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	<title>Gruft - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gruft&amp;diff=207433&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Didym: typo</title>
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		<updated>2026-01-22T22:16:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Cemitério dos Prazeres Einblick 1.jpg|mini|hochkant|Blick in eine der Grüfte auf dem [[Cemitério dos Prazeres|Friedhof Prazeres]] in Lissabon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gruft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Semantik|semantisch]] von [[Altgriechische Sprache|griechisch]] &amp;#039;&amp;#039;[[krypta]]&amp;#039;&amp;#039; über [[vulgärlatein]]isch {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;crupta&amp;#039;&amp;#039;}} für einen unterirdischen Kirchenraum; [[Etymologie|etymologisch]] eine Abstraktbildung zum Verb &amp;#039;&amp;#039;graben&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache |Stichwort=Gruft}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) wird zumeist eine Räumlichkeit bezeichnet, die zur [[Bestattung]] von Särgen, [[Sarkophag]]en und [[Bestattungsurne|Urnen]] von Verstorbenen dient. Der wesentliche Unterschied zwischen der Gruft- und der [[Erdbestattung]] besteht darin, dass der [[Sarg]] bei der Gruftbestattung nicht direkt der Erde übergeben, sondern in einem eigens dafür bestimmten Raum abgestellt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chur&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Stöcker: &amp;#039;&amp;#039;Die letzten Räume. Sterbe- und Bestattungskultur im Rheinland seit dem späten 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2006, S. 83–84; [https://books.google.co.uk/books?id=-CbXav7OgJgC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;hl=en#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false books.google.co.uk]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Definition der Städtischen Friedhofsverwaltung [[Wien]] lautet: {{&amp;quot;|Grüfte sind ausgemauerte Gräber.}}&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fh-Wien&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.friedhoefewien.at/eportal/ep/programView.do/pageTypeId/13574/programId/24628/channelId/-30771 |wayback=20130119062521 |text=&amp;#039;&amp;#039;Gräber zur Bestattung von Särgen und Urnen&amp;#039;&amp;#039;.}} Friedhöfe Wien; abgerufen am 25. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seltener wird auch das bei einer Erdbestattung für die Aufnahme des Sarges ausgehobene, nicht ausgemauerte „Erdloch“ als Gruft bezeichnet;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Gruft &amp;#039;&amp;#039;Gruft&amp;#039;&amp;#039;.] Bedeutung 2. Duden online.&amp;lt;/ref&amp;gt; entsprechend bezeichnet das Verb &amp;#039;&amp;#039;gruften&amp;#039;&amp;#039; die Tätigkeit des Aushebens auf Friedhöfen. Dieser Artikel behandelt nicht solche ausgehobenen gewöhnlichen Erdgräber, jedoch einige Übergangsformen zwischen Erdgrab und Gruft („gruftartige Gräber“ sowie Erdgrüfte mit einer festen Umhüllung des Sarges).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gruftbestattung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bourbonska grobnica NG6.jpg|mini|[[Kloster Kostanjevica (Görz)]], Bestattung in freistehenden Steinsarkophagen: [[Ludwig XIX.]] und [[Karl X. (Frankreich)|Karl X.]] von Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Franz Joseph, Sissi und Rudolph.jpg|mini|[[Kaisergruft|Kapuzinergruft]] in [[Wien]], Bestattung in freistehenden Metallsärgen: [[Elisabeth von Österreich-Ungarn|Kaiserin Elisabeth]], [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Kaiser Franz Joseph I.]], [[Rudolf von Österreich-Ungarn|Kronprinz