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	<title>Großes Torfmoor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T22:43:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fes_Torfmoor&amp;diff=554409&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Knergy: Bild getauscht; jetzt ist der Horizont auch Waagerechter (Sonst läuft das Moor aus ;) )</title>
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		<updated>2026-01-01T15:33:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild getauscht; jetzt ist der Horizont auch Waagerechter (Sonst läuft das Moor aus ;) )&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Großes Torfmoor 2.JPG|mini|Wiedervernässte Flächen mit abgestorbenen Birkenstämmen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Falk Oberdorf Grosses Torfmoor Karte 2.png|mini|Im Osten geht das Moor allmählich in die Bastau-Wiesen über]]&lt;br /&gt;
Das [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Großes Torfmoor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hiller Moor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nettelstedter Moor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Hochmoor]] im Nordosten [[Nordrhein-Westfalen]]s in den Gemeinden [[Lübbecke]] und [[Hille]]. Das Moor liegt in einer Niederung zwischen [[Wiehengebirge]] und [[Mittellandkanal]] und ist mit 467 [[Hektar|ha]] das bedeutendste Hochmoor [[Westfalen]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das Moor liegt im Grenzgebiet der Stadt Lübbecke und der Gemeinde [[Hille]] im Kreis [[Minden-Lübbecke]]. Im Norden wird es begrenzt durch den Mittellandkanal. Seit einigen Jahren wird auch das ostwärts sich anschließende Gebiet, ein 2 bis 3&amp;amp;nbsp;km breiter Streifen südlich des Kanals, die Mindener Wiesen einschließend, bei dem es sich aber um landwirtschaftlich extensiv genutzte [[Feuchtwiese]]n handelt, zum „Naturschutzgebiet Großes Torfmoor“ gerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Vor etwa 11.000 Jahren bildete die [[Weser]] im Bereich des heutigen Moores einen [[Rinnensee]]. Die Weser wurde damals durch Gletscher daran gehindert, wie heute einen nördlichen Verlauf zu nehmen, und verlief nördlich des Wiehengebirges in westlicher Richtung. Als die Gletscher abschmolzen und die Weser wieder nordwärts floss, verlandete der Rinnensee und wurde ein Moor, das sich über 20 Kilometer nördlich des Wiehengebirges parallel zu diesem Gebirge hinzog. Die maximale Breite dieses „Urmoores“ betrug damals noch drei Kilometer. Zunächst entwickelte sich ein [[Niedermoor]], dann aber nach und nach ein [[Hochmoor]], dessen Reste heute als Großes Torfmoor bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1950er Jahre wurde das Moor entwässert. Intensiv begann die Entwässerung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die zahlreichen und fischreichen Gewässer auf dem Moor wurden in die Flöthe, später auch in die [[Bastau]] entwässert. Die heutigen Moorseen sind nur ein kleiner Rest dieser ursprünglichen Seen und überwiegend Reste des Torfabbaus, also keine natürlichen Seen. Vor der Entwässerung besaß das Moor eine Mächtigkeit von 9 bis zwölf Metern. Auch wurden zahlreiche Flächen in extensiv nutzbare Heideflächen umgeformt. Im Moor wurde wohl vom 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts [[Torf]] gestochen. Die Torfe wurden als Brennmaterial oder als Baumaterial zur Ausfachung der Fachwerkhäuser genutzt. Später wurde der Abstich auch als Bademoor für die Kurorte der Umgebung, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bad Oeynhausen]] genutzt. Zeugnis dafür sind zahlreiche Teiche; das größte stehende Gewässer ist ein namenloser See von 9 ha Größe, alle anderen Teiche sind kleiner als 1 ha. Infolge der Ausweisung des Naturschutzgebietes wurden viele Drainagekanäle abgedichtet, Stauwerke eingezogen und die atypischen Gehölze gefällt, da diese im jetzt wieder deutlich feuchteren Hochmoor abgestorben wären. Im Gegenzug wurden aber typische Bruchwaldbäume wie [[Erlen (Botanik)|Erlen]] aufgeforstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Gr.Torfmoor1.JPG|Moor im Winter&lt;br /&gt;
