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	<title>Großer Ring - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T04:59:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fer_Ring&amp;diff=680905&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Serols: Änderungen von Sehr_großen_Obama_gemachthaber (Diskussion) rückgängig gemacht (HG) (3.4.13)</title>
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		<updated>2026-01-29T14:42:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Sehr_gro%C3%9Fen_Obama_gemachthaber&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Sehr großen Obama gemachthaber&quot;&gt;Sehr_großen_Obama_gemachthaber&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Sehr_gro%C3%9Fen_Obama_gemachthaber&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:Sehr großen Obama gemachthaber (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) rückgängig gemacht (&lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Huggle&quot; title=&quot;Wikipedia:Huggle&quot;&gt;HG&lt;/a&gt;) (3.4.13)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rynek Wroclaw Summer 2010.JPG|mini|hochkant=1.5|Der Große Ring vom Turm der Elisabethkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Große Ring&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder schlicht &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Ring&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Polnische Sprache|polnisch]] &amp;#039;&amp;#039;Rynek&amp;#039;&amp;#039;) ist ein mittelalterlicher [[Marktplatz (Städtebau)|Marktplatz]] in [[Breslau]], der heutzutage den Kern der [[Fußgängerzone]] bildet. Der Ring hat die Gestalt eines Rechtecks mit den Maßen 205&amp;amp;nbsp;m mal 175&amp;amp;nbsp;m.&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Maße gibt Breslauer Denkmalpfleger Rudolf Stein an, auch Angaben über 212 mal 175 sind zu finden, sowie das theoretische Maß 206,6 mal 169&amp;amp;nbsp;m (660 mal 540 Breslauer Fuß je 0,313&amp;amp;nbsp;m)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bebauung rund um den Ring erfolgte in verschiedenen Stilepochen: Der mittlere Teil des Ringes ist durch den &amp;#039;&amp;#039;Tritt&amp;#039;&amp;#039; (ein Mittelblock) besetzt, welcher aus dem [[Breslauer Rathaus|Rathaus]], dem [[Neues Rathaus (Breslau)|Neuen Rathaus]] sowie zahlreichen Bürgerhäusern besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Ring bildet ein städtebauliches Ensemble mit den beiden diagonal anschließenden Plätzen – [[Salzring]] und Kirchenplatz bei der [[Elisabethkirche (Breslau)|Elisabethkirche]]. Am Ring münden 11 Straßen, je zwei an allen Ecken: [[Schweidnitzer Straße]] (ul. Świdnicka), Ohlauer Straße (ul. Oławska), Schlossstraße (jetzt E. Gepperta), Reuschestraße (ul. Ruska), Nikolaistraße (ul. św. Mikołaja), Oderstraße (ul. Odrzańska), Schmiedebrücke (ul. Kuźnicza), Albrechtstraße (ul. Wita Stwosza), außerdem der im 14. oder 15. Jahrhundert durchgebrochene Hintermarkt (Kurzy Targ) an der Ostseite sowie zwei schmale Hintergassen: Stockgasse (ul. Więzienna) und Dorotheengasse (przejście św. Doroty).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Breslau Ring Karte 1873.jpg|mini|links|Der Ring auf einer Karte von 1873]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Breslau c1736 Ring.jpg|mini|Der Große Ring 1736]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Market place, Breslau, Silesia, Germany (i.e., Wrocław, Poland)-LCCN2002720691.jpg|mini|Der Ring am Ende des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Der Ring entstand bei der Neugründung der Stadt nach dem [[Magdeburger Recht]] nach neuesten Erkenntnissen bereits unter [[Heinrich I. (Polen)|Heinrich I.]] zwischen 1214 und 1232. Die älteren Quellen hatten die Entstehung des Ringes erst auf die Wiedergründung 1241–1242 verschoben. Weiterhin wird vermutet, dass die beiden Plätze in der Breslauer Altstadt, der Große Ring und der weiter östlich gelegene [[Neumarkt (Breslau)|Neumarkt]] zur gleichen Zeit entstanden. Im 13. Jahrhundert trugen beiden Plätze den Namen &amp;#039;&amp;#039;forum&amp;#039;&amp;#039;. Erst ab dem Jahr 1327 wurde zwischen &amp;#039;&amp;#039;aldin markt&amp;#039;&amp;#039; (Großer Ring) und &amp;#039;&amp;#039;nuvin markt&amp;#039;&amp;#039; (Neumarkt) unterschieden. Der Große Ring gewann im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung für die Stadt. Durch den Bau des [[Rathaus (Breslau)|Rathauses]] und der Ansiedlung von Handelseinrichtungen konnte er seine Stellung gegenüber dem Neumarkt behaupten. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Ring&amp;#039;&amp;#039; wurde für den Platz zum ersten Mal 1350 in einem Schöffenbuch erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Eysymontt, R. et al. (2008): &amp;#039;&amp;#039;Der Breslauer Ring. Ein Stadtführer.&amp;#039;&amp;#039; Darbub Verlag, ISBN 978-83-61379-03-4, S. 3–6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im 13. Jahrhundert entstanden die ersten Backsteinhäuser am Ring. Die waren zunächst nicht unterkellert und standen vermutlich frei. Im 14. Jahrhundert setzte eine vermehrte Bautätigkeit am Ring ein. Es entstanden die ersten zweistöckigen Patrizierhäuser mit Spitzdächern. In der Mitte des 14. Jh. bildeten diese bereits eine geschlossene Randbebauung und die Grundstücksgrenzen wurden festgelegt. Nach und nach entstanden immer größere und Wohn- und Geschäftshäuser, die meist entstanden, indem mehrere Häuser zusammengelegt wurden. Dabei wurden reich verzierte Fassaden und Giebel an die Vorderfront der Häuser angebracht. Nach dem großen Brand von 1363 entstanden die ersten gotischen Häuser am Ring. Diese gotischen Ornamente sind heute kaum noch zu sehen. Im 15. und 16. Jahrhundert wurden die Fronten im Stil der [[Renaissance]] umgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Platz selber wurde vorwiegend für Märkte genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1420 wurden nach dem [[Aufstand der Zünfte gegen den Breslauer Rat]] 24 Anführer auf dem Großen Ring hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert bis heute ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Breslau (Schlesien), Warenhaus Gebrüder Barasch, Architekt Georg Schneider, Breslau, Außenarchitektur (Quelle Theodor Fischer, Der Profanbau, 1905).jpg|mini|links|Das [[Warenhaus Gebrüder Barasch (Breslau)|Warenhaus Gebrüder Barasch]] an der Ostseite, um 1905]]&lt;br /&gt;
[[Datei:19080217 breslau blick elisabethturm.jpg|mini|Der Ring auf einer Postkarte von 1908, Blick vom Turm der Elisabethkirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Breslau Wroclaw 1950 Rynek.jpg|mini|Blick vom Rathausturm auf die Nordostseite des Rings mit den kriegszerstörten Ringhäusern, um 1950]]&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurden durch den Ring Straßenbahnlinien geführt – zuerst eine Pferdebahn, dann 1892 auch eine elektrische Straßenbahn. Die Bahnen fuhren durch den Ring bis Ende der 1970er und wurden dann auf die [[Ost-West-Straße (Breslau)|Ost-West-Straße]] verlegt. Um die Zeit der Jahrhundertwende vom 19. Jahrhundert zum 20. Jahrhundert kam es zu neuen weitreichenden Veränderungen am Ring. Es entstanden neue Geschäftshäuser wie zum Beispiel das [[Warenhaus Gebrüder Barasch (Breslau)|Warenhaus Gebrüder Barasch]] im [[Jugendstil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] während der [[Schlacht um Breslau]] wurde am Großen Ring knapp 60 % der Bausubstanz beschädigt. 17 Häuser blieben weitestgehend erhalten. Nach dem Krieg begann man sofort mit der Instandsetzung der noch teils erhaltenen Gebäude. 24 Häuser wurden rekonstruiert, 11 umgebaut und 13 wieder instand gesetzt. Die Rekonstruktionen zielten meist auf die Forschungen von [[Rudolf Stein]] aus den 1930er Jahren. Dabei musste jedoch oftmals improvisiert werden, da viele Pläne und Zeichnungen fehlten oder durch Kriegseinwirkungen zerstört wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 begann man mit der Modernisierung der unterirdischen Infrastruktur am Ring. Dabei wurden archäologische Untersuchungen durchgeführt, wobei man auf verschiedene Reste alter Grundmauern, wie beispielsweise der in der Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissenen Stadtwaage, stieß. 