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	<title>Groschen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Moyogo am 24. Dezember 2025 um 20:04 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-24T20:04:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Barile.jpg|mini|hochkant=1.4|&amp;#039;&amp;#039;Barile&amp;#039;&amp;#039; (Schwerer Groschen), [[Florenz]] 1506]]&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
|Fußzeile = [[Breiter Groschen]] Markgraf Friedrichs II., von 1338 bis 1349 in der [[Münzstätte Freiberg]] geprägt, erster meißnischer Groschen. (Silber, Durchmesser 30 mm, 3,77 g; Krug Nr. 1/2)&lt;br /&gt;
|Breite = 150&lt;br /&gt;
|Bild1 = Markgraf Friedrich II., Meißner Groschen (Breiter Groschen), 1338 bis 1349 geprägt, erster Groschentyp, VS; Münzkabinett Berlin.PNG&lt;br /&gt;
|Bild2 = Markgraf Friedrich II., Meißner Groschen (Breiter Groschen), 1338 bis 1349 geprägt, erster Groschentyp, RS; Münzkabinett Berlin.PNG&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Groschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für verschiedene [[Münze]]n. Das Wort ist der spätlateinischen Bezeichnung des [[Turnose]]n entlehnt, des &amp;#039;&amp;#039;grossus denarius Turnosus,&amp;#039;&amp;#039; zu Deutsch „dicker [[Denarius|Denar]] von [[Tours]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Akademie, Berlin 1989 und weitere Auflagen, s.&amp;amp;nbsp;v. ([https://www.dwds.de/wb/Groschen#et-1 online]); &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von [[Elmar Seebold]]. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, s.&amp;amp;nbsp;v.; Arthur Suhle: &amp;#039;&amp;#039;Kulturgeschichte der Münzen.&amp;#039;&amp;#039; Battenberg, München 1969, S.&amp;amp;nbsp;117. – Nach einer anderen, in Arthur Suhle: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Münz- und Geldgeschichte von den Anfängen bis zum 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert,&amp;#039;&amp;#039; Battenberg, München 1964, S.&amp;amp;nbsp;157 zitierten These soll die Bezeichnung auf das Doppelkreuz = &amp;#039;&amp;#039;Crossus&amp;#039;&amp;#039; der Ursprungsprägung zurückgeführt werden können, das auf sehr vielen Münzen dieses Typs bis etwa 1500 abgebildet war und dann später bis ins 18. Jahrhundert durch den Reichsapfel mit der Zahl 24 abgelöst wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt; Häufig wurde &amp;#039;&amp;#039;Groschen&amp;#039;&amp;#039; in älteren Dokumenten mit &amp;#039;&amp;#039;gl&amp;#039;&amp;#039; abgekürzt, wobei das zweite Zeichen aber nicht der Buchstabe &amp;#039;&amp;#039;[[l]]&amp;#039;&amp;#039; ist, sondern ein Abkürzungszeichen; später mit &amp;#039;&amp;#039;Gr&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;g&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum waren &amp;#039;&amp;#039;Groschen&amp;#039;&amp;#039; genannte Münzen vor der Einführung der in [[Pfennig]]e unterteilten [[Mark (1871)|Mark]] 1871 weit verbreitet, was sich auch in zahlreichen redensartlichen Verwendungen niederschlug. Später war der &amp;#039;&amp;#039;Groschen&amp;#039;&amp;#039; vor allem als die Untereinheit des bis 2001 verwendeten [[Österreichischer Schilling|österreichischen Schillings]] und als umgangssprachliche Bezeichnung für ein Zehnpfennigstück bekannt. Aktuelle Währungen mit einer Unterteilung in Groschen sind der polnische [[Złoty]] &amp;#039;&amp;#039;(Groszy)&amp;#039;&amp;#039; und die [[türkische Lira]] &amp;#039;&amp;#039;(Kuruş)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Groschen-Prägung ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Groschen.tirol.wmt.jpg|mini|hochkant=1.4|Tiroler Groschen ca. 1280]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fürstengroschen Balthasars, Freiberg, Krug 540-1, CNG.jpg|mini|hochkant=1.3|[[Fürstengroschen]] Landgraf Balthasars von Thüringen aus der Münzstätte Freiberg, Prägezeitraum 1405–1406]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten [[Heiliges Römisches Reich|deutschen]] Groschen ließ Graf [[Meinhard II.