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	<title>Großenenglis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:22:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fenenglis&amp;diff=110223&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der blaue Himmelsreiter: Einwohnerzahl aktualisiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fenenglis&amp;diff=110223&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-19T07:30:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einwohnerzahl aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Großenenglis&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Borken (Hessen)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Borken&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/4/41.9304/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 9/16/32.4876/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Hessen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 220 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 9.91&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 957  &amp;lt;!-- hier nur Hauptwohnsitze --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2025-11&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.borken-hessen.de/wohnen-leben/stadtportrait/statistik-zahlen-fakten/ |titel=Statistik/Zahlen/Fakten |hrsg=Stadt Borken |sprache=de |abruf=2026-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 34582&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 05682&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = [[Kalbsburg|05622]]&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Großenenglis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Dorf im [[Nordhessen|nordhessischen]] [[Schwalm-Eder-Kreis]] und seit 1974 ein [[Ortsteil|Stadtteil]] von [[Borken (Hessen)|Borken]]. Die Gemarkung Großenenglis liegt auf der [[Großenengliser Platte]] und ist die nördlichste und mit ca. 988 [[Hektar]] die flächenmäßig größte innerhalb der Stadt Borken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung des Orts als &amp;#039;&amp;#039;Angelgise&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 775 im [[Breviarium Sancti Lulli]] der [[Abtei Hersfeld]] unterscheidet nicht zwischen den ab dem 13. Jahrhundert zunehmend getrennt beurkundeten Dörfern Großenenglis (erstmals 1255) und Kleinenglis (erstmals 1240). Beide Dörfer waren im 13. Jahrhundert weitgehend im Besitz der Herren von Borken, wohl als [[Lehnswesen|Lehnsmannen]] der Grafen von [[Grafschaft Ziegenhain|Ziegenhain]], die ihre dortigen Rechte wiederum von der Abtei Hersfeld zu [[Lehen]] hielten. Spätestens zu Anfang des 14. Jahrhunderts ging die Hersfelder Lehnsherrschaft von den Ziegenhainer Grafen auf die [[Landgrafschaft Hessen|Landgrafen von Hessen]] über. Die Herren von Borken verloren erst 1470 ihre letzten Besitzrechte in Großenenglis, wo die Herren von [[Löwenstein (Adelsgeschlecht)|Löwenstein]] allmählich ihre Nachfolge als größte Grundbesitzer angetreten hatten. Aber auch verschiedene Klöster hatten Besitz und Einkommensrechte in Englis, so [[Kloster Hasungen|Hasungen]], [[Kloster Spieskappel|Spieskappel]], [[Kloster Haina|Haina]] und das [[Fritzlarer Dom|Petersstift]] in [[Fritzlar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein örtliches Ereignis von geschichtlicher Bedeutung war die vernichtende Niederlage, im [[Mainzisch-Hessischer Krieg (1427)|Mainzisch-Hessischen Krieg von 1427]], der vom Grafen Gottfried von Leiningen,&amp;lt;ref&amp;gt;Er war ein Verwandter, wohl ein Neffe, des ehemaligen Mainzer Dompropstes und Bischof-Elekts [[Gottfried von Leiningen]], der 1210 verstorben war.&amp;lt;/ref&amp;gt; einem Neffen des Erzbischofs, geführten Truppen des Mainzer Erzbischofs [[Konrad III. von Dhaun]] am 23. Juli 1427 gegen die des hessischen [[Landgrafschaft Hessen|Landgrafen]] [[Ludwig I. (Hessen)|Ludwig I.]], mit der [[Kurmainz]] den Kampf um die territoriale Vorherrschaft in Nordhessen endgültig verlor. Diese Entscheidungsschlacht in einem jahrhundertelangen Ringen fand nördlich von Großenenglis statt, auf der [[Großenengliser Platte]] zwischen [[Udenborn]], Großenenglis, der [[Kalbsburg]] und [[Kleinenglis]]. Mainz musste danach nahezu alle seine Besitzungen in Nieder- und Mittelhessen von Hessen zu Lehen nehmen. 