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	<title>Gruorn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T06:21:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gruorn&amp;diff=359370&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-08-31T17:20:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gruorn-pjt1.jpg|mini|Gruorn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muensinger Hardt.png|mini|hochkant=1|Lage von Gruorn im westlichen Teil des Gutsbezirks Münsingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gruorn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine bei [[Münsingen (Württemberg)|Münsingen]] gelegene [[Wüstung]] auf der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]] in [[Baden-Württemberg]]. Sie liegt auf einer Höhe von 790 Metern über dem Meer im &amp;#039;&amp;#039;Münsinger Hardt&amp;#039;&amp;#039; und ist Teil des [[Gutsbezirk Münsingen|Gutsbezirks Münsingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Gruorn wurde erstmals um 1095 genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Karl Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.de/books?id=r8lWAAAAMAAJ&amp;amp;printsec=frontcover#PPP7,M1 Geschichte der Grafen von Zollern-Hohenberg und ihrer Grafschaft]&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1862; S.&amp;amp;nbsp;IIf.&amp;lt;/ref&amp;gt; und gehörte ursprünglich zum [[Oberamt Urach]], ab 1934 &amp;#039;&amp;#039;Kreis Urach&amp;#039;&amp;#039; genannt. 1861 lebten 469 Einwohner im Ort – sie waren ausnahmslos [[Protestantismus|evangelisch]]. Noch vor der 1938 erfolgten Aufteilung des Kreises Urach fiel am 15.&amp;amp;nbsp;Februar 1937 der Beschluss, die gesamte Markung Gruorn in den seit 1896 bestehenden &amp;#039;&amp;#039;[[Gutsbezirk Münsingen|Truppenübungsplatz Münsingen]]&amp;#039;&amp;#039; einzubeziehen, um diesen wie geplant erweitern zu können. 1938 kam Gruorn dann zum [[Landkreis Münsingen]]. Im Jahr darauf wurden die damals 665 Bewohner zwangsumgesiedelt. Im Mai 1939 war das Dorf weitgehend geräumt – dadurch wurde Gruorn weit über die Grenzen der Schwäbischen Alb hinaus bekannt. Das Gebiet um Gruorn gehört seit dem 10.&amp;amp;nbsp;April 1942 zum damals neugeschaffenen &amp;#039;&amp;#039;Heeresgutsbezirk Münsingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.kreis-reutlingen.de/1186 |titel=Ein Kuriosum - Der Gutsbezirk Münsingen |werk=Internetpräsenz |hrsg=Landratsamt Reutlingen |datum= |abruf=2023-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist damit ein sogenanntes &amp;#039;&amp;#039;[[gemeindefreies Gebiet]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude des Dorfes dienten nach der Entvölkerung als Kulisse für [[Häuserkampf (Militär)|Häuserkampf]]-Übungen und wurden dem Verfall preisgegeben. „Nach 1953 gab die französische Kommandantur die Gebäude zur Materialentnahme frei, dabei wurden ganze Häuser komplett abgetragen und an einem anderen Ort wieder aufgebaut. Gruorn verfiel immer weiter. Aus Sicherheitsgründen mussten die Gebäude nach 1972 durch die Militärverwaltung bis auf die Grundmauern abgetragen werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Informationstafel &amp;#039;&amp;#039;Willkommen in Gruorn!&amp;#039;&amp;#039; am Eingang zur Wüstung Gruorn, gelesen am 16. Juli 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die [[Stephanuskirche Gruorn|Stephanuskirche]] mit dem angeschlossenen [[Friedhof]] und dem [[Kriegerdenkmal]], das &amp;#039;&amp;#039;Neue Schulhaus&amp;#039;&amp;#039; von 1881 und wenige weitere Grundmauern blieben erhalten und erinnern bis heute an das Dorf Gruorn. Seit 1968 finden dort einmal jährlich zu [[Pfingsten]] wieder regelmäßige [[Gottesdienst]]e statt; später wurde den ehemaligen Bewohnern auch an [[Allerheiligen]] eine Rückkehr nach Gruorn