<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gro%C3%9Fzschocher</id>
	<title>Großzschocher - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gro%C3%9Fzschocher"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fzschocher&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T21:54:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fzschocher&amp;diff=696063&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andreas Wolf 01: /* Lage */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fzschocher&amp;diff=696063&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-22T19:55:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Lage&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Blick auf Großzschocher (2005).jpg|mini|hochkant=1.3|Blick auf Großzschocher nach Westen (2005)]]&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsgliederung&lt;br /&gt;
|NAME= Großzschocher&lt;br /&gt;
|NAME-OBEREBENE= Südwest&lt;br /&gt;
|NAME-HAUPTEBENE= [[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|TYP= Stadt- und Ortsteil&lt;br /&gt;
|TYP-OBEREBENE= Stadtbezirk&lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN= &lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN-HAUPTEBENE= Coat of arms of Leipzig.svg&lt;br /&gt;
|BILD-KARTE= Leipzig Ortsteil 53 Großzschocher.svg&lt;br /&gt;
|BILD-KARTE-BESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
|EINGEMEINDUNG= 1922&lt;br /&gt;
|FLÄCHE= 15.51&lt;br /&gt;
|EINWOHNER= 9233&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-STAND= 2025-12-31&lt;br /&gt;
|PLZ1= 04249&lt;br /&gt;
|PLZ2= &lt;br /&gt;
|VORWAHL1= 0341&lt;br /&gt;
|VORWAHL2= &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 51/18/02/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 12/19/34/E&lt;br /&gt;
|REGION= DE-SN&lt;br /&gt;
|HÖHE= &lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG= &lt;br /&gt;
|BÜRGERMEISTER= &lt;br /&gt;
|SITZVERTEILUNG= &lt;br /&gt;
|SITZVERTEILUNG-NAME= &lt;br /&gt;
|AUTOBAHN1= &lt;br /&gt;
|AUTOBAHN2= &lt;br /&gt;
|BUNDESSTRASSE1= &lt;br /&gt;
|BUNDESSTRASSE2= &lt;br /&gt;
|EISENBAHN= &lt;br /&gt;
|S-BAHN= &lt;br /&gt;
|STRASSENBAHN= 3&lt;br /&gt;
|BUS= 65, 162&lt;br /&gt;
|QUELLE= [https://statistik.leipzig.de/statdist/table_area.aspx?dist=53 statistik.leipzig.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Windorf.jpg|mini|hochkant=1.3|Großzschocher auf einer – nicht genordeten – Karte von 1828]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GroßzschocherFwkButterg.jpg|mini|Heute noch erkennbar: Der alte Dorfkern in der Buttergasse]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Großzschocher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Liste der Stadtteile Leipzigs|Stadtteil]] und zugleich [[Liste der Stadtbezirke und Ortsteile Leipzigs|Ortsteil]] im Stadtbezirk Südwest von [[Leipzig]]. Der Ortsteil umfasst auch die Stadtteile [[Gut Lauer|Lauer]], Mark [[Flickert]], Windorf und Teile von [[Knauthain]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Großzschocher liegt etwa sechs Kilometer südwestlich der Leipziger Innenstadt. Es gehört zu den früheren Elsterdörfern&amp;lt;ref&amp;gt;Pro Leipzig (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Im Leipziger Elsterland. Von Plagwitz bis Hartmannsdorf&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1997, ISBN 3-9805368-3-1&amp;lt;/ref&amp;gt;, die sich wie eine Perlenkette in Nord-Süd-Richtung am Rand der Elsteraue aufreihen. Auf dem [[Grauwacke]]kamm am Rande der Aue verläuft in Hochwasser freier Lage eine Straße, die die längst zu Leipziger Stadtteilen herangewachsenen Dörfer miteinander verbindet. Im nördlich gelegenen Plagwitz trägt sie den Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Zschochersche Straße]]&amp;#039;&amp;#039;, weiter südlich dann &amp;#039;&amp;#039;[[Dieskaustraße]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Namen der früheren Elsterdörfer, die heute alle zu Leipzig gehören, von Nord nach Süd:&lt;br /&gt;
* [[Plagwitz (Leipzig)|Plagwitz]]&lt;br /&gt;
* [[Schleußig]]&lt;br /&gt;
* [[Kleinzschocher]]&lt;br /&gt;
* Großzschocher&lt;br /&gt;