Rudolf]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BerlinerDomFotoThalerTamas4.jpg|mini|[[Berliner Dom#Hohenzollerngruft|Hohenzollerngruft]] im [[Berliner Dom]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiten Teilen Europas, so im Gebiet des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]], erfolgte die Gruftbestattung zunächst meist im Inneren von Kirchen. Seit dem Mittelalter war diese Bestattungsform im Wesentlichen einem exklusiven Personenkreis vorbehalten, zu dem etwa [[Monarchie|Monarchen]], [[Bischof|Bischöfe]], [[Adel]]ige und bedeutende Einzelpersönlichkeiten zählten. Tote aus dem einfachen Volk wurden auf [[Friedhof|Friedhöfen]] der Erde übergeben. Dabei gab es in protestantisch regierten Reichsstädten, wie z. B. in [[Regensburg]] aus hygienischen Gründen die Sondervorschrift, Begräbnisse nur außerhalb des Stadtgebietes vor der Stadtmauer zu erlauben. Diese Vorschrift konnte für katholische Begräbnisse auf dem Areal von katholischen Kirchen und für das Domareal nicht durchgesetzt werden und führte zu vielfach beschriebenen unhygienischen Verhältnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die innerstädtischen Begräbnisse der Gesandten zum [[Immerwährender Reichstag]] auf dem [[Gesandtenfriedhof]] hinter der [[Dreieinigkeitskirche (Regensburg)|Dreieinigkeitskirche]] wurde nach anfänglichem Widerstand der Gesandten letztlich nach 1650 der Bau von gemauerten unterirdischen Gruften vorgeschrieben, in die zusätzlich Eisensärge eingestellt werden mussten. Vor dem Beginn der Sanierungsmaßnahmen der künstlerisch wertvollen oberirdischen Grabdenkmäler mussten 2022 die alten unterirdischen Ziegelgruften auf Stabilität geprüft werden und erwiesen sich als noch stabil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Toten aus höher gestellten Gesellschaftsschichten wurden oft [[Sarkophag]]e genutzt, die mitunter aufwändig ausgeführt sein konnten. Die Aufstellung erfolgte in unterirdischen Kirchenräumen, so lag der Tote (anforderungsgemäß) in einem Sarg und war nicht der Erde übergeben. In diesem Sinne ermöglichte eine Gruftbestattung die „unversehrte Lagerung“ des Leibes des Verstorbenen bis zum [[Jüngstes Gericht|Jüngsten Gericht]]. Oft waren diese Bestattungsräume für die [[Öffentlichkeit]] zugänglich, so dass sie in die Repräsentation und das rituelle Totengedenken ([[Memorialwesen]]) einbezogen wurden. Viele [[Liste von Grabstätten europäischer Monarchen|Grabstätten europäischer Monarchen]] sind als Gruft angelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seddon&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des 18. Jahrhunderts vollzog sich in [[Deutschland]] und [[Österreich]] infolge der [[Aufklärung]] und neuer Vorstellungen zur [[Hygiene]] ein allmählicher Wandel. Die Erdbestattung begann die Gruftbestattung zu verdrängen, weil die Erde den besten Schutz vor dem verwesenden Körper darstellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chur&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 1784 wurde unter Kaiser [[Joseph II.]] ein Bestattungsverbot im Kircheninneren eingeführt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seddon&amp;quot;&amp;gt;Christopher R. Seddon: &amp;#039;&amp;#039;Die inschriftlichen Denkmäler der Herren und Freiherren von Hackledt im Rahmen der Deutschen Inschriften.&amp;#039;&amp;#039; Wien 2002, S. 48&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei nur für Bischöfe Ausnahmen gestattet wurden. Die Grüfte wurden stattdessen auf die Friedhöfe verlegt und wurden zum Gegenstand der Regulierung durch Friedhofsordnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wirtschaftliche und politische Aufstieg des [[Bürgertum]]s zu Beginn des 19. Jahrhunderts und der damit verbundene Wunsch nach Repräsentation führte dazu, dass Grüfte und Mausoleen weiterhin als monumentale Form der Grabstätte errichtet wurden. Auf den meisten Friedhöfen war die Planung und Errichtung einer Gruftanlage nach Prüfung und Genehmigung der eingereichten Bauzeichnungen möglich und ein Zugang über eine Treppe wurde bei ausreichender Größe des Grabgewölbes meist gestattet. Obwohl dieser stets geschlossen zu sein hatte, war es den Angehörigen so möglich, in die unmittelbare Nähe des Sarges zu gelangen. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts wurde das freie Aufstellen der Särge in den Gruftgewölben zunehmend untersagt, und die Särge mussten in Wandnischen oder verschlossenen Kammern innerhalb der eigentlichen Gruft beigesetzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den als Grabstätten genutzten Grüften existierten auf vielen Friedhöfen städtische Grüfte zur übergangsweisen Aufnahme von Leichen, die erst zu späteren Zeitpunkten beerdigt werden sollten. Diese Anlagen konnten gegen eine Gebühr in Anspruch genommen werden, wobei die Toten dort mehrere Monate gelagert werden konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenwart ===&lt;br /&gt;
Gruftbestattungen erfolgen heute in Deutschland und Österreich nur noch vergleichsweise selten. Jedoch kommt diese Bestattungsart in romanischen Ländern, dem [[Kanton Tessin|Tessin]] und in der französischen Schweiz noch häufig vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblich ist für Gruftbestattungen die Verwendung von Metallsärgen, von Holzsärgen mit [[Zink]]einsätzen oder von abgedichteten Steinsarkophagen vorgeschrieben. In der Schweiz werden Särge mit Zinkeinlage und Druckluftfilter verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bestatter.ch/de/ratgeber-trauerfall/bestattungsarten Bestattungsarten.] bestatter.ch&amp;lt;/ref&amp;gt; In vielen Fällen erfolgt vor der Bestattung eine [[Einbalsamierung]] des Leichnams. Zudem können [[Bestattungsurne|Urnen]] in einer Gruft beigesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   17-05-07 kalabrien.jpg|Grüfte auf einem kalabrischen Friedhof&lt;br /&gt;
   Andrian-Werburg burial vault 03.JPG|Metallsärge in einer Gruft auf dem [[Zentralfriedhof Wien]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Grüften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Michaelerkirche Wien 016 Pergen-Suttinger-Gruft.jpg|mini|hochkant|Deckplatte zur Gruft einer Adelsfamilie in der [[Michaelerkirche (Wien)|Michaeler&amp;amp;shy;kirche]] [[Wien]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gruft ist eine gemauerte Grabstelle, in der der Sarg in einem Hohlraum steht. Der Zugang kann durch eine Gruftplatte verschlossen sein. Je nach baulicher Gestaltung und Nutzung können verschiedene Arten von Grüften unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Fällen sind Grüfte unterirdisch angelegt, daneben existieren oberirdische Grüfte. Der Übergang zu Sargwandnischen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fh-Wien&amp;quot; /&amp;gt; [[Hochgrab|Hochgräbern]] und [[Mausoleum|Mausoleen]] ist fließend. So kann sich eine Gruft in einem Mausoleum befinden. In den meisten Fällen wird die Gruft so angelegt, dass Platz für spätere weitere Bestattungen vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familiengrüfte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:BGH Friedhof Leyßer (01) 2006-11.jpg|mini|links|[[Mausoleum]] als Familiengruft in Berggießhübel (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen Fällen werden Grüfte aufgrund ihres repräsentativen Charakters als [[Erbbegräbnis]] oder [[Grablege]] einer Familie oder eines Geschlechtes genutzt. Unter einer &amp;#039;&amp;#039;Familiengruft&amp;#039;&amp;#039; versteht man eine als Gruft angelegte Grabstätte, bei der eine [[Familie]] das dauerhafte Recht auf Nutzung zur Bestattung