<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gro%C3%9Fforschung</id>
	<title>Großforschung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gro%C3%9Fforschung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fforschung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-26T23:59:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fforschung&amp;diff=603194&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fforschung&amp;diff=603194&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-06T21:51:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Großforschung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Big Science&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}) bezeichnet die außerhalb von Universitäten, zum Teil quasi-industriell betriebene Form der [[Wissenschaft]], die im [[Wissenschaftsbetrieb]] seit etwa Mitte des 20. Jahrhunderts verstärkt anzutreffen ist. Dazu zählen vor allem große [[Forschungseinrichtung]]en, wie sie zum Beispiel 1942 mit dem [[Manhattan-Projekt]] ({{lang|en|[[Los Alamos National Laboratory]]}}) eingerichtet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Kontext der Großforschung gehören auch komplexe Systeme zur Sicherstellung einer nachhaltigen [[Dokumentation]] der Forschungsergebnisse, um bspw. Redundanzen in der Projektarbeit zu vermeiden. Als Reaktion auf den [[Sputnik-Schock]] legte zum Beispiel [[Alvin M. Weinberg]] im sogenannten [[Weinberg-Report]] konkrete Empfehlungen vor, die einen besseren Wissensaustausch in der Großforschung gewährleisten sollten, siehe Alvin M. Weinberg: &amp;#039;&amp;#039;Science, Government, and Information&amp;#039;&amp;#039;. 1963.  {{Webarchiv |url=http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/weinberg.html |text=(Deutsche Übersetzung) |wayback=20060305234119 |archiv-bot=2018-04-13 01:54:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch die gesamte Entwicklung der wissenschaftlichen Praxis lässt sich als eine Veränderung von der durch Individuen betriebenen &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Little Science}}&amp;#039;&amp;#039; zur organisierten &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Big Science}}&amp;#039;&amp;#039; beschreiben, wie der Wissenschaftshistoriker [[Derek de Solla Price]] 1963 in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|[[Little Science, Big Science]]}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Derek de Solla Price]]: &amp;#039;&amp;#039;Little Science, Big Science&amp;#039;&amp;#039;, Suhrkamp, 1974  {{Webarchiv |url=http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/price14.html |text=Archivlink |wayback=20060624100529 |archiv-bot=2018-04-13 01:54:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; darlegte. Der Informationswissenschaftler [[Walther Umstätter]] sprach in diesem Zusammenhang für das Internetzeitalter von einer „Fließbandproduktion des Wissens“.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Umstätter: &amp;#039;&amp;#039;Die Nutzung des Internets zur Fließbandproduktion von Wissen.&amp;#039;&amp;#039; In:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Organisationsinformatik und Digitale Bibliothek in der Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Gesellschaft für Wissenschaftsforschung, 2001, ISBN 3-934682-34-0, S. 179–199. [http://www.wissenschaftsforschung.de/JB00_179-200.pdf (pdf; 341&amp;amp;nbsp;kB)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Großforschung in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Großforschung in Deutschland beginnt 1911 mit der Gründung der [[Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft]] (KWG), der Vorläuferin der [[Max-Planck-Gesellschaft]] (MPG). Während ältere Institutionen des Deutschen Reiches wie das [[Gesundheitsamt|Deutsche Gesundheitsamt]] (1876) oder die [[Physikalisch-Technische Reichsanstalt]] (1887) noch zentrale staatliche Aufgaben bei der [[Gesundheitspolitik|Gesundheitskontrolle]] und der [[Normung]] wahrgenommen hatten, standen bei der Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft forschungs- und industriepolitische Interessen im Vordergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründung unter dem Einfluss von [[Friedrich Althoff]], Ministerialdirektor im [[Preußen|preußischen]] Kultusministerium, markiert den Beginn einer staatlichen [[Wissenschaftspolitik]]. In Wirtschaft und Staat setzte sich die Erkenntnis durch, dass Wissenschaft ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor war, dabei drohte Deutschland im Vergleich zu Konkurrenten wie Großbritannien und Frankreich zurückzufallen. Bis 1914 entstanden Institute für physikalische Chemie und Elektrochemie, für Chemie, für experimentelle Therapie und für Arbeitsphysiologie sowie das heute noch existierende [[Max-Planck-Institut für Kohlenforschung|Institut für Kohlenforschung]] in [[Mülheim an der Ruhr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1914–1945 ===&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg überwogen militärische Gesichtspunkte in der Forschungspolitik, so wurde am Institut für physikalische Chemie und Elektrochemie unter [[Fritz Haber]] die Herstellung von [[Giftgas]] erforscht. Militärische Bedeutung hatte auch die [[Ammoniaksynthese]] aus Wasserstoff und Stickstoff zur Herstellung von [[Sprengstoff]] und [[Kunstdünger]]. Außerhalb der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft entstanden die [[Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt]] (DVL) in [[Berlin-Adlershof]] (1912) und die [[Aerodynamische Versuchsanstalt]] (AVA) in [[Göttingen]] (1918).