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	<title>Grundfarbe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T06:42:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grundfarbe&amp;diff=46849&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Murkus69: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-06T22:10:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Subtractive-Additive-Colour-Mixing.jpg|mini|„Grundfarben“ und deren Mischungen in [[RGB-Farbraum|RGB-]] und [[CMYK-Farbmodell|CMY-Farbraum]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:leds.jpg|mini|[[Farbvalenz]] = Farben, wie die Leuchtdioden wahrgenommen werden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:LED Spektren.jpg|mini|[[Farbreiz]] = Spektrum von Leuchtdioden in Rot, Grün, Blau und Weiß]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grundfarben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind im engeren Sinne die theoretisch in einem gewählten [[Farbraum]] als Bezugswert zugrunde gelegten [[Farbvalenz]]en. Im weiteren Sinn sind es die zum [[#Primärfarben und Sekundärfarben|Mischen]] nutzbaren [[Farbmittel]], um eine bestimmte [[Farbwahrnehmung]] zu erreichen.&lt;br /&gt;
== Begriffe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemein ===&lt;br /&gt;
Alle folgenden Überlegungen, insbesondere die in vielen Varianten auftretende Dreizahl der Grundfarben, beziehen sich auf die spezifisch menschliche Farbwahrnehmung ([[Trichromat|Trichromasie]]) und sind auf die Farbwahrnehmung vieler Tiere daher nicht unverändert anwendbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Erfahrungen der Kunstmaler beruht eine „[[Dreifarbentheorie|Drei-Farben-Theorie]]“ mit den grundlegenden Farben Rot, Gelb und Blau, aus denen alle anderen Farben mischbar seien. Für den RGB-Farbraum sind es dagegen die drei Valenzen Rot, Grün und Blau, auf die die Leuchtstoffe des Monitors optimal abgestimmt werden. Die Grundfarben eines Mehrfarbendrucks, beispielsweise eines Tintenstrahldrucks, sind: Gelb, Magenta (Rotblau/Fuchsia) und Cyan (Blaugrün). Für die Beschreibung des [[Farbraum]]s reichen drei Grundfarben, die [[Farbwahrnehmung|Wahrnehmung]] allerdings beruht auf Gegensatz-Paaren ([[Gegenfarbtheorie|Vier-Farben-Theorie]]). Für die [[Farbmetrik|Beschreibung der Farben]] sind prinzipiell unterschiedliche Farbentripel als Grundfarben möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spektralfarbe ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Spektralfarbe}}&lt;br /&gt;
Spektralfarben sind die leuchtstarken, reinen [[Farbe]]n, wie sie sich im Sonnenspektrum, am Rand von CDs oder beim Regenbogen zeigen. [[Isaac Newton|Newton]] ordnete wegen der &amp;#039;&amp;#039;heiligen&amp;#039;&amp;#039; Zahl [[Sieben]] diesem Kontinuum sieben Grundfarben zu: [[Violett]], [[Indigo (Farbe)|Indigo]], [[Blau]], [[Grün]], [[Gelb]], [[Orange (Farbe)|Gelbrot]], [[Rot]], obwohl das Kontinuum eine durchgehende Farbenfolge bietet. Das „weiße“ Licht wird durch Beugungs- oder Interferenzeffekte in die „bunten“ Farben des Spektrums zerlegt. Genauer sind es [[Farbreiz]]e die durch die wellenlängenabhängige Aufspaltung als Farbvalenzen wahrgenommen werden. Eine Spektralfarbe ist dabei typischerweise das Aussehen einer „einzelnen“ Wellenlänge oder (realer) monochromatisches Licht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Farbvalenz ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Farbvalenz}}&lt;br /&gt;
Das auslösende Ereignis des Farbeindruckes ist der [[Farbwahrnehmung|Farbreiz]], die daraus folgende rechnerische Größe (Zahlenwert oder [[Vektor]]) ist die &amp;#039;&amp;#039;Farbvalenz&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Primärvalenzen ===&lt;br /&gt;