gestattet. In den Jahren 1971 bis 1973 gelang es dem &amp;#039;&amp;#039;Komitee zur Erhaltung der Kirche in Gruorn&amp;#039;&amp;#039;, die über die Jahre stark verfallene Kirche wiederaufzubauen; auch die alten Gräber werden von den Mitgliedern des Vereins gepflegt. Die &amp;#039;&amp;#039;evangelische Stephanuskirche&amp;#039;&amp;#039; im heutigen [[Kirchenbezirk Bad Urach-Münsingen]] der [[Evangelische Landeskirche in Württemberg|Evangelischen Landeskirche in Württemberg]] wird 1095 erstmals genannt. [[Fresko|Fresken]] von 1380 (1540 übertüncht) konnten bereits 1903 freigelegt werden. Vor allem die Gestaltung der zehn ausdrucksstarken Kirchenfenster mit Glasgemälden von &amp;#039;&amp;#039;Ursula Nollau&amp;#039;&amp;#039; prägt den kargen Kirchenraum.&amp;lt;ref&amp;gt;Broschüre: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchenfenster der Stephanuskirche in Gruorn&amp;#039;&amp;#039;; hrsg. Komitee zur Erhaltung der Kirche in Gruorn e.&amp;amp;nbsp;V., Münsingen 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Nollau-Werkverzeichnis siehe [https://www.nollaukunst.de/glasfen.html] - zuletzt abgerufen am 7. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Steidel: &amp;#039;&amp;#039;Das Wunder von Gruorn&amp;#039;&amp;#039;; in: Ev. Gemeindeblatt für Württemberg, Nr. 24/2018, Seite 30 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders das nördliche Chorfenster verdeutlicht die auf Gruorn einwirkenden zeitgeschichtlichen Zusammenhänge mit dem Bibelzitat: &amp;#039;&amp;#039;Wie liegt die Stadt so wüste, die voll Volks war!&amp;#039;&amp;#039; So beginnen die Klagelieder des Jeremia ({{B|Klgl|1|1|LUT}}), in denen die Zerstörung Jerusalems und des Tempels (um 586 v. Chr.) besungen wird. – Der Kreuzkantor [[Rudolf Mauersberger]] (1889–1971) komponierte die danach geschaffene [[Wie liegt die Stadt so wüst (Mauersberger)|Trauermotette]] unter den Eindrücken der [[Luftangriffe auf Dresden|Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg]] für den [[Dresdner Kreuzchor]], ein [[A cappella|A-cappella-Werk]], entstanden am Karfreitag und -samstag 1945. Darin verarbeitete Mauersberger das ihn bestürzende Erlebnis des brennenden Dresden und der völlig zerstörten Stadt; den Text entnahm er den Klageliedern Jeremias. Die Uraufführung fand in der ausgebrannten Kreuzkirchen-Ruine Dresden am 4.&amp;amp;nbsp;August&amp;amp;nbsp;1945 statt. Gerade auch mit diesen Fenstergestaltungen ist die Stephanuskirche Gruorn ein Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Auflösung des Truppenübungsplatzes Münsingen sind der Gutsbezirk Münsingen und damit auch das ehemalige Dorf Gruorn seit dem 13.&amp;amp;nbsp;April 2006 – nach knapp 67 Jahren – wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Es wurde ein 35 Kilometer umfassendes Wegenetz freigegeben, auf welchem auch Gruorn aus verschiedenen Richtungen zu erreichen ist. Im Bereich der freigegebenen Wege wurden die Kampfmittelreste beseitigt; sie dürfen zu Fuß oder per Fahrrad benutzt werden. Das ehemalige Gruorner [[Schulgebäude|Schulhaus]] beherbergt heute eine Ausstellung über die Geschichte des Dorfes sowie eine &amp;#039;&amp;#039;Heimatstube&amp;#039;&amp;#039; genannte kleine Gaststätte mit angeschlossenem Biergarten. Ferner sind das ehemalige Dorf und seine Umgebung seit März 2008 Teil des neu eingerichteten [[Biosphärengebiet Schwäbische Alb|Biosphärengebiets Schwäbische Alb]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Straßennetz ==&lt;br /&gt;
