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	<title>Großneumarkt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T05:27:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fneumarkt&amp;diff=466688&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MadMalika1968: /* Szene */ präziser</title>
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		<updated>2025-03-30T16:56:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Szene: &lt;/span&gt; präziser&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hamburg, der Großneumarkt mit Brunnen, Blick zur St.-Michaelis-Kirche.jpg|mini|Der Großneumarkt nach Süden mit [[Litfaßsäule]], Brunnen und [[Hauptkirche St. Michaelis (Hamburg)|Michel]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Großneumarkt.jpg|mini|Großneumarkt nach Osten mit Kandelaber und Linden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Großneumarkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Großer Neumarkt&amp;#039;&amp;#039;) ist ein zentraler Platz der im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstandenen [[Hamburg-Neustadt|Hamburger Neustadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der etwa 90 × 90 Meter große Platz liegt im Herzen des Stadtteils, etwa auf halbem Wege zwischen der [[Stadthausbrücke]] und dem [[Millerntor]], sowie rund 100 Meter nördlich der [[Ost-West-Straße (Hamburg)|Ludwig-Erhard-Straße]]. Von Norden münden &amp;#039;&amp;#039;Markusstraße&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Thielbek&amp;#039;&amp;#039; auf dem Platz, von Osten &amp;#039;&amp;#039;Wexstraße&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Alter Steinweg&amp;#039;&amp;#039;, von Südosten die &amp;#039;&amp;#039;Erste Brunnenstraße&amp;#039;&amp;#039; sowie von Westen der &amp;#039;&amp;#039;Neue Steinweg&amp;#039;&amp;#039;. Die frühere &amp;#039;&amp;#039;Schlachterstraße&amp;#039;&amp;#039;, die einst im Süden des Platzes zur [[Hauptkirche Sankt Michaelis|St.-Michaelis-Kirche]] (dem „Michel“) führte, wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zerstört und durch eine kleine [[Grünfläche|Parkanlage]] ersetzt, die den Blick zum Michel öffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz ist fast vollständig [[Pflaster (Bodenbelag)|gepflastert]] und mit Linden bestanden und umsäumt. Über drei Zufahrten ist der Platz für die Marktleute während der [[Wochenmarkt|Wochenmärkte]] oder bei Veranstaltungen befahrbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Großneumarkt Suhr.jpg|mini|Parade des Stadtmilitärs auf dem Großneumarkt 1800 ([[Gebrüder Suhr]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Großneumarkt 1850.jpg|mini|Markttreiben auf dem „Großen Neumarkt“ um 1850, im Hintergrund Brunnen und Wachhaus]]&lt;br /&gt;
Der Platz entstand nach der Einbeziehung der heutigen Neustadt in die [[Hamburger Wallanlagen|Hamburger Stadtbefestigung]] und wurde zwischen 1624 und 1660 zunächst von drei Seiten bebaut. Der vom [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg|Hamburger Rat]] auch mit dem Entwurf eines Straßennetzes beauftragte Festungsbaumeister [[Johan van Valckenburgh]] sah für die Neustadt vier Plätze vor: [[Gänsemarkt]], [[Schaarmarkt]], [[Zeughausmarkt]] sowie den zentral an einer alten Landstraße (Alter und Neuer Steinweg) gelegenen „Neuen Markt“ (&amp;#039;&amp;#039;forum novum&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franklin Kopitzsch]], Daniel Tilgner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburg-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 2010, S. 264 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diesen bürgerte sich – zwecks Unterscheidung vom früher ebenfalls als „Neumarkt“ bezeichneten [[Hopfenmarkt]] in der Altstadt – alsbald der Name &amp;#039;&amp;#039;Großer Neumarkt&amp;#039;&amp;#039; ein, später erst volkstümlich und seit 1899 auch offiziell zu Großneumarkt verkürzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Beckershaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Hamburger Straßennamen. Woher sie kommen und was sie bedeuten.