|Meinhard&amp;amp;nbsp;II.]] von [[Tirol]] 1271 in [[Meran]] prägen. Der Groschen war ursprünglich eine massive Münze aus reinem [[Silber]], die größer als der entwertete [[Denarius|Denar]] war. Seinem Charakter nach stellt er ein Mehrfaches des vormaligen, sich über die Jahrhunderte inflationär im Silberfeingehalt verminderten [[Pfennig]]s dar. Nach einer Quelle soll die Stadt [[Trier]] sogar schon 1104 groschenähnliche Dickpfennige geschlagen haben, denen dann 1300 die [[Böhmische Groschen|böhmischen Groschen]] aus [[Kuttenberg]] folgten. Die neue Münze inspirierte bald andere Münzherren und war, auch der wirtschaftlichen Notwendigkeit nach, einem höheren Münznominal in der beginnenden [[Renaissance|Frührenaissance]] geschuldet. Oberitalienische Mehrfachpfennige des Hochmittelalters wurden analog &amp;#039;&amp;#039;Grossini&amp;#039;&amp;#039; genannt (vgl. dazu auch [[Schilling]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1328 gestattete Kaiser [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig&amp;amp;nbsp;IV. der Bayer]] dem Grafen [[Adolf VI. (Berg)|Adolf&amp;amp;nbsp;VI. von Berg]] die Prägung von [[Turnose]]n in [[Wipperfürth]]. Dort wurden bis 1346 die ältesten Groschen auf dem Gebiet der heutigen [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] gemünzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild des Tourser Grossus wurden auch 1300 der [[Prager Groschen]] in [[Kuttenberg]] und um 1338/1339 der [[Breiter Groschen|Breite Groschen]] in der [[Münzstätte Freiberg|Landeshauptmünzstätte Freiberg]] der [[Markgrafschaft Meißen]] gemünzt. Beide Münzen erlangten überregionale Bedeutung und beeinflussten das deutsche Münzwesen stark. Der [[Meißner Groschen]] zu zwölf&amp;amp;nbsp;[[Pfennig]]en, der dem Breiten Groschen nachfolgte, war weit verbreitet. Nur die Hälfte wert war der [[Polen|polnische]] Groschen oder Grosz zu sechs Pfennigen, der auch in [[Schlesien]] als Grösch(e)l oder Gresch(e)l im Werte von {{Bruch|2|1|2}} bis 3&amp;amp;nbsp;Pfennig verbreitet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Rekord bezüglich der Münzverschlechterung der Meißner Groschen erreichte der [[Fürstengroschen]]. Bei der Einführung dieser Groschen im März 1393 betrug sein Wert 23 {{Bruch|2|5}} des [[Rheinischer Gulden|rheinischen Guldens]]. Im Jahr 1406 hatte die Münzverschlechterung ihren Höhepunkt erreicht: 53&amp;amp;nbsp;Groschen ergaben nun einen rheinischen Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Haupt: &amp;#039;&amp;#039;Sächsische Münzkunde&amp;#039;&amp;#039; (1974), S. 67: 53 Groschen auf den rheinischen Gulden&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grotenabkürzung.jpg|mini|hochkant=0.6|Abkürzungen für Groschen oder Groten im Schriftverkehr des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Christoff Rudolff, Die Coss Christoffs Rudolffs, 1553, f. 10r - 3 gꝭ. 1 ẜ. 3 ₰.jpg|thumb|3 gꝭ. 1 ẜ. 3 ₰. in einem Buch von 1553.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Hemeling, Neu vermehrter vollkommener Rechenmeister, Oder Selbst-lehrendes Rechen-Buch, 1753, p. 1003 - 2636 thl. 25 gꝭ. 7 ₰.jpg|thumb|2636 thl. 25 gꝭ. 7 ₰ in einem Buch von 1753.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
==== Deutsche Länder ====&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
|Fußzeile = Letzter Konventionsgroschen von 1837 für das Herzogtum Gotha, [[Münzstätte Gotha]]&lt;br /&gt;
|Breite = 110&lt;br /&gt;
|Bild1 = Groschen-Gotha-1837-av.jpg&lt;br /&gt;
|Bild2 = Groschen-Gotha-1837-rv.jpg&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
