppenpuzzle]]Die didaktische Methode „Gruppenpuzzle“ ist so angelegt, dass jede Person eine spezielle Aufgabe zu erfüllen hat. Da die Personen einer Stammgruppen auf verschiedene Teilthemen verteilt werden, ist es erforderlich, dass sich jedes Stammgruppenmitglied mit einem Teilthema vertraut macht, um dies dann an die anderen Stammgruppenmitglieder weitergeben zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ablauf eines Gruppenpuzzles ist wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Phase 1: Die Lernenden finden sich zu sogenannten Stammgruppen (oftmals auf längere Zeit angelegt) zusammen.&lt;br /&gt;
* Phase 2: Jedes Mitglied einer Stammgruppe ordnet sich einem Teilthema zu (bzw. wird zu einem Teilthema zugeteilt), erarbeitet dies gemeinsam mit anderen Lernenden und wird somit zu einer Expertin bzw. einem Experten für dieses Teilthema. Diese Phase geschieht i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. textbasiert, d.&amp;amp;nbsp;h. die Mitglieder der jeweiligen Expertengruppe erschließen sich einen [[Text]] – ggf. auch angeleitet durch Fragen –, diskutieren diesen in der Gruppe und bereiten die Weitergabe der Informationen in der Stammgruppe vor.&lt;br /&gt;
* Phase 3: Nun werden die Lernenden aus den verschiedenen Expertengruppen wieder in ihren Stammgruppen zusammengeführt. Dort stellen sie sich nun die einzelnen Teilthemen wechselseitig vor, diskutieren diese und beantworten evtl. Leitfragen gemeinschaftlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Franz Waldherr, Claudia Walter |Titel=didaktisch und praktisch - Methoden und Medien für die Präsenz- und Onlinelehre |Auflage=3. aktualisierte und erweiterte Auflage 2021 |Verlag=Schäffer Poeschel |Ort=Stuttgart |Datum= |ISBN=978-3-7910-5307-3 |Seiten=39-41}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sabine Bethke, Dirk Neumann, Uwe Hauser, Stefanie Wendeburg |Hrsg=Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung |Titel=Medienbildung – Umsetzung bewährter Methoden des kooperativen Lernens mit digitalen Medien |Reihe=Kooperatives Lernen mit digitalen Medien |Auflage=2. |Ort=Hildesheim |Datum=2019 |Online=https://www.nibis.de/uploads/nlq-proksza/Handbuch_Kool_Final2019_web_Einzelseiten.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Fall, dass das Gruppenpuzzle nur einmalig eingesetzt wird, können die Lernenden direkt in Phase 2 mit den Expertengruppen beginnen und somit nur zweischrittig vorgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig schließt sich an das Gruppenpuzzle ein Plenum an, in dem Fragen geklärt und Inhalte gefestigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Zur Überwindung von [[Vorurteil]]en zwischen Mitgliedern unterschiedlicher [[Soziale Gruppe|sozialer Gruppen]] hatte der Psychologe [[Elliot Aronson]] in den 1950er-Jahren die sogenannte „Kontakthypothese“ vorgeschlagen. Im direkten Umgang mit Mitgliedern anderer Gruppen sollten positive Erfahrungen gemacht werden, die im Widerspruch zu den bisherigen Vorurteilen stünden. Die Kontakthypothese postulierte, dass sich durch persönliche Begegnungen (Kontakt) Vorurteile abbauen ließen. Nach der [[Brown v. Board of Education|Aufhebung der Rassentrennung an US-amerikanischen Schulen]] im Jahr [[1954]] im Kontext der [[Desegregation]] kam es allerdings zu massiven [[Rassismus in den Vereinigten Staaten|rassistischen Ausschreitungen]]. Dies zeigte, dass allein der Kontakt von Mitgliedern verschiedener Gruppen – wie dies in den USA in den folgenden Jahrzehnten im Rahmen des [[Busing]] umgesetzt wurde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anke Ortlepp |url=https://www.bpb.de/themen/nordamerika/usa/343377/getrennte-klassenzimmer/ |titel=Getrennte Klassenzimmer |werk=bpb.de |hrsg=Bundeszentrale für politische Bildung |datum=2021-11-12 |sprache=de |abruf=2022-03-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – nicht ausreicht, um Vorurteile durchgängig abzubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sozialpsychologe [[Muzafer Sherif]] wies im [[Muzafer Sherif#Robbers-Cave-Experimente|Robber’s-Cave-Experiment]] nach, dass gemeinsame Ziele (im Gegensatz zu konkurrierenden oder inkompatiblen Zielen wie etwa bei Wettkampfspielen) geeignet sind, zur Konfliktreduktion beizutragen. Die Kontakthypothese wurde demzufolge um die folgenden drei Bedingungen erweitert, um zur längerfristigen Reduktion von Vorurteilen beitragen zu können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Es muss ein &amp;#039;&amp;#039;gemeinsames Ziel&amp;#039;&amp;#039; verfolgt werden.&lt;br /&gt;
