<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gro%C3%9F_Radisch</id>
	<title>Groß Radisch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gro%C3%9F_Radisch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9F_Radisch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T07:37:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9F_Radisch&amp;diff=271228&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wivoelke: +Ortschaft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gro%C3%9F_Radisch&amp;diff=271228&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-29T15:16:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Ortschaft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Groß Radisch&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Hohendubrau&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen gross radisch.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/15/15/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 14/41/40/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 260&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 11.837&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/146213 |titel=Gemarkung Groß Radisch, Gemeinde Hohendubrau |werk=GEOindex |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 333&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;Angaben des [[Verwaltungsverband Diehsa|Verwaltungsverbandes Diehsa]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1995-07-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 02906&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 035876&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Groß Radisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{hsbS}} {{Audio|Radšow.ogg|&amp;#039;&amp;#039;Radšow&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein [[Kirchdorf (Siedlungstyp)|Kirchdorf]] in der sächsischen [[Oberlausitz]]. Mit etwa 330 Einwohnern ist Groß Radisch der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde [[Hohendubrau]] im [[Landkreis Görlitz]]. Der Ortsteil hat den Status einer [[Ortschaft]] nach der [[Sächsische Gemeindeordnung|Sächsischen Gemeindeordnung]] und damit gemäß seiner [[Ortschaftsverfassung]] einen [[Ortschaftsrat]] und [[Ortsvorsteher]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.verwaltungsverband-diehsa.de/images/Satzungen/Hohendubrau/Neu_ab_18.11.2025_Hauptsatzung_HohD.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;11 |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Hohendubrau |format=PDF; 172&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Namenspräfix dient der Abgrenzung von der rund zehn Kilometer entfernten Ortschaft [[Klein-Radisch]] &amp;#039;&amp;#039;({{lang|hsb|Radšowk}})&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RadischMon.jpg|mini|Blick vom Aussichtsturm auf dem Monumentberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort liegt am Südhang der [[Hohe Dubrau|Hohen Dubrau]] und gehört dadurch zu den höchstgelegenen Orten im mittleren Kreisgebiet. Große Teile der den Ort umgebenden Wälder sind Teil eines Naturschutzgebietes. Rund fünf Kilometer nordöstlich des Ortes erstreckt sich die [[Talsperre Quitzdorf]], einer der größten Stauseen Sachsens. Östlich von Groß Radisch erhebt sich der [[Monumentberg]], auf dem ein Aussichtsturm thront.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgebende Orte sind [[Leipgen]] und [[Steinölsa]] im Norden, [[Kollm]] im Nordosten, [[Diehsa]] im Osten, [[Thräna (Hohendubrau)|Thräna]] im Südosten, [[Jerchwitz]] im Süden, [[Gebelzig]] im Südwesten und [[Ober Prauske]] sowie [[Weigersdorf (Hohendubrau)|Weigersdorf]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Groß Radisch - Kirche.jpg|mini|[[Kirche Groß Radisch|Kirche von Groß Radisch]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gestohlender Marienaltar Groß Radisch.jpg|mini|Gestohlener Marienaltar mit sorbischer Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;Szwjata marja prož sa nas.&amp;#039;&amp;#039; („Heilige Maria, bitte für uns!“)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort wird 1392 erstmals erwähnt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Steffen Menzel|Titel=Neue Erkenntnisse zu Ersterwähnungen Oberlausitzer Ortschaften|Hrsg=Präsidium der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften e. V.