<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Grundmandatsklausel</id>
	<title>Grundmandatsklausel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Grundmandatsklausel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grundmandatsklausel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-22T02:50:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grundmandatsklausel&amp;diff=24043&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-16966-82: Es ist kaum vorstellbar, dass hier ein Autor zitiert werden soll, der laut verlinktem Wikipedia-Eintrag 1696 (sic!) verstroben ist.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grundmandatsklausel&amp;diff=24043&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-17T20:00:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Es ist kaum vorstellbar, dass hier ein Autor zitiert werden soll, der laut verlinktem Wikipedia-Eintrag 1696 (sic!) verstroben ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Deutschlandlastig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundmandatsklausel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kann bei der mit der Personenwahl verbundenen [[Verhältniswahl]] bestimmen, dass eine [[Politische Partei|Partei]] bei der Verteilung der Sitze nach ihrem Stimmenanteil berücksichtigt wird, wenn sie eine festgelegte Mindestanzahl von [[Direktmandat]]en gewinnt. Die benötigten Direktmandate sind die Grundmandate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
In Deutschland gibt es Grundmandatsklauseln bei Landtagswahlen in vier Bundesländern. Grundmandatsklauseln sind in Deutschland immer mit einer [[Sperrklausel]] verbunden. Parteien werden bei der Verteilung der Sitze nach ihrem Stimmanteil also berücksichtigt, wenn sie die Sperrklausel &amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039; die Grundmandatsklausel erfüllen. Demnach ist die Erringung einer bestimmten Anzahl von [[Grundmandat]]en eine alternative Möglichkeit, die Sperrklausel zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bundestag ===&lt;br /&gt;
Für Bundestagswahlen ist die Fünf-Prozent-Sperrklausel im [[Bundeswahlgesetz]] (BWahlG) in {{§|4|bwahlg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;2 Nr.&amp;amp;nbsp;2 BWahlG festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergänzend gilt die Grundmandatsklausel für Parteien, die die Sperrklausel verfehlen: Eine Partei, die in drei Wahlkreisen die relative Mehrheit der [[Erststimme]]n erhält, wird bei der Verteilung der Sitze entsprechend dem Verhältnis der [[Zweitstimme]]n berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. März 2023 beschloss der [[Deutscher Bundestag|Deutsche Bundestag]] im Rahmen einer Wahlreform die Abschaffung der Grundmandatsklausel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/inland/bundestag-wahlrecht-103.html |titel=Bundestag beschließt Reform des Wahlrechts |werk=tagesschau.de |datum=2023-03-17 |sprache=de |abruf=2023-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2023/kw04-de-wahlrechtsreform-930880 |titel=Wahlrechtsreform zur Verkleinerung des Bundestages beschlossen |hrsg=Deutscher Bundestag |datum=2023-03-17 |sprache=de |abruf=2023-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Bundesrat (Deutschland)|Bundesrat]] hat am 12.&amp;amp;nbsp;Mai 2023 im Hinblick auf diese Reform auf die Anrufung des [[Vermittlungsausschuss]]es verzichtet und damit diese gebilligt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesrat.de/DE/plenum/bundesrat-kompakt/23/1033/1033-pk.html?cms_top=19930168#top-3 |titel=Bundesrat Kompakt : Ausgewählte Tagesordnungspunkte der 1033. Sitzung am 12.05.2023 |titelerg=Gesetzesbeschlüsse des Bundestages : Top 3 : Wahlrecht |hrsg=[[Bundesrat (Deutschland)|Bundesrat]] |datum=2023-05-12 |sprache=de |abruf=2023-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bundesverfassungsgericht]] erklärte mit seiner Entscheidung vom 30. Juli 2024 die Ausgestaltung der Fünf-Prozent-Sperrklausel ohne Ausnahmen (nach der Abschaffung der Grundmandatsklausel im 2023 novellierten Bundeswahlgesetz) für verfassungswidrig und stellte die Unvereinbarkeit dieser Sperrklausel mit dem Grundgesetz fest.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, Urteil vom 30. Juli 2024, Az. {{Rspr|2 BvF 1/23}} u.