* [[Windorf (Leipzig)|Windorf]]&lt;br /&gt;
* [[Knautkleeberg]]&lt;br /&gt;
* [[Knauthain]]&lt;br /&gt;
* [[Hartmannsdorf (Leipzig)|Hartmannsdorf]]&lt;br /&gt;
* [[Knautnaundorf]]&lt;br /&gt;
Großzschocher ist flächenmäßig ein vergleichsweise großer Stadtteil Leipzigs. Ursprünglich war nur der Elsterhang bis zur oben genannten Straße bebaut. Später dehnte sich die Bebauung bis zur parallel verlaufenden [[Bahnstrecke Leipzig–Probstzella]] aus. Die Flächen westlich davon sind bis heute von ausgedehnten Feldern bedeckt. Großzschocher ist vom Übergang zwischen städtischen und ländlichen Strukturen geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ortsname ist [[Sorbische Sprache|altsorbischen]] Ursprungs und leitet sich wahrscheinlich von dem slawischen Kurznamen Čachor(a) oder Čacher ab. Danach wäre Zschocher als Ort des Čachor(a) oder Čacher zu deuten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Inge Bily |url=http://landschaften-in-deutschland.de/themen/78_B_158-die-bedeutung-der-namen/ |titel=Geographische Namen und ihre Bildung |werk=Landschaften in Deutschland Online |hrsg=Institut für Länderkunde |datum=2015-06 |sprache=de |abruf=2022-07-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]] und [[Hans Walther (Onomastiker)|Hans Walther]] |url=https://www.philol.uni-leipzig.de/fileadmin/Fakult%C3%A4t_Philo/Namenberatungsstelle/NBS_Webseite/Onomastica_Lipsiensia_Band07_Alt-Leipzig_und_das_Leipziger_Land_2010.pdf |titel=Alt-Leipzig und das Leipziger Land. Ein historisch-geographisches Namensbuch zur Frühzeit im Elster-Pleißen-Land im Rahmen der Sprach- und Siedlungsgeschichte |hrsg=Leipziger Universitätsverlag, 2010, S. 256f |format=PDF |sprache=de |abruf=2022-07-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere Vermutung bringt den Namen in Verbindung mit dem altslawischen Wort für „[[Zypergras]]“. Den Namen teilt es sich mit dem etwas weiter nördlich gelegenen Kleinzschocher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großzschocher war bereits im 7./8. Jahrhundert eine slawische Siedlung. 1165 kam es zu einer Zusiedlung deutscher Bauern. Großzschocher wurde dadurch zum Gassendorf mit seinem historischen Kern entlang der heutigen &amp;#039;&amp;#039;Buttergasse&amp;#039;&amp;#039; (bis 1921: &amp;#039;&amp;#039;Mittelstraße&amp;#039;&amp;#039;) zwischen &amp;#039;&amp;#039;Anton-Zickmantel-Straße&amp;#039;&amp;#039; und Mühle.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Riedel, &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon. Leipzig von A bis Z.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2005, ISBN 3-936508-03-8, darin das Schlagwort &amp;#039;&amp;#039;Großzschocher.&amp;#039;&amp;#039; S. 202&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name &amp;#039;&amp;#039;Zsochere&amp;#039;&amp;#039; wird erstmals 1217 urkundlich erwähnt, als Markgraf [[Dietrich der Bedrängte|Dietrich von Meißen]] dem Thomaskloster zu Leipzig das [[Patronatsrecht]] über Großzschocher verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1450 hatte Großzschocher eine große Bedeutung im [[Leipzig]]er Umkreis inne und leistete sich deshalb einige Ausgaben. Der Ort gehörte bis 1856 zum [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischen]] bzw. [[Königreich Sachsen|königlich-sächsischen]] [[Kreisamt Leipzig]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S.&amp;amp;nbsp;60&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1571 wurde ein Großteil des Dorfes nach einem Blitzeinschlag zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Großzschocher wurden 1582 [[Hexenverfolgung]]en durchgeführt: Vier Personen gerieten in Hexenprozesse und wurden hingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Wilde: &amp;#039;&amp;#039;Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen.&amp;#039;&amp;#039; Köln, Weimar, Wien 2003, S. 531–538.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geplündert wurde das Dorf 1637 erst durch die Schweden und dann durch die Kaiserlichen Truppen ([[Dreißigjähriger Krieg]]), 1706 durch die Schweden ([[Großer Nordischer Krieg|Nordischer Krieg]]) und 1763 im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]]. In der [[Völkerschlacht bei Leipzig]] (1813) war Großzschocher Quartier französischer Truppen und Schauplatz heftiger Kämpfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Früheres Schloss ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Großzschocher Schloss.jpg|mini|Schloss Großzschocher (um 1910)]]&lt;br /&gt;
