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	<title>Grube Morgenstern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T08:33:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grube_Morgenstern&amp;diff=2110841&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-11-15T12:19:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_), Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Grube Morgenstern in Niedersachsen. Für die ehemalige Eisenerzgrube [[Schweicher Morgenstern]] in Rheinland-Pfalz siehe dort.}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Bergwerk&lt;br /&gt;
| BILD = Grube Morgenstern 4.JPG&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG1 = Letztes erhaltenes Gebäude der Schachtanlage&lt;br /&gt;
| NAME = Grube Morgenstern&lt;br /&gt;
| ALTERNATIVNAME =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFF1 = [[Limonit|Brauneisenstein]]&lt;br /&gt;
| ROHSTOFF2 =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFF3 =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFF4 =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFF5 =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFF6 =&lt;br /&gt;
| UNTERNEHMEN = [[Barbara Erzbergbau|Barbara Erzbergbau AG]]&lt;br /&gt;
| BESCHÄFTIGTE = bis 225 (im Jahr 1954)&lt;br /&gt;
| ABBAUTECHNIK = [[Tagebau]], [[Magazinbau]], [[Weitungsbau]]&lt;br /&gt;
| FLÄCHE =&lt;br /&gt;
| BETRIEBSJAHRE_VON =1938&lt;br /&gt;
| BETRIEBSJAHRE_BIS =31. März 1963&lt;br /&gt;
| NACHFOLGENUTZUNG =[[Mülldeponie]]&lt;br /&gt;
| LAGERNAME1 =&lt;br /&gt;
| LAGERMÄCHTIGKEIT1 =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFFGEHALT1 = 25–30&lt;br /&gt;
| GRÖSSTE_TIEFE = 309&lt;br /&gt;
| GESAMTLÄNGE1 = 500&lt;br /&gt;
| LAGERNAME2 =&lt;br /&gt;
| LAGERMÄCHTIGKEIT2 =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFFGEHALT2 =&lt;br /&gt;
| GRÖSSTE_TIEFE2 =&lt;br /&gt;
| GESAMTLÄNGE2 =&lt;br /&gt;
| LAGERNAME3 =&lt;br /&gt;
| LAGERMÄCHTIGKEIT3 =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFFGEHALT3 =&lt;br /&gt;
| GRÖSSTE_TIEFE3 =&lt;br /&gt;
| GESAMTLÄNGE3 =&lt;br /&gt;
| LAGERNAME4 =&lt;br /&gt;
| LAGERMÄCHTIGKEIT4 =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFFGEHALT4 =&lt;br /&gt;
| GRÖSSTE_TIEFE4 =&lt;br /&gt;
| GESAMTLÄNGE4 =&lt;br /&gt;
| LAGERNAME5 =&lt;br /&gt;
| LAGERMÄCHTIGKEIT5 =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFFGEHALT5 =&lt;br /&gt;
| GRÖSSTE_TIEFE5 =&lt;br /&gt;
| GESAMTLÄNGE5 =&lt;br /&gt;
| LAGERNAME6 =&lt;br /&gt;
| LAGERMÄCHTIGKEIT6 =&lt;br /&gt;
| ROHSTOFFGEHALT6 =&lt;br /&gt;
| GRÖSSTE_TIEFE6 =&lt;br /&gt;
| GESAMTLÄNGE6 =&lt;br /&gt;
| ABRAUM =&lt;br /&gt;
| FÖRDERUNG = bis 372.400&lt;br /&gt;
| FÖRDERUNGGESAMT = 4,14 Mio.&lt;br /&gt;
| ROHSTOFF_FÖRDERUNGGESAMT = [[Eisenerz]]&lt;br /&gt;
| MINERALIEN =&lt;br /&gt;
| BREITENGRAD = 51/58/18&lt;br /&gt;
| LÄNGENGRAD = 10/27/05&lt;br /&gt;
| REGION-ISO = DE-NI&lt;br /&gt;
| STANDORT = Döhren&lt;br /&gt;
| GEMEINDE = Liebenburg&lt;br /&gt;
| GEMEINDE2 =&lt;br /&gt;
| GEMEINDE3 =&lt;br /&gt;
| GEMEINDE4 =&lt;br /&gt;
| NUTS3_1 = Goslar&lt;br /&gt;
| NUTS3_2 =&lt;br /&gt;
| NUTS3_3 =&lt;br /&gt;
| NUTS3_4 =&lt;br /&gt;
| NUTS3_BEZEICHNUNG = Kreis&lt;br /&gt;