&amp;amp;nbsp;a., insbesondere Rn. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/bvg24-064.html &amp;#039;&amp;#039;Das Bundeswahlgesetz 2023 ist überwiegend verfassungsgemäß – allein die 5-%-Sperrklausel ist derzeit verfassungswidrig, gilt aber mit bestimmten Maßgaben fort.&amp;#039;&amp;#039;] Bundesverfassungsgericht, Pressemitteilung Nr. 64/2024 vom 30. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Wischmeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsorganisationsrecht: Wahlrecht. Normenkontrolle Bundeswahlgesetz 2023 (insbes. Zweitstimmendeckung, Sperrklausel, Grundmandatsklausel)&amp;#039;&amp;#039;. [[Juristische Schulung|JuS]] 2024, S. 899 (901).&amp;lt;/ref&amp;gt; In der gleichen Entscheidung ordnete es die Fortgeltung der Sperrklausel an und erließ eine Regelung entsprechend der früheren Grundmandatsklausel bis zur Neuregelung der Sperrklausel durch den Gesetzgeber.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, Urteil vom 30. Juli 2024, Az. {{Rspr|2 BvF 1/23}} u.&amp;amp;nbsp;a. Rn. 288.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Bundestagswahlrecht #Sperrklausel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundmandatsklausel kam bei der [[Bundestagswahl 1953]] (zugunsten von [[Deutsche Partei|DP]] und [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]], wobei ein Direktmandat genügte), der [[Bundestagswahl 1957]] (DP), der [[Bundestagswahl 1994]] ([[Partei des Demokratischen Sozialismus|PDS]]) und der [[Bundestagswahl 2021]] ([[Die Linke]]) zum Tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundeswahlleiter.de/service/glossar/g/grundmandatsklausel.html |titel=Grundmandatsklausel |hrsg=Die Bundeswahlleiterin |datum=2023-02-07 |sprache=de |abruf=2023-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen errang die PDS bei der [[Bundestagswahl 2002]] nur zwei Direktmandate, so dass nur die Erringer dieser beiden in den Bundestag einzogen. Bei der Bundestagswahl 2021 zog Die Linke durch die Grundmandatsklausel in [[Fraktion (Bundestag)|Fraktionsstärke]] ins Parlament ein, nachdem sie mit 4,9 % der Zweitstimmen unter der Fünf-Prozent-Hürde geblieben war, jedoch drei Direktmandate gewann.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2021/ergebnisse/bund-99.html Bundestagswahl 2021], Bundestagswahl 2021 Ergebnisse&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit entfielen 39 Mandate auf die Linke, womit diese 5,3 % aller Abgeordneten stellt, genug zur Bildung einer Fraktion.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundestagswahl-wieso-die-linke-mit-4-9-prozent-dennoch-als-fraktion-im-bundestag-sitzt-a-625bd2cd-0879-4a4d-a33e-86aafead3756 |titel=Bundestagswahl: Wieso die Linke mit 4,9 Prozent dennoch als Fraktion im Bundestag sitzt |werk=[[Der Spiegel (online)|Der Spiegel]] |datum=2021-09-27 |sprache=de |abruf=2021-11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die DP bildete nach den Wahlen 1953 und 1957 Fraktionen, da sie jeweils die damals nötige Grenze von 15 Abgeordneten erreicht hatte.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Parteien, die nur auf Grund der Grundmandatsklausel in den Bundestag einzogen&lt;br /&gt;
!Wahl&lt;br /&gt;
!Partei&lt;br /&gt;
!Direkt-&amp;lt;br/&amp;gt;mandate&lt;br /&gt;
!Zweitstimmen-&amp;lt;br/&amp;gt;anteil&lt;br /&gt;
!Zugeteilte&amp;lt;br/&amp;gt;Mandate&lt;br /&gt;
!Größe des&amp;lt;br/&amp;gt;Bundestags&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |[[Bundestagswahl 1953|1953]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|[[Deutsche Partei]]&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
|3,3 %&lt;br /&gt;
|15&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |509&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|[[Deutsche Zentrumspartei]]&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|0,8 %&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1957|1957]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|[[Deutsche Partei]]&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|3,4 %&lt;br /&gt;
|17&lt;br /&gt;