Eine Burg, erbaut durch die Ritter von Krolewitz, wurde 1292 erwähnt. 1349 nahmen sie die Ritter von [[Pflugk]] in ihren Besitz und bauten sie zum [[Schloss (Architektur)|Schloss]] um. Dieses ging 1590 an die Herren von [[Dieskau (Adelsgeschlecht)|Dieskau]], die es zum rechteckigen dreigeschossigen Bau mit [[Satteldach|Satteldächern]], [[Zwerchhaus|Zwerchhäusern]] und hohen Giebeln umgestalteten. Als es die Familie von [[Ponickau (Adelsgeschlecht)|Ponickau]] erwarb, erfolgte eine [[Barock]]isierung. Weitere Besitzer waren die [[Heinrich Blümner|Familie Blümner]], Frau von Gruner und Frau von Falkenstein. Das Schloss wurde bei dem schweren [[Luftangriffe auf Leipzig#20. Februar 1944|Luftangriff auf Leipzig am 20. Februar 1944]] durch Bomben getroffen und brannte aus. Die Reste wurden in den 1960er Jahren abgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sachsens-schloesser.de/leipzig-schloss-grosszschocher Schloss Großzschocher auf der Seite Sachsens Schlösser]/&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom Rittergut sind nur noch die Stallungen erhalten, die von einem Reitverein genutzt werden. Vom Schloss deutet ein inzwischen zugewachsener Trümmerberg den Standort an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzten Besitzer von Schloss und Rittergut vor der Enteignung 1945 waren die [[Wedel (Adelsgeschlecht)|Grafen von Wedel]]. Eine Tochter aus der Familie war [[Elisabeth von Werthern|Elisabeth Gräfin Werthern-Beichlingen]], geb. von Wedel (1916–2009). Sie verlor ihren Mann im Frankreich-Feldzug 1940, flüchtete 1945 aus [[Großneuhausen]] vor der Roten Armee mit ihrer kleinen Tochter Luisa per Treck nach Westfalen und war von 1951 bis 1985 die Geschäftsführerin der [[Deutsche Parlamentarische Gesellschaft|Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft]] in Bonn. Sie war Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstständige Gemeinde ===&lt;br /&gt;
Nach der Ablösung der Grundherrschaft in Sachsen war Großzschocher von 1839 bis 1922, der Eingemeindung nach Leipzig, eine selbständige Gemeinde. Die untere Gerichtsbarkeit blieb noch bis zum 1. Oktober 1856 bei der Rittergutsherrschaft.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;14&amp;quot;| Bevölkerung von Großzschocher&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! 1834&lt;br /&gt;
! 1871&lt;br /&gt;
! 1890&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 855&lt;br /&gt;
| 1571&lt;br /&gt;
| 2681&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsche Flugzeug Werke Kleinzschocher NARA-68155063.jpg|mini|Werk II der Deutschen Flugzeug-Werke Großzschocher]]&lt;br /&gt;
1897 wurde das unmittelbar angrenzende [[Windorf (Leipzig)|Windorf]] mit 800 Einwohnern eingemeindet. Die neue Gemeinde trug den Namen &amp;#039;&amp;#039;Großzschocher-Windorf&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;14&amp;quot;| Bevölkerung von Großzschocher-Windorf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! 1900&lt;br /&gt;
! 1910&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 4397&lt;br /&gt;
| 6083&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Zwischen 1870 und 1900 wuchs die Gemeinde durch Neubauten an der Dieskaustraße. Die Industrialisierung setzte 1885 ein, am Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einer Welle industrieller Neugründungen. Es entstand ein Industriegebiet westlich der Ortslage, entlang der Eisenbahn. Im Ersten Weltkrieg siedelten sich die [[Deutsche Flugzeug-Werke|Deutschen Flugzeugwerke]] an und betrieben am &amp;#039;&amp;#039;Weidenweg&amp;#039;&amp;#039; sogar einen Werkflugplatz. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und dem Verbot einer deutschen Luftwaffe nach den Bestimmungen des [[Friedensvertrag von Versailles|Friedensvertrags von Versailles]] mussten Flugzeugwerke und Flugplatz ihren Betrieb einstellen. Das Gelände wurde 1919 von der [[Allgemeine Transportanlagen-Gesellschaft|Allgemeinen Transportanlagen-Gesellschaft]] übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandlung Großzschochers vom Bauerndorf zum Industriedorf spiegelte sich im Wachstum der Ortsgruppe der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] wider. 1910 zählte diese 464 Mitglieder, davon 86 Frauen. 1913 waren es 765 Mitglieder, davon 171 Frauen. Im Gemeinderat war die Sozialdemokratie 1912 mit 4 Vertretern und 3 Ersatzkandidaten vertreten. Kurz vor der Eingemeindung nach Leipzig beantragte der Gemeinderat von Großzschocher 1921 beim Rat der Stadt Leipzig Straßenumbenennungen. Die &amp;#039;&amp;#039;Hauptstraße&amp;#039;&amp;#039; (heute: &amp;#039;&amp;#039;Dieskaustraße&amp;#039;&amp;#039;) sollte &amp;#039;&amp;#039;[[Karl Marx|Karl-Marx-Straße]]&amp;#039;&amp;#039; heißen, was jedoch vom Leipziger Stadtrat abgelehnt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Rat des Stadtbezirkes Leipzig-Südwest (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leipzig-Südwest. Aus der Geschichte eines Stadtbezirkes.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1990, S. 43&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtteil von Leipzig ===&lt;br /&gt;
Nach der Eingemeindung entstanden weitere Wohngebäude, so beispielsweise 1928 bis 1938 in der &amp;#039;&amp;#039;Huttenstraße&amp;#039;&amp;#039; einfache Dreigeschosser mit hervortretenden Treppenhauserkern (kommunaler Wohnungsbau) oder im früheren Windorf die im Volksmund so genannte &amp;#039;&amp;#039;Insektensiedlung&amp;#039;&amp;#039; (wegen der Straßennamen nach Insekten) mit kleinteiliger Einzel- und Reihenhausbebauung. Das Industriegebiet mit Betrieben wie [[Meier &amp;amp; Weichelt]], heute: [[Georg Fischer AG]], oder der bereits erwähnten ATG, überstand die [[Weltwirtschaftskrise]] und produzierte in Nazideutschland zu einem erheblichen Teil für die Rüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stimmzettel-Anschluss.jpg|mini|Stimmzettel-Anschluss]]&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;Volksabstimmung über die Angliederung Österreichs&amp;#039;&amp;#039; im April 1938 machte sich Leipzig mit über 33.000 &amp;#039;&amp;#039;Nein&amp;#039;&amp;#039; bzw. ungültigen oder nicht abgegebenen Stimmen einen Namen als &amp;#039;&amp;#039;Reichs-Nein-Stadt&amp;#039;&amp;#039;. Die höchsten Anteile von Gegenstimmen in Leipzig entfielen auf Groß- und Kleinzschocher, [[Lindenau (Leipzig)|Lindenau]] und Plagwitz.&amp;lt;ref&amp;gt;Lutz Heydick, &amp;#039;&amp;#039;Leipzig. Historischer Führer zu Stadt und Land&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig/Jena/Berlin 1990, S. 111, ISBN 3-332-00337-2&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]], die im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in den Rüstungsbetrieben eingesetzt wurden, waren in Großzschocher in Lagern an der Schönauer Straße (ATG) und der Gerhard-Ellrodt-Straße (Meier &amp;amp; Weichelt) untergebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Von der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig erstellte Übersichtskarte mit Beschreibung der einzelnen Lager. Bei der Gedenkstätte hat [[Natascha Wodin]] für ein Kapitel ihres Buches &amp;#039;&amp;#039;[[Sie kam aus Mariupol]]&amp;#039;&amp;#039; über die Geschichte ihrer Eltern recherchiert. Im Buch nimmt sie Bezug auf die Arbeitskarte ihres Vaters als „Ostarbeiter“ bei der ATG in der Schönauer Straße 101 ([https://www.zwangsarbeit-in-leipzig.de/karte zwangsarbeit-in-leipzig.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde die ATG völlig demontiert und andere Rüstungsbetriebe wie Meier &amp;amp; Weichelt wurden enteignet. Das Rittergut gelangte durch die Verordnung der Bodenreform am 11. September 1945 zur Aufteilung. 