1544 erfolgte die landgräflich hessische erbliche Belehnung mit Großenenglis für Kurt Katzmann, [[Schöffe (historisch)|Schöffen]] und Bürgermeister von [[Fritzlar]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Genealogisches Handbuch des Adels]], Adelslexikon. Band VI, Band 91 der Gesamtreihe, Limburg an der Lahn 1987, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt; dessen Familie sich in der Folge auch [[Katzmann (Adelsgeschlecht)|Katzmann von Englis]] nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1585 wurden in Großenenglis 81 Haushalte gezählt. 1639, vier Jahre nachdem die Truppen des bayerischen Generals [[Lothar Dietrich von Bönninghausen]] den Ort im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] niedergebrannt hatten, waren es nur noch 14 verehelichte Männer und drei Witwen, mit insgesamt drei Pferden und zwei Kühen. Noch fast hundert Jahre nach dem Ende des Kriegs, im Jahre 1747, lag die Zahl der Haushalte mit insgesamt 52 weit unter der von 1585. 1835 wurden 90 Haushalte mit 626 evangelischen, 15 jüdischen und einem katholischen Einwohner gezählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|ID=4090|titel=Großenenglis, Schwalm-Eder-Kreis}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. September 1936 nahm Reichskanzler [[Adolf Hitler]] bei Großenenglis eine [[Militärparade auf der Großenengliser Platte|Militärparade]] des [[IX. Armeekorps (Wehrmacht)|IX. Armeekorps]] der [[Wehrmacht]] vor 50.000 Zuschauern ab; es war die größte deutsche Militärparade nach dem Ersten Weltkrieg und Abschluss einer umfangreichen zweitägigen Gefechtsübung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südliche Ortsteil (34 Wohnhäuser) musste 1951 dem [[Braunkohle]]nbergbau „Altenburg II“ weichen; stattdessen entstand ein neues Siedlungsgebiet im Oberdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde im Zuge der [[Gebietsreform in Hessen]] kraft [[Landesgesetz]] in die Stadt Borken [[Eingemeindung|eingegliedert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HessAmtsBL|typ=GVBL |hrsg=Der Hessische Minister des Innern |titel=Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) |nr=25 |jahr=1973 |datum=1973-09-28 |seite=4 |seiten=356 |fundstelle=§&amp;amp;nbsp;11 |kbytes=2210}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=393}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für alle durch die Gebietsreform eingegliederten Stadtteile wurde [[Ortsbezirk]]e mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.borken-hessen.de/rathaus-politik/service/satzungen-downloads-formulare/satzungen-der-stadt-borken-hessen/ |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;5|werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Borken |format=DOC;&amp;amp;nbsp;35&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2023-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerstruktur 2011&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erhebungen des [[Zensus 2011]] lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Großenenglis 1020 Einwohner. Darunter waren 12 (1,2 %) Ausländer.&lt;br /&gt;
Nach dem Lebensalter waren 162 Einwohner unter 18 Jahren, 393 zwischen 18 und 49, 246 zwischen 50 und 64 und 216 Einwohner waren älter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt; Die Einwohner lebten in 465 Haushalten. Davon waren 144 [[Alleinstehender|Singlehaushalte]], 138 [[Ehe|Paare]] ohne Kinder und 132 Paare mit Kindern, sowie 45 [[Alleinerziehender|Alleinerziehende]] und 9 [[Wohngemeinschaft]]en. In 114 Haushalten lebten ausschließlich [[Senior]]en und in 197 Haushaltungen lebten keine Senioren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerentwicklung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1575/85: || 21 [[Hausgesess]]e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1639: || 14 verheiratete Männer, 3 verwitwete Hausgesesse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1724: || 106 Personen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1742: ||  54 Häuser&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1747: || 367 Einwohner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{LAGIS Einwohner Diagramm|Name=Großenenglis |width=450|float=none|maxEinwohner=1280&lt;br /&gt;
|722|742|749|760|680|684|608|598|548|594|568|554|650|710|1246|1284|1088|1079|1123&lt;br /&gt;
|vor1834=&lt;br /&gt;
|nach1967=(1970,1080)(1980,-1)(1990,-1)(2000,-1)(2011,1020)(2020,946)(2025,957)&lt;br /&gt;