|Sammelwerk=Neues Lausitzisches Magazin|Band=|Nummer=137|Auflage=|Verlag=Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften e. V.|Ort=Görlitz|Datum=|Seiten=|ISBN=978-3-9814990-6-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und findet im Jahr 1419 als &amp;#039;&amp;#039;Radeschaw&amp;#039;&amp;#039; im [[Görlitz]]er Rügengerichtsprotokoll urkundliche Erwähnung. Die Kirche wird schon 1346 im [[Bistumsmatrikel]] des [[Bistum Meißen|Bistums Meißen]] erwähnt, jedoch ist dessen zeitliche Authentizität umstritten. Im 15. sowie 16. Jahrhundert ist das Gut im Besitz derer von [[Gersdorff (Adelsfamilie)|Gersdorff]] auf Gebelzig, dann geht es 1682 in den Besitz der [[Nostitz (Adelsgeschlecht)|Familie von Nostitz]] über. In der kurzen Zeit von 1646 bis 1659 ist die [[Kirche Groß Radisch|Großradischer Kirche]] eine [[Filialkirche]] der Gebelziger Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schrotholzkirche]] wird im April 1801 wegen Baufälligkeit abgetragen. Schon am 8. November des gleichen Jahres wird der massive Neubau geweiht, im darauffolgenden Jahr ist auch der Turmbau abgeschlossen. Zu Ehren des verstorbenen Gutsbesitzers [[Johann Carl Adolph von Nostitz]], der als Förderer des Kirchneubaus gilt, stiftet seine Witwe am 26. Dezember 1800 ein Denkmal. Dieses ist fortan namensgebend für seinen Standort, den Monumentberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Befreiungskriege]]n wird das [[Königreich Sachsen]] 1815 zugunsten Preußens verkleinert, unter anderem wird ein großer Teil der Oberlausitz preußisch. In der anschließenden Reform wird Groß Radisch dem [[Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.)|Landkreis Rothenburg]] (Provinz Schlesien) zugeordnet. [[Weigersdorf (Hohendubrau)|Weigersdorf]] wird 1829 vom sächsisch gebliebenen [[Baruth bei Bautzen|Baruth]] nach Groß Radisch umgepfarrt, so dass die Kirchgemeinde fortan aus Groß Radisch, Thräna und Weigersdorf besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins Jahr 1915 wird neben dem Gottesdienst in deutscher auch einer in [[Sorbische Sprache|sorbischer Sprache]] gehalten. Am 24. Juli 1917 mussten die mittlere und die kleine Glocke zu [[Erster Weltkrieg|Kriegszwecken]] abgegeben werden. In den folgenden vier Jahren läutete somit nur noch die, obendrein gesprungene, kleine Glocke im Kirchturm. Als Ersatz für das abgegebene bzw. beschädigte Geläut konnten am 19. Juni 1921 drei neue Gussstahlglocken feierlich eingeweiht werden. Ein wertvoller Marienaltar mit sorbischem Schriftzug wird 1990 aus der Kirche gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1938 wird die Gemeinde Stiftswiese (zwischen 1936 und 1947 der Name [[Thräna (Hohendubrau)|Thränas]]), zu der seit 1928 der Ortsteil [[Jerchwitz]] gehört, nach Groß Radisch eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufzeichnungen, die sichere Angaben zur Gründung der Schule geben könnten, fehlen. Als erster [[Kantor]] und Lehrer in der damaligen Schule zu Groß Radisch wird in der Schulchronik von 1699 ein Johann Křižan genannt. Wegen steigender Schülerzahlen (bis zu 180) erfolgt 1887 ein Schulneubau. Ab 1966 besuchen die Kinder die Schule im Nachbarort Gebelzig. Wegen Baufälligkeit wird das alte Schulgebäude 2005 abgerissen, das zweite Schulgebäude beherbergt heute Wohnungen, einen Gemeindesaal und Büros.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1995 schließen sich Groß Radisch und seine Nachbargemeinden Gebelzig und Weigersdorf zur Gemeinde Hohendubrau zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/NamensGrenzAenderung/NamensGrenzAenderung.html StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des Jahres 2007 deckte der [[Orkan Kyrill]] die Nord- und Ostseite des Turmdaches der Kirche größtenteils ab, wodurch auch das Dach des [[Kirchenschiff]]es in Mitleidenschaft gezogen wurde. Im Lauf desselben Jahres wurde das Gotteshaus daraufhin komplett neu eingedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1825&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://hov.isgv.de/Radisch,_Gro%C3%9F |titel=Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen |zugriff=2008-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 433&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1863&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Von der Muskauer Heide zum Rotstein.