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	<title>Großenengliser Platte - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T08:58:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fenengliser_Platte&amp;diff=1518809&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rauenstein am 6. September 2024 um 21:17 Uhr</title>
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		<updated>2024-09-06T21:17:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Westhessische senke.svg|mini|Naturräume innerhalb der Westhessischen Senke; die Großenengliser Platte liegt nordwestlich von Homberg, zwischen Schwalm und Eder]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Großenengliser Platte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Naturraum]] (Nummer 343.22) zwischen den Flüssen [[Eder]] und [[Schwalm (Eder)|Schwalm]] in [[Nordhessen]]. Sie ist Teil des [[Hessengau (Naturraum)|Hessengaus]] innerhalb der [[Westhessische Senke|Westhessischen Senke]]. Sie liegt südlich der Stadt [[Fritzlar]] zwischen der „[[Fritzlarer Ederflur]]“ (Nr. 343.211) im Norden und der „[[Schwalmaue]]“ (Nr. 343.210) im Osten und Süden. Im Westen wird sie von den östlichen Ausläufern des [[Kellerwald]]s begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Platte hat eine Größe von 18,38&amp;amp;nbsp;km² und erstreckt sich vom [[Wabern]]er Ortsteil [[Uttershausen]] im Osten bis nach [[Kleinenglis]] im Südwesten und an den Fuß des [[Büraberg]]s bei [[Fritzlar]] im Nordwesten. Sie umfasst das Gebiet um die Dörfer Uttershausen, [[Udenborn]], [[Großenenglis]] und Kleinenglis sowie um die [[Kalbsburg]] und die [[Holzheim (Fritzlar)|Wüstung Holzheim]] unterhalb des Bürabergs. Sie findet sich auf der [[Topografische Karte|Topografischen Karte]] (Messtischblatt) TK25 Nr. 4921 und wird von der [[Liste der Bundesautobahnen in Deutschland|Bundesautobahn&amp;amp;nbsp;49]] durchquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die Großenengliser Platte ist die südliche von zwei [[tertiär]]en ([[pliozän]]en) bis [[Quartär (Geologie)|quartären]] (alt[[pleistozän]]en) Terrassen beiderseits der Eder; ihr Gegenstück auf der Nordseite des Flusses ist das Gudensberger Hügelland. Sie ist eine der bedeutendsten Lagerstätten von quartär- bis tertiärzeitlichem Kiessand in Nordhessen, mit Kiessand-Mächtigkeiten von über 20&amp;amp;nbsp;m bis zu 60&amp;amp;nbsp;m. Die Kiessande besitzen einen hohen Kiesanteil von 50 bis 60 % und werden von 3 bis 10&amp;amp;nbsp;m dicken sandigen [[Löss]]en und Löss[[lehm]]en bedeckt, die z.&amp;amp;nbsp;T. [[Keramik|grobkeramische]] Eigenschaften für die [[Backstein|Ziegelindustrie]] aufweisen und bis in die 1960er Jahre in örtlichen [[Ziegelei]]en verarbeitet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Großenengliser Platte als auch das Gudensberger Hügelland sind Teile der sog. Zennerner Senke, die sich im [[Pliozän]] vor ca. 2 Millionen Jahren durch allmähliches Absinken der Erdoberfläche bildete und von den Vorläufern der Schwalm und der Eder mit [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimenten]] gefüllt wurde. Die [[Kies]]e in den bis zu 60&amp;amp;nbsp;m dicken Sand- und Kieslagern bestehen aus [[Sandstein]]en des [[Buntsandstein]]s, [[Gangquarz]], [[Quarzit]] und [[Radiolarit|Kieselschiefer]]. Dies deutet darauf hin, dass sie überwiegend von dem Vorläufer der heutigen Schwalm aus südwestlicher Richtung aus dem Gebiet des Kellerwalds herangeschwemmt wurden. In den Bereichen mit Mächtigkeiten von bis zu etwa 35&amp;amp;nbsp;m sind zwei Grobschüttungseinheiten feststellbar, in den über 35&amp;amp;nbsp;m mächtigen häufig drei Einheiten; diese sind durch 2–8&amp;amp;nbsp;m starke [[Ton (Bodenart)|Ton]]-, [[Schluff]]- und [[Sand#Einteilung und Bezeichnungen|Feinsandlagen]] getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des weiten Korngrößenspektrums und des hohen [[Gesteinskörnung#Natürliche Gesteinskörnung|Kieskörnungsanteils]] können aus dem