Gruorn war ursprünglich von drei Seiten aus an das überörtliche Straßennetz angeschlossen. Neben den heute noch existierenden Verbindungen aus Richtung Münsingen beziehungsweise Trailfingen einerseits und aus Richtung [[Zainingen]] andererseits gab es ursprünglich noch eine dritte Zufahrtsstraße aus Richtung [[Seeburg (Bad Urach)|Seeburg]]. Dieser [[Albaufstieg]] zweigte circa zwei Kilometer nordwestlich von Seeburg von der heutigen [[Landesstraße]] 245 nach Hengen ab und heißt im Ortsbereich von Seeburg bis heute &amp;#039;&amp;#039;Gruorner Straße&amp;#039;&amp;#039;. Ferner gibt es sowohl in Münsingen als auch in Zainingen jeweils einen &amp;#039;&amp;#039;Gruorner Weg&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus existiert auch im circa dreißig Kilometer entfernten [[Ehingen (Donau)]] eine &amp;#039;&amp;#039;Gruorner Straße&amp;#039;&amp;#039;, die jedoch in keinerlei geografischem Zusammenhang mit dem namensgebenden Ort steht. Jedoch befindet sie sich in einem Viertel von Ehingen, in welchem nach der Zwangsumsiedlung viele ehemalige Gruorner Bürger eine neue Heimat gefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich von Schindler]] (1827–1900), württembergischer Oberamtmann und Kollegialdirektor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Gruorn 2021-0603.jpg|Die Wüstung Gruorn auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz&lt;br /&gt;
Datei:Gruorn-pjt2.jpg|Stephanuskirche und Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Gruorn-pjt3.jpg|Wetterhahn und Turmuhrwerk, Stephanuskirche&lt;br /&gt;
Datei:Gruorn-pjt4.jpg|Fresken von ca. 1380, Stephanuskirche&lt;br /&gt;
Datei:Gruorn Kriegerdenkmal.JPG|Kriegerdenkmal auf dem Friedhof&lt;br /&gt;
Datei:Gruorn-pjt5.jpg|Ehemaliges Schulhaus&lt;br /&gt;
Datei:Gruorn Gebäude.JPG|Grundmauern eines ehemaligen Gebäudes&lt;br /&gt;
Datei:Gruorn Betonbau.JPG|Ein zu militärischen Übungszwecken angelegter Betonbau&lt;br /&gt;
Datei:Gruorn-1938.jpg|Lageplan von Gruorn 1938&lt;br /&gt;
Datei:HkDE-wt Urach 1800.svg|Lage von Gruorn im Oberamt Urach, Gebietsstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts&lt;br /&gt;
Datei:MkDE-wt Urach.svg|Die Gemarkung Gruorn und seine Nachbar-gemeinden um 1860&lt;br /&gt;
Datei:Übernahmeprotokoll.jpg|Übernahmeprotokoll eines Ackergrundstücks auf der Gemarkung Gruorn im Jahr 1938 durch die Reichsumsiedelungsges.&lt;br /&gt;
Datei:Bekanntmachung.jpg|Bekanntmachung der Übernahme des Ackergrundstücks durch das Deutsche Reich&lt;br /&gt;
Datei:Gruorner Straße - Ehingen (Donau).jpg|Gruorner Straße in Ehingen (Donau)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Urach |Titel=Gruorn |Seite=185–187 |Wikisource=Kapitel_B_10}}&lt;br /&gt;
* [[Angelika Bischoff-Luithlen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gruorn – Ein Dorf und sein Ende.&amp;#039;&amp;#039; Baader, Münsingen 1986, ISBN 3-88287-003-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gruorn|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gruorn.info/ www.gruorn.info – Website des &amp;#039;&amp;#039;Komitees zur Erhaltung der Kirche in Gruorn&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://tiss.zdv.uni-tuebingen.de/webroot/eg/egime01_W98_1/exkursionsprotokolle/muensingen99/truppenuebungsplatz.htm Gruorn und der Truppenübungsplatz Münsingen – Historische Abhandlung]&lt;br /&gt;
* [https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/einfueh.php?bestand=3689 Hauptstaatsarchiv Stuttgart – Zur Geschichte der Gemeinde Gruorn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48.44937 |EW=09.5038 |type=landmark |region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4094169-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung im Landkreis Reutlingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Münsingen, Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung auf der Schwäbischen Alb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Reutlingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 11. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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