|519&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 1994|1994]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|[[Partei des Demokratischen Sozialismus]]&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|4,4 %&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|672&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bundestagswahl 2021|2021]]&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|[[Die Linke]]&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|4,9 %&lt;br /&gt;
|39&lt;br /&gt;
|735&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfassungsmäßigkeit ===&lt;br /&gt;
Die Verfassungsmäßigkeit der Grundmandatsklausel ist umstritten. Ein Teil der rechtswissenschaftlichen Literatur hält die Grundmandatsklausel für verfassungswidrig, da sie gegen die [[Gleichheit der Wahl]] verstoße. So verwehrt sie Parteien, die nicht mindestens drei Direktmandate erzielt haben oder nicht mindestens 5 % der Stimmen errungen haben, den Einzug ins Parlament. Hingegen ist eine Partei, die mindestens drei Direktmandate erzielt hat, aber weitaus weniger Stimmen erhalten hat, erfolgreich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maunz&amp;quot;&amp;gt;[[Hans Hugo Klein]]/[[Kyrill-Alexander Schwarz]]: Art. 38 GG, Rn. 145. In: Maunz/Dürig, &amp;#039;&amp;#039;Grundgesetz-Kommentar&amp;#039;&amp;#039;. EL Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist ein Missbrauch der Klausel möglich, wenn eine größere Partei einer kleinen einige sichere Wahlkreise überlässt, um ihr den Weg in den Bundestag zu ebnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maunz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das [[Bundesverfassungsgericht]] hält die Regelung für verfassungsgemäß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;2 BvC 3/96&amp;quot;&amp;gt;BVerfG, Urteil vom 10. April 1997, Az. {{Rspr|2 BvC 3/96}} = BVerfGE 95, 408.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der zwingende Grund der Differenzierung nach den gewonnenen Direktmandaten liegt nach dem Bundesverfassungsgericht und einer Ansicht in der rechtswissenschaftlichen Literatur in „dem Anliegen einer effektiven Integration des Staatsvolkes“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;2 BvC 3/96&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Hugo Klein]]/[[Kyrill-Alexander Schwarz]]: Art. 38 GG, Rn. 146. In: Maunz/Dürig, &amp;#039;&amp;#039;Grundgesetz-Kommentar&amp;#039;&amp;#039;. EL Januar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt; [[Peter Müller (Ministerpräsident)|Peter Müller]]: Art. 38 GG, Rn. 156. In: von Mangoldt/Klein/Starck, &amp;#039;&amp;#039;Grundgesetz&amp;#039;&amp;#039;. 7. Auflage 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[CSU]] und [[Die Linke]] gingen gegen die Abschaffung der Grundmandatsklausel vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.de/magazine/politik/grundmandatsklausel-union-linke-gericht-37929132 |titel=Bundestag ohne CSU und Linke: Wahlrechtsreform verfassungswidrig? |sprache=de |datum=2023-03-17 |abruf=2023-05-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies und andere Einwände gegen das Bundeswahlgesetz in der Form der Reform von 2023 waren Gegenstand von Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/bvg24-025.html |titel=Mündliche Verhandlung in Sachen &amp;quot;Bundeswahlgesetz 2023&amp;quot; am 23. und 24. April 2024 |werk=Pressemitteilung Nr. 25/2024 |hrsg=Bundesverfassungsgericht |datum=2024-03-06 |abruf=2024-03-20 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im entsprechenden gemeinsamen Urteil hierzu wiederholte der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts die Ansicht, dass die Grundmandatsklausel verfassungsgemäß sei.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, Urteil vom 30. Juli 2024, Az. {{Rspr|2 BvF 1/23}} u.&amp;amp;nbsp;a., Rn.&amp;amp;nbsp;279 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Bundestagswahlrecht #Sperrklausel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landtagswahlen ===&lt;br /&gt;