Bei der Erarbeitung des [[CIE-Normvalenzsystem]]s wurden drei &amp;#039;&amp;#039;Primärvalenzen&amp;#039;&amp;#039; als Eichfarbwerte ermittelt, die aus den Empfindlichkeiten der drei [[Zapfen (Auge)|Zapfen]] abgeleitet sind. Die Primärvalenzen entsprechen dem [[LMS-Farbraum]], dabei wird der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Zapfen(valenz) mit &amp;lt;math&amp;gt;\vec{R}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; bezeichnet, dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Zapfen wird die Primärvalenz &amp;lt;math&amp;gt;\vec{G}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;zugeordnet und die aus dem Empfindlichkeitsspektrum der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Zapfen abgeleitete Primärvalenz wird mit &amp;lt;math&amp;gt;\vec{B}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; bezeichnet. Diese Primärvalenzen werden als Basisvektoren eines dreidimensionalen Farbraumes genutzt. Die Buchstaben &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für die Zapfen stehen für long-, medium- und shortwave.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Anfängen der Farbmessung wurden diese Primärvalenzen mittelbar gemessen. Bei dieser Messtechnik wurde (durch Ändern des Vergleichslichtes) Licht abgezogen, sozusagen Farbe weggenommen. Um solche negativen Farbwerte zu vermeiden, wurden nach den Rechenvorschriften für Vektoren virtuelle &amp;#039;&amp;#039;Grundvalenzen&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet, die den Farbraum aufspannen, dies sind&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\vec{X}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; als Rot-, &amp;lt;math&amp;gt;\vec{Y}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;als Grün- und &amp;lt;math&amp;gt;\vec{Z}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;als Blauvalenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nicht-Farbe ===&lt;br /&gt;
In verschiedenen [[Farbraum|Farbräumen]] sind die für die [[Farbraum#Farbmodell|3D-Modelldarstellung]] benötigten Parameter so ausgewählt, dass die gewonnene Farbvalenz keiner sichtbaren Farbe entspricht oder dass das Ergebnis außerhalb des [[Gamut]]s liegt. In der Farbmetrik werden solche (nicht wahrnehmbare) [[Farbraum#Farbort|Farborte]] als „Nicht-Farbe“ oder besser als [[Farbmetrik#Imaginäre Farben|imaginäre Farben]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundfarbe ===&lt;br /&gt;
Obwohl das [[Elektromagnetisches Spektrum|sichtbare Spektrum]] und die Vielfalt aller Farbnuancen praktisch ein Kontinuum bilden, ist für die Verständigung eine Beschränkung auf wenige Farbnamen notwendig. Je nach Sprache und Kultur gibt es zwei bis sechs Namen für Farben, die als Grundfarben gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Grundfarbe&amp;#039;&amp;#039; wurde in der amerikanischen Linguistik der 1960er Jahre in einer (noch umstrittenen) [[Sprachuniversalien|sprachuniversalistischen]] Arbeit entwickelt. In der einflussreichen Schrift &amp;#039;&amp;#039;[[Basic Color Term]]s&amp;#039;&amp;#039; (1969) schlugen [[Brent Berlin]] und [[Paul Kay]] die Hypothese vor,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Brent Berlin]], [[Paul Kay]]: &amp;#039;&amp;#039;Basic Color Terms. Their Universality and Evolution.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley, Los Angeles 1969 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; dass alle Sprachen eine minimale Besetzung von zwei Farbkategorien in ihrem Wortschatz (etwa Weiß/Hell und Schwarz/Dunkel) haben; dazu treten als dritte Kategorie Rot, als vierte Gelb oder Grün usw., bis zu maximal 11 Kategorien. Angewendet wurde das Berlin/Kaysche Modell später mit beträchtlichen Modifikationen von deutschen Linguisten, die meistens 8 bis 11 Grundfarbwörter anerkennen (siehe [[Farbe]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen theoretischen Schriften verwendete Goethe das Wort &amp;#039;&amp;#039;Grundfarbe&amp;#039;&amp;#039; (meist als Plural) im Sinne von „primäre Farbvalenzen“ (in der Malerei, Färberei, Chemie und Optik), beispielsweise Blau, Gelb und Rot.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikoneintrag: &amp;#039;&amp;#039;Grundfarbe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Goethe-Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, 2. Lieferung: &amp;#039;&amp;#039;Gestaltberkeit–Glatze.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 1999 ([http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=GWB&amp;amp;mode=Vernetzung&amp;amp;lemid=JG05170 woerterbuchnetz.