1946 bis 1948 wurde in den Feldern im Westen des Ortsteils eine [[Neubauer (Agrarreform)|&amp;#039;&amp;#039;Neubauernsiedlung&amp;#039;&amp;#039;]] errichtet. Die [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]] &amp;#039;&amp;#039;Florian Geyer&amp;#039;&amp;#039; bewirtschaftete 1959 eine Fläche von 500 Hektar zwischen [[Lausen (Leipzig)|Lausen]], [[Albersdorf (Markranstädt)|Albersdorf]] und der Bahntrasse in Großzschocher.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-F0329-0011-001, Leipzig, Großzschocher, Wohnblöcke.jpg|mini|Neubauviertel Leipzig-Großzschocher (1967)]]&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren wurden westlich der Dieskaustraße, im Winkel zwischen den Bahntrassen, [[Plattenbauten in Leipzig|Plattenbauten]] errichtet. Für die damalige Zeit war es der größte Wohnungsneubaustandort in Leipzig. Gebaut wurden 5-geschossige Plattenbauten des Typs &amp;#039;&amp;#039;IW 62 Brandenburg&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;IW 58 Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;, angeordnet als rechtwinklig zueinander stehende Zeilenbaukörper.&amp;lt;ref&amp;gt;Pro Leipzig und [[Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Eine Wohnung für alle. Geschichte des Kommunalen Wohnungsbaus in Leipzig 1900-2000, Leipzig 2000, S. 225, ISBN 3-9807201-1-X&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 17. März 1994 wurde das Stadtteilzentrum Südwest&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Stadtteilzentrum Südwest siehe die Darstellung in: {{Internetquelle |url=https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.6_Dez6_Stadtentwicklung_Bau/61_Stadtplanungsamt/Stadtentwicklung/Stadtentwicklungsplaene/STEP_Zentren/STEP_Zentren_2016_Blaue-Reihe-Nr-62.pdf |titel=Stadtentwicklungsplan Zentren 2016 |abruf=2026-02-11 |werk=leipzig.de |hrsg=Stadt Leipzig |sprache=de |seiten=113 |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit Ladenpassagen, einem Appartementhaus und Eigentumswohnungen eröffnet, 2015 die Feuerwache Südwest mit der [[Feuerwehr Leipzig|Integrierten Rettungsleitstelle]] für ganz [[Leipzig]]. 2022 wurde mit dem Bau eines neuen Schulcampus an der Arthur-Nagel-Straße begonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.leipzig.de/statdist/table.aspx?cat=2&amp;amp;rub=1 |titel=Stadt Leipzig. Bevölkerungsbestand |werk=statistik.leipzig.de |abruf=2026-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000 || 8.829&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || 8.796&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 8.853&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 9.059&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 9.182&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025 || 9.233&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: 31.12. des jeweiligen Jahres&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen zum [[Sächsischer Landtag|Sächsischen Landtag]] gehört Großzschocher zum [[Wahlkreis Leipzig 5]], bei Bundestagswahlen zum [[Bundestagswahlkreis Leipzig II]] (Wahlkreis&amp;amp;nbsp;153).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bundestagswahl 2025]] führte bei einer [[Wahlbeteiligung]] von 80,9 % zu folgendem [[Zweitstimme]]nergebnis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei&lt;br /&gt;
! Großzschocher&amp;lt;br&amp;gt;2021&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.1_Dez1_Allgemeine_Verwaltung/12_Statistik_und_Wahlen/Wahlen/Wahlbericht_Bundestagswahl_2021_Ergebnisse.pdf |titel=Bundestagswahl am 26. September 2021. Ergebnisse und Analysen |werk=static.leipzig.de |seiten=79, 83 |format=PDF |abruf=2025-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Großzschocher&amp;lt;br&amp;gt;2025&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlergebnis.leipzig.de/4/bt2025/14713000/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=432&amp;amp;stimmentyp=1&amp;amp;id=ebene_-1243_id_2975 |titel=Stadt Leipzig - Großzschocher. Bundestagswahl 23.02.2025 - Zweitstimmen |werk=wahlergebnis.leipzig.de |abruf=2025-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Stadt Leipzig&amp;lt;br&amp;gt;2025&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlergebnis.leipzig.de/4/bt2025/14713000/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=432&amp;amp;stimmentyp=1&amp;amp;id=ebene_-1241_id_2939 |titel=Stadt Leipzig. Bundestagswahl 23.02.2025 - Zweitstimmen  |werk=wahlergebnis.leipzig.de |abruf=2025-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Alternative für Deutschland|AfD]]&lt;br /&gt;