|Fußzeile = [[Neugroschen]] von 1863, unterteilt in 10&amp;amp;nbsp;Pfennige, 30&amp;amp;nbsp;Stück ergaben einen Taler (Durchmesser = 18&amp;amp;nbsp;mm, [[Münzstätte Dresden]])&lt;br /&gt;
|Breite = 110&lt;br /&gt;
|Bild1 = Groschen, 1863 Dresden VS.JPG&lt;br /&gt;
|Bild2 = Groschen, 1863, Dresden RS.JPG&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Unter anderem gab es in Schlesien und Böhmen den [[Weißgroschen]], im [[Preußen]] des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts (ab 1821) den [[Silbergroschen]] (Sgr.) zu 12&amp;amp;nbsp;Pfennigen und in Sachsen den [[Neugroschen]] (Ngr.) zu 10&amp;amp;nbsp;Neu-[[Pfennig]]en. Friedrich Wilhelm III. von Preußen konnte sich noch nicht für die konsequente Einführung des Dezimalsystems entscheiden. Um seine neuen Pfennige von den alten unterscheiden zu können, wurden sie Pfenninge genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Groschen sank ebenso wie der Pfennig von einer [[Kurantmünze]] zur [[Scheidemünze]] herab. In Preußen war der Groschen schon im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zur Scheidemünze geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten deutschen Kurantgroschen (bezüglich des einfachen Nennwertes) wurden im Königreich Sachsen 1827 und 1828 sowie im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha 1837 nach dem [[Konventionsfuß]] ausgebracht, wonach das in 320&amp;amp;nbsp;Groschen enthaltene [[Silber]] dem Gewicht einer [[Mark (Gewicht)#Kölner Mark (Kölnische Mark)|Kölner Mark]] (233,856&amp;amp;nbsp;Gramm) zu entsprechen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Groschen galt im deutschen Sprachraum meist 12&amp;amp;nbsp;Pfennig; viele regionale &amp;#039;&amp;#039;(Klein-)Groschen,&amp;#039;&amp;#039; z.&amp;amp;nbsp;B. [[Neugroschen]], [[Groten]] (Plural: Grote) in Norddeutschland, engl. [[Groat]], [[Mariengroschen]], Grösch(e)l galten zwischen 2½ und 10&amp;amp;nbsp;Pfennig. Auch das spätere Münznominal „[[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]]“ zu 4&amp;amp;nbsp;Pfennig entstand aus der sprachlichen Verkürzung des kleinen Kreuzgroschens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit in Bezug auf die Wertangabe von Talermünzen ist die Serie der [[Schmetterlingsmünze]]n des Kurfürstentums Sachsen. Auf allen diesen Münzen ist nur die Wertangabe in Groschen ersichtlich, wobei für die Bezeichnung als Groschen auf den Münzen die für den Schriftverkehr übliche Abkürzung verwendet wurde. Ebenso wurde für den kursächsischen goldenen [[Reichsgulden zu 21 Groschen (1584)]] die Groschenangabe mit der Abkürzung wie für den Schriftverkehr verwendet. Wahrscheinlich sollte in diesem Fall damit zum Ausdruck gebracht werden, dass es sich um eine ausgeprägte Rechnungsmünze handelt. Ein weiterer Sonderfall sind die [[Kippertaler]], bei denen zur Umgehung der [[Reichsmünzordnung]] ebenfalls der Wert in Groschen (oder Kreuzer) aufgeprägt ist. Interessant sind auch Taler, die ohne Unterschiede im Münzbild und Durchmesser zu 28 und zu 24 Groschen ausgeprägt wurden. Die zu 24 Groschen, zum Beispiel einige [[Hosenbandtaler]], sind ebenfalls ausgeprägte Rechnungsmünzen, was mitunter nicht erkannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Einführung der &amp;#039;&amp;#039;[[Mark (1871)|Mark]]&amp;#039;&amp;#039; zu 100 &amp;#039;&amp;#039;Pfennig&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1871 in Deutschland fiel der Groschen als eigenständiges Münz[[Nennwert|nominal]] weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Österreich ====&lt;br /&gt;
