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	<title>Große - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T01:35:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Benowar am 30. April 2023 um 15:52 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Große&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der [[Geschichtswissenschaft]] die (durchaus heterogene) Führungsschicht eines Reiches, eines Fürstentums oder einer sozialen Gruppe vor allem dann, wenn diese nicht fest umrissen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders häufig wird der Begriff auf die Führungsspitze in Reichen des [[Frühmittelalter|Früh-]] und [[Hochmittelalter]]s angewendet, deren innere Struktur noch wenig gefestigt war oder nicht detailliert überliefert ist. In den mittelalterlichen Quellen finden sich mehrere lateinische Begriffe für Angehörige des Adels, die etwa als &amp;#039;&amp;#039;nobiles&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;potentes&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;proceres&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;optimates&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe schon [[Heinrich Brunner (Rechtshistoriker)|Heinrich Brunner]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1. Leipzig 1887, S. 251; vgl. auch [[Thomas Zotz]]: &amp;#039;&amp;#039;Adel, Oberschicht, Freie. Zur Terminologie der frühmittelalterlichen Sozialgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins&amp;#039;&amp;#039; 125 (N.F. 86), 1977, S. 3–20. Zu diversen Bezeichnungen und der Entwicklung der „Oberschicht“ siehe zusammenfassend [[Werner Hechberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; München 2010, S. 7ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der modernen Mittelalterforschung wird der Begriff „Große“ allgemein hinsichtlich der führenden weltlichen und geistlichen Spitzenschicht benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. als Beispiele etwa: [[Egon Boshof]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Salier.&amp;#039;&amp;#039; 5. aktualisierte Auflage. Stuttgart 2008, S. 64, S. 68 und passim; Hans Peter Drexler: &amp;#039;&amp;#039;Metamorphosen der Macht.&amp;#039;&amp;#039; Marburg 2001, S. 105ff.; [[Johannes Fried]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Formierung Europas 840–1046.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. München 2008, S. 73ff.; Heike Grahn-Hoeck: &amp;#039;&amp;#039;Die fränkische Oberschicht im 6. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Sigmaringen 1976, passim; Werner Hechberger: &amp;#039;&amp;#039;Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; München 2010, S. 15f. und S. 65; [[Reinhold Kaiser]]: &amp;#039;&amp;#039;Das römische Erbe und das Merowingerreich.&amp;#039;&amp;#039; 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. München 2004, S. 30ff.; [[Reinhard Schneider (Historiker)|Reinhard Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Frankenreich.&amp;#039;&amp;#039; 4. aktualisierte Auflage. München 2001, S. 77f.; [[Stefan Weinfurter]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Reich im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; München 2008, S. 87, 116 und 131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Ostfrankenreich]] und im frühen [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] wählten die Großen den König und nahmen als Berater, Verbündete und ausführende Organe Einfluss auf dessen Machtausübung. Herrschaft war in diesem Zusammenhang zunächst personell und nicht institutionell begründet. Der König und die Großen des Reiches standen in einer wechselseitigen politischen Beziehung, wobei Rang und Ansehen von Bedeutung waren. Einfluss gewannen besonders die Großen im näheren Umkreis des Königs, wobei die Konsensherstellung ein wichtiger Faktor war ([[konsensuale Herrschaft]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Bernd Schneidmüller]]: &amp;#039;&amp;#039;Konsensuale Herrschaft. Ein Essay über Formen und Konzepte politischer Ordnung im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; In: Paul-Joachim Heinig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift für Peter Moraw.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2000, S. 53–87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der verbindlichen Regelung des Wahlverfahrens durch die [[Goldene Bulle Karls IV.|Goldene Bulle]] und der Herausbildung von Höfen und Beamtenstrukturen verschwand die Bedeutung dieser Großen, wenngleich einflussreiche [[Landesherr]]en weiterhin eine wichtige Rolle in der Reichspolitik spielten. Für das [[Spätmittelalter]] wird von den geistlichen und weltlichen [[Reichsfürst]]en gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grosse}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediävistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Benowar</name></author>
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