| REVIER = Peine-Salzgitter-Revier&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grube Morgenstern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein stillgelegtes, kleineres [[Eisenerz]]bergwerk an der Ostflanke des südlichen [[Salzgitter-Höhenzug]]es auf dem Gebiet von [[Döhren (Liebenburg)|Döhren]] (historisch: Klein Döhren), Gemeinde [[Liebenburg]] im [[Landkreis Goslar]] ([[Niedersachsen]]). Die Bergwerksanlagen befinden sich unmittelbar an der Straße vom [[Goslar]]er Stadtteil [[Hahndorf (Goslar)|Hahndorf]] nach [[Döhren (Liebenburg)|Döhren]] in der Nähe der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Ohlei&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zuletzt durch die [[Barbara Erzbergbau]] AG betriebene Grube baute zwischen 1938 und 1963 eine [[Lagerstätte|Trümmererzlagerstätte]] der [[Kreide (Geologie)|Unterkreide]] im [[Tagebau|Tage-]] und [[Tiefbau (Bergbau)|Tiefbau]] ab und gehörte zum &amp;#039;&amp;#039;Peine-Salzgitter-Revier&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Stilllegung diente der ehemalige Tagebau der Grube einige Jahre als [[Deponie|Hausmüll- und Bauschuttdeponie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung der Erzlager der Grube Morgenstern ===&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Lager verlief wie die der übrigen Lagerstätten im Raum [[Salzgitter]]: Im Bereich des Salzgitter-Höhenzuges befand sich die Küstenlinie des Unterkreide-Meeres. In der Umgebung verwesender Meeresorganismen konnten im Wasser gelöste Eisenverbindungen besonders gut [[Fällungsreaktion|ausfällen]] und bildeten sogenannte Toneisenstein-[[Geode (Geowissenschaften)|Geoden]]. Diese wurden durch die Meeresbrandung bevorzugt in natürlichen Senken in Küstennähe abgelagert. Durch Verwitterungsprozesse nach Rückzug des Wassers zerfielen sie in zahlreiche Trümmer. Bei nachfolgenden Überflutungen wurden an gleicher Stelle Eisen-[[Oolith]]e abgelagert. Die so entstandenen ursprünglich flachen Lagerstätten (auch &amp;#039;&amp;#039;Erzkolke&amp;#039;&amp;#039; genannt) wurden im Verlauf der Jahrmillionen durch [[Tektonik|tektonische]] Prozesse und/oder aufsteigende [[Salzstock|Salzstöcke]] gestört und aufgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage und Ausdehnung ===&lt;br /&gt;
Das Erzlager der Grube liegt an der Ostflanke des Salzgitter-Höhenzuges. Es bildet die geologische Fortsetzung der westlich davon gelegenen Lagerstätte [[Grube Georg-Friedrich|Georg-Friedrich]] und war ursprünglich über den abgetragenen Sattel von &amp;#039;&amp;#039;Döhrenhausen&amp;#039;&amp;#039; mit dieser verbunden. Die [[Streichen (Geologie)|streichende]] Länge des Lagers beträgt 450 bis 500 Meter. Es [[Fallen (Geologie)|fällt]] mit 27 [[gon]] nach Osten ein. Die [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] des aus mehreren Schichten bestehenden Erzkörpers beträgt am [[Ausbiss]] 25 Meter, steigt zur Teufe auf 40 Meter an, um dann nach Süden auf 15 Meter abzunehmen. Von oben nach unten wird die &amp;#039;&amp;#039;Oberbank&amp;#039;&amp;#039; des Hauptlagers (1,5 bis 5,5 Meter stark) von einem [[Taubes Gestein|tauben]] Sanderzlager (&amp;#039;&amp;#039;Hangendlager&amp;#039;&amp;#039;) und einem sandigen, schwach vererzten [[Tonminerale|Tonmittel]] überdeckt. Nach einem [[Zwischenmittel]] liegt unter der Oberbank die 8,5 bis 21 Meter mächtige &amp;#039;&amp;#039;Unterbank&amp;#039;&amp;#039;, die durch [[Mergel]]tonsteine gegenüber dem [[Liegendes|Liegenden]] getrennt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mineralogie ===&lt;br /&gt;
Das Erz der Grube Morgenstern bestand aus Brauneisen-Trümmern in einem sandig-tonigen Bindemittel. Die Korngröße nahm mit zunehmender Teufe zu. Die mittlere Zusammensetzung des Fördererzes betrug zwischen 25 und 30 % [[Eisen|Fe]], 26 bis 31 % [[Kieselsäure|SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]], 9 bis 12 % [[Aluminiumoxid|Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]] und 3 bis 5 % [[Calciumoxid|CaO]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Technik ==&lt;br /&gt;