&amp;#039;&amp;#039; S. 281.&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 518&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||align=right| 546&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 ||align=right| 476&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 ||align=right| 436&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 ||align=right| 452&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1939&amp;lt;ref&amp;gt;Die Einwohnerzahlen zwischen 1939 und 1995 gelten für Groß Radisch, Jerchwitz und Thräna zusammen.&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 713&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1946 ||align=right| 811&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1950 ||align=right| 738&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1964 ||align=right| 592&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1971 ||align=right| 591&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1988 ||align=right| 554&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1990&amp;lt;ref&amp;gt;{{Regionalregister Sachsen|idReg=9116|Abruf=2008-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 526&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0E0E0;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1995 ||align=right| 525&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1999 ||align=right| 386&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2002 ||align=right| 362&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008 ||align=right| 352&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2014 ||align=right| 334&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1777 wirtschaften in Groß Radisch 5 [[Hufner|besessene Mann]], 13 [[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Gärtner]] und 25 [[Häusler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert vergrößert sich die Bevölkerung von 433 Einwohnern im Jahr 1825 auf 546 im Jahr 1871. Danach ist ein Rückgang bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zu verzeichnen, im Jahr 1905 liegt die Einwohnerzahl nur noch bei 436. Bis in die Zwischenkriegszeit ist ein leichter Wiederanstieg festzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anzahl der sorbischsprachigen Einwohner liegt laut amtlichen Angaben bei 243 im Jahr 1863&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot; /&amp;gt; und gemäß der Statistik von [[Arnošt Muka]] bei 389 im Jahr 1884.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Tschernik |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Landbevölkerung |Sammelwerk=Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin – Veröffentlichungen des Instituts für Slawistik |Band=4 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1954 |Seiten=117}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das entspricht einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 46,9 % bzw. 76,3 %. [[Ernst Tschernik]] zählt 1956 in der Gemeinde nur noch 15 Sprecher, darunter einen einzigen Jugendlichen. Das entspricht einem Anteil von gerade 2 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ludwig Elle]] |Titel=Sprachenpolitik in der Lausitz |Verlag=Domowina-Verlag |Ort=Bautzen |Datum=1995 |Seiten=254}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wächst die Bevölkerung um etwa 100 Einwohner gegenüber dem Vorkriegsniveau, das jedoch bereits Anfang der fünfziger Jahre wieder erreicht wird. Bereits 1964 liegt die Zahl mit 592 Einwohnern um rund 120 unter der Zahl von 1939. Der allgemeine Geburtenrückgang in der DDR in den siebziger Jahren hat in Groß Radisch nur geringe Auswirkungen auf die Bevölkerungsgröße, die bis zur Wiedervereinigung Deutschlands nur um etwa 50 Einwohner schrumpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende der neunziger Jahre zeichnet sich ein rückläufiger Trend ab, die Bevölkerung schrumpft von 386 Einwohnern im Jahr 1999 auf 333 Einwohner im Jahr 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Ortsname ist wie bei [[Klein-Radisch]] sicherlich von einem Personennamen abgeleitet worden. Womöglich handelt es sich um einen Kurznamen wie &amp;#039;&amp;#039;Radiš&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Radoš&amp;#039;&amp;#039;. Neben &amp;#039;&amp;#039;Radeschaw&amp;#039;&amp;#039; findet sich 1419 noch &amp;#039;&amp;#039;Radischwicz&amp;#039;&amp;#039; und 1422 &amp;#039;&amp;#039;Radischaw&amp;#039;&amp;#039;. 