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Weimarer Republik konnte die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ihre Tätigkeit trotz Verlust von Kapitalvermögen und [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Namensgeber]] fortsetzen. Zusätzlich wurde 1920 die [[Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft]] (NDW), eine Vorgängerin der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]], gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dritten Reich traten dann wieder militärische Aspekte und insbesondere die Luftfahrt in den Vordergrund. Als Gegenstück zum amerikanischen [[Manhattan-Projekt]] kann man die Raketenforschung in der [[Heeresversuchsanstalt Peenemünde]] unter der Leitung von [[Wernher von Braun]] betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1945–1989 ===&lt;br /&gt;
1948 wurde die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft in &amp;#039;&amp;#039;Max-Planck-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; umbenannt, in der [[Bundesrepublik Deutschland]] fusionierte die &amp;#039;&amp;#039;Notgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039; 1951 mit dem &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Forschungsrat&amp;#039;&amp;#039; zur [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]]. Nach dem [[Königsteiner Staatsabkommen]] von 1949 war die Forschungspolitik Ländersache, die Gründung der [[Fraunhofer-Gesellschaft]] im selben Jahr erfolgte daher durch das [[Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie|Bayerische Wirtschaftsministerium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einrichtung des [[Bundesministerium für Forschung und Technologie|Bundesministeriums für Atomfragen]] und dem [[Atomgesetz (Deutschland)|Atomgesetz]] wurde 1955 die Erforschung der Kernenergie als bundespolitische Aufgabe der BRD definiert. Bis 1960 entstanden der erste deutsche [[Kernforschungszentrum Karlsruhe|Kernreaktor in Karlsruhe]] (KFK), die [[Kernforschungsanlage Jülich]] (KFA), die [[GKSS-Forschungszentrum|Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt]] (GKSS), das [[Hahn-Meitner-Institut]] (HMI) in Berlin, das [[Deutsches Elektronen-Synchrotron|Deutsche Elektronen-Synchrotron]]&amp;lt;ref&amp;gt;C. Habfast: &amp;#039;&amp;#039;Großforschung mit kleinen Teilchen.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1989, ISBN 3-540-51463-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; (DESY) in Hamburg und das [[Max-Planck-Institut für Plasmaphysik|Institut für Plasmaphysik]] (IPP) in Garching.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der [[DDR]] wurde der Kernforschung eine herausgehobene Rolle zugedacht, bspw. mit der Gründung des [[Zentralinstitut für Kernforschung|Zentralinstituts für Kernphysik]] (ZfK) in Rossendorf, einem Institut der [[Akademie der Wissenschaften der DDR]], das sich mit der parallel entstehenden Großforschung in Westdeutschland durchaus vergleichen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Sander Münster: &amp;#039;&amp;#039;Kernforschung in der DDR als Großforschung? Das Zentralinstitut für Kernforschung in Rossendorf um 1960.&amp;#039;&amp;#039; VDM Verlag Dr. Müller, 2011, ISBN 978-3-639-32129-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn der [[1960er]] Jahre wurde in Westdeutschland versucht, das in der Kernforschung etablierte Prinzip der Großforschung auf weitere Anwendungsbereiche zu übertragen. Mit Unterstützung des für Forschungsfragen zuständigen Staatssekretärs [[Wolfgang Cartellieri]] entstanden in der Bundesrepublik Deutschland unter anderem die [[Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt|Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt]] (DLR), die [[Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung]] (GMD), das [[Deutsches Krebsforschungszentrum|Deutsche Krebsforschungszentrum]] (DKFZ) und schließlich 1979 das [[Alfred-Wegener-Institut|Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung]] (AWI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Koordination zentrenübergreifender Fragestellungen war von den bundesdeutschen kernphysikalischen Forschungszentren bereits 1958 ein &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsausschuss für Verwaltungs- und Betriebsfragen der deutschen Reaktorstationen&amp;#039;&amp;#039; gegründet worden, dem sich Anfang 1970 die Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgemeinschaft der Großforschungseinrichtungen&amp;#039;&amp;#039; (AGF) anschloss, um Fragen zur strategischen Ausrichtung, Ausbildung, Besoldung und Patentbehandlung sowie den Erfahrungsaustausch in Betriebs- und Sicherheitsfragen besser koordinieren zu können. In den Folgejahren schlossen sich der AGF weitere Forschungszentren an: 1975 das [[Deutsches Krebsforschungszentrum|Deutsche Krebsforschungszentrum]], 1976 die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (das heutige [[Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung]]), 1983 das [[Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 1989 ===&lt;br /&gt;