=== Vorgängerbergbau ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1845 [[Schurf|schürfte]] der [[Bergmann]] &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Christian Brand&amp;#039;&amp;#039; aus [[Bad Grund (Harz)|Bad Grund]] im Auftrag der &amp;#039;&amp;#039;Altenau-[[Lerbach (Osterode am Harz)|Lerbach]]er-Eisenhütte&amp;#039;&amp;#039; nach Eisenerzen und entdeckte dabei an der Ostflanke des Salzgitter-Höhenzuges bei Klein Döhren ein Erzlager. Erst nach langjährigen Verhandlungen wurde ihm am 22. März 1859 das [[Grubenfeld]] &amp;#039;&amp;#039;Morgenstern&amp;#039;&amp;#039; und ein Jahr später das Feld &amp;#039;&amp;#039;Consolidation&amp;#039;&amp;#039; verliehen. 1865 erwarb die [[Wilhelmshütte (Bornum)|Wilhelmshütte]] aus [[Bornum (Bockenem)|Bornum]] die Grubenfelder, die sie 1890 an die [[Carlshütte (Delligsen)|Carlshütte AG]] aus [[Delligsen]] veräußerte. Schließlich gelangten die [[Berechtsame]] nach Umwandlung in ein Geviertfeld von 2,2 km² 1909 in den Besitz der &amp;#039;&amp;#039;OHG Max Meyerstein&amp;#039;&amp;#039; aus [[Hannover]], ohne dass es je zu einer Aufnahme eines Bergbaubetriebes kam. 1922 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschaft Morgenstern&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in Hannover gegründet und schließlich übernahm die &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschaft Salzgitter&amp;#039;&amp;#039; 1935 die Gewinnungsrechte. Die Gewerkschaft Salzgitter wurde von den Rohstoffbetrieben der [[Vereinigte Stahlwerke|Vereinigten Stahlwerke AG]] (VESTAG), [[Dortmund]] gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der früheste bergmännische Aufschluss des Lagers Morgenstern erfolgte in den Jahren 1923 bis 1925, als der von der [[Ilseder Hütte]] vorgetriebene [[Schroederstollen]] das Erzlager bei der Ohlei durchörterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufnahme des Bergbaus und Betrieb der Grube Morgenstern 1937 bis 1963 ===&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Machthaber im Rahmen ihres [[Vierjahresplan]]es Druck auf die deutschen Stahlkonzerne ausübten, begann die VESTAG auch im Feld Morgenstern mit [[Exploration (Geologie)|Untersuchungs- und Aufschlussarbeiten]]. Zunächst wurden ab 1937 insgesamt 9 [[Bohrung (Geologie)|Untersuchungsbohrungen]] niedergebracht. Gleichzeitig untersuchte auch die Ilseder Hütte die Lagerstätte nördlich und südlich des Feldes der späteren Grube Morgenstern. Neben Bohrungen wurde hierzu 1938 ein 720 m langer [[Querschlag]] vom Schroederstollen aus nach Süden [[Streckenauffahrung|aufgefahren]], die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Ohleistrecke&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1938 wurde der [[Bergbau]] in einem Tagebau aufgenommen. Zur Anwendung kam hierbei der sogenannte [[Trichterbau]], bei dem das Erz eine Böschung in eine Schrapperrinne [[Schießen (Bergbau)|hinuntergeschossen]] wurde. Der [[Schrapper]] förderte das Erz in [[Rolle (Bergbau)|Rolllöcher]], aus denen es über die erste [[Sohle (Bergbau)|Tiefbausohle]] in [[Förderwagen (Bergbau)|Förderwagen]] abgezogen wurde. Nachdem von 1938 bis 1939 im [[Liegendes|Liegenden]] der Lagerstätte der &amp;#039;&amp;#039;Schacht Morgenstern&amp;#039;&amp;#039; abgeteuft wurde, wurde über diesen das Tagebauerz wieder zu Tage gehoben. Der [[Schacht (Bergbau)|Schacht]] besaß zunächst einen [[Schachtausbau#Schachtzimmerung|Holzausbau]], war 2,3 Meter mal 4 Meter im Querschnitt und 185 Meter tief. An den Schacht Morgenstern wurden vier Tiefbausohlen (in 45, 85, 135 und 184 m Teufe) angesetzt und [[Vorrichtung (Bergbau)|vorgerichtet]]. Zusätzlich bestanden im Erzlager mehrere tonnlägige [[Aufhauen|Tagesaufhauen]]. Der untertägige Abbau begann 1941 im [[Magazinbau]]. Bei diesem [[Kammerbau]]verfahren blieb das losgeschossene [[Haufwerk]] bis zur vollständigen Auserzung in der Abbaukammer liegen und diente als Standfläche