Von 1924 bis 1938 und von 1945 bis 2001 war der Groschen der hundertste Teil des [[Österreichischer Schilling|österreichischen Schillings]]. In der Mehrzahl „die Groschen“ war ein Geld(teil)betrag kleiner als ein Schilling oder eine Anzahl von Münzen mit Groschen-Nominalen gemeint. Liebevoll bis geringschätzig gab es auch die Verkleinerungsform (das) „Groscherl“ für die „Zehnerln“ und noch kleineren Münzen, so z.&amp;amp;nbsp;B. „drei Zehn-Groscherln“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 2-Groschen-Münze aus Alulegierung mit 18&amp;amp;nbsp;mm Durchmesser war mit 0,9&amp;amp;nbsp;Gramm Masse&amp;lt;ref&amp;gt;[http://colnect.com/de/coins/list/country/927-Österreich/series/41602-1945%7E2001_-_2_Republik_Schilling_-_Umlaufmünzen/item_name/2+groschen Österreich &amp;gt; 2 Groschen &amp;gt; 2. Republik] colnect.com Münzkatalog, abgerufen am 20. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; die leichteste Groschen-Münze. Die bronzene, dünnere und etwas kleinere 1-Groschen-Münze der ersten Republik wog 1,6&amp;amp;nbsp;Gramm, der nur 1947 erschienene Zink-Groschen wog 1,8&amp;amp;nbsp;Gramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss Österreichs]] wurden die Münzen zu zwei und einem Groschen seitens der [[Reichsbank]] den Münzen zu ein und zwei [[Reichsmark|Reichspfennig]] gleichgestellt und galten im gesamten [[NS-Staat|Reichsgebiet]] als Zahlungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der Reichsbahndirektion Mainz&amp;#039;&amp;#039; vom 13. August 1938, Nr. 37. Bekanntmachung Nr. 501, S. 219.&amp;lt;/ref&amp;gt; Umgekehrt galt unmittelbar nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] die 1-Reichspfennig-Münze in Österreich als 1-Groschen-Münze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar vor Umstellung auf die Euro-Währung waren noch 50-, 10- und (selten) 5-Groschen-Münzen im Umlauf. Die 2- und 1-Groschen-Stücke wurden praktisch schon seit 1970 nicht mehr verwendet, die 20-Groschen-Münzen gingen 1959 außer Kurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Polen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Poland-1925-Coin-0.05.jpg|mini|Polnische 5-Groschen-Münze von 1925, Vorder- und Rückseite]]&lt;br /&gt;
Die unter August III., König von Polen und als Kurfürst von Sachsen, Friedrich August&amp;amp;nbsp;II. (1733–1763) in der [[Münzstätte Grünthal]] und in [[Münzstätte Guben|Guben]] geprägten Grosze (Kupfergroschen) hatten einen Wert von drei Szelągi (Kupferschillingen). Zwischen 1815 und 1860 war und seit 1924 ist der &amp;#039;&amp;#039;Grosz&amp;#039;&amp;#039; (Mehrzahl Nominativ: &amp;#039;&amp;#039;Grosze,&amp;#039;&amp;#039; Mehrzahl Genitiv: &amp;#039;&amp;#039;Groszy&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Bei der Menge 2 bis 4, 22 bis 24, 32 bis 34 usw. wird in der [[Polnische Grammatik#Numeri|polnischen Sprache]] Plural Nominativ, die Menge 5 bis 21, 25 bis 31, 35 bis 41 usw. Plural Genitiv angewandt. Daher sind die Münzen mit „2 GROSZE“, aber „5 GROSZY“ beschriftet.&amp;lt;/ref&amp;gt; der hundertste Teil des polnischen [[Złoty]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Groschen in der Umgangssprache ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
|Breite = 110&lt;br /&gt;
|Bild1 =Groschen 1941.jpg&lt;br /&gt;
|Untertitel1 =10-Pfennig-Münze (Reichsmark, 1941)&lt;br /&gt;
|Bild2 =Mk Groschen.jpg&lt;br /&gt;
|Untertitel2 =10-Pfennig-Münze (Deutsche Mark)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
|Breite = 110&lt;br /&gt;
|Bild1 =10 Pfennig DDR Wertseite.JPG&lt;br /&gt;
|Untertitel1 =10-Pfennig-Münze (DDR-Mark)&lt;br /&gt;
|Bild2 =10 cent coin Eu serie 1.png&lt;br /&gt;
|Untertitel2 =10-Cent-Münze (Euroraum)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschsprachiger Raum ===&lt;br /&gt;