 Moorlandschaft Nettelstett, großes Torfmoor.jpg|Blick auf den zentralen Bereich des Moores – Die Grenze zwischen der Stadt Lübbecke und der Gemeinde Hille verläuft in der Mitte des Sees&lt;br /&gt;
 Falk Oberdorf Torfmoor Weg.jpg|Durch das Moor verläuft der Lehrpfad teilweise über Holzbohlen. Wie im Hintergrund erkennbar, stehen im Randbereich des Moores lichte Birkenwälder&lt;br /&gt;
 Großes Torfmoor.JPG|Umgekehrte Blickrichtung: Historischen Markierungen nachempfundene Zeichen und Aussichtsturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung als europäisches Schutzgebiet ==&lt;br /&gt;
Als ein bedeutender Lebensraum gehört das Schutzgebiet Großes Torfmoor mittlerweile zu den mit EU-Mitteln geförderten [[Natura 2000]]-Schutzgebieten. Zusammen mit dem Gebiet [[Altes Moor (Kreis Minden-Lübbecke)|Altes Moor]] bildet es das [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Gebiet]] „Großes Torfmoor, Altes Moor“ (FFH-Gebietsnummer 3618-301, Größe ca. 605 ha).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.naturschutzinformationen-nrw.de/natura2000-meldedok/de/fachinfo/listen/meldedok/DE-3618-301 Natura 2000-Gebiete in Nordrhein-Westfalen], abgerufen am 31. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Großes Torfmoor und Altes Moor bilden mit der [[Bastauwiesen|Bastauniederung]] wesentliche Kerngebiete im [[Biotopverbund]] zwischen [[Weserniederung]] und dem Bastau-[[Hunte]]-Korridor und sind diesbezüglich von herausragender Bedeutung. Für den Naturraum der [[Dümmer]]-[[Geest]]-Niederung stellt es den typischen Lebensraum eines Hochmoores dar, der neben den eigentlichen Hochmoorbereichen mit einem äußerst strukturreichen Vegetationskomplex auch noch Birken-Moorwald und ausgedehnte Feuchtheiden aufweist. Das Gebiet bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten – darunter viele seltene und gefährdete Arten, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bekassine]], [[Krickente]] und [[Knäkente]] sowie [[Moorfrosch]] – einen Brut-, Nahrungs-, Durchzugs- und Siedlungsraum ersten Ranges. Sowohl ornithologisch als auch pflanzensoziologisch darf dieses Moor sicher in die Reihe der international wichtigsten Feuchtgebiete eingestuft werden. Aus diesem Grund wurde das Große Torfmoor 1980 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Kerngebiet, das eigentliche Hochmoorgebiet, umfasst eine Fläche von ca. 3,5&amp;amp;nbsp;km², (davon 2,3&amp;amp;nbsp;km² auf Lübbecker und 1,2&amp;amp;nbsp;km² auf Hiller Stadt-/Gemeindegebiet). Das gesamte Naturschutzgebiet umfasst dagegen mittlerweile rund 20&amp;amp;nbsp;km² Fläche. Zur [[Fauna]] gehört unter anderem auch der [[Weißstorch]], der innerhalb Westfalens im Kreis Minden-Lübbecke seinen Verbreitungsschwerpunkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nah beim Moor liegt bereits der Naturpark [[Wiehengebirge]] (im Süden), die Naturschutzgebiete Altes Moor und [[Freimoor]] (im Norden) und die entlang des Kanals gelegenen Naturschutzgebiete [[Gehlenbecker Masch]], [[Rauhe Horst – Schäferwiesen]], [[Ellerburger Wiesen]] und [[Bastauwiesen]]. Insgesamt liegt das Große Torfmoor daher in einem großräumigen Biotopverbund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
Im Großen Torfmoor nistet die [[Bekassine]], eine typische Moorvogelart. Zudem findet man dort Pflanzen wie die [[Moosbeeren|Moosbeere]], den [[Sonnentau]] und die [[Rosmarinheide]] sowie verschiedene [[Torfmoose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Touristische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:NABU Moorhus.jpg|mini|Moorhus von Südwesten, 2015]]&lt;br /&gt;
Vier gut ausgeschilderte Rundwanderwege (Moor-Erlebnis-Pfad) mit [[Schutzhütte]]n erschließen dem umsichtigen Besucher eine einzigartige Landschaft. Im Bereich des zentralen Hochmoores laufen diese Wege über drei Dämme, die ab 1843 errichtet wurden. Entlang der erschlossenen Wege gibt es vereinzelt [[Aussichtsturm|Aussichtstürme]], die einen Überblick über das Moor ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== NABU-Besucherzentrum Moorhus ===&lt;br /&gt;