Bei Landtagswahlen gelten Grundmandatsklauseln in Berlin&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gesetze.berlin.de/default.aspx?vpath=bibdata%2Fges%2FBlnLWG%2Fcont%2FBlnLWG%2EP18%2Ehtm § 18] Landeswahlgesetz Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Brandenburg&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bravors.brandenburg.de/sixcms/detail.php?gsid=land_bb_bravors_01.c.13807.de#3 § 3 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;1] Brandenburg Landeswahlgesetz.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Sachsen&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|6|2876|revosax}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 SächsWahlG&amp;lt;/ref&amp;gt; und Schleswig-Holstein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&amp;amp;query=WahlG+SH&amp;amp;psml=bsshoprod.psml&amp;amp;max=true&amp;amp;aiz=true § 3 Abs.&amp;amp;nbsp;1] Landeswahlgesetz Schleswig-Holstein.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Sachsen ist der Gewinn von zwei Wahlkreisen erforderlich, in den anderen Ländern genügt ein einziges Grundmandat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Landtagswahl in Brandenburg 2014|Landtagswahlen in Brandenburg 2014]] errang [[Christoph Schulze (Politiker)|Christoph Schulze]] mit 27 % der Stimmen das von ihm bereits zuvor gehaltene Direktmandat im [[Landtagswahlkreis Teltow-Fläming III|Wahlkreis Teltow-Fläming III]], diesmal allerdings nicht mehr für die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] wie bei der Wahl 2009, sondern für die politische Vereinigung [[Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler]], deren Spitzenkandidat er bei dieser Wahl auch war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bvb-fw.de/index.php/presse/9-presse/202-bvb-freie-waehler-kandidiert-zur-landtagswahl-landtagsabgeordneter-christoph-schulze-spitzenkandidat |text=&amp;#039;&amp;#039;BVB/Freie Wähler kandidiert zur Landtagswahl&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140519112318}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wahlergebnisse.brandenburg.de/wahlen/LT2014/ergebnis/dyndaten/E_LT14_TabWkr25_Tabkern.asp?sel1=1253&amp;amp;sel2=0669&amp;amp;gebiet=25 |text=Landtagswahl 2014 |wayback=20140915024837}} Brandenburg&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Grundmandatsklausel zog die BVB&amp;amp;#8239;/&amp;amp;#8239;Freie Wähler daher entsprechend ihres Stimmenanteils von 2,7 % der Zweitstimmen mit drei Abgeordneten in den Landtag ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wahlergebnisse.brandenburg.de/wahlen/LT2014/ergebnis100/dyndaten/I_LT14_ListenMand_Tabkern.asp?sel1=1253&amp;amp;sel2=3030 |text=Listenmandate |wayback=20141006115445}}, Landtagswahl 2014, Brandenburg&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hürde von zwei Grundmandaten hat die Linke bei der [[Landtagswahl in Sachsen 2024]] erreicht und zog deshalb trotz Listenstimmenergebnis von 4,5 % mit 6 Abgeordneten in den Landtag ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Referat Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit |url=https://wahlen.sachsen.de/landtagswahl-2024-wahlergebnisse.php?_ptabs=%7B%22%23tab-listenbewerber%22%3A1%7D |titel=Wahlergebnisse - Wahlen - sachsen.de |sprache=de |abruf=2024-09-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Übersicht bei Landtagswahlen&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Bundesland&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Wahl&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |betroffene Partei&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Grundmandate&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Zweitstimmenanteil&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Abgeordnete&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!nötig&lt;br /&gt;
!erreicht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{DE-BB}}&lt;br /&gt;
|[[Landtagswahl in Brandenburg 2014|2014]]&lt;br /&gt;
|[[Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler|BVB / FW]]&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|2,7 %&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{DE-SN}}&lt;br /&gt;
|[[Landtagswahl in Sachsen 2024|2024]]&lt;br /&gt;
|[[Die Linke Sachsen|Die Linke]]&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|4,5 %&lt;br /&gt;
|6&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