|quelle=LAGIS&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;; Stadt Borken (Hessen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;DF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.borken-hessen.de/wohnen-leben/stadtportrait/statistik-zahlen-fakten/ |titel=Statistik/Zahlen/Fakten |hrsg=Stadt Borken (Hessen) |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230214163824/https://www.borken-hessen.de/wohnen-leben/stadtportrait/statistik-zahlen-fakten/#accordion-1-0 |abruf=2023-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Zensus 2011]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Historische Religionszugehörigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Quelle: Historisches Ortslexikon&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1861: || 671 [[Reformierte Kirchen|evangelisch-reformierte]], ein [[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherischer]], ein [[Römisch-katholische Kirche|katholischer]], acht [[Judentum|jüdische]] Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1885: || 538 [[Evangelische Kirche|evangelische]] (= 98,18 %), ein katholischer (= 0,18 %), 9 jüdische (= 1,64 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961: || 851 [[Evangelische Kirche in Deutschland#Geschichte|evangelische]] (= 78,87 %), 217 katholische (= 20,11 %) Einwohner&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Historische Erwerbstätigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
| •&amp;amp;nbsp;1961 || Erwerbspersonen: 143 Land- und Forstwirtschaft, 255 Produzierendes Gewerbe, 30 Handel und Verkehr, 50 Dienstleistungen und Sonstiges&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsbeirat ===&lt;br /&gt;
Für Großenenglis besteht ein [[Ortsbezirk]] (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Großenenglis) mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]]. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei den [[Kommunalwahlen in Hessen 2021]] betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Großenenglis 59,32 %. Es erhielten die [[SPD]] mit 29,67 % der Stimmen, drei Sitze und die „Freie Wählergemeinschaft Großenenglis“ mit 62,50 %, sechs Sitze.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager-ks.ekom21cdn.de/2021-03-14/06634001/html5/Ortsbeiratswahl_Hessen_366_Ortsbezirk_Grossenenglis.html |titel=Ortsbeiratswahl Großenenglis |werk=Votemanager |hrsg=Kommunales Gebietsrechenzentrum |abruf=2023-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsbeirat wählte Horst Simmen zum Ortsvorsteher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.borken-hessen.de/rathaus-politik/politik/gremien/ortsvorsteher/ |titel=Ortsbeiräte |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Borken (Hessen) |abruf=2023-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Partnerschaft ===&lt;br /&gt;
Seit 1970 pflegt Großenenglis eine [[Städtepartnerschaft|Partnerschaft]] mit der Gemeinde [[Noailles (Oise)|Noailles]] in der [[Region (Frankreich)|Region]] [[Picardie]], [[Frankreich]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.borken-hessen.de/cms/Stadtinfo/Partnerst%C3%A4dte/Noailles/ |hrsg=Stadt Borken (Hessen) |titel=Städtepartnerschaften und -patenschaften. Noailles |zugriff=2019-04 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160310231924/http://www.borken-hessen.de/cms/Stadtinfo/Partnerst%C3%A4dte/Noailles/ |archiv-datum=2016-03-10 |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
==== Gutshof, Kirchturm und Kirche ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Großenenglis Wehrturm.jpg|mini|hochkant|Der Wehr- und Kirchturm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Großenenglis, ehem. Kirche.jpg|mini|Die ehemalige Dorfkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Architektonisches Wahrzeichen des Dorfs ist der 24 Meter hohe und weithin sichtbare [[Gotik|spätgotische]] Kirchturm. Er wurde häufig als „Warte auf der Landwehr“ bezeichnet, da man ihn lange Zeit fälschlicherweise mit dem „[[Warte auf der Landwehr|Turm auf dem Bonebach]]“ unweit nördlich der heutigen [[Kalbsburg]] gleichsetzte. Der dortige Turm wurde 1431/32 erbaut, wenige Jahre nach dem für die [[Landgrafschaft Hessen]] siegreichen [[Mainzisch-Hessischer Krieg (1427)|Mainzisch-Hessischen Krieg von 1427]], war Bestandteil der [[Landwehr]] des hessischen [[Amt Borken|Amts Borken]] gegenüber dem [[Kurmainz|mainzischen]] [[Fritzlar]] und wurde nach 1757 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der viergeschossige Turm im Dorf hingegen, mit seinem 6&amp;amp;nbsp;m im Quadrat messenden Grundriss, war ursprünglich der Torturm des von einer Ringmauer umgebenen [[Wehrfriedhof]]s, und seine spitzbogige, [[Gewölbe#Tonnengewölbe|tonnengewölbte]] Durchfahrt war der Zugang zum Kirchhof.