der Überreste ihrer verstorbenen Mitglieder hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Erbbegräbnis |Band=5 |Seite=887 |zenoID=20006561780}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff bezieht sich dabei auf die Funktion einer Gruft als Familiengrabstätte, nicht jedoch auf die bauliche Gestaltung. In manchen Fällen sind Familiengrüfte als Mausoleen gestaltet. Die Särge können je nach Bauweise und Rechtslage frei aufgestellt oder in Sargwandnischen untergebracht sein. Im Allgemeinen werden dort über einen langen Zeitraum hinweg [[Sarg|Särge]] und/oder [[Bestattungsurne|Urnen]] einer oder weniger Familien beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Analog zu Familiengrüften, die den Mitgliedern einer Familie vorbehalten sind, existieren Bischofsgrüfte für verstorbene geistliche Würdenträger, [[Fürstengruft|Fürstengrüfte]] als Ruhestätte für Mitglieder (ehemaliger) fürstlicher Geschlechter oder, auf dem [[Wiener Zentralfriedhof]] eine [[Wiener Zentralfriedhof#Präsidentengruft und Staatsbegräbnis|Gruft der österreichischen Bundespräsidenten]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:left;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinschaftsgrüfte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schillergruft (Kassengewölbe) auf dem Jacobsfriedhof1.jpg|mini|Gemeinschaftsgruft: „[[Kassengewölbe]]“ auf dem Jacobsfriedhof Weimar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf vielen Friedhöfen existierten privat organisierte Grüfte, die nicht einer Familie vorbehalten waren, sondern in denen adlige und bürgerliche Verstorbene bestattet werden konnten, die über kein eigenes Erbbegräbnis verfügten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Beispiele für Gemeinschaftsgrüfte sind das &amp;#039;&amp;#039;[[Kassengewölbe]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem Jacobsfriedhof Weimar, in dem unter anderem 1805 [[Friedrich Schiller]] beigesetzt wurde, oder die &amp;#039;&amp;#039;Commungruft&amp;#039;&amp;#039; auf dem [[Petersfriedhof Salzburg]], in der unter anderem [[Mozart]]s Schwester [[Maria Anna von Berchtold zu Sonnenburg|Nannerl]] und sein Freund [[Michael Haydn]] beigesetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sargwandnischen ===&lt;br /&gt;
Bei einer &amp;#039;&amp;#039;Sargwandnische&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um einen Bestattungsort, der im Aussehen einem [[Kolumbarium]] ähnelt, aufgrund seiner größeren Dimensionierung jedoch für die Aufnahme von Särgen geeignet ist. Sargwandnischen können sich in einer [[Krypta]], einem [[Mausoleum]] oder als eigenständige Bauwerke auf Friedhöfen finden. In Fällen, in denen das freie Aufstellen der Särge in einem Gruftgewölbe nicht gestattet ist, werden die Särge innerhalb der Gruft ebenfalls in derartigen Wandnischen beigesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chur&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sind etwa in der [[Frauenkirche (München)|Münchner Frauenkirche]] die Särge zahlreicher in der Domkrypta beigesetzter Wittelsbacher in solchen Wandnischen hinter Grabplatten eingemauert. Der Bronzesarg [[Marilyn Monroe]]s im [[Westwood Village Memorial Park Cemetery]] in Los Angeles ist ebenso in einer Sargwandnische beigesetzt wie derjenige von [[Franz Josef Strauß]] in der Familiengruft in [[Rott am Inn]]. Auch [[Salvador Dalí]]s Grab im „Teatre-Museu Dalí“ in [[Figueres]] ist in Form einer Sargwandnische angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Grab LudwigIII Bayern.JPG|Sargwandnischen im [[Frauenkirche (München)|Münchner Frauendom]] (Grab [[Ludwig III. (Bayern)|König Ludwigs III.]] und anderer [[Wittelsbach]]er)&lt;br /&gt;