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Goethe-Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; dokumentiert ebenfalls Goethes variierenden Gebrauch von &amp;#039;&amp;#039;Elementarfarbe&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Hauptfarbe&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Urfarbe&amp;#039;&amp;#039;, oft mit Bezug auf seine verschiedenen Farbschemata. Über Goethes Farbverständnis und die Entwicklung seiner Farbentheorien. (Siehe dazu [[Farbenlehre]] und [[Farbenlehre (Goethe)]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erfahrung der [[Malerei|Kunstmaler]] und folgend theoretisch bei dem Franzosen [[Jakob Christoph Le Blon|Jacques-Christophe Le Blond]] und in [[Thomas Young|Youngs]] [[Dreifarbentheorie|Drei-Farben-Theorie]] begründet sind dies: Rot, Gelb, Blau. Es seien „grundlegende“ Farben, aus denen alle anderen ermischbar seien. Entsprechend der [[Gegenfarbtheorie]] von [[Ewald Hering]] existieren [[Farbwahrnehmung|vier Grundfarben]], diese bilden die Paare Grün-Rot und Blau-Gelb (neben Hell-Dunkel). Aus der Möglichkeit, grundsätzlich auch andere Grundfarbentripel zu finden, haben unter verschiedenen Aspekten [[Wilhelm Ostwald#Farblehre|Ostwald]], [[Johannes Itten#Ittens Farbtheorie|Itten]] oder [[Harald Küppers#Küppers’ Farbenlehre|Küppers]] ihre [[Farbenlehre]]n begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den [[RGB-Farbraum]] sind es die drei Valenzen Rot, Grün, Blau, auf die die Leuchtstoffe des Monitors optimal abgestimmt werden können. Hilfsweise wird in neueren Geräten zusätzlich unter [[RGB-Farbraum#Der CIE-XYZ-Farbraum|Umrechnung ein Gelb]] zugewählt, um den [[LMS-Farbraum]] des Auges besser zu simulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Tertiärfarbe}} Primärfarben und Sekundärfarben ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Spektralfotometer 04.jpg|mini|Die Primärfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black, wie sie im Vierfarbdruck verwendet werden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Farbenkreis küppers svg.svg|mini|Farbkreis nach [[Harald Küppers]]]]&lt;br /&gt;
Historisch hat sich eine Unterteilung in Primär- und Sekundärfarben herausgebildet, wobei die ersteren grundlegend und die Sekundärfarben die unmittelbar daraus ermischten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Primärfarben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; heißen die &amp;#039;&amp;#039;Ausgangsfarben&amp;#039;&amp;#039; eines gedachten oder tatsächlichen Mischprozesses. Für die [[Additive Farbmischung|additive Mischung]] werden [[Lichtfarbe]]n verwendet (üblich, z.&amp;amp;nbsp;B. bei Bildschirmen: Rot, Grün und Blau), für die [[Subtraktive Farbmischung|subtraktive Mischung]] die [[Körperfarbe]]n (deren Pigmente die meisten Wellenlängen des auftreffenden Lichts schlucken, wegnehmen, „subtrahieren“, und nur einen bestimmten, dann noch sichtbaren Wellenlängenbereich reflektieren) Cyan, Gelb und Magenta, häufig unter Zuhilfenahme eines zusätzlichen Schwarzpigments, während das Weiß vom unbedruckten Untergrund, i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. Papier, geliefert wird; man spricht deshalb von [[Vierfarbdruck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Arnheim]] empfiehlt, zwischen „generativen“ und „fundamentalen“ Primärfarben zu unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rudolf Arnheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Sehen. Eine Psychologie des schöpferischen Auges.&amp;#039;&amp;#039; 3., unveränderte Auflage. de Gruyter, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2000, ISBN 3-11-016892-8 (Vorwort von [[Michael Diers]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Generative Primärfarben sind Farben, die zum Mischen, also zum Generieren von Sekundärfarben verwendet werden. Fundamentale Primärfarben sind dagegen die Primärfarben der psychologischen Ebene. Es zeigt sich, dass Versuchspersonen jede Farbe gut beschreiben können, indem sie die Farben als Mischungen der [[Gegenfarbtheorie|vier Farben]] Rot, Gelb, Grün und Blau beschreiben (darauf basiert das [[Natural Color System|NCS]]). Dagegen ist es psychologisch kaum möglich, sich ein Gelb als Mischung von Rot und Grün vorzustellen (also in additiver Mischung). So ist ein „bläuliches Gelb“ kaum als Gelbgrün vorstellbar (als subtraktive Mischung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sekundärfarben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Mischungen aus zwei Primärfarben. Die Primärfarben der additiven Mischung sind die Sekundärfarben der subtraktiven Mischung und umgekehrt (s. Abbildung Farbkreis nach Küppers).