| 18,3 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 29,5 %&lt;br /&gt;
| 21,9 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]&lt;br /&gt;
| 18,4 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 20,6 %&lt;br /&gt;
| 16,6 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Die Linke]]&lt;br /&gt;
| {{0}}9,8 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 13,6 %&lt;br /&gt;
| 22,5 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]&lt;br /&gt;
| 23,3 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 11,0 %&lt;br /&gt;
| 10,7 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Bündnis Sahra Wagenknecht|BSW]]&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}9,7 %&lt;br /&gt;
| {{0}}7,4 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Bündnis 90/Die Grünen]]&lt;br /&gt;
| 10,3 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}8,1 %&lt;br /&gt;
| 13,6 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Freie Demokratische Partei|FDP]]&lt;br /&gt;
| {{0}}9,8 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}2,3 %&lt;br /&gt;
| {{0}}3,2 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Sonstige&lt;br /&gt;
| 10,1 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}5,1 %&lt;br /&gt;
| {{0}}4,1 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmale in Großzschocher}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Apostelkirche (Leipzig-Großzschocher)|Apostelkirche]] im Zentrum des Stadtteils, ursprünglich eine [[Romanik|romanische]] [[Chorturm]]kirche aus dem Jahre 1217, die unter anderem in den Jahren 1904–1908 einen [[neobarock]]en Umbau der Westfassade mit Schaffung von zwei Nischen über den Eingangsportal erfuhr. Die beiden Figuren der Apostel Petrus und Paulus für die Nischen wurden von [[Johannes Hartmann (Bildhauer)|Johannes Hartmann]] (1869–1952), einem Schüler von [[Max Klinger]] (1857–1920), im Jahr 1926 geschaffen. Den Namen Apostelkirche bekam die Kirche am 30. April 1950.&lt;br /&gt;
* Körnerhaus, ehemaliges Gutsgärtnerhaus, erinnert an den Dichter und Freiheitskämpfer [[Theodor Körner (Schriftsteller)|Theodor Körner]] (1791–1813), der nach seiner Verwundung am 17. Juni 1813 bei [[Kitzen (Pegau)|Kitzen]] eine Nacht in dem Haus gepflegt wurde&lt;br /&gt;
* Körnerstein, ca. zwei km südlich des Körnerhauses in der Elsteraue&lt;br /&gt;
* Anton-Zickmantel-Park. Am [[Zickmantelscher Mühlgraben|Zickmantelschen Mühlgraben]] zwischen Weißer Elster und [[Knauthainer Elstermühlgraben]] gelegen, befanden sich bis 1840 die Kleine Hutweide sowie die Mühlgärten mit Wiesen und Obstbaumbeständen. Diese grenzten an das Mühlengrundstück und erstreckten sich bis zu den Wehren der Weißen Elster. Auf einem Teil des Geländes wurde, vermutlich um 1870, der Mühlpark als private Gartenanlage der Müller-Familie Zickmantel angelegt. Nach Enteignung im Jahr 1945 wurde der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine großzügige Wasserfläche (Teich mit Insel), geschwungene Wege, hübsche Blickbeziehungen und ein schöner Altbaumbestand (Esskastanie, Tulpenbaum, Silberahorn, Eiche, Buche, Schwarznuss, Ginkgo, u. v. a.) prägen dieses landschaftliche Idyll. Bänke laden zum Verweilen ein.&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturdenkmale in Großzschocher|Wasserturm]], 42&amp;amp;nbsp;Meter hoch, 1904 errichtet&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leipziger-industriekultur.de/wasserturm-grosszschocher/ leipziger-industriekultur.de] Artikel zum Wasserturm Großzschocher auf der Website Leipziger Industriekultur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ehemalige Mülldeponie Küchenholz, im Volksmund &amp;#039;&amp;#039;Halde Zschocher&amp;#039;&amp;#039; genannt, mit Bäumen bewachsen und begehbar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;float-left&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Apostelkirche leipzig.jpg|Apostelkirche&lt;br /&gt;