für die [[Hauer (Bergbau)|Hauer]] beim Bohren und Schießen. Anschließend wurde die Kammer über Rolllöcher am unteren Ende der Kammer und eine darunterliegende Schrapperstrecke leergezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Tage entstanden von 1938 bis 1940 die notwendigen Tagesanlagen wie [[Kaue|Waschkaue]], Werkstätten, Schachthalle und Verwaltung, sowie eine [[Aufbereitungsanlage|Erzaufbereitung]]. In der Aufbereitung wurde das Fördererz in sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Läuterwerken&amp;#039;&amp;#039; zu einem Konzentrat mit 34 bis 36 % Fe, 22 bis 23 % SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, 7 bis 7,5 % Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; und etwa 4 % CaO angereichert. Zum Absetzen der schlammförmigen [[Bergematerial|Berge]] diente ein {{Coordinate|text=&amp;#039;&amp;#039;Schlammteich&amp;#039;&amp;#039;|name=Morgenstern-Teich bei Döhren|NS=51/58/4|EW=10/27/7|type=landmark|region=DE-NI}}. Verglichen mit ihren Schwestergruben und insbesondere mit den Gruben der Reichswerke im nördlichen Salzgitterrevier war die bauliche und maschinelle Ausrüstung der Grube Morgenstern eher bescheiden ausgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1939 bis 1942 wurden im Jahr rund 50.000 Tonnen Erz von im Mittel 130 Bergleuten gefördert. 1943 wurden über 100.000 Tonnen produziert und 1944 erreichte das Bergwerk mit 184.000 Tonnen und fast 200 Beschäftigten einen vorläufigen Höhepunkt, da im Frühjahr 1945 infolge des [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsendes]] und der deutschen [[Kapitulation]] der Betrieb eingestellt werden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1946 wurde der Grubenbetrieb mit etwas über 100 Mann Belegschaft wieder aufgenommen. Zunächst mussten die Strecken vom eingespülten Schlamm befreit werden, da die Grube während des Stillstandes mangels [[Wasserhaltung (Bergbau)|Wasserhaltung]] ersoffen war. Von anfänglichen 60.000 Jahrestonnen stieg die Förderung in den ersten Nachkriegsjahren bis 1950 auf 220.000 Tonnen an. Trotz des Material- und Arbeitskräftemangels war dieses durch die große Nachfrage im Wiederaufbau begründet. 1949 wurde der Schacht Morgenstern auf 4 Meter mal 4 Meter Durchmesser vergrößert und [[Schachtausbau#Schachtmauerung|ausgemauert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. März 1953 übernahm die Barbara Erzbergbau GmbH mit Sitz in [[Siegen]] als Rechtsnachfolger der Rohstoffbetriebe der Vereinigten Stahlwerke das Bergwerk. Zu diesem Zeitpunkt betrug die [[Jahresförderung]] bereits weit über 300.000 Tonnen. 1954 waren die gewinnbaren Erzvorräte im Tagebau erschöpft und dieser wurde aufgelassen. Durch [[Rationalisierung (Ökonomie)|Rationalisierungsmaßnahmen]] im Untertagebau, besonders durch die Umstellung auf den [[Weitungsbau|schwebenden Weitungsbau]] konnte dieses jedoch völlig kompensiert werden. Im Jahr 1957 betrug die höchste je erreichte Förderung 372.400 Tonnen. Der personelle Höchststand lag 1954 bei 225 Bergleuten und danach wurde durch die fortschreitende Verbesserung und Zusammenfassung der Betriebsabläufe die Mannschaft stetig kleiner. So wurde 1956 die Aufbereitung stillgelegt und das Roherz über eine 3,3 km lange [[Lorenseilbahn]] zur Nachbargrube [[Grube Fortuna (Groß Döhren)|Fortuna]] in [[Groß Döhren]] transportiert, wo es der dortigen Aufbereitung zugeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche eisenschaffende Industrie hatte in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre einen hohen Bedarf an Rohstoffen. Andererseits gerieten die minderwertigeren Inlanderze, zu denen vor allem das saure und eisenarme Salzgittererz gehörte, durch Importe von Eisenerzen aus dem Ausland unter