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands stand zunächst das Problem der Integration der [[Akademie der Wissenschaften der DDR]] in die westdeutschen Forschungseinrichtungen im Vordergrund. Als Beispiel einer Fusion mit der [[Leibniz-Gemeinschaft]] (WGL) sei exemplarisch das Institut für Meereskunde Warnemünde angeführt, das als Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften das zentrale Meeresforschungsinstitut der DDR war und 1992 auf Empfehlung des [[Wissenschaftsrat (Deutschland)|Wissenschaftsrats]] als [[Leibniz-Institut für Ostseeforschung]] neu gegründet wurde. Neu gegründet als Forschungszentren der AGF wurden auch das [[Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin]] (MDC) und das [[GeoForschungsZentrum Potsdam]] (GFZ), das UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle, das heutige [[Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung]] (UFZ). 2001 wurde die [[Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung]] mit der [[Fraunhofer-Gesellschaft]] fusioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu war bereits 1995 die AGF in die HGF, die [[Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren]], umgewandelt worden. Aber erst 2001 wurden der noch lose Mitgliederverbund zu einem eingetragenen Verein rechtlich selbstständiger Mitglieder umgewandelt und die Fördermechanismen einer umfangreichen Strukturreform unterzogen. Inhaltliches Kernstück dieser Strukturreform bildete die Einführung der programmorientierten Förderung (im Gegensatz zu der vorangegangenen zentrenorientierten Finanzierung), bei der die Mitglieder der Gemeinschaft im Rahmen einer alle fünf Jahre erfolgenden Programmbegutachtung im Wettbewerb bzw. in Kooperation die Förderung ihrer Forschungsprogramme beantragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.helmholtz.de/fileadmin/user_upload/publikationen/pdf/Geschichte_der_Helmholtz_Gemeinschaft.pdf &amp;#039;&amp;#039;Großforschung und Autonomie – Die Geschichte der Helmholtz-Gemeinschaft.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 925&amp;amp;nbsp;kB). In: &amp;#039;&amp;#039;Neuherberger Vorträge.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, November 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Zentralinstitut für Kernphysik (ZfK) in Rossendorf, das nach der Wiedervereinigung auf Empfehlung des Wissenschaftsrats als Forschungszentrum Rossendorf in der [[Leibniz-Gemeinschaft]] neu gegründet worden war, wurde 2011 unter dem Namen [[Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf]] Mitglied der HGF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Beteiligungen ===&lt;br /&gt;
Seit den 1950er Jahren gehört zur bundesdeutschen Großforschung auch die Beteiligung an internationalen [[Forschungsinstitut]]ionen. Diese Institute hatten ihren Sitz bisher überwiegend im Ausland. Beispiele sind das Teilchenphysik-Zentrum [[CERN]] in [[Genf]], das zu etwa 20 Prozent von Deutschland finanziert wird, die Synchrotronstrahlungsquelle [[European Synchrotron Radiation Facility|ESRF]] und die Neutronenquelle [[Institut Laue-Langevin|ILL]] (beide in [[Grenoble]]), die [[Europäische Südsternwarte]] (ESO) in Chile und die in Planung befindliche [[Europäische Spallationsquelle|ESS]] in [[Lund]] (Schweden). Hingegen haben das Molekularbiologie-Labor [[European Molecular Biology Laboratory|EMBL]] [[Heidelberg]] und der Überschall-Windkanal [[Europäischer transsonischer Windkanal|ETW]] [[Köln]] bereits seit vielen Jahren ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland. Auch für die Synchrotronstrahlungsquelle [[Elettra Sincrotrone Trieste]] gibt es Förderungen durch die Bundesrepublik Deutschland bzw. die Republik Österreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rechtsstellung dieser internationalen Institute ist unterschiedlich und reicht von dem Status einer [[Internationale Organisation (Völkerrecht)|Internationalen Organisation]] bis zu dem einer [[Körperschaft des privaten Rechts|privatrechtlichen Gesellschaft]] eines der Mitgliedstaaten (z.&amp;amp;nbsp;B. einer deutschen [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]), deren Gesellschafter entweder die Mitgliedstaaten direkt oder aber Forschungseinrichtungen in diesen Staaten sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Röntgenlaser [[European XFEL]] in Hamburg und der [[Facility for Antiproton and Ion Research]] FAIR in Darmstadt entstehen derzeit (Stand Anfang 2017) die ersten international finanzierten Großforschungsinfrastrukturen auf deutschem Boden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die [[Internationale Raumstation]] ISS kann als Großforschungsanlage betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz außerhalb der öffentlichen Forschung; Kritik ==&lt;br /&gt;