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2002, S. 133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu den Märkten der Altstadt spielte der Großneumarkt nur eine untergeordnete Rolle für den Warenhandel. Er diente vor allem als Sammel- und Exerzierplatz für das [[Hamburger Bürgermilitär|Hamburger Stadt- und Bürgermilitär]]. In der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]] war er auch ein Zentrum der Anwerbung von [[Söldner]]n für auswärtige, z.&amp;amp;nbsp;B. kaiserliche oder dänische Dienste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[[Reinhold Pabel]]: &amp;#039;&amp;#039;Alte Hamburger Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;, Bremen 2001, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Platz stand bis 1859 ein zuletzt als Polizeiwache genutztes großes Wachgebäude (später durch die nahegelegene „Hüttenwache“ ersetzt); anfangs gab es auch einen „[[Esel (Strafmittel)|Hölzernen Esel“]] zur Bestrafung von (Militär-)Gefangenen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1704 erhielt der Platz einen 60&amp;amp;nbsp;Fuß tiefen Brunnen mit steinernem Aufbau; von 1750 bis 1781 stand hier außerdem ein hölzerner Glockenturm als Ersatz für die durch Blitzschlag zerstörte und im Wiederaufbau befindliche Michaeliskirche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. F. Gaedechens |Titel=Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg und ihrer nächsten Umgebung von der Entstehung bis auf die Gegenwart |Verlag=Mauke |Datum=1880 |Online=https://books.google.com/books?id=95MIMb6WXlAC&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA138&amp;amp;dq=gro%C3%9Fneumarkt&amp;amp;hl=de |Abruf=2022-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner militärischen Funktion wurde der Großneumarkt auch als [[Jahrmarkt]] von „Marktschreiern, Magiern, Zahnbrechern und Wurmdoktoren“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; bevölkert, insbesondere nachdem die [[Hamburger Dom (Alter Mariendom)|Hamburger Domkirche]] 1807 abgerissen wurde und die dortigen Händler sich auf andere Plätze der Stadt verteilten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carl Schellenberg |url=https://www.abendblatt.de/archiv/1949/article200257245/Vom-Dom-zum-Dom.html |titel=Vom Dom zum „Dom“. Die Geschichte des Weihnachtsmarktes |werk=[[Hamburger Abendblatt]] |datum=1949-11-12 |abruf=2022-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Schaustellern auf dem Großneumarkt gehörte unter anderem auch der Tierhändler [[Carl Hagenbeck]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Hagenbeck |Titel=Von Tieren und Menschen: Erlebnisse und Erfahrungen |Verlag=BoD – Books on Demand |Datum=2014 |ISBN=978-3-8430-7078-2 |Online=https://books.google.com/books?id=lBYxBwAAQBAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA7&amp;amp;dq=gro%C3%9Fneumarkt&amp;amp;hl=de |Abruf=2022-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bebauung ==&lt;br /&gt;
Rund um den Großneumarkt befinden sich überwiegend Gebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die teilweise unter Denkmalschutz stehen. An der ehemaligen Schlachterstraße am Durchgang zum Michel befanden sich zwei jüdische [[Altenheim|Wohnstifte]], das Marcus-Nordheim-Stift und das [[Lazarus Gumpel|Lazarus-Gumpel-Stift]]. Erhalten am südöstlichen Rand ist das denkmalgeschützte Hertz-Joseph-Levy-Stift von 1855 mit schlichter Backsteinfront für ältere bedürftige Mitglieder der jüdischen Gemeinde als Zeugnis jüdischen Lebens in der Neustadt. Allein aus diesen Häusern wurden in der [[Zeit des Nationalsozialismus|Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft]] 169&amp;amp;nbsp;Juden deportiert. Ausgehend von der ehemaligen Polizeirevierwache 14 und fünf weiteren Wachen wurden 1940 in der sogenannten „Zigeuneraktion“ 551&amp;amp;nbsp;[[Roma und Sinti]] nach [[Polen]] deportiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Kürschner-Pelkmann |Titel=Jüdisches Leben in Hamburg: ein Stadtführer |Verlag=Dölling und Galitz |Datum=1997 |ISBN=3-930802-62-7 |Online=https://books.google.com/books?id=maYsAQAAIAAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;hl=de |Abruf=2022-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anzahl der bisher verlegten [[Stolpersteine]] vor den Häusern zeigt nur einen Bruchteil menschlicher Schicksale aus dieser Zeit. Die ehemalige Polizeirevierwache wurde umgebaut zum reinen Wohnhaus und nennt sich seitdem Haus „Alte Wache“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südwesten neben der damaligen Schlachterstraße wurden die oberen Stockwerke der denkmalgeschützten „Pelikan-Apotheke“ zerstört. Die Apotheke wurde Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts an diesem Standort gegründet, das jetzige Gebäude wurde 1913 von Jacob &amp;amp; Ameis erbaut. Das alte Portal des Vorgängerhauses wurde in das neue Gebäude integriert, darüber ziert die Fassade das Wappentier der Apotheke, ein Pelikan mit seinem Nachwuchs. Im Inneren befinden sich Teile der historischen Einrichtung sowie ein geschmiedeter Segensspruch über dem Verkaufstresen. Rechts neben der Apotheke und am Neuen Steinweg wurden die früheren Flachbauten durch einen Rundbau ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Ostseite des Platzes zwischen der Wexstraße und dem Alten Steinweg befinden sich zwei erhaltene Wohnhäuser aus dem 19. Jahrhundert, ebenerdig Gastronomie. Das Toilettenhaus stammt aus den 1920er Jahren und ist während des Wochenmarktes geöffnet. Seit einigen Jahren befindet sich ein Eis-Café dort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Platz an der Nordseite erinnern einige ehemalige Verkaufs-Pavillons an die Erfindung der [[Currywurst]], die in der [[Die Entdeckung der Currywurst (Film)|verfilmten]] Novelle von [[Uwe Timm]] beschrieben wird und nach der Überlieferung 1947 hier in einem Imbiss erstmals angeboten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Timm: &amp;#039;&amp;#039;Die Entdeckung der Currywurst.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Szene ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grossneumarktbrunnen.jpg|mini|Den Großneumarktbrunnen schuf [[Doris Waschk-Balz]] ab 1976]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg Neustadt-Süd Großneumarkt Litfaßsäule.JPG|mini|Denkmalgeschützte Litfaßsäule um&amp;amp;nbsp;1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pelikan-Apotheke am Großneumarkt 37 in Hamburg-Neustadt.jpg|mini|Pelikan-Apotheke]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hh-Abr-ph-schuldt-stift.jpg|mini|Wohnhaus der [[Abraham-Philipp-Schuldt-Stiftung]]&amp;lt;br /&amp;gt;Ecke Enckeplatz / Hütten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hh-gefaengnis-huetten.jpg|mini|Gefängnis &amp;#039;&amp;#039;Hütten&amp;#039;&amp;#039; (* 1858), Architekt [[Franz Gustav Forsmann|Forsmann]]]]&lt;br /&gt;