   Sarkotic-Lovcen tomb DSC04441.jpg|Sargwandnische auf dem [[Wiener Zentralfriedhof]] (Grab [[Stephan Sarkotić von Lovćen]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|Mainz-HauptfriedhofPortalgruftBoegnerWerle-1-Asio.JPG|180|Mainz-HauptfriedhofPortalgruftBoegnerWerle-2-Asio.JPG|180|Portalgruft auf dem Mainzer Hauptfriedhof mit vergittertem Portal und verzierter steiler Treppe in die Gruft}}&lt;br /&gt;
=== Portalgruft ===&lt;br /&gt;
Portalgruften sind unterirdische Grabstätten. Sie bestehen oberirdisch aus einem vergitterten [[Portal (Architektur)|Portal]], das auf der Rückseite abgestützt wird. Durch eine in der Regel vergitterte Tür der Portalwand erreicht man über eine steile Treppe die in der Tiefe liegende Gruft. In der Gruft selbst befinden sich dann in einer Wand über- und nebeneinander liegende Sargwandnischen, in denen die Särge beigesetzt werden. Die Portalwände, dahinterliegenden Einfriedungen, oftmals auch die in die Gruft führenden Treppenwände, sind reich verziert.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Zeit von 1850 bis 1879 wurde auf dem [[Mainzer Hauptfriedhof]] in Portalgruften, auch Backofengruften genannt, beerdigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.frankfurter-stadtevents.de/Themen/Kulinarik-Gaumenfreuden/Prominente-Gruften-Natur_20016233/ &amp;#039;&amp;#039;Prominente, Gruften &amp;amp; Natur – Der Mainzer Hauptfriedhof&amp;#039;&amp;#039;.] Frankfurter Stadtevents (Führungen); abgerufen am 15. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://der-schwarze-planet.de/hauptfriedhof-mainz/ &amp;#039;&amp;#039;Eigenartig-einzigartige „Spar-Gruften“&amp;#039;&amp;#039;.] Der schwarze Planet; abgerufen am 15. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruftartige Gräber ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Curd Jürgens Grab Zentralfriedhof.jpg|mini|hochkant|links|Gruftartiges Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof ([[Curd Jürgens]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruftartige Gräber sind Erdgräber, bei denen die Grabstelle durch Anbringung einer Deckplatte aus Stein ein gruftartiges Aussehen erhält.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bestattungwien.at/eportal/ep/channelView.do/pageTypeId/13564/channelId/-26860 |wayback=20130605103443 |text=&amp;#039;&amp;#039;Arten von Gräbern&amp;#039;&amp;#039;.}} Friedhöfe Wien; abgerufen am 25. Januar 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Abgeleitet davon werden in einigen Regionen, vor allem dem Rheinland, große (Familien-)Erdgräber ebenfalls als „Gruft“ bezeichnet, ohne ausgemauert und daher Grüfte im eigentlichen Sinne zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem gruftartigen Grab können auch Urnen bestattet werden. Ein wesentlicher Unterschied zu ausgemauerten Grüften besteht in den Kosten. Friedhofsverwaltungen erheben meist für ausgemauerte Grüfte wesentlich höhere Gebühren als für das Anbringen von steinernen Deckplatten auf Erdgräbern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf manchen Friedhöfen existieren gruftartige Gräber eines anderen Typs: Ausgehobene Erdgräber werden zunächst ausgemauert, nach der Beisetzung des Sarges wieder mit Erde aufgefüllt und ebenfalls mit einer Deckplatte aus Stein verschlossen; mitunter ähneln diese Gräber auch den in Nordamerika verbreiteten (siehe unten), bei denen die Deckplatte unterhalb der Erdoberfläche liegt und somit nicht sichtbar ist. Das Innere kann hierbei ebenfalls mit Erde aufgefüllt werden oder der Sarg wird ohne Erdauffüllung hineingestellt. Letzteres bietet den Vorteil, dass nur vergleichsweise wenig Erde bewegt werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anlage ausgemauerter Gräber ist insbesondere dort sinnvoll, wo Gräber sehr dicht nebeneinander liegen und beim Ausheben des Grabes die benachbarte Grabstelle (oder ein benachbartes