Die [[Nationalratswahlordnung]] (NRWO) sieht für die Mandatsvergabe ein dreistufiges Ermittlungsverfahren vor, dessen erste Ebene die 39 Regionalwahlkreise sind. Um an den zwei folgenden Ermittlungsverfahren (Länder- und Bundesebene) teilnehmen zu können, muss eine Wahlpartei bundesweit 4 % der gültigen Stimmen auf sich vereinen oder im ersten Verfahren zumindest ein &amp;#039;&amp;#039;Grundmandat&amp;#039;&amp;#039; erreichen. Seit der Einführung dieser Regelung mit der NRWO 1992 hat noch keine Partei, die nicht die [[Vier-Prozent-Hürde (Österreich)|Vier-Prozent-Hürde]] überwinden konnte, den Einzug in den Nationalrat über ein Grundmandat geschafft. Umgekehrt haben schon Parteien den Einzug durch Überwindung der Hürde geschafft, ohne ein Grundmandat zu erlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Novelle der NRWO 1992 war die Grundmandatshürde selbst die maßgebliche Sperrklausel. Bei den Wahlen 1971 bis 1990 war die unterste Ebene die der Landeswahlkreise (darüber lagen die Wahlkreisverbände), weshalb Grundmandate deutlich einfacher zu erlangen waren. In der ersten Republik und von 1945 bis 1970 bestand die unterste Ebene aus Wahlkreisen, die größer als die heutigen Regionalwahlkreise waren, auch dadurch waren Grundmandate leichter zu erlangen als heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei Landtagswahlen war das Erlangen eines Grundmandats zunächst die einzige maßgebliche Voraussetzung für den Einzug in den Landtag. Erst in der zweiten Republik wurden schrittweise prozentuale Sperrklauseln (4 % oder 5 %, je nach Bundesland) eingeführt, deren Überschreitung den Einzug auch ohne Grundmandat ermöglicht. Nur in der [[Steiermark]] ist das Grundmandat weiterhin eine notwendige Bedingung für den Einzug in den Landtag.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://stat.uibk.ac.at/gs/LV/univie/Turnout/Turnout_Landtagswahlrecht.pdf|titel=Wahlrechtsänderungen auf Landesebene und deren Auswirkung auf die Wahlbeteiligung|abruf=2017-08-27 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170828015014/http://stat.uibk.ac.at/gs/LV/univie/Turnout/Turnout_Landtagswahlrecht.pdf|archiv-datum=2017-08-28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung im nicht-deutschsprachigen Raum ==&lt;br /&gt;
Ähnliche Regelungen zur Grundmandatsklausel gibt es in Neuseeland mit einem Minimum von einem Direktmandat&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://elections.nz/democracy-in-nz/what-is-new-zealands-system-of-government/what-is-mmp/ |titel=What is MMP? |sprache=en-NZ |abruf=2023-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in Südkorea mit einem Minimum von fünf Direktmandaten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.law.go.kr/LSW/unSc.do?menuId=10&amp;amp;query=%EA%B3%B5%EC%A7%81%EC%84%A0%EA%B1%B0%EB%B2%95 |titel=국가법령정보센터 |abruf=2023-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.wahlrecht.de/gesetze.htm Wahlgesetze in Deutschland], wahlrecht.de&lt;br /&gt;
* {{§§|B-VG|RIS-B|GesetzNr=10001199|text=Nationalrats-Wahlordnung 1992}} in der geltenden Fassung&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.bundeswahlleiter.de/service/glossar/g/grundmandatsklausel.html |titel=Grundmandatsklausel |abruf=2023-03-19 |hrsg=Die Bundeswahlleiterin |datum=2023-02-07 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://verfassungsblog.de/ein-ernsthafter-fehler/ |titel=Ein ernsthafter Fehler |abruf=2023-03-17 |autor=Dominik Rennert |werk=verfassungsblog.de |datum=2023-03-17 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://verfassungsblog.de/ein-nachruf-ohne-tranen/ |titel=Ein Nachruf ohne Tränen |abruf=2023-03-19 |autor=[[Christoph Schönberger]] |werk=verfassungsblog.de |datum=2023-03-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Schreiber (Jurist)|Wolfgang Schreiber]]: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Grundmandatsklausel&amp;#039;&amp;#039;. in: Sommer &amp;amp; von Westphalen: &amp;#039;&amp;#039;Staatsbürgerlexikon&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Verlag München Wien 2000, S.&amp;amp;nbsp;423&lt;br /&gt;
* Hans-Hugo Klein: &amp;#039;&amp;#039;Überhangmandate und Grundmandatsklausel im Bundestagswahlrecht&amp;#039;&amp;#039; in: Eckhard Jesse und Eckart Klein: Das Parteienspektrum im wiedervereinigten Deutschland. Duncker &amp;amp; Humblot Berlin 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahlrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahlverfahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-16966-82</name></author>
	</entry>
</feed>