1996–2000 wurde der Pflasterbelag des Rings durch die Architekten Róża und Tomasz Myczkowski umgestaltet. Weiterhin wurde die Ostseite, als letzte befahrbare Seite, für die Autos geschlossen. Auch die meisten Fassaden wurden saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ring gibt es heute 60 nummerierte Grundstücke, wobei einige Gebäude mehrere Parzellen in Anspruch nehmen. Die Grundstückseinteilungen sind meist anders als die ursprüngliche Parzellierung, da es im Spätmittelalter nachträgliche Teilungen und Zusammenlegungen gab. Jedes Grundstück hat einen traditionsreichen Namen, der meist mit dem auf der Fassade sichtbaren Wappen verbunden oder auf die Geschichte des Hauses zurückzuführen ist, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Unter Greifen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Zur Blauen Sonne (Breslau)|Zur Blauen Sonne]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Altes Rathaus&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bebauung des Großen Ringes ==&lt;br /&gt;
[[Datei:598731 Wrocław Ratusz Staromiejski 01.JPG|mini|Das Rathaus bildet das zentrale Gebäude im Inneren Ringblock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wroclaw dom plociennikow.jpg|mini|links|Leinwandhaus kurz vor dem Abriss]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wrocław - Pomnik Aleksandra Fredry we Wrocławiu2.jpg|mini|[[Aleksander-Fredro-Denkmal (Breslau)|Aleksander-Fredro-Denkmal]]]]&lt;br /&gt;
=== Innerer Ringblock ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mittelblock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist gegen die äußeren Ringwände bzw. die orthogonale Straßenstruktur der Altstadt um 7° gedreht, der Grund dieser Abweichung ist unklar.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Stein war der Meinung, dass das erste am Ring erbaute Gebäude, das Kaufhaus, absichtlich gedreht wurde, um eine Dynamisierung der Gesamtkomposition zu erzeugen. Heutzutage gilt als die wahrscheinlichste Erklärung, dass das Tuchhaus noch vor dem Ausmessen der Stadtgeometrie errichtet wurde.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wichtigste Gebäude am Ring war immer das ab Ende des 13. Jahrhunderts erbaute Rathaus. Der Ring war einer der wenigen zulässigen Handelsplätze der Stadt, es entstanden dort drei große Kaufhäuser: das [[Tuchhaus]], das [[Schmetterhaus]] (mit Brot- und Schuhbänken)&amp;lt;ref&amp;gt;Um als Gerber oder Schuhmacher arbeiten zu dürfen, war man verpflichtet, eine Bank im Schmetterhaus zu erwerben. Die entsprechende Handwerksordnung des Königs [[Sigismund (HRR)]] von 1420 sagt: &amp;#039;&amp;#039;Czum ersten, das keyn schuster noch kein gerber, er sy hie gesessen oder er kome vom fremden stetten, sein hantwerke treiben solle, er habe dann eyn eygin bancke, dovon er meyster geheissen möge...&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;!--sic!--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie das &amp;#039;&amp;#039;Leinwandhaus&amp;#039;&amp;#039; (eine der drei Markthallen auf dem Breslauer Ring). Darüber hinaus entstanden mehrere Kramzeilen (Reichkrämer, Leichwandreissergang, Riemerzeile) und die Häuser der Großen und der Kleinen Waage. Das Tuchhaus hatte eine zweischiffige Halle mit der Breite von 13&amp;amp;nbsp;m, die beidseitig von jeweils 21 Kammern flankiert war. Die Kammern waren durch Türen von der Halle zugänglich und es fehlte ihnen jegliche Beleuchtung. Zwei Kammern an der Südseite waren für Steuererheber bestimmt, die übrigen 40 für den Tuchhandel. Die zentrale Halle war mit einem in Richtung der mittleren Pfeilerreihe abgesenkten Dach gedeckt, das wahrscheinlich eine tonnenartige Unterdecke besaß. In der Südwestecke des Mittelblockes springt die Bauflucht zurück – bis ins 18. Jh. gab es dort den Fischmarkt, ab 1745 die Wache, welche 1788 durch ein größeres Gebäude von [[Carl Gotthard Langhans]] ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Aufhebung des feudalen Magdeburger Stadtrechts und der damit verbundenen Privilegien wurden die alten Marktanlagen überflüssig. Deshalb riss man das Tuchhaus 1821–1824 ab und ersetzte es durch zwei Zeilen klassizistischer Häuser. Zur gleichen Zeit wurde das Schmetterhaus abgerissen und sein Grundstück den nördlicher liegenden Häusern der Riemerzeile zugeschlagen. 