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tertiärfarben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entstehen durch weiteres Abmischen; es handelt sich in diesem Sinn um die &amp;#039;&amp;#039;gebrochenen&amp;#039;&amp;#039; Farben ([[getrübte Farbe]]n). Typische Vertreter sind die Palette der [[Braun]]töne, das sowohl ein gebrochenes Gelb, Rot oder Orange sein kann. Tertiärfarben aus kalten Farbtönen führen zur Gruppe der Olivtöne. Im eigentlichen Sinn gehören die Unbuntfarben Weiß, Grau und Schwarz ebenfalls zu den Tertiärfarben. Von [[Wilhelm Ostwald|Ostwald]] wurde in seiner Farblehre der Begriff „verhüllte Farben“ geprägt, da ihnen die Klarheit der [[Farbsättigung|gesättigten Farben]] fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Optimalfarben ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rechteckspektrum sRGB.svg|mini|Spektrum einer Optimalfarbe über einem spektralähnlichen Farbdesign]]&lt;br /&gt;
Von [[Wilhelm Ostwald]] und von [[Robert Luther (Chemiker)|Robert Luther]] vertieft, entstand der Begriff „Optimalfarben“ für idealisierte Farben, die auf Ausschnitten des Spektrums beruhen, wobei die Intensitäten nur die Werte 0 und 1 annehmen. Je nach Lage der Sprungwellenlängen gibt es blaue Kurzendfarben, grüne Mittelfarben, rote Langendfarben und violette Mittelfehlfarben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Purpurfarben wie z. B. Magenta sind in dieser Darstellung nicht berücksichtigt, da sie nicht im Spektrum liegen, sondern auf der [[Purpurlinie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|unbunt}} Hell-Dunkel, Unbuntfarben ===&lt;br /&gt;
Etwas abseits der bunten Farben finden sich [[Schwarz]] und [[Weiß]], die „extremen“ Fälle von [[Neutralgrau]]. Diese Unbuntfarben nehmen eine gesonderte Rolle ein, da sie (eben gerade) nicht bunt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Wilhelm Ostwald finden sich die Begriffe als verhüllte (das ist verschwärzlicht) und verweißlichte Farben, die er den Optimalfarben entgegensetzte. Den Durchbruch hierfür schaffte [[Siegfried Rösch]], indem er aus den Optimalfarben den Begriff der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Relativ-Helligkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ableitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vollfarbe ===&lt;br /&gt;
In Ostwalds Farbkreis ist Vollfarbe die Bezeichnung für die Buntheit. Es sind die gesättigsten und reinsten (weil eng begrenzten) [[#Optimalfarben|Optimalfarben]]. In diesem Farbsystem werden die Farben durch Schwarz trüber, also weniger gesättigt, und werden verschwärzlicht genannt. Der Zusatz von Weiß, das Verweißlichen, bedingt eine Zunahme der Helligkeit der Farbe. Wird der Weißanteil des Anteils Vollfarbe verdrängt wird die Unbuntfarbe Weiß erhalten. Die gesamte Anteilsumme »Farbe = Vollfarbeanteil v + Weißanteil w + Schwarzanteil s« liegt dabei immer bei 100 %, denn mehr als Farbe geht nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urfarben ===&lt;br /&gt;
[[Ewald Hering]] legte die vier Urfarben Rot, Gelb, Blau und Grün seiner [[Gegenfarbtheorie]] zugrunde, wobei die Farbenpaare Rot/Grün und Blau/Gelb einander als Gegenfarben ausschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald Küppers|Küppers]] nutzt für seine Farbtheorie die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urfarben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für die [[Farbvalenz|Farbempfindungen]] Orangerot (R), Grün (G) und Violettblau (B). Diese Urfarben ergeben sich aus den (symbolisierten) „Empfindungskräften“ des Sehorgans, wie diese letztlich dem [[LMS-Farbraum]] entsprechend zu Grunde liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundfarben in Sprachen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der als kontinuierlich empfundene [[Farbkreis]] kann unterschiedlich durch Grundfarben geteilt werden. Was als Grundfarbe bezeichnet oder empfunden wird, hängt von kulturellen Traditionen und Konventionen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im europäischen System (indoeuropäischer Sprachraum) werden &amp;#039;&amp;#039;vier&amp;#039;&amp;#039; (oder sechs) Farben zu Grunde gelegt: Neben „Schwarz“ und „Weiß“ sind die vier grundlegenden „bunten“ Farben „Rot“, „Blau“, „Gelb“ und „Grün“ bekannt. Dieses Namenssystem ist allerdings relativ jung. In der [[Antike]] galten noch ganz andere Grundfarben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Germanische Farbnamen drangen nach der [[Völkerwanderung]]szeit in die [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]] ein: Das germanische Farbwort &amp;#039;&amp;#039;gel&amp;#039;&amp;#039; (gelb,&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche den Kinderliedtext &amp;#039;&amp;#039;[[Backe, backe Kuchen#Text und Melodie|Backe, backe Kuchen]]:&amp;#039;&amp;#039; „Safran macht den Kuchen gehl“ (alternativ: „gel“).