Seit den 1950er Jahren gibt es am Großneumarkt eine lebhafte [[Kneipe]]n- und Klubszene. Auch Homosexuelle verkehrten hier, da das Viertel bis zur Reform des [[§ 175 Strafgesetzbuch (Deutschland)|Paragraphen 175]] im Jahr 1969 ein „Geheimtipp“ war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Bernhard Rosenkranz]], [[Gottfried Lorenz]] |Titel=Hamburg auf anderen Wegen: Die Geschichte des schwulen Lebens in der Hansestadt |Verlag=Himmelstürmer Verlag |Datum=2012 |ISBN=978-3-86361-261-0 |Seiten= |Online=https://books.google.com/books?id=1p6SAgAAQBAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA322&amp;amp;dq=gro%C3%9Fneumarkt&amp;amp;hl=de |Abruf=2022-03-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierher zog der [[Star-Club]], nachdem er in der [[Große Freiheit|Großen Freiheit]] schließen musste, und hielt sich bis Anfang der 1980er Jahre. Einer der bekanntesten [[Jazzkeller]] Hamburgs, der &amp;#039;&amp;#039;Cotton Club&amp;#039;&amp;#039;, ist auch nur wenige Schritte entfernt. Im &amp;#039;&amp;#039;Schwenders&amp;#039;&amp;#039; an der Ecke zum Alten Steinweg wurde dreißig Jahre lang klassische Musik gespielt, bis es 2007 geschlossen wurde, und bei &amp;#039;&amp;#039;Goldi’s&amp;#039;&amp;#039; traf man die seltsamsten Typen der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Großneumarkt war neben der sogenannten „[[Hamburger Szene|Eppendorfer Szene]]“ einer der Treffpunkte sowohl zum Frühschoppen wie auch zum Nachtbummel in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sehenswürdigkeiten ===&lt;br /&gt;
* Im vier Meter hohen Jubiläums- oder Großneumarktbrunnen aus Bronze der in Hamburg lebenden Bildhauerin [[Doris Waschk-Balz]] steigt eine Wendeltreppe aus dem Brunnenbecken in Form einer runden Feuerschale empor, auf deren Stufen sich drei Männer, drei Frauen und eine überlebensgroße Frauenbüste befinden. Das Motiv der Drehung der Wendeltreppe wird von einzelnen Figuren aufgenommen. Die Frau der untersten Stufe ist bekleidet und hat nur Armansätze, die anderen sind nackt. Der zweite Mann sitzt, alle anderen stehen, wobei der oberste Frauenkörper ein Torso ist. Die vom Wasser vor Feuer geschützten Figuren spielen auf die Kriegszerstörungen des Platzes im letzten Weltkrieg an und sind ein Motiv für die [[Hamburger Feuerkasse]], die den Brunnen 1976 wie die  Brunneninschrift festhält &amp;#039;&amp;#039;aus Anlass ihres 300-jährigen Bestehens&amp;#039;&amp;#039; stiftete.&lt;br /&gt;
* eine von acht verbliebenen denkmalgeschützten [[Litfaßsäule]]n in Hamburg aus der Zeit um 1900 mit kegelförmigen grünen Keramikdach und der sog. &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Rose&amp;#039;&amp;#039; an der Dachspitze&lt;br /&gt;
* Großneumarkt 37, Gebäude sowie die darin befindliche historische Einrichtung der &amp;#039;&amp;#039;Pelikan-Apotheke&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Fünfflammiger Kandelaber aus den Anfängen der Straßenbeleuchtung&lt;br /&gt;
* Buchstabenrätsel aus Sandstein von Andreas Hilke&lt;br /&gt;
* Großneumarkt 54–56, Hertz-Joseph-Levy-Stift&lt;br /&gt;
* Das 1893 errichtete Gebäude der ehemaligen Polizeirevierwache 14 (aufgelöst und zusammengelegt mit dem Kommissariat im Jahr 2002 an der [[Caffamacherreihe]]) ist als Kulisse aus der TV-Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Großstadtrevier]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt und heute zum Wohngebäude umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umgebung ==&lt;br /&gt;
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war der Großneumarkt von ausgedehnten [[Gängeviertel (Hamburg)|Gängevierteln]] aus [[Fachwerkhaus|Fachwerkhäusern]] umgeben. Zwar blieb die Neustadt vom [[Hamburger Brand|Großen Brand 1842]] verschont, doch setzten bald darauf Bestrebungen ein, die vorwiegend von ärmeren Bevölkerungsschichten bewohnten und als „ungesund“ und „kriminell“ geltenden Viertel zu „[[Flächensanierung|sanieren]]“: Ab 1866 kauften die Gebrüder Ernst und Hermann Wex systematisch Grundstücke östlich des Platzes auf, legten die Wex- und [[Brüderstraße (Hamburg)|Brüderstraße]] neu an und bebauten sie mit repräsentativen Etagenhäusern für zahlungskräftige Mieter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ralf Lange]] |Titel=Architekturführer Hamburg |Verlag=Edition Axel Menges |Datum=1995 |ISBN=3-930698-58-7 |Seiten=59 f. |Online=https://books.google.de/books?id=TrNKZxfO3g8C&amp;amp;pg=PA86#v=twopage&amp;amp;q=wexstra%C3%9Fe&amp;amp;f=false |Abruf=2022-11-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die übrigen Gängeviertel wurden bis in die 1930er Jahre schrittweise abgerissen. Von der einstigen Bebauung haben sich nur der 1761 erbaute denkmalgeschützte &amp;#039;&amp;#039;Paradieshof&amp;#039;&amp;#039; am Alten Steinweg 11, ein viergeschossiger Fachwerkbau mit wegen seiner [[Volute]]n holländisch anmutender Backsteinfassade mit [[Lisene]]n&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.denkmalverein.de/gerettet/paradieshof Denkmalverein: Paradieshof]&amp;lt;/ref&amp;gt;, und ein ebenfalls unter Denkmalschutz stehendes Fachwerkgiebelhaus von 1780 an der Thielbek&amp;amp;nbsp;13 erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Ende des 19. Jahrhunderts war die Neustadt zudem das Hauptwohngebiet der Hamburger Juden, deren erste [[Synagoge]] in den &amp;#039;&amp;#039;Kohlhöfen&amp;#039;&amp;#039; lag, in unmittelbarer Umgebung der Kirchen weiterer Religionsgemeinschaften. Ebenfalls in den Kohlhöfen (Nr.&amp;amp;nbsp;28) liegt die von der [[Patriotische Gesellschaft|Patriotischen Gesellschaft]] gegründete [[Hamburger Öffentliche Bücherhallen|erste öffentliche Leihbücherei Hamburgs]] in dem 1907–1909 von [[Hugo Groothoff]] errichteten Gebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das von Bomben verwüstete Gebiet südlich des Großneumarktes für den Bau der Ost-West-Straße abgerissen. Diese trennt seitdem den nördlichen vom südlichen Bereich des Viertels. Heute heißt dieser Teil der Straße &amp;#039;&amp;#039;Ludwig-Erhard-Straße&amp;#039;&amp;#039;. Die später entstandenen hohen Bauten der [[Hamburger Sparkasse]] sowie der Versicherung &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Ring]]&amp;#039;&amp;#039; fügen sich nicht in das historische Flair mit ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hütten ===&lt;br /&gt;
Der Name der nahegelegenen Straße &amp;#039;&amp;#039;Hütten&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich „Bei den Hütten“ erinnert an die früheren Soldatenunterkünfte, kleine, freistehende Häuschen, an den [[Hamburger Wallanlagen|Wallanlagen]] zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Wegen der auf den Wallanlagen befindlichen Mühlen durften hier keine hohen Häuser errichtet werden. Als Ersatz für die Wache am Großneumarkt wurde hier 1858 die „Hüttenwache“ erbaut, mit Arrestlokal für kleine Straftäter. 1915&amp;amp;nbsp;wurde das Gebäude erweitert. Das Gefängnis, das in Bürgerschaftsdebatten der 1920er Jahre als „übles Loch“ bezeichnet wurde, diente unter der Herrschaft der [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] zur Inhaftierung politischer Gegner. So war der Widerstandskämpfer [[Helmuth Hübener]] im Jahr 1942 hier für mehrere Monate inhaftiert, bevor er im Alter von 17&amp;amp;nbsp;Jahren in [[Berlin-Plötzensee]] hingerichtet wurde. Nach den [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogromen von 1938]] wie auch ab 1941 wurde &amp;#039;&amp;#039;Hütten&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls zur Gefangenhaltung von Juden vor ihrer [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportation]] benutzt. Seit 1985 gemahnt eine [[Hamburger Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus|Gedenktafel]] am Gebäude an diese Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Peterstraße ===&lt;br /&gt;