Bauwerk) durch nachrutschende Erde in Mitleidenschaft gezogen werden könnte; bei einer erneuten Belegung des Grabes wird dies dann durch die Ausmauerung verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oft ist lediglich dem Grabbesitzer und der Friedhofsverwaltung bekannt, ob es sich bei einer Grabstätte mit Deckplatte aus Stein tatsächlich um eine ausgemauerte Gruft oder lediglich um ein gruftartig gestaltetes Erdgrab handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdgrüfte in Nordamerika ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Fresh grave.JPG|mini|hochkant|Zur Bestattung vorbereitete Erdgruft &amp;#039;&amp;#039;(burial vault)&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Nordamerika]] ist es verbreitet, teilweise empfohlen oder gar gefordert, den Sarg nicht direkt im Erdreich zu bestatten, sondern mit einem Überbehältnis zu versehen: einer Erdgruft. Die modernen Friedhöfe in Nordamerika sind oft Wiesen ohne Grabeinfassungen, mit meist einfacher Belegung, flachen Grabplatten oder niederen Kopfsteinen, selten mit größeren Grabdenkmälern. Die Umhüllung oder Überdeckung soll vor allem verhindern, dass nach der Zersetzung des Sarges der Boden unter dem Druck der umgebenden Erde und dem Gewicht der darauf gehenden Besucher oder darauf fahrender Maschinen einbricht oder einsinkt. Die Erdgruft dient somit der Instandhaltung des Friedhofs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erdgruft werden verschiedene Bezeichnungen verwendet: &amp;#039;&amp;#039;burial vault&amp;#039;&amp;#039; („Bestattungsgruft“) oder &amp;#039;&amp;#039;burial container&amp;#039;&amp;#039; („Bestattungsbehälter“) – oder bei einer preisgünstigeren Überdeckung &amp;#039;&amp;#039;burial liner&amp;#039;&amp;#039; („Bestattungsdecke“) oder &amp;#039;&amp;#039;grave liner&amp;#039;&amp;#039; („Grabdecke“). Funktionell handelt es sich bei der Erdgruft um eine mit Erde überdeckte Einzelgruft. In den ausgehobenen Erdschacht wird das Unterteil des Behälters eingesetzt. Nach dem Einbringen des Sarges wird der Deckel aufgelegt. Die alternativ verwendete Überdeckung wird dem in den Erdschacht hinabgelassenen Sarg übergestülpt, sie besitzt kein Unterteil. Mit der Verfüllung des Erdschachts ist die Bestattung abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn bei Überschwemmungen Erdreich weggeschwemmt wird, bleibt die Erdgruft zumeist im Boden und schwimmt nicht auf. Sarg und Leichnam bleiben länger erhalten, besonders bei kompletten Umhüllungen, wenn diese abgedichtet werden. Erdgrüfte sind jedoch nicht dafür konstruiert, einen Zerfall der sterblichen Überreste zu verhindern. Der Behälter schützt nicht vor Wasser, Schmutz oder Staub.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige Bestattungsgewerbe und die üblichen Bestattungstechniken entwickelten sich nach dem [[Sezessionskrieg]] (1861–1865). Zu dieser Zeit wurde mit Ziegelsteinen gearbeitet. Ab den späten 1880er Jahren wurden zweiteilige Betonumhüllungen verwendet. Seit den späten 1920er Jahren wurden diese mit Asphalt überzogen, um den Sarg gegen Feuchtigkeit zu schützen. Neben Erdgrüften aus Beton oder Stein gibt es heute Hersteller, die mit Stahl, Fiberglas oder Kunststoff arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Burial vaults}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4274860-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4274860-4|LCCN=sh85034477}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabkammer|*]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gruft| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Grab)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Typ von Innenräumen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Didym</name></author>
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