1847 wurde die Große Waage abgebrochen, um ein Reitdenkmal von [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich II.]] erbauen zu können. Das Denkmal wurde am 27. Juni 1847 eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://polska-org.pl/509011,Wroclaw,Pomnik_Fryderyka_Wielkiego_dawny.html |titel=Pomnik Fryderyka Wielkiego (dawny), Wrocław - polska-org.pl |abruf=2021-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://polska-org.pl/509012,Wroclaw,Pomnik_Fryderyka_Wilhelma_III_dawny.html |titel=Pomnik Fryderyka Wilhelma III (dawny), Wrocław - polska-org.pl |abruf=2021-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1859 wichen die Kleine Waage, das Leinwandhaus sowie das Hopfenamt dem Neuen Rathaus, das nach den Plänen von [[Friedrich August Stüler]] erbaut wurde. An Stelle der Wache wurde ein [[Reiterstandbild König Friedrich Wilhelms III. (Breslau)|Denkmal Friedrich Wilhelms III.]] erbaut und am 12. November 1861 eingeweiht. Dieses Denkmal wurde 1947 von den Polen entfernt. Das Denkmal König Friedrich des Großen wurde zum Schutz vor Luftangriffen im Herbst 1944 von einer SS-Einheit entfernt und im Oderdamm im Wald von Breslau-Oswitz vergraben, dort von den Polen 1947 wieder ausgegraben und verschrottet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 wurde vor dem Rathaus, genau an Stelle des Denkmals Friedrich Wilhelm III., das aus [[Lemberg]] evakuierte und in Warschau zwischengelagerte Denkmal des polnischen Dramatikers [[Aleksander Fredro|Aleksander Graf Fredro]] aufgestellt. 1988 wurde östlich vom Rathaus der [[Pranger]] rekonstruiert (kurz nach dem Krieg wurde er als feudalistisches Strafinstrument ebenfalls entfernt). In einem der Mittelblockhäuser hatte in den 1960ern und 1970ern das [[Teatr Laboratorium]] des [[Jerzy Grotowski]] seinen Sitz, heutzutage gibt es dort das Grotowski-Forschungszentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Großes Bild|Nowy Ratusz we Wrocławiu nr1 e83.jpg|800|Panorama des Inneren Ringblock mit dem Neuen Rathaus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Westseite ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wrocław Rynek 6 sm.jpg|mini|links|[[Zur Goldenen Sonne (Breslau)|Zur Goldenen Sonne]] (Nr. 6)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blok zachodni Rynku e83.jpg|mini|Die Westseite des Ringes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Westring am Abend.jpg|mini|Westring-Gebäude in Abendbeleuchtung]]&lt;br /&gt;
Die Westseite des Rings, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sieben-Kurfürsten-Seite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tauben-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paradeplatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Eysymontt, R. et al. (2008): &amp;#039;&amp;#039;Der Breslauer Ring. Ein Stadtführer.&amp;#039;&amp;#039; Darbub Verlag, ISBN 978-83-61379-03-4, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannt, besteht aus den meisten original erhaltenen Baudenkmälern, verglichen mit den anderen Außenseiten. Die [[Renaissance]]- und [[Manierismus|manieristischen]] Bürgerhäuser wurden im Zweiten Weltkrieg nicht beschädigt. Die Häuser der Westseite zählen nebenbei auch zu den ältesten am Ring. Die Häuser haben sehr tiefe Grundstücke (240 Fuß), welche bis in die Herrenstraße (ul. Kiełbaśnicza) reichen. Wahrscheinlich entstanden diese den reichen Breslauer [[Patrizier]]n gehörenden Grundstücke durch nachträgliche Zusammenlegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude Nr. 1 entstand zu Zeiten des [[Jugendstil]]s (1907). Besonders