&amp;lt;ref&amp;gt;Ähnliche Kirchtürme mit integrierter Zufahrt zu einem Wehrkirchhof finden sich in Hessen nur noch an der Nikolaikirche in [[Helsa]], [[Kreis Kassel]], und der Wehrkirche St. Kilian in [[Hochstadt (Maintal)|Hochstadt]], [[Main-Kinzig-Kreis]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde im 14. oder 15. Jahrhundert errichtet; ein genaues Datum ist nicht bekannt. Das oberste der drei steinernen Geschosse hat ein Tonnengewölbe und einen leicht vorgekragten und ehemals offenen [[Wehrgang]] (eine Wehrplatte) mit [[Wasserspeier]]n aus Sandstein an den Ecken. Das darunter liegende Geschoss, ebenfalls mit Tonnengewölbe, hat in der Decke ein Schlupfloch als Aufstieg zur Wehrplatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1494 [[Lehnswesen|belehnte]] Landgraf [[Wilhelm II. (Hessen)|Wilhelm II.]] seinen [[Amtmann]] zu Borken, Philipp von [[Wildungen (Adelsgeschlecht)|Wildungen]], [[Geheimrat|Geheimer Rat]] und [[Truchsess (Hofamt)|Erbküchenmeister]], mit dem Turm und einem damit verbundenen [[Burgmann|Burgsitz]], mit der Erlaubnis, dort einen burgähnlichen Bau zu errichten und diesen „Hohen Englyes“ zu nennen. Wildungen richtete sich daraufhin unmittelbar neben dem Kirchhof einen freiadligen Gutshof ein, vom Landgrafen hinsichtlich Steuern und Abgaben befreit, wobei der Turm als Einfahrt in den Gutsbereich einbezogen wurde. Das Herrenhaus entstand im Jahre 1515. Auf Philipp von Wildungen folgte 1516 sein Sohn Caspar, der bis zu seinem Tod 1538 der Eigentümer war. Seine Witwe führte den Gutsbetrieb bis 1542 weiter, ehe sie das Gut an den [[Fritzlar]]er Kaufmann Ludwig [[Katzmann (Adelsgeschlecht)|Katzmann]] verkaufte; dessen Sohn Konrad wurde dann 1544 vom Landgrafen mit dem Gut belehnt. Nach dem Tod Konrad Katzmanns erbten seine Töchter Margarethe und Elisabeth und sein Sohn Wilhelm das Gut, und 1615 wurde Margarethe Alleinerbin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Dorf im Juni 1635 während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Kriegs]] von Truppen des bayerischen Generals [[Lothar Dietrich von Bönninghausen|von Bönninghausen]] niedergebrannt wurde, brannten auch das Gutshaus und die Wirtschaftsgebäude bis auf die Grundmauern nieder. Auch der Turmhelm wurde ein Opfer der Flammen. Erst nach dem Verkauf an den Obristen und Forstmeister in [[Marburg]], Eckebrecht Steinfeld, wurden die Gutsgebäude 1659 wieder neugebaut, mit [[Fachwerkhaus|Fachwerkgeschoss]] auf dem [[Gotik|gotischen]] Erdgeschoss aus Bruchstein. Das Gut wechselte in der Folgezeit mehrfach seine Besitzer und war häufig verpachtet. Seit 1987 ist es im Besitz eines Sprosses der freiherrlichen Familie von [[Freiherren von Süßkind|Süßkind-Schwendi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde 1661 der etwa 10 m entfernten und wohl im Jahre 1265 erbauten turmlosen Kirche, einem [[Saalkirche|Saalbau]] mit zwei [[Gewölbe#Kreuzgewölbe|Kreuzgewölben]] und schmalerem rechteckigem [[Chor (Architektur)|Chor]], zugeordnet. Er erhielt einen hölzernen, [[Schindel|verschindelten]] Aufbau mit flachem [[Zeltdach]], der die Glocken aufnahm. 1819 wurde der schadhaft gewordene oberste Bereich durch zwei neue Stockwerke ersetzt. Die Kirche selbst wurde 1779 mit einem breiteren, an den Ecken abgeschrägten quadratischen Chorraum erweitert. Sie wurde 1973 verkauft und wird seitdem als Werkstatt und Lagerhalle genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neue Kirche wurde am 2. Dezember 1973 eingeweiht. Sie ist ein schmuckloser Zweckbau ohne Kirchturm und bietet Platz für 200 Personen. Mit dem 1968 errichteten Pfarrhaus und dem Gemeindehaus bildet sie das Evangelische Gemeindezentrum in der Mitte des Ortes.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenkreis Fritzlar: [http://kirchenkreis-fritzlar-homberg.de/start/grossenenglis-singlis-und &amp;#039;&amp;#039;Kirchengemeinde Großenenglis&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Profanbauten ====&lt;br /&gt;
* Amtshaus (Sternstraße, 1686 erbaut als Verwaltungsgebäude derer von [[Linsingen (Adelsgeschlecht)|Linsingen]])&lt;br /&gt;