Die Wohnanlage in der Peterstraße ließ [[Alfred Toepfer|Alfred Carl Toepfer]] nach historischen Formen errichten, da ein Erhalt der Gebäude unwirtschaftlich war. Toepfer übernahm 1965 auf Bitten des damaligen Ersten Bürgermeisters [[Herbert Weichmann]] auch das Beyling-Stift (Peterstraße Nr.&amp;amp;nbsp;39). Dieses war 1751 von Wilhelm Gottfried Oelckers als Wohnhaus erbaut worden, 1824 von Johann Beyling worden gekauft und 1899 für Altenwohnungen gestiftet worden. Toepfer ließ es in den historischen Formen restaurieren. Ende der 1960er Jahre ließ Alfred Töpfer nach alten Plänen Bürger- und Kaufmannshäuser errichten. Die historische Neustadt, deren Bebauung durch Fachwerkhäuser und [[Gängeviertel (Hamburg)|enge Gassen]] charakterisiert war, hat nie so ausgesehen. Der Name Peterstraße ist auf die [[Hauptkirche Sankt Petri (Hamburg)|Petrikirche]] zurückzuführen. Im [[Sprengel (evangelisch)|Sprengel]] Michaelis wurden im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert die Straßen nach den Patronen der Hauptkirchen der Altstadt benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Peterstraße Nr. 39 befindet sich seit 1971 das [[Johannes Brahms|Johannes-Brahms]]-Museum. Unter anderem befinden sich hier sämtliche Werke von Brahms auf CD und eine Präsenzbibliothek von 300&amp;amp;nbsp;Bänden. Das 2011 eröffnete [[Telemann-Museum]] befindet sich seit 2015 in der Peterstraße&amp;amp;nbsp;31, zusammen mit dem [[Carl Philipp Emanuel Bach|Carl-Philipp-Emanuel-Bach]]-Museum und dem [[Johann Adolf Hasse|Johann-Adolf-Hasse]]-Museum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kandelaber am Großneumarkt.jpg|Kandelaber am Großneumarkt&lt;br /&gt;
Denkmalschutztafel für das Fachwerkhaus Thielbek 12 bis 14 in Hamburg-Neustadt.jpg|Denkmalschutztafel am Fachwerkhaus Thielbek 12–14&lt;br /&gt;
645 thielbek 12-14.jpg|Denkmalgeschütztes Fachwerkgiebelhaus 1780 Thielbek 12–14&lt;br /&gt;
Hamburg-DeutscherRing-aussen.jpg|Verwaltungsgebäude [[Deutscher Ring]]&lt;br /&gt;
Alter Steinweg 11.jpg|Vorderhaus zum ehemaligen Paradieshof am Alten Steinweg 11, 1761&lt;br /&gt;
Alter Steinweg 4 (Hamburg Neustadt).jpg|Denkmalgeschütztes Bürogebäude von [[Werner Kallmorgen]] und Georg Schiefler, 1957–1969, Alter Steinweg 4, Wexstraße&amp;amp;nbsp;7&lt;br /&gt;
Brüderstraße Hamburg 2.jpg|[[Brüderstraße (Hamburg)|Brüderstraße]]&lt;br /&gt;
Pincerno - Hamburger Neustadt 7 - 1890.jpg|Hütten 1890&lt;br /&gt;
Hh-peterstrasse1.jpg|Peterstraße&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Otto Beneke]]: &amp;#039;&amp;#039;Der große Neumarkt in Hamburg. Mittheilungen aus vergangenen Tagen&amp;#039;&amp;#039;. Mauke, Hamburg 1873 ([https://digitalisate.sub.uni-hamburg.de/recherche/detail?tx_dlf%5Bid%5D=45789&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=1&amp;amp;cHash=d4dbb552b132afa4f888b5fb49acfcbb Volltext online]) (Nachdruck: Severus-Verlag, Hamburg 2019, ISBN 978-3-96345-078-5).&lt;br /&gt;
* [[Hermann Hipp]]: &amp;#039;&amp;#039;Freie und Hansestadt Hamburg. Geschichte, Kultur und Stadtbaukunst an Elbe und Alster.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1996, ISBN 3-7701-1590-2, S. 194–200.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Großneumarkt}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hamburg.de/oeffentliche-plaetze/4257230/grossneumarkt/ Großneumarkt] auf &amp;#039;&amp;#039;hamburg.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://sh-kunst.de/doris-waschk-balz-jubilaeumsbrunnen/ Doris Waschk-Balz Jubiläumsbrunnen auf privater Website]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/33/1/N |EW=9/58/48/E |type=landmark |region=DE-HH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4659352-4|VIAF=235232201}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grossneumarkt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtviertel von Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburg-Neustadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsbauwerk im Bezirk Hamburg-Mitte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MadMalika1968</name></author>
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