Unbeschadet der [[Dezimalwährung|Dezimalisierung]] des deutschen Münzsystems war beziehungsweise ist es in Nord- und Mitteldeutschland – und damit in den Gebieten, wo vor 1871 der in Groschen geteilte [[Taler]] galt – weiterhin üblich, die [[Bargeld der Deutschen Mark#Abbildungen und Abmessungen|10-Pfennig-Münze]] bzw. die [[Euromünzen#Beschreibung|10-Cent-Münze]] &amp;#039;&amp;#039;Groschen&amp;#039;&amp;#039; zu nennen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.atlas-alltagssprache.de/r8-f2a-2/?child=runde Verbreitungskarte im „Atlas zur deutschen Alltagssprache“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Groschen war derart weit verbreitet, dass er in viele [[Redewendung]]en und Gegenstandsbezeichnungen Eingang gefunden hat, unabhängig vom [[Nennwert]] einer bestimmten Münze. So sagt man „Der Groschen ist gefallen“, wenn jemand etwas endlich verstanden hat. Die häufige Verwendung für einen bestimmten Zweck führte auch zu Bezeichnungen, die ein eigenständiges Objekt suggerieren, wie beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Parkgroschen,&amp;#039;&amp;#039; sowie zu rein sinngemäßen Übertragungen wie dem &amp;#039;&amp;#039;[[Notgroschen]]&amp;#039;&amp;#039;. Groschengrab ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Geldspielautomaten und Musikboxen in Gaststätten. Besonders billig zu erhaltende Gegenstände waren &amp;#039;&amp;#039;Groschenware&amp;#039;&amp;#039; oder [[Heftroman|&amp;#039;&amp;#039;Groschenhefte;&amp;#039;&amp;#039;]] diese Bedeutung klingt auch im Titel der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Dreigroschenoper|Dreigroschenoper]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Bertolt Brecht]] an. Das &amp;#039;&amp;#039;Groscherlgeschäft&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in Österreich einen kaum lohnenden Aufwand oder sehr geringe Gewinne.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Österreichisches Wörterbuch]].&amp;#039;&amp;#039; 42., neu bearb. Aufl. Hrsg. im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. öbv, Wien 2012, [[s.&amp;amp;nbsp;v.]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Russland ===&lt;br /&gt;
Im [[Russische Sprache|Russischen]] ist das Wort &amp;#039;&amp;#039;Grosch&amp;#039;&amp;#039; ein [[Synonym]] für [[Kleingeld]]. In [[Russland]] war der Grosch (eine Kupfermünze im Wert von 2&amp;amp;nbsp;[[Kopeke]]n) schon seit dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in Umlauf. Obwohl es sie nicht mehr gibt, existiert weiterhin ein Sprichwort: „Das kostet keinen gebrochenen Grosch“, was heißt: „Das Ding hat keinen Wert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ukraine, Türkei, Albanien ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hroši (Гроші),&amp;#039;&amp;#039; das [[Ukrainische Sprache|ukrainische]] Wort für „Geld“, und &amp;#039;&amp;#039;kuruş,&amp;#039;&amp;#039; {{Bruch|100}} der [[Türkische Lira|türkischen Lira]], sind ebenfalls von „Groschen“ abgeleitet. Das [[Albanische Sprache|albanische]] „grosh“ ist dem [[Türkische Sprache|Türkischen]] entlehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption, Wortverwendung ==&lt;br /&gt;
* [[Verlorener Groschen|Gleichnis vom verlorenen Groschen]], deutsche Bezeichnung in der Tradition der [[Lutherbibel]] {{Bibel|Lk|15|8–10|LUT}} für ein biblisches Gleichnis&lt;br /&gt;
* [[Ludwig van Beethoven]], Rondo a capriccio für Klavier in G-Dur op. 129, Populartitel durch seinen Biographen und Sekretär [[Anton Schindler]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wut über den verlorenen Groschen]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://oe1.orf.at/programm/20170109/457047/Pasticcio Pasticcio mit Teresa Vogl] gesendet am 9. Jänner 2016, 08.20 Uhr, Ö1-Radio, orf.at, 7 Tage nachhörbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Redewendungen:&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Wer den Groschen nicht ehrt, ist des Schillings nicht wert&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Der Groschen fällt&amp;#039;&amp;#039; – etwas plötzlich verstehen (so plötzlich, wie sich eine hochkant kreiselnde Groschen-Münze hinlegt)&lt;br /&gt;