wertvoll ist das Bürgerhaus Großer Ring 2, &amp;#039;&amp;#039;[[Unter den Greifen (Breslau)|Unter den Greifen]]&amp;#039;&amp;#039;. Mit den hohem manieristischen Giebel bildet es das größte Bürgerhaus am Ring. Seine heutige Gestalt erhielt das Gebäude im 16. Jahrhundert. Im Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum Goldenen Adler&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 4) befindet sich der Lemberger Gasthof (poln. Karczma Lwówska). Das Haus &amp;#039;&amp;#039;[[Zur Goldenen Sonne (Breslau)|Zur Goldenen Sonne]]&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 6) zählt zu den schönsten und besterhaltenen Gebäude im Stil des [[Barock]]s am Ring. Die Fassade des Hauses &amp;#039;&amp;#039;[[Zur Blauen Sonne (Breslau)|Zur Blauen Sonne]]&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 7) stammt aus dem Jahr 1902. Das Haus war wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse (es gehörte nicht den deutschen Bürgern und wurde deshalb nach dem Weltkrieg nicht verstaatlicht) lange Zeit verfallen und wurde erst am Anfang der 1990er renoviert und sein Innenhof mit einem gläsernen Dach überdeckt. Der Name des Westseite verdankt sie dem Haus &amp;#039;&amp;#039;[[Zu den sieben Kurfürsten (Breslau)|Zu den sieben Kurfürsten]]&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 8), dessen Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Interessant ist das Gebäude ebenfalls wegen seiner Illusionsmalerei, die am Anfang der 1990er Jahre rekonstruiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Klöppel: Breslau. 2014, S. 43–45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Stelle der Häuser 9 bis 11 entstand 1931 ein von dem [[Bund Deutscher Architekten|BDA]]-Architekten [[Heinrich Rump (Architekt)|Heinrich Rump]] entworfenes, bis heute umstrittenes Gebäude der [[Sparkasse]] (heute [[Bank Zachodni WBK]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fläche an der Westseite des Ringes wurde ab 1741 als Paradeplatz bezeichnet, heutzutage wird manchmal der Name &amp;#039;&amp;#039;plac Gołębi&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Taubenplatz)&amp;#039;&amp;#039; benutzt. An der Westseite des Ringes wurde 2000 trotz Bedenken der Denkmalpflege ein umstrittener gläserner Brunnen erbaut, welcher in Anlehnung an den damaligen [[Stadtpräsident]]en [[Bogdan Zdrojewski]] &amp;#039;&amp;#039;Zdrój&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Quelle&amp;#039;&amp;#039;) oder nach seiner Gestalt als &amp;#039;&amp;#039;Urinbecken&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Südseite ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wrocław Rynek 13 sm.jpg|mini|links|Das Haus &amp;#039;&amp;#039;Unterm Engel&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 13)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kamienice Rynek 15-19.jpg|mini|Blick auf die Südseite]]&lt;br /&gt;
Die Südseite, auch die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goldene-Becher-Seite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, hieß früher die Seite Beim Alten Galgen (&amp;#039;&amp;#039;beym alten galgen&amp;#039;&amp;#039;). Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Seite fast komplett zerstört. Daher besteht ihre heutige Bebauung hauptsächlich aus den 1952–1960 in lockerer Anlehnung an den Zustand um 1800 rekonstruierten Häusern. Diese wurden im Stil der [[Renaissance]], des [[Barock]]s und der [[Klassizismus|Klassik]] wiederaufgebaut. Ein großer Teil davon sind Warenhäuser der Jugendstilepoche oder des Neuen Bauens, denen pseudohistorische Fassaden vorgebaut wurden. Die Jugendstilfassade des Hauses &amp;#039;&amp;#039;Unterm Engel&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 13) überstand den Krieg ohne nennenswerte Beschädigungen. An der Spitze des Hauses hängt ein großer Engel, der auf den Platz hinunterblickt. Im Haus nebenan (Nr. 14) befindet sich die Breslauer Touristeninformation. Die Räume des Hauses Nr. 15 wurden 1945 vom ersten polnischen Rundfunk