 GroßzschocherKörner2.jpg|Tafel am Körnerhaus&lt;br /&gt;
 Körnerstein.JPG|Körnerstein&lt;br /&gt;
 Ehemalige Mühle Großzschocher.jpg|Ehemalige Zickmantelsche Mühle&lt;br /&gt;
 GroßzschocherWasserturm.jpg|Wasserturm&lt;br /&gt;
 Großzschocher Stadtteilzentrum Südwest.jpg|Stadtteilzentrum Südwest&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umgebung finden sich die Elsteraue als Teil des [[Leipziger Auwald]]s und einige künstlich angelegte Seen, die aus den ehemaligen Braunkohlegruben entstanden sind. Als größtes Gewässer dieser Art ist der [[Cospudener See]] zu nennen.&lt;br /&gt;
Zwischen [[Windorf (Leipzig)|Windorf]] und [[Knautkleeberg]] erstreckt sich das [[Naturbad Leipzig-Südwest|Naturbad Südwest]], eine ehemalige Kiesgrube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eisenbahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stadtteil war mit dem 1873 an der [[Bahnstrecke Leipzig–Probstzella]] eröffneten Bahnhof Leipzig-Großzschocher bis Mitte 2011 umsteigefrei an den öffentlichen Nahverkehr von/nach [[Leipzig Hauptbahnhof]] oder bis nach [[Zeitz]]–[[Gera]]–[[Saalfeld/Saale|Saalfeld (Saale)]] angebunden. Seitdem wird dieser Bahnhof nicht mehr bedient. Der zweite, 1879 eröffnete Bahnhof an der [[Bahnstrecke Leipzig-Plagwitz–Markkleeberg-Gaschwitz]] diente zuletzt als Haltepunkt &amp;#039;&amp;#039;Leipzig-Kleinzschocher&amp;#039;&amp;#039; für die damalige [[S-Bahn Mitteldeutschland#S-Bahn Leipzig (1969–2004)|S-Bahn Leipzig]], wurde aber bereits 2002 stillgelegt. Die beiden nächstgelegenen Bahnhöfe für Großzschocher, die sich in Betrieb befinden, sind der [[Bahnhof Leipzig-Plagwitz]] und an der Endstelle der Straßenbahnlinie &amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039; der Bahnhof Leipzig-Knauthain.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ÖPNV&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1896 erhielt Großzschocher Anschluss an das Straßenbahnnetz Leipzig. Aktuell bestehen Verbindungen mit der [[Straßenbahn Leipzig#Linie 3|Straßenbahnlinie 3]] sowie den Buslinien &amp;#039;&amp;#039;65&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;162&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;N1&amp;#039;&amp;#039; der [[Leipziger Verkehrsbetriebe]] (LVB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Straßen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Straßen sind in Nord-Süd-Richtung die [[Dieskaustraße]] (in der DDR-Zeit: &amp;#039;&amp;#039;Straße des Komsomol&amp;#039;&amp;#039;) (vor der Eingemeindung nach Leipzig 1922: &amp;#039;&amp;#039;Hauptstraße&amp;#039;&amp;#039;) und in Ost-West-Richtung die Verbindung &amp;#039;&amp;#039;Brückenstraße / Gerhard-Ellrodt-Straße / Schönauer Straße&amp;#039;&amp;#039; (als Teil des [[Mittlerer Ring (Leipzig)|Mittleren Ringes von Leipzig]]). Die [[Rippach (Saale)|Rippachtalstraße]] ([[Liste der Staatsstraßen in Sachsen bis zur S 199|Staatsstraße S 46]]) führt zur [[Bundesautobahn 38]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:BA Leipzig.jpg|mini|Duale Hochschule]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruth-Pfau-Schule.jpg|mini|hochkant|Ruth-Pfau-Schule]]&lt;br /&gt;
In Großzschocher befinden sich eine Oberschule (56. Oberschule)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.56-oberschule-leipzig.de/ Website der 56. Oberschule]&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Grundschule Großzschocher (ehemals 120. Grundschule)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.grundschule-grosszschocher.de/ Website der Grundschule Großzschocher]&amp;lt;/ref&amp;gt;, die [[Duale Hochschule Sachsen]] und die [[Ruth Pfau|Ruth-Pfau]]-Schule&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ruth-pfau-schule.de/ Website der Ruth-Pfau-Schule]&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein Berufliches Schulzentrum für Gesundheits- und Sozialwesen. Dem Schulzentrum wurde der Name „Ruth Pfau“ 2010 verliehen; 2011 besuchte die in Leipzig geborene Lepraärztin die nach ihr benannte Schule.