Nicht alle diese Großforschungseinrichtungen dienen ausschließlich der Forschung. So können z.&amp;amp;nbsp;B. einige Teilchenbeschleuniger direkt zur [[Protonentherapie]] von Krebspatienten eingesetzt werden oder wurden als Ergebnis der Großforschung entwickelt und zur Industriereife gebracht (Beispiel: [[Schwerionentherapie]] durch die [[GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung|GSI]]: [[Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum|HIT]] und [[Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum|MIT]]). Auch können Unternehmen für ihre proprietäre [[Forschung und Entwicklung]] Strahlzeit in Beschleunigern mieten oder Experimente in Auftrag geben. Nicht zu unterschätzen sind auch die Effekte der internationalen Kooperation und des Austauschs in Großforschungseinrichtungen. Kritik an Großforschungseinrichtungen setzt oft an den hohen Kosten, aber auch an den ökologischen Folgen an. So verbraucht der Teilchenbeschleuniger des CERN sechs bis acht Prozent des gesamten Stroms im [[Kanton Genf]] mit seinen 450.000 Einwohnern.&amp;lt;ref&amp;gt;Brite Schmidt: [https://web.de/magazine/wissen/60-jahre-cern-suche-gottesteilchen-30105214 &amp;#039;&amp;#039;60 Jahre CERN: auf der Suche nach dem Gottesteilchen&amp;#039;&amp;#039;], web.de Magazin, 29. September 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Matthias Kölbel: [http://www.wissenschaftsforschung.de/JB01_113-128.pdf Das Wachstum der Wissenschaft in Deutschland 1650–2000]. In: Wissenschaftsforschung Jahrbuch 2001, www.wissenschaftsforschung.de, abgerufen am 6. Mai 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftspolitik]] und [[Forschungsförderung]]&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftsbetrieb]] und [[Forschungseinrichtung]]&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftsforschung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=For promoting invention, big science in this sense is the technological equivalent of war, and it doesn’t kill anyone.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor= [[Steven Weinberg]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=Artikel &amp;#039;&amp;#039;The Crisis of Big Science&amp;#039;&amp;#039;, 2012&lt;br /&gt;
 |ref= &amp;lt;ref&amp;gt;Zu deutsch etwa: &amp;quot;Hinsichtlich der Innovationsförderung ist &amp;#039;Big Science&amp;#039; vergleichbar mit dem Krieg, mit dem Unterschied, dass dabei niemand getötet wird.&amp;#039; Steven Weinberg in: [https://www.nybooks.com/articles/archives/2012/may/10/crisis-big-science/ &amp;#039;&amp;#039;The Crisis of Big Science&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 6. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alvin M. Weinberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Großforschung.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, 1970, ISBN 3-518-06350-2.&lt;br /&gt;
* Gerhard A. Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Großforschung und Staat in Deutschland. Ein historischer Überblick.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1992, ISBN 3-406-34073-3.&lt;br /&gt;
* [[Margit Szöllösi-Janze]]: &amp;#039;&amp;#039;Großforschung – woher? Zur Geschichte der Großforschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Physik und Didaktik.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, 1991, S. 220–233.&lt;br /&gt;
* [[Steven Weinberg]]: [https://www.nybooks.com/articles/archives/2012/may/10/crisis-big-science/ &amp;#039;&amp;#039;The Crisis of Big Science&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[The New York Review of Books]], Issue May 2012.&lt;br /&gt;
* [[Derek de Solla Price]]: &amp;#039;&amp;#039;Little Science, Big Science. Von der Studierstube zur Großforschung.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, 1982, ISBN 978-3-518-07648-4.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Hoffmann (Historiker)|Dieter Hoffmann]], [[Helmuth Trischler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die [[Helmholtz-Gemeinschaft]] in historischer Perspektive.&amp;#039;&amp;#039; In: [http://www.helmholtz.de/fileadmin/user_upload/03_ueber_uns/20_Jahre/epaper-Festschrift_der_Helmholtz/Festschrift-Helmholtz-Gemeinschaft-web.pdf 20 Jahre Helmholtz-Gemeinschaft] 2015. Überblick zur Entwicklung der Großforschung in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenangaben ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4130815-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grossforschung}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftspraxis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlich-technische Großprojekte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>