Druck. Deshalb wurde die Grube Morgenstern mit der Grube Fortuna im Jahr 1960 zum [[Grube Fortuna (Groß Döhren)#Verbundbergwerk Fortuna – Rationalisierung bis zur Stilllegung von 1954 bis 1963|Verbundbergwerk Fortuna-Morgenstern]] zusammengelegt. Auf der neu aufgefahrenen 5. Tiefbausohle ([[Unterwerksbau]]) in 309 Metern unter Tage wurde Morgenstern über eine 3,7 km lange Verbindungsstrecke mit dem neuen Hauptförderschacht {{Coordinate|text=&amp;#039;&amp;#039;Fortuna 2&amp;#039;&amp;#039;|name=Schacht 2 der Eisenerzgrube Fortuna bei Groß Döhren|NS=51/59/58|EW=10/25/37|type=landmark|region=DE-NI}} verbunden. Auf Fortuna wurde eine neue Zentralaufbereitung errichtet, die die Erze aller drei Gruben der Barbara im südlichen Salzgitterrevier verarbeitete. Die Förderung im Schacht Morgenstern wurde eingestellt. Als Betriebsabteilung von Fortuna wurden 1961 bis 1962 noch jeweils etwa 240.000 Tonnen im Feld Morgenstern abgebaut bis am 31. März 1963 aus wirtschaftlichen Gründen die Betriebseinstellung erfolgte. Der Schacht Morgenstern wurde 1964 verfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachnutzung als Mülldeponie des Landkreises Goslar 1976 bis 1993 ===&lt;br /&gt;
Bereits 1955 zur Betriebszeit des Bergwerkes soll im Tagebau ungeordnet [[Hausmüll]] abgelagert worden sein. Von 1963 bis 1968 nutzte das Ehepaar &amp;#039;&amp;#039;Florentz&amp;#039;&amp;#039; die ehemaligen Bergwerksanlagen als [[Abfallentsorgung|Entsorgungsbetrieb]] für [[Gefährliche Abfälle|Chemikalienabfälle]]. Dabei wurden Fässer und andere [[Gebinde]] unsachgemäß in den Tagebau gestürzt und sogar Flüssigkeiten dort direkt [[Verklappung|verklappt]]. Da sich die Betreiber 1968 das Leben nahmen, blieben die Details bis heute im Dunkeln. Aus Sicherheitsgründen ließ der Landkreis 1970 eine Umzäunung anlegen. Am 22. November 1970 ereignete sich im Fasslager innerhalb des Tagebaus ein [[Brand|Großbrand]], der erst im Januar 1971 endgültig gelöscht werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Vorgeschichte ließ der Landkreis Goslar als kommunaler Entsorgungsträger 1972 die Eignung des ehemaligen Tagebaus Morgenstern als Hausmülldeponie prüfen. Nach entsprechenden positiven Gutachten von beauftragten Spezialisten pachtete der Landkreis Goslar das Gelände der Firma Florentz bzw. der Grube Morgenstern vom Land Niedersachsen. Nach Abschluss des [[Planfeststellung]]sverfahrens am 30. Januar 1976 begann der Landkreis mit der Herrichtung des Geländes und betrieb die Abfallentsorgungsanlage in Eigenwirtschaft bis zu Erschöpfung des Deponieraumes im Jahr 1993. Das kombinierte Gebäude der ehemaligen Schachtfördereinrichtungen und der Vorzerkleinerung diente hierbei als Betriebshof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Stilllegung der Deponie werden bis heute Nachsorgearbeiten in Form von Grundwasserüberwachungen durchgeführt. So wird unter anderem der Wasserstand im Schacht Fortuna 2 und in einem Tagesaufhauen der Grube Morgenstern monatlich gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Zustand ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grube Morgenstern 1.JPG|mini|Deponie während der Abdeckarbeiten]]&lt;br /&gt;