Sand/Kiesgemisch alle marktgängigen [[Gesteinskörnung|Körnungen]] durch Siebung erzeugt werden. Der überwiegend aus Kieselschiefer und Quarzit zusammengesetzte Kiesanteil gilt zudem als Betonzuschlag erster Wahl. Der Abbau wird dadurch erleichtert, dass kaum Konflikte mit der [[Wasserwirtschaft]] auftreten, da die Lagerstätten überwiegend oberhalb der [[Grundwasserleiter]] liegen. Die Mächtigkeit und Qualität des [[Abraum (Bergbau)|Abraums]] aus Lösslehmen und Löss ermöglicht eine spätere Rekultivierung als ertragsstarke land- und forstwirtschaftliche Standorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die ertragreichen Böden sind Grundlage einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung des Gebiets. Die Kieslager selbst werden seit den 1950er Jahren an mehreren Stellen massiv ausgebeutet, so insbesondere im Raum Uttershausen und nordwestlich der Kalbsburg. Eine weitgehend ausgebaute Kieslagerstätte bei Uttershausen ist seit Mitte der 1970er Jahre Großdeponie für Müll. In der Gemarkung Großenenglis wurden bis in die 1980er Jahre [[Braunkohle]]vorkommen tief unter der Großenengliser Platte unterirdisch abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliches ==&lt;br /&gt;
Die Großenengliser Platte war mindestens zweimal Ort geschichtlich bedeutsamer Ereignisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlacht bei Fritzlar 1427 ===&lt;br /&gt;
Im [[Mainzisch-Hessischer Krieg (1427)|Mainzisch-Hessischen Krieg von 1427]] fügte ein von Landgraf [[Ludwig I. (Hessen)|Ludwig I.]] von [[Landgrafschaft Hessen|Hessen]] geführtes Heer am 23. Juli 1427 einem Heer [[Kurmainz|erzbischöflich-mainzischer]] Ritter unter Graf Gottfried von Leiningen&amp;lt;ref&amp;gt;Er war ein Verwandter, wohl ein Neffe, des ehemaligen Mainzer Dompropstes und Bischof-Elekts [[Gottfried von Leiningen]], der 1410 verstorben war.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf der Großenengliser Platte eine schwere Niederlage zu. Nach einer weiteren deutlichen Niederlage am 10. August 1427 bei [[Fulda]] war Erzbischof [[Konrad III. von Dhaun|Konrad]] schließlich gezwungen, am 8. Dezember 1427 im [[Mainzisch-Hessischer Krieg (1427)#Friedensschluss|Frieden von Frankfurt]] die landgräfliche Vorherrschaft in Nieder- und Oberhessen anzuerkennen und nahezu alle seine Besitzungen in Nieder- und Mittelhessen vom Landgrafen zu Lehen nehmen; ausgenommen blieben nur Fritzlar, [[Naumburg (Hessen)]], [[Amöneburg]] und [[Neustadt (Hessen)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärparade 1936 ===&lt;br /&gt;
Am 18. September 1936 veranstaltete das [[Nationalsozialismus|NS-Regime]], im Beisein von [[Adolf Hitler]] und über 50.000 Zuschauern, die [[Militärparade auf der Großenengliser Platte]], die größte deutsche Militärparade seit dem Ersten Weltkrieg, als Abschluss einer umfangreichen zweitägigen Gefechtsübung der [[Wehrmacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.088|EW=9.285|type=landmark|dim=100|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hlug.de/medien/geologie/dokumente/rohstoffe/rohstoffsicherungskonzept/Fachbericht%20Sand%20&amp;amp;%20Kies%2015%2011%2006.pdf Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie: Rohstoffsicherungskonzept Hessen, Fachbericht Sand und Kies, Wiesbaden, 2006, S.&amp;amp;nbsp;52-53.] (PDF-Datei; 2,94&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* http://atlas.umwelt.hessen.de/atlas/naturschutz/naturraum/karten/attrib/343-22.htm&lt;br /&gt;
* http://www.verband-steine-erden.de/redirect.asp?HREF=http://www.verband-steine-erden.de/menu-haupt/herstellung/hessen2.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grossenengliser Platte}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturraum im Westhessischen Bergland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Borken (Hessen))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rauenstein</name></author>
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