1490 wandelt sich der Name in &amp;#039;&amp;#039;Radischo&amp;#039;&amp;#039; und 1533 in &amp;#039;&amp;#039;Radischau&amp;#039;&amp;#039;. Ab 1670 ist das Dorf als &amp;#039;&amp;#039;Radisch&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Im Jahr 1767 schließlich erhält der Ort seinen heutigen Namen &amp;#039;&amp;#039;Groß Radisch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]], [[Hans Walther (Onomastiker)|Hans Walther]] |Titel=Ortsnamenbuch der Oberlausitz – Studien zur Toponymie der Kreise Bautzen, Bischofswerda, Görlitz, Hoyerswerda, Kamenz, Löbau, Niesky, Senftenberg, Weißwasser und Zittau. I Namenbuch |Sammelwerk=Deutsch-slawische Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte |Band=28 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1975 |Seiten=245}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jüngere Vorkommen des sorbischen Namens sind &amp;#039;&amp;#039;Radżicżow&amp;#039;&amp;#039; (1767 bei [[Christian Knauthe]]), &amp;#039;&amp;#039;Wulki Raczow&amp;#039;&amp;#039; (1800) und &amp;#039;&amp;#039;Wulki Radšow&amp;#039;&amp;#039; (1835). Der Übergang von &amp;#039;&amp;#039;Wulki Radšow&amp;#039;&amp;#039; (Groß Radisch) und &amp;#039;&amp;#039;Mały Radšow&amp;#039;&amp;#039; (Klein-Radisch) hin zu den Namensformen &amp;#039;&amp;#039;Radšow&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Radšowk&amp;#039;&amp;#039; erfolgt etwa Mitte des 19. Jahrhunderts. Dabei wird der Ortsname des „großen“ Ortes zum Grundnamen, der mittels des Verkleinugssuffixes -k für den „kleinen“ Ortsnamen adaptiert wird. Ein ähnlicher Vorgang in der näheren Umgebung ist bei [[Groß Saubernitz]] und [[Kleinsaubernitz]] zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Hier sind besonders der von 2000 bis 2001 errichtete Aussichtsturm auf dem Monumentberg sowie das Monument, welches dem 292 m hohen Berg den Namen gab, zu nennen.  Das Monument erinnert an [[Johann Carl Adolf von Nostitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kulturell ist vor allem das Kirschenfest hervorzuheben, das sich zu einem der größten Volksfeste der Umgebung entwickelt hat. Es findet jährlich am zweiten Juliwochenende statt. Weiterhin sind die ebenfalls jährlich stattfindende Kirschblütenwanderung an einem Sonntag Ende April bzw. Anfang Mai sowie das jeweils am Samstag vor dem 3. [[Advent]] stattfindende Lichterfest mit Weihnachtskonzert nennenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Prediger- und Kirchengeschichte des Kirchenkreises Rothenburg (Lausitz) Festschrift zur General-Kirchenvisitation 1933 |Ort=Rothenburg |Datum=1933 |Kommentar=Reprint: Niederlausitzer Verlag, Guben 2009, ISBN 978-3-935881-65-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Robert Pohl (Heimatforscher)|Robert Pohl]] |Titel=Heimatbuch des Kreises Rothenburg O.-L. für Schule und Haus |Auflage=1. |Verlag=Buchdruckerei Emil Hampel |Ort=Weißwasser O.-L. |Datum=1924 |Seiten=247&amp;amp;nbsp;f}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Der Landkreis Niesky – Ein Streifzug durch die Vergangenheit |Auflage=1. |Verlag=Geiger-Verlag |Ort=Horb am Neckar |Datum=1993 |ISBN=3-89264-843-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises |Verlag=Lusatia Verlag |Ort=Bautzen |Datum=2006 |ISBN=3-929091-96-8 |Seiten=282&amp;amp;nbsp;f}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{HOV |28089 |Groß Radisch}}&lt;br /&gt;
* [https://www.hohendubrau.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=237356 &amp;#039;&amp;#039;Groß Radisch&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Hohendubrau.&lt;br /&gt;
* [https://www.deutschefotothek.de/gallery/freitext/Gro%C3%9F+Radisch &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus Groß Radisch.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Deutsche Fotothek|Deutschen Fotothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Hohendubrau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1128246