Der Zechenplatz der Grube Morgenstern liegt östlich der Kreisstraße auf einer Hochfläche. Von den Tagesanlagen des Bergwerkes besteht nur noch das kombinierte Betriebsgebäude, das früher den Schacht und die Fördereinrichtungen beherbergte. An die ehemalige Funktion des Gebäudes erinnern im Dach die noch erkennbaren Abgänge für die Förderseile und die abgedeckte Aussparung für das Fördergerüst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstelle des Tagebaueinschnittes erhebt sich östlich des Zechenplatzes die Müllhalde. Südlich davon liegt der noch vorhandene Morgensternteich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ca. Oktober 2017 werden Maßnahmen zur Abdeckung der Hausmülldeponie von Fachfirmen durchgeführt. Diese Maßnahmen werden unter anderem mit Boden, Folie und Mutterboden durchgeführt. Ferner werden Maßnahmen zur Oberflächenwasserableitung und Sammlung durchgeführt. Große Teile sind inzwischen saniert, und im Bereich der Altlast Florentz werden die Arbeiten voraussichtlich Ende 2020 beendet sein.{{Zukunft|2020|12}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.landkreis-goslar.de/index.phtml?sNavID=94.129 | titel=Deponie Morgenstern / Altlast Florentz | titelerg= | autor= | hrsg= | werk=landkreis-goslar.de | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum= | abruf=2020-10-18 | zitat= | offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Rainer Slotta]]|Titel=Technische Denkmäler in der Bundesrepublik Deutschland - Band 5, Teil 1: Der Eisenerzbergbau |Verlag=Deutsches Bergbaumuseum |Ort=Bochum |Jahr=1986 |Seiten=169–183 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Heinrich Korthöber et al.|Titel=Bergbau in Salzgitter|TitelErg=die Geschichte des Bergbaus und das Leben der Bergleute von den Anfängen bis in die Gegenwart|Herausgeber=Archiv der Stadt Salzgitter|Sammelwerk=Beiträge zur Stadtgeschichte|Band=Band 13|Auflage=1.|Verlag=Appelhans|Ort=Salzgitter|Jahr=1997|Seiten=304–310|ISBN=3-930292-05-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Manfred Watzlawik et al.|Titel=Fortuna, Morgenstern, Georg-Friedrich|TitelErg=Geschichte und Geschichten vom Erzbergbau bei Döhren|Herausgeber=Arbeitskreis Döhrener Bergbau|Auflage=1.|Verlag=Eigenverlag|Ort=Groß-Döhren|Jahr=1983}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Titel=Die Geschichte des Eisenerz-Bergbaus in Salzgitter: Die Aufschlussgeschichte der Anlagen südlich und nördlich des Stadtgebietes Salzgitter|Sammelwerk=Salzgitter-Jahrbuch 1984, Band 3|Autor=Heinz Kolbe|Herausgeber=Geschichtsverein Salzgitter e.&amp;amp;nbsp;V.|Jahr=1984|Ort=Salzgitter|Seiten=25–27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.barbara-rohstoffe.de/ Webpräsenz der heutigen Aktivitäten der Barbara Erzbergbau GmbH]&lt;br /&gt;
* [http://www.heimatmuseum-doehren.de Arbeitskreis Döhrener Bergbau und Geschichte]&lt;br /&gt;
* [http://www.landkreis-goslar.de/media/custom/1749_616_1.PDF Altlast Florentz/Morgenstern, Erörterungsvorlage des Landkreises Goslar] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB) abgerufen am 17. Oktober 2010&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Morgenstern-Bergung-der-Giftmuellfaesser-beginnt,morgenstern272.html | autor= | titel=Morgenstern: Bergung der Giftmüllfässer steht an | werk= | hrsg=www.ndr.de | datum=2020-01-09 | seiten= | archiv-url= | archiv-datum= | abruf=2020-01-09| format= | sprache= | kommentar= | zitat= | offline= }}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=https://www.landkreis-goslar.de/index.phtml?sNavID=94.129 | titel=Deponie Morgenstern / Altlast Florentz | titelerg= | autor= | hrsg= | werk=landkreis-goslar.de | seiten= | datum= | archiv-url= | archiv-datum= | abruf=2020-10-18 | sprache= | format= | kommentar= | zitat= | offline= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Morgenstern}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eisenerzbergwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stillgelegtes Bergwerk im Peine-Salzgitter-Revier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Liebenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Liebenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Liebenburg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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