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	<title>Großdolmen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T15:42:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9Fdolmen&amp;diff=430911&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JEW am 26. April 2026 um 08:18 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-26T08:18:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Megawal24.jpg|mini|Großdolmentypen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kruckow 1 Großsteingrab Dolmen Südwest.JPG|mini|[[Großsteingrab Kruckow 1]] Großdolmen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Großdolmen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Megalith]]anlagentyp der [[Trichterbecherkultur]] (TBK), der in der [[Nordische Megalitharchitektur|nordischen Megalitharchitektur]], primär im Osten von [[Mecklenburg-Vorpommern]], mit zwei verschiedenen [[Dolmenzugang|Zugangsarten]] aber auch in [[Polen]] ([[Megalithanlage von Złotowo]]) sowie [[Dänemark]] ({{daS|&amp;#039;&amp;#039;Stordysse&amp;#039;&amp;#039;}}), baulich in etwas anderer Form vorkommt. Die [[Dolmen]] entstanden zwischen 3500 und 2800 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neolithische Monumente sind Ausdruck der Kultur und Ideologie neolithischer Gesellschaften. Ihre Entstehung und Funktion gelten als Kennzeichen der sozialen Entwicklung.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Müller In: &amp;#039;&amp;#039;Varia neolithica.&amp;#039;&amp;#039; VI, 2009, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Man bezeichnet in Deutschland [[Dolmen]] mit mehr als zwei (bis sieben) Decksteinen als Großdolmen und unterscheidet (nur hier) in:&lt;br /&gt;
* Großdolmen mit Vorraum;&lt;br /&gt;
* Großdolmen mit Windfang; als meist koaxialer, selten axialer Zugang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Windfangdolmen hat seinen Verbreitungsschwerpunkt auf der [[Insel]] [[Rügen]] und dem der Insel gegenüber liegenden Festland. Der Schwerpunkt des Vorraums liegt südöstlich davon, zwischen [[Demmin]] und der Insel [[Usedom]] bis nach [[Sachsen-Anhalt]]. Einige abweichende, aber sehr seltene Gestaltungen erinnern an [[Rechteckdolmen|erweiterte Dolmen]] oder [[Polygonaldolmen|polygonale]] Lösungen. Es gibt in Mecklenburg 146 Großdolmen, von denen [[Ewald Schuldt]] 44 untersuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 16 hatten einen Windfang (36,4 %)&lt;br /&gt;
* 13 hatten einen Vorraum (29,5 %)&lt;br /&gt;
* sechs hatten einen Schwellenstein und eine Türplatte (13,6 %)&lt;br /&gt;
* vier waren im Bezug auf den Zugang unbestimmbar&lt;br /&gt;
* drei hatten einen Zugang durch Wandlücken (6,8 %)&lt;br /&gt;
* zwei hatten einen kurzen Gang (4,5 %)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb Mecklenburgs finden sich zwei Großdolmen in [[Schleswig-Holstein]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Großsteingrab Wees]], Kreis Flensburg), wenige in [[Niedersachsen]], aber etliche in [[Dänemark]] ([[Dolmen von Vedsted]], [[Knudsby Stordysse]], [[Krejbjerg Stordysse]]) und [[Sachsen-Anhalt]] ([[Großsteingräber bei Lüdelsen#Grab 4|Lüdelsen 4 + 5]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Baier Schwinge.jpg|mini|Großdolmen von Schwinge im ovalen Hünenbett; ohne erkennbaren Zugang]]&lt;br /&gt;
Da die Breite nordischer Megalithanlagen, aufgrund des Ausgangsmaterials begrenzt ist, wurde der Längenausbau – bei dem Bestreben nach Vergrößerung der Kammern – zum wesentlichen Gestaltungsziel. Großdolmen erreichen mit durchschnittlich 14 m³ Innenraum Längen bis etwa 11,0 m ([[Großsteingrab Kläden]] in Sachsen-Anhalt), die ansonsten nur von [[Galeriegrab|Galerie-]] und [[Ganggrab|Ganggräbern]] erreicht wird. Beim Großdolmen liegen auf den acht bis 18 Tragsteinen bis zu sieben Decksteine. Einige Großdolmen wurden unter Verwendung eines breiten [[Nordische Megalitharchitektur#Zwischenmauerwerk|Zwischenmauerwerks]], auf das u.&amp;amp;nbsp;U. auch die Decksteine aufgelegt wurden, verlängert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Ganggräbern sind Großdolmen eine Anlagenform, deren mittlere Decksteine mitunter in Jochbauweise (siehe Bild) aufgelegt wurden. Während es zunächst ausschließlich Deckenkonstruktionen gibt, die ihre Statik aus der Tragfähigkeit einer Dreipunktauflage gewinnen, werden bei der späteren Jochkonstruktion zwei Steine (ein [[Joch (Archäologie)|Joch]]) [[Trilith|trilithenartig]] zu einer Einheit verbaut. Da der unebene Deckstein nur auf zwei Punkten aufliegt, die Zweipunkt-Auflage bei unbearbeiteten Natursteinen ([[Findling]]en) aber sehr instabil ist, wurden zum einen die beiden Tragsteine leicht einwärts geneigt. Zusätzlich stützen sich die Decke von Jochen in Längsrichtung der Anlage aneinander ab. Beide Enden einer solchenmaßen erstellten Decksteinreihe bestehen allerdings stets aus stabilen Dreipunktauflagen, da diese der gesamten Konstruktion den Halt verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 44 untersuchten Großdolmen lagen sowohl in rechteckigen (5) und tropezoiden Hünenbetten (8), als auch unter Rundhügeln (4), besonders oft aber unter von Rollsteinen bedeckten Hügeln (26). Ohne Erkenntnisse über die Art des (abgetragenen) Hügels blieb nur eine der von Schuldt untersuchten Anlagen des Typs. Die trapezoiden Einfassungen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Großdolmen von Dwasieden|Dwasieden]], [[Großsteingräber bei Lancken-Granitz|Lancken-Granitz I]], [[Großsteingrab Kruckow 1|Kruckow]], Nadelitz, [[Großdolmen von Pöglitz|Pöglitz]], [[Großdolmen im Forst Poggendorf|Poggendorfer Forst]]) haben (mitunter beidseitig) [[Wächtersteine]]. Der Großdolmen von Gaarzerhof, der zunächst in einem sehr kurzen rechteckigen Hünenbett lag, wurde final mit einem Rundhügel überdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlagen mit Vorraum ==&lt;br /&gt;