genutzt. Das Haus Nr. 16 wurde 1822 im Renaissancestil umgebaut. Aus diesem Haus stammt die jüdische Kaufmannsfamilie Elias, von der der Philosoph [[Norbert Elias]] stammt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem &amp;#039;&amp;#039;Haus zum Galgen&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 19) befand sich der öffentliche Richtplatz der Stadt. Die erste Erwähnung eines Hauses an dieser Stelle stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut. Im Haus Nr. 20 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Schlesische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; verlegt. Im Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum goldenen Krug&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 22) befand sich ab 1519 eine Filiale der Schweidnitzer Brauerei. Das Gebäude war mit einem unterirdischen Gang mit dem [[Schweidnitzer Keller]] verbunden. 1900 wurde das Haus abgerissen und durch ein Haus im Jugendstil ersetzt. Zerstört im Krieg, wurde es wieder im Originalzustand von 1822 aufgebaut. Das Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum Goldenen Becher&amp;#039;&amp;#039; gab der Südseite ihren Namen. Es befand sich seit dem 15. Jahrhundert im Besitz der Kaufmannsfamilie Becher. Die Fassade des Hauses stammt aus dem Jahr 1909. Über dem Eingang hängt ein goldener Becher.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Klöppel: Breslau. 2014 S. 45–47&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ostseite ===&lt;br /&gt;
[[Datei:WroclawDomHandlowy.jpg|mini|Haus Nr. 39–40 &amp;#039;&amp;#039;Louis Lewy&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Ostseite oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grüne-Röhr-Seite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird durch die Gebäude Großer Ring 29 bis 41 gebildet und befindet sich gegenüber der Rathaushauptfassade. Den Namen erhielt die Seite nach einem heute nicht mehr existierenden grünen Brunnen. Am Grundstück Nummer 29 stand früher das 1523–1528 erbaute Renaissance-Haus &amp;#039;&amp;#039;Zur Goldenen Krone&amp;#039;&amp;#039;, welches 1908 einem [[Warenhaus]] weichen musste. Dieses Gebäude, dessen Straßenflucht aus Verkehrsgründen deutlich abgeschrägt wurde, erhielt in den 1950ern eine oft als schlecht proportioniert bezeichnete pseudohistorische Fassade. Im 13. Jahrhundert befand sich im nebenan liegenden Haus Nr. 30 das gotische Vogteihaus der Stadt. Dieses Haus wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts im barocken Stil umgebaut und zu einem Gasthof ausgebaut. Unter anderem nächtigte hier [[August der Starke]] während seiner Durchreise. Heute wird das Gebäude von einer McDonald-Filiale genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Klöppel: Breslau. 2014 S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der östlichen Ringseite befinden sich darüber hinaus zwei weitere Jugendstilwarenhäuser, beide von 1904. Das Haus Nr. 31–32 ist das große [[Warenhaus Gebrüder Barasch (Breslau)|Warenhaus &amp;#039;&amp;#039;Gebrüder Barasch&amp;#039;&amp;#039;]] (heutzutage &amp;#039;&amp;#039;Feniks&amp;#039;&amp;#039;) und wurde von Georg Schneider entworfen. Das Haus Nr. 39–40 ist &amp;#039;&amp;#039;Louis Lewy&amp;#039;&amp;#039; von Leon Schlesinger. Das die Ringseite schließende Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum Goldenen Hund&amp;#039;&amp;#039; entstand erst nach 1990 als letztes wiederhergestelltes Gebäude des Ringes und wurde von Maciej Małachowicz entworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nordseite ===&lt;br /&gt;
[[Datei:2016 Wrocław, Rynek 44 01.jpg|mini|links|Das Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum Goldenen Hirschen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wroclaw-Rynek-7.2005.jpg|mini|Nordseite mit Elisabethturm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Häuser Hänsel und Gretel.jpg|mini|Die Häuser &amp;#039;&amp;#039;Hänsel und Gretel&amp;#039;&amp;#039; vor der Elisabethkirche]]&lt;br /&gt;