* Bertolt Brecht: [[Dreigroschenoper]]&lt;br /&gt;
* Ausstellung vom 8. März bis 20. Mai 2002 im Feuerwehrmuseum [[Groß St. Florian]] über Münzautomaten: &amp;#039;&amp;#039;Der Groschen fällt&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://korso.at/archive/korso/kunst/groschen.htm „Der Groschen fällt“ – im Steirischen Feuerwehrmuseum], Kulturmagazin korso, Graz, März 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sächsische Münzgeschichte#Groschenzeit|Sächsische Münzgeschichte: Groschenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Fürstengroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Schildgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Bartgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Bauerngroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Guter Groschen]]&lt;br /&gt;
* [[Giulio (Münze)|Giulio]] (Groschen des Kirchenstaats)&lt;br /&gt;
* [[Groat]]&lt;br /&gt;
* [[Groten]]&lt;br /&gt;
* [[Helmgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Horngroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Judenkopfgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]] (kleiner Kreuzgroschen zu 4 Pfennig, der sich im süddeutschen Sprachraum als Münzbezeichnung lange erhalten hat)&lt;br /&gt;
* [[Margarethengroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Schwertgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Schildgroschen (Hessen)]]&lt;br /&gt;
* [[Schilling]]&lt;br /&gt;
* [[Sechsling]] oder &amp;#039;&amp;#039;Sechser,&amp;#039;&amp;#039; vormals die Hälfte eines Groschens&lt;br /&gt;
* [[Silbergroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Spitzgroschen|Spitzgroschen – Sachsen, Meißen und Thüringen 1475–1482]]&lt;br /&gt;
* [[Stechgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Schwanenstüber]]&lt;br /&gt;
* [[Sportgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Zinsgroschen]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Freiberg#Groschenzeit|Münzstätte Freiberg – Groschenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Colditz|Groschenmünze Colditz der Kurfürstin Margaretha von Sachsen]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Gotha#Groschenzeit|Münzstätte Gotha – Groschenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Schneeberg#Groschenzeit|Münzstätte Schneeberg – Groschenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Wittenberg#Groschenzeit|Münzstätte Wittenberg – Groschenzeit]]&lt;br /&gt;
* [[Münzstätte Sangerhausen#Die Münzen der Münzstätte|Münzstätte Sangerhausen – Die Münzen der Münzstätte (Groschenzeit)]]&lt;br /&gt;
* [[Bankotaler#Preußischer Bankotaler|Wert in Gute Groschen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|13681|Groschen|Autor=Lorenzo Fedel}}&lt;br /&gt;
* [http://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?db=drw&amp;amp;index=lemmata&amp;amp;term=Groschen&amp;amp;bd4_1115=F &amp;#039;&amp;#039;Groschen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Rechtswörterbuch]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. IV, Sp. 1115–1118.&lt;br /&gt;
* [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/127860 &amp;#039;&amp;#039;Groschen I.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Bd. II, Sp. 816.&lt;br /&gt;
* F. A. Brockhaus: &amp;#039;&amp;#039;Conversations-Lexikon,&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1830, Vierter Band, S. 889.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4410303-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Münze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Münze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Währungsuntereinheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Moyogo</name></author>
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