# Um dieses Ziel zu erreichen, muss ein sozialer Austausch in &amp;#039;&amp;#039;positiver Interdependenz&amp;#039;&amp;#039; stattfinden, d.&amp;amp;nbsp;h. die einzelnen Gruppenmitglieder müssen aufeinander angewiesen sein.&lt;br /&gt;
# Es bedarf einer &amp;#039;&amp;#039;individuellen Verantwortlichkeit&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. Einzelne sollen sich dem sozialen Austausch nicht entziehen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aronson wurde im Jahr [[1971]] im [[School district|Schuldistrikt]] [[Austin (Texas)]] beauftragt, ein Konzept gegen die feindselige Stimmung in den Klassenzimmern, die sich aus den rassistischen Vorurteilen ergeben hatte, zu lösen. Er entwickelte eine Form des [[Kooperatives Lernen|Kooperativen Lernens]], das die drei oben genannten Bedingungen (gemeinsames Ziel, positive Interdependenz und individuelle Verantwortlichkeit) explizit berücksichtigt: das Gruppenpuzzle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das gemeinsame Ziel ist das Verstehen des gesamten Lernstoffs.&lt;br /&gt;
# Es findet ein intensiver sozialer Austausch statt, in dem die Mitschüler vor allem in der dritten Phase (in positiver Interdependenz) aufeinander angewiesen sind.&lt;br /&gt;
# Die individuelle Verantwortlichkeit stellt sich doppelt dar: Einerseits fordern die Mitschüler in der dritten Phase das Expertenwissen von einem selbst ein. Andererseits muss den anderen Aufmerksamkeit geschenkt werden, weil deren Wissen für das eigene Verständnis des gesamten Lernstoffs benötigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Margarete Imhof]] |Titel=Sozialpsychologische Beiträge zu Unterricht und Erziehung |Sammelwerk=Psychologie für Lehramtsstudierende |Band=Basiswissen Psychologie |Auflage=5. |Verlag=Springer |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2020 |ISBN=978-3-662-58727-0 |Seiten=113–126 |DOI=10.1007/978-3-662-58727-0_6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Folge wurde die Methode Gruppenpuzzle als Methode des Kooperativen Lernens in die [[Didaktik]] und den [[Unterricht]] in seinen verschiedenen Kontexten übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elliot Aronson |Hrsg=Huber G.L., Rotering-Steinberg S., Wahl D. |Titel=Förderung von Schulleistung, Selbstwert und prosozialem Verhalten: Die Jigsaw-Methode |Sammelwerk=Kooperatives Lernen |Verlag=Beltz |Ort=Weinheim |Datum=1984 |Seiten=48-59}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
In [[Sozialpsychologie|sozialpsychologischer]] Perspektive bezweckt die Methode Gruppenpuzzle, [[Vorurteil]]e der beteiligten Personen abzubauen und dadurch auch zur Verbesserung des Klimas in der [[Schule]] bzw. einer anderen [[Bildungseinrichtung|Bildungsinstitution]] beizutragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Lernpsychologie|lernpsychologischer]] Hinsicht bietet das Gruppenpuzzle die Möglichkeit, einen Nachteil der klassischen Gruppenarbeit zu kompensieren: die Möglichkeit für einzelne Lernende, sich in der Gruppe zu „verstecken“ und dadurch die eigenen Lernaktivität zu reduzieren. Lernende übernehmen die Verantwortung für einen inhaltlichen Teil und dessen Weitergabe an die anderen Lernenden der jeweiligen Stammgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Hochschullehre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* E. Aronson, C. Stephan, J. Sikes, N. Blaney &amp;amp; M. Snapp (1978). &amp;#039;&amp;#039;The Jigsaw Classroom.&amp;#039;&amp;#039; Beverly Hills, CA: Sage Publication.&lt;br /&gt;
* E. Aronson, S. Patnoe (1997). &amp;#039;&amp;#039;Cooperation in the classroom: The jigsaw method&amp;#039;&amp;#039;. New York: Longman&lt;br /&gt;
* E. Aronson (2000). &amp;#039;&amp;#039;Nobody left to hate&amp;#039;&amp;#039;. New York: Henry Holt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.jigsaw.org/ |titel=The Jigsaw Classroom |hrsg=Social Psychology Network |datum=2022 |sprache=en |abruf=2022-03-22}}&lt;br /&gt;
* [https://lehrerfortbildung-bw.de/st_kompetenzen/weiteres/projekt/projektkompetenz/methoden_a_z/gruppenpuzzle/index.htm Gruppenpuzzle in Kürze (Lehrerfortbildung Baden-Württemberg)]&lt;br /&gt;
* [https://unterrichten.zum.de/wiki/Gruppenpuzzle Gruppenpuzzle (Wiki von ZUM-Unterrichten)]&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-koeln.de/ew-fak/konstrukt/didaktik/rallye/frameset_rallye.html Gruppen-Experten-Rallye (Unterrichtsmethoden im konstruktiven und systemischen Methodenpool der Universität Köln, Kersten Reich)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagogische Methode/Lehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagogische Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lernpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschuldidaktik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;A. Hintze</name></author>
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