Das 2013 eröffnete [[Naturschutzbund Deutschland|NABU]]-Besucherzentrum Moorhus am Westrand des Moores neben dem [[Freibad Gehlenbeck]] ist eine Umweltbildungseinrichtung, die zum nordrhein-westfälischen Landesnetzwerk der [[Bildung für nachhaltige Entwicklung]] gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moorhus.eu/regionalzentrum-bne/ |titel=Regionalzentrum BNE |werk=moorhus.eu |hrsg=NABU Kreisverband Minden-Lübbecke |abruf=2019-10-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Träger der Einrichtung bietet ein vielfältiges Bildungsangebot, das neben Moorführungen Veranstaltungen im Besucherzentrum und im angelegten Moorgarten beinhaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude bietet Seminarräume, ein Café, einen Laden, eine Dauerausstellung und eine Wechselausstellung. Die ca. 150 m² große Dauerausstellung informiert Besucher u.&amp;amp;nbsp;a. über die Funktionsweise von Hochmooren, deren Bedeutung für das Klima, die ehemalige wirtschaftliche Nutzung des Großen Torfmoores, durchgeführte Regenerationsmaßnahmen und die hochmoortypische Flora und Fauna.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.moorhus.eu/nabu-besucherzentrum-moorhus/dauerausstellung-im-moorhus/ |titel=Dauerausstellung im Moorhus |werk=moorhus.eu |hrsg=NABU Kreisverband Minden-Lübbecke |abruf=2019-10-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturschutzmaßnahmen für das Große Torfmoor und die angrenzenden Moor- und Grünlandflächen werden vom Moorhus aus sichergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/grosses-torfmoor/moorhus.html |titel=Das Moorhus |werk=nrw.nabu.de |hrsg=NABU Landesverband Nordrhein-Westfalen |abruf=2019-10-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Naturschutzgebiete im Kreis Minden-Lübbecke]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der FFH-Gebiete in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ernst-Günter Bulk (Autor), Stiftung der Engel.-Luth. Kirchengemeinde Lübbecke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Große Torfmoor im Wandel der Zeiten. Erinnerungen eines Ornithologen und Naturschützers aus fünf Jahrzehnten.&amp;#039;&amp;#039; Uhle &amp;amp; Kleimann. Lübbecke 2007. ISBN 3-928959-48-4&lt;br /&gt;
* Dagmar Diesing: &amp;#039;&amp;#039;Das Große Torfmoor – Eine einzigartige Landschaft im Kreis Minden-Lübbecke&amp;#039;&amp;#039;, Kreis Minden-Lübbecke (2005) – ISBN 3-00-015272-5&lt;br /&gt;
* Heinrich Wesemann: &amp;#039;&amp;#039;Von Torf und Torfwirtschaft im Hiller Moor.&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 49 (1977), S. 35–74.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Großes Torfmoor}}&lt;br /&gt;
* {{NSG-NRW|MI-035}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nabu-minden-luebbecke.de/cms/front_content.php?idcat=6 NABU Minden-Lübbecke Torfmoor]&lt;br /&gt;
* [https://www.life-torfmoor.de Life-Natur-Projekt: Regeneration des Großen Torfmoores Hochmoorbereich des Großen Torfmoores]&lt;br /&gt;
* [http://www.moortalk.de Natur erleben im Naturschutzgebiet „Großes Torfmoor“]&lt;br /&gt;
* {{LWLGDK|254809|Regional bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich K 02.16 Großes Torfmoor - Bastauniederung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
| Navigationsleiste Naturschutzgebiete im Kreis Lübbecke&lt;br /&gt;
| Navigationsleiste Naturschutzgebiete in Hille}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52.32742 |EW=8.69439 |type=landmark |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grosses Torfmoor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moor in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Natura-2000-Gebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Hille)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lübbecke)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzgebiet im Kreis Minden-Lübbecke]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Weser|FGrosses Torfmoor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Gebiet in Nordrhein-Westfalen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Knergy</name></author>
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