&amp;lt;/ref&amp;gt; englisch &amp;#039;&amp;#039;yellow&amp;#039;&amp;#039;) findet sich als &amp;#039;&amp;#039;giallo&amp;#039;&amp;#039; im {{itS}}en und ähnlich zum Teil in anderen romanischen Sprachen wieder. Ebenso wurde das althochdeutsche &amp;#039;&amp;#039;blao&amp;#039;&amp;#039; (blau) von mehreren romanischen Sprachen übernommen: {{frS|bleu}}, {{itS|blu}} und {{caS|blau}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Wort &amp;#039;&amp;#039;blanc&amp;#039;&amp;#039; ({{caS}} und {{frS}} für „weiß“, ebenso {{itS|bianco}}, {{esS|blanco}} und {{ptS|branco}}) hat einen im {{deS}}en Wort „blank“ noch erkennbaren germanischen Ursprung. Das eigentliche [[Latein|lateinische]] Wort für „weiß“ war dagegen &amp;#039;&amp;#039;albus&amp;#039;&amp;#039; (vergleiche Album), was im portugiesischen &amp;#039;&amp;#039;alvo&amp;#039;&amp;#039; („weiß“, „rein“), im {{roS}}en &amp;#039;&amp;#039;alb&amp;#039;&amp;#039; („weiß“) und im spanischen &amp;#039;&amp;#039;alba&amp;#039;&amp;#039; („Morgengrauen“) fortlebt. Vergleiche dazu &amp;#039;&amp;#039;blanco&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;oscuro&amp;#039;&amp;#039; (für Hell und Dunkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das aus älteren (süd)französischen Varietäten bekannte Farbwort „azur“ (vgl. „[[Côte d’Azur]]“) findet sich auch in italienisch &amp;#039;&amp;#039;azzurro&amp;#039;&amp;#039; und spanisch: &amp;#039;&amp;#039;azul&amp;#039;&amp;#039; wieder. Originär Italienisch Sprechende empfinden &amp;#039;&amp;#039;blu&amp;#039;&amp;#039; (Dunkelblau) und &amp;#039;&amp;#039;azzurro&amp;#039;&amp;#039; (Himmelblau) als völlig verschiedene Grundfarben, etwa wie Gelb und Grün für einen Deutschsprachigen unterschiedliche Farben darstellen. Für die Römer war der Himmel nicht „blau“, sondern „hell“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im {{elS}} steht χλωρός (chloros) für „gelb-grün“ (vergleiche das Element [[Chlor]] und [[Chlorophylle|Chlorophyll]]), γλαυκός (glaucos) ist ein stumpfes „blau-grau-grün“ (vergleiche hierzu [[Glaukom]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die {{jaS}}e Sprache kennt außer der Entlehnung von „gurin“ (green) aus dem Englischen keine &amp;#039;&amp;#039;Kategorie Grün&amp;#039;&amp;#039;, vielmehr wird „Grün“ als (gelbe) Schattierung von Blau angesehen ([[Ausbausprache]]).&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Grün und Blau in verschiedenen Sprachen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die {{zhS}}e Sprache unterscheidet zwei Arten von Grün:&lt;br /&gt;
綠色 (lü se) oder nur 綠 (lü) für ein helles, eher gelbliches Grün und&lt;br /&gt;
青色 (qing se) für ein sattes, ins Bläuliche übergehendes Grün, Türkis oder Cyan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Harald Küppers]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Grundgesetz der Farbenlehre&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;dumont Taschenbücher.&amp;#039;&amp;#039; 65). 10., überarbeitete und aktualisierte Auflage. DuMont, Köln 2002, ISBN 3-8321-1057-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Primary colors|Grundfarbe}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Bruce MacEvoy: [http://www.handprint.com/HP/WCL/color6.html &amp;#039;&amp;#039;Do „primary“ colors exist?&amp;#039;&amp;#039;] Eigene Homepage, 8. Januar 2015 (englisch; Informationen zum Thema „Grundfarben“).&amp;lt;!--abgerufen am 30. Juni 2019.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4203512-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farben|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farbenlehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Murkus69</name></author>
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