Die Anlagen mit Vorraum haben 6 oder mehr Tragsteine, mindestens 3 Decksteine und 2 Schlusssteine, wobei der Schlussstein auf der Zugangsseite meist ein plattenartiger Block von etwa halber Kammerbreite ist, der rechtwinklig zur Langseite, koaxial den äußeren Abschluss bildet. Durch einen [[Schwellenstein]] wird eine Verbindung zu einem Rahmenstein auf der anderen Langseite hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grundriss dieses Dolmentyps ist fast immer rechtwinklig. Die durchschnittlich 0,8 m breite koaxiale äußere Zugangslücke wurde durch trägerhohe Halbsteine nach außen verlängert, so dass ein bis zu 0,8 m breiter und hoher Gang entstand, dessen Länge selten 1,0 m überschreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dolmen dieser Konstruktion sind in Kammer und Vorraum unterteilt. Letzterer liegt am Zugangsende und nimmt mit einer Länge zwischen 1,2 und 2,0 m ein Drittel bis ein Viertel der Gesamtfläche ein. Die Trennung von Vorkammer und Kammer erfolgt durch eine quergestellte Rotsandsteinplatte, die etwa die Dimensionen der äußeren Schlussplatte hat und bis unter den Deckstein reicht.&lt;br /&gt;
Sie ist gegen einen Tragstein der Langseite gestellt oder durch [[Trockenmauerwerk]] mit diesem verbunden. In Richtung des Zugangs entsteht dadurch eine bis 1,0 m breite Lücke als Durchgang in die Kammer, der mit Schwellen- und Rahmenstein versehen wurde und mittels Türplatte zugestellt werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dänemark ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Stordysser&amp;#039;&amp;#039; ist die dänische Bezeichnung für dortige Großdolmen, die eine längere Kammer haben, und deren axialer Gang meist die Randsteine der Hügeleinfassung erreicht. Die in manchen Gegenden Dänemarks häufigen &amp;#039;&amp;#039;Stordysser&amp;#039;&amp;#039; haben selten mehr als 4,0 m lange Kammern. Die Breite betrug 2,0 bis 2,5 m. Zwei Decksteine die oft quer zur Richtung des häufig nach Südosten orientierten Ganges liegen, wurden normalerweise verwendet. Der in Dänemark gebräuchliche Begriff &amp;#039;&amp;#039;stordysse&amp;#039;&amp;#039; folgt einer abweichenden Definition. Lars Blomqvist (jetzt Bägerfeldt) benutzt in seiner Definition der Dolmentypen den Begriff &amp;#039;&amp;#039;stordysse&amp;#039;&amp;#039; nicht. Ursprünglich ging man davon aus, dass ihr Auftreten den Übergang von der Dolmen- zur Ganggrabzeit und zur [[Mehrfachbestattung#Kollektivbestattung|Kollektivbestattung]] markierte. Diese Abfolge gilt inzwischen als widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Nordische Megalitharchitektur]]&lt;br /&gt;
* [[Dolmen]]&lt;br /&gt;
* [[Großdolmen von Damerow]]&lt;br /&gt;
* [[Großdolmen von Dwasieden]]&lt;br /&gt;
* [[Großdolmen im Forst Poggendorf]]&lt;br /&gt;
* [[Großdolmen von Pöglitz]]&lt;br /&gt;
* [[Großdolmen von Sassen]]&lt;br /&gt;
* [[Großdolmen von Serrahn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Deutsches Archäologisches Institut – Abteilung Madrid: &amp;#039;&amp;#039;Probleme der Megalithgräberforschung&amp;#039;&amp;#039;. Vorträge zum 100. Geburtstag von [[Vera Leisner]]. (= &amp;#039;&amp;#039;Madrider Forschungen.&amp;#039;&amp;#039; 16). de Gruyter, New York / Berlin u. a. 1990, ISBN 3-11-011966-8.&lt;br /&gt;
* Michael Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die alten Steine. Reisen zur Megalithkultur in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; Hinstorff, Rostock 1998, ISBN 3-356-00796-3.&lt;br /&gt;
* [[Ewald Schuldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die mecklenburgischen Megalithgräber. Untersuchungen zu ihrer Architektur und Funktion.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte der Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg&amp;#039;&amp;#039;. 6). Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1972, {{DNB|740092189}}.&lt;br /&gt;
* [[Märta Strömberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Swedish megalithic tombs – monuments of various interpretation.&amp;#039;&amp;#039; In: K. W. Beinhauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Megalithik.&amp;#039;&amp;#039; 1999, ISBN 3-930036-36-3.&lt;br /&gt;
* Jürgen E. Walkowitz: &amp;#039;&amp;#039;Das Megalithsyndrom. Europäische Kultplätze der Steinzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 36). Beier &amp;amp; Beran, Langenweißbach 2003, ISBN 3-930036-70-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grossdolmen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dolmen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trichterbecherkultur|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
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