Die Nordseite, als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Naschmarkt-Seite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, besteht aus den Parzellen Nr. 42 bis 60. Der Name stammt aus dem 15. Jahrhundert und geht auf die früher hier verkauften Süßwaren zurück. Die Häuser an der Nordseite wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts und nach 1945 stark verändert. Die meisten Bürgerhäuser sind lediglich Nachkriegswiederaufbauten, die sehr locker mit der Geschichte umgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum Goldenen Pelikan&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 43) wurde beim Wiederaufbau nach 1945 im Zustand von 1734 wiederaufgebaut. Das Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum Goldenen Hirschen&amp;#039;&amp;#039; ist das bekannteste Haus am Naschmarkt. Hier existierte bis 1990 die älteste Apotheke der Stadt. Heute befindet sich hier eine Starbucks-Filiale.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Klöppel: Breslau. 2014 S. 48–50&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei benachbarten Grundstücken 48, 49 und 50 bilden drei Warenhäuser, die von der Architektengemeinschaft Schlesinger &amp;amp; Benedict in der ersten Dekade des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts erbaut wurden. Im Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum Anker&amp;#039;&amp;#039; (Großer Ring 52) ist im Innenraum des Erdgeschosses eine Renaissancesäule erhalten; das [[barock]]e Haus Nummer 46 ist ein im Original erhaltenes Denkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haus &amp;#039;&amp;#039;Zum Schwarzen Adler&amp;#039;&amp;#039; (Nr. 59) ist das bekannteste Café der Stadt beheimatet, das &amp;#039;&amp;#039;Café Cukiernia&amp;#039;&amp;#039;. Auf dem Platz vor der [[Elisabethkirche (Breslau)|Elisabethkirche]] steht das Denkmal für den in Breslau geborenen Theologen [[Dietrich Bonhoeffer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hänsel und Gretel ====&lt;br /&gt;
Die nordwestliche Ecke des Ringes wird durch zwei (eigentlich bautechnisch gesehen drei) winzige [[Altarist]]enhäuser besetzt, die miteinander durch ein Bogentor verbunden sind. Früher wurde die Elisabethkirche von einem geschlossenen Kranz solcher Häuser umgeben, der den [[Friedhof|Kirchhof]] von den Straßen abschirmte. Die Häuser wurden in der Nachkriegszeit als [[Hänsel und Gretel]] (polnisch: &amp;#039;&amp;#039;Jaś i Małgosia&amp;#039;&amp;#039;) verspottet, inzwischen wurde der Name offiziell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mirko Seebeck: &amp;#039;&amp;#039;Breslau (Wrocław) – Ein Alternativer Reiseführer: 100 außergewöhnliche Orte, die man nicht verpassen sollte&amp;#039;&amp;#039; WroclawGuide.com, Düsseldorf und Breslau 2020, ISBN 978-3-9822338-8-8&lt;br /&gt;
* Cezary Buśko: &amp;#039;&amp;#039;Archeologia lokacyjnego Wrocławia.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.archaiabrno.org/media/doc/fuma_I_35_45_busko.pdf (online)] (PDF; 2,3&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Olgierd Czerner: &amp;#039;&amp;#039;Rynek Wrocławski.&amp;#039;&amp;#039; Breslau 1976, {{DNB|1021265179}}.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Stein]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Große Ring zu Breslau.&amp;#039;&amp;#039; Priebatsch’s Buchh., Breslau 1935, {{DNB|361716346}}.&lt;br /&gt;
* R. Eysymontt et al. (2008): &amp;#039;&amp;#039;Der Breslauer Ring. Ein Stadtführer.&amp;#039;&amp;#039; Darbub Verlag, ISBN 978-83-61379-03-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Market Square in Wrocław|Großer Ring}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.110375|EW=17.031135|type=landmark|region=PL-02}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grosser Ring}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Breslau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinrichtungsstätte in Polen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Serols</name></author>
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