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	<title>Grubenorgan und Labialgruben - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T07:31:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grubenorgan_und_Labialgruben&amp;diff=565827&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-15491-15: /* Die Labialgruben */</title>
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		<updated>2026-03-11T08:00:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Labialgruben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grubenorgan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Labialgruben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Sinnesorgan]]e, die verschiedenen Schlangen zur Erfassung von [[Infrarotstrahlung]] dienen. Im Laufe der [[Evolution]] haben sich einige [[Taxon|Taxa]] der [[Schlangen]] besonders gut auf das Aufspüren von warmblütigen [[Säugetier]]en spezialisiert. Dieser Sinn ermöglicht es den Schlangen, auch bei völliger Dunkelheit auf die Jagd zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grubenorgan ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The Pit Organs of Two Different Snakes.jpg|mini|Python (oben) und Klapperschlange (unten). Rote Pfeile: Öffnungen des Grubenorgans und der Labialgruben Schwarze Pfeile: Nasenloch]]&lt;br /&gt;
Das Grubenorgan der Schlangen liegt links und rechts am vorderen Oberkiefer zwischen Nasenlöchern und Augen in einer Vertiefung, in der sich eine dünne [[Biomembran|Membran]] befindet. Sie fungiert als Antenne für infrarote Strahlung (Infrarotrezeptor) und ist gut durchblutet. Hinter dieser Membran liegt eine luftgefüllte Kammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Membran ist mit zahlreichen sensorischen Nervenfasern des [[Nervus trigeminus]] verbunden, durch die Signale vom Grubenorgan (durch [[Wärmestrahlung]]) zum Mittelhirndach ([[Tectum mesencephali]]) weitergeleitet und dort verarbeitet werden.&lt;br /&gt;
Die Infrarotrezeptoren auf der Membran sind Teil der TRP-Rezeptorfamilie. Diese [[Rezeptor (Biochemie)|Rezeptoren]] sind [[Ionenkanäle]] und im [[Nervensystem]] der [[Wirbeltiere]] als [[Thermorezeptor]] weit verbreitet. Die TRP-Rezeptoren von Schlangen mit Grubenorgan reagieren von allen Ionenkanälen in Wirbeltieren am empfindlichsten auf Temperaturschwankungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gracheva&amp;quot;&amp;gt;E. O. Gracheva, N. T. Ingolia, Y. M. Kelly, J. F. Cordero-Morales, G. Hollopeter, A. T. Chesler, E. E. Sánchez, J. C. Perez, J. S. Weissman, D. Julius: &amp;#039;&amp;#039;Molecular basis of infrared detection by snakes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 464, Nummer 7291, April 2010, S.&amp;amp;nbsp;1006–1011, {{ISSN|1476-4687}}, [[doi:10.1038/nature08943]], PMID 20228791, {{PMC|2855400}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Grubenorgan können Temperaturänderungen ab 0,003 K an der Membran erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Unterfamilie der [[Vipern]], die [[Grubenottern]], ist das Grubenorgan namensgebend. Die grubenförmige Anordnung der Rezeptoren ermöglicht es den Grubenottern, ein sehr exaktes räumliches [[Infrarotstrahlung|Infrarotbild]] zu sehen. Zudem haben die Grubenottern die Fähigkeit, dieses Infrarotbild mit dem visuellen Bild zu verknüpfen. Das verhilft diesen Ottern auch bei Nacht zu einem sehr genauen, räumlichen Bild. Das Grubenorgan befindet sich auf jeder Seite des Kopfes zwischen Auge und Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Labialgruben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Morelia-labial-pits.jpg|mini|Labialgruben an der Unterlippe eines [[Grüner Baumpython|Grünen Baumpythons]] (&amp;#039;&amp;#039;Morelia viridis&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Python-regius-kopf-königspython.jpg|mini|Kopf eines [[Königspython]]s (&amp;#039;&amp;#039;Python regius&amp;#039;&amp;#039;) mit deutlich sichtbaren, die Oberlippe ab unterhalb der Augen säumenden Labialgruben, die Labialgruben im hinteren Teil der Unterlippe sind hier bei geschlossenem Maul meist verdeckt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Emerald tree boa snout.JPG|mini|Kopf einer [[Grüne Hundskopfboa|Grünen Hundskopfboa]] (&amp;#039;&amp;#039;Corallus caninus&amp;#039;&amp;#039;) mit ebenfalls deutlich sichtbaren Labialgruben entlang der Ober- und Unterlippen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Labialgruben haben einen stark durchbluteten Boden (Fundus), auf dem sich die Infrarotrezeptoren befinden. Mit diesen Gruben können die Schlangen Temperaturdifferenzen hinunter bis zu 0,026 K registrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gruppe der [[Riesenschlangen]] haben die Arten der Familie der [[Pythons]] (außer die Angehörigen der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Aspidites]]&amp;#039;&amp;#039;) und auch einige Gattungen aus der Familie der [[Boas (Familie)|Boas]], wie zum Beispiel die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Hundskopfboas|Corallus]]&amp;#039;&amp;#039;, diese Gruben. Die Gruben sind in jeweils einer mehr oder weniger langen Reihe entlang der Ober- und Unterlippe angeordnet. Dabei ist jede Grube in jeweils eine Schuppe der Ober- bzw. Unterlippe (Labialschuppen) eingesenkt. Die Labialgruben sind [[Analogie (Biologie)|evolutionär unabhängig]] (konvergent) zu den Grubenorganen der [[Grubenotter]]n entstanden und nicht ganz so effektiv wie diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* A. B. Sichert, P. Friedel, J. L. van Hemmen: &amp;#039;&amp;#039;Snake&amp;#039;s Perspective on Heat: Reconstruction of Input Using an Imperfect Detection System.&amp;#039;&amp;#039; Phys. Rev. Lett. &amp;#039;&amp;#039;97&amp;#039;&amp;#039; (2006), S. 068105 (1–4),  [http://www.t35.physik.tu-muenchen.de/addons/publications/Sichert-2006.pdf Preprint] (Verfügbarkeit 7. Februar 2009; PDF; 260&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie der Reptilien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sehen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sinnesorgan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-15491-15</name></author>
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