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Schule befindet sich auf dem Gelände der Fliegertechnischen Vorschule aus der Nazizeit, siehe dazu: [[Allgemeine Transportanlagen-Gesellschaft]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grundschule Großzschocher befand sich bis zum Sommer 2025 in der Arthur-Nagel-Straße in einem Gebäude vom [[Typ Dresden Atrium]], bevor sie in ein neues Gebäude umzog. Mit dem Neubau wurde der erste Baustein des neuen Bildungscampus im Leipziger Südwesten gelegt. Bis zum Frühjahr 2027 soll dort noch eine Kindertagesstätte entstehen und bis zum Schuljahresbeginn 2033/34 eine Gemeinschaftsschule gebaut werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tag24.de/leipzig/lokales/neue-grundschule-grosszschocher-feiert-offizielle-eroeffnung-in-leipzig-3413805 |titel=Für 42 Millionen Euro: Leipzigs neue Super-Grundschule offiziell übergeben |abruf=2025-08-23 |autor=Tamina Porada |werk=tag24.de |datum=2025-08-22 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Christoph Völckner]] (1622–1698), Pfarrer, in Großzschocher aufgewachsen&lt;br /&gt;
* [[Christian Carl David Beyer]] (1785–1856), Orgelbauer, Werkstatt in Großzschocher&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Leutemann]] (1824–1905), Tiermaler und -zeichner, in Großzschocher geboren&lt;br /&gt;
* [[Arthur Nagel]] (1890–1945), Politiker (KPD), Reichstagsabgeordneter, in Großzschocher geboren&lt;br /&gt;
* [[Alfred Rosch]] (1899–1945), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, lebte in Großzschocher&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Gräfin Werthern]] (1916–2009), Geschäftsführerin der [[Deutsche Parlamentarische Gesellschaft|Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft]], lebte in Großzschocher&lt;br /&gt;
* [[Imke Heymann]] (* 1973), Bürgermeisterin der Stadt [[Ennepetal]], in Großzschocher aufgewachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Großzschocher-Windorf. Ein Leipziger Stadtteillexikon.&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Pro Leipzig e. V. 2016, ISBN 978-3-945027-23-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Großzschocher-Windorf. Aus der Geschichte eines Leipziger Ortsteils.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Pro Leipzig e. V. 2009, ISBN 978-3-936508-37-6.&lt;br /&gt;
* {{BKD|16|39|42|Grosszschocher}}&lt;br /&gt;
* {{Staatslexikon Sachsen|3|554|bis=555|Groß Zschocher}}&lt;br /&gt;
* Rat des Stadtbezirkes Leipzig-Südwest (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leipzig-Südwest. Aus der Geschichte eines Stadtbezirkes.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1990.&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |url=https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.1_Dez1_Allgemeine_Verwaltung/12_Statistik_und_Wahlen/Raumbezug/Ortsteilkatalog/Ortsteilkatalog_2018.pdf&lt;br /&gt;
   |titel=Ortsteilkatalog 2018. Strukturdaten der Ortsteile und Stadtbezirke&lt;br /&gt;
   |hrsg=Stadt Leipzig – Amt für Statistik und Wahlen&lt;br /&gt;
   |seiten=181–184&lt;br /&gt;
   |format=PDF&lt;br /&gt;
   |abruf=2021-07-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Informationswebseite &amp;#039;&amp;#039;Mein Stadtteil&amp;#039;&amp;#039; der Stadt Leipzig für Großzschocher [https://www.leipzig.de/mein-stadtteil/stadtbezirk-suedwest/grosszschocher leipzig.de]&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
* {{Staatslexikon Sachsen|3|554}}&lt;br /&gt;
* [http://landschaften-in-deutschland.de/exkursionen/78_e_509-grosszschocher Großzschocher – Vom Rittergut zum Industriedorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile Leipzig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4452517-5|VIAF=249383415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Weißen Elster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1217]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großzschocher| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andreas Wolf 01</name></author>
	</entry>
</feed>