* Ehemaliges Rittergut (erstes Herrenhaus 1505–1515 durch Philipp von Wildungen erbaut, nach Großbrand 1635 erst 1659 neu erbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp von Wildungens Nachfolger auf dem Gut war sein Sohn Caspar. Nach dessen Tod 1538 führte seine Witwe den Gutsbetrieb weiter, bis er 1542 an den Fritzlarer Kaufmann Ludwig Catzmann verkauft wurde; dessen Sohn Conrad wurde 1544 vom Landgrafen mit dem Gut belehnt. Nach dem Tod Conrad Catzmanns kam das Gut an seine Töchter Margarethe, Elisabeth und den Sohn Wilhelm. 1615 wurde Margarethe Alleinerbin. Während des Dreißigjährigen Kriegs, um 1635, brannten das Gutshaus und die Wirtschaftsgebäude bis auf die Grundmauern nieder. Erst nach dem Verkauf an den Obristen und Forstmeister in Marburg, Eckebrecht Steinfeld, wurden die Gebäude 1659 wieder aufgebaut. In den Folgejahren wechselte der Gutshof mehrfach die Besitzer und der Gutsbetrieb war in dieser Zeit teilweise an Verwalter verpachtet.&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* Ehemaliges Rittergut [[Kalbsburg]] (ca. 2&amp;amp;nbsp;km nördlich außerhalb gelegen) mit Turm „Hohenenglis“ (= ehem. Trafostation) und Villa (1911–1913 erbaut)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Großenenglis, Linsingen Amtshaus.jpg|Das ehemalige Amtshaus derer von Linsingen&lt;br /&gt;
Kalbsburg Herrenhaus (2).JPG|Die Villa Kalbsburg&lt;br /&gt;
Kalbsburg ehem. Herrenhaus.jpg|Das ehemalige Herrenhaus Kalbsburg&lt;br /&gt;
Kalbsburg Trafostation.jpg|Die ehemalige Trafostation an der Kalbsburg aus dem Jahre 1911&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Einziger Sportverein in Großenenglis ist der TuS Viktoria Großenenglis 1912 e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://tusviktoria.club/ TuS Viktoria Großenenglis 1912 e.&amp;amp;nbsp;V.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein ist auf Breitensport spezialisiert und ist u.&amp;amp;nbsp;a. Ausrichter des jährlich stattfindenden Viktoria-Duathlons, der über regionale Grenzen hinaus bekannt ist. Besonders die Abteilung Damen-Fußball hat eine wichtige Außenwirkung für den gesamten Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
In Großenenglis ist die Theologin [[Marianne Hartung]] (* 1954) geboren und aufgewachsen, deren Hauptwerk „Angst und Schuld in Tiefenpsychologie und Theologie“ im Jahr 1979 erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Ide: &amp;#039;&amp;#039;Von Adorf bis Zwesten: Ortsgeschichtliches Taschenbuch für den Kreis Fritzlar-Homberg.&amp;#039;&amp;#039; Bernecker, Melsungen, 1972&lt;br /&gt;
* Josef Paulduro &amp;amp; Heinz Neutzer: &amp;#039;&amp;#039;Großenenglis „Gestern und Heute“.&amp;#039;&amp;#039; Kulturring Großenenglis, 1990&lt;br /&gt;
* Ortsbeirat und Geschichtliche Arbeitsgruppe Großenenglis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Geschichten: 1225 Jahre Großenenglis: Wissenswertes, Begebenheiten, Geschehnisse,&amp;#039;&amp;#039; Großenenglis, 2000&lt;br /&gt;
* {{HessBib|PPN=116332905 |GND=4607171-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.borken-hessen.de/wohnen-leben/stadtportrait/stadtteile/großenenglis/ &amp;#039;&amp;#039;Stadtteil Großenenglis&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Stadt Borken (Hessen).&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.grossenenglis.de/ |titel=Großenenglis |titelerg=Ortsgeschichte, Infos |werk=www.grossenenglis.de | hrsg=Ortsbeirat Großenenglis |abruf-verborgen=1 |zugriff=2018-10-14}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=4090|titel=Großenenglis, Schwalm-Eder-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lagis&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{LAGIS|ref=nein|ID=4090|titel=Großenenglis, Schwalm-Eder-Kreis| datum=2022-11-26}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Z2011E&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_c.pdf#page=34 |seiten=30 und 86 |titel=Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen |werk=[[Zensus 2011]] |hrsg=[[Hessisches Statistisches Landesamt]] |abruf=2022-03 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;1,0&amp;amp;nbsp;MB |abruf-verborgen=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201027061845/https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/AO_VZ_2011_4_c.pdf#page=40 |archiv-datum=2020-10-27 |offline=1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Borken (Hessen)}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4607171-4|VIAF=233883643}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grossenenglis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbezirk von Borken (Hessen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Schwalm-Eder-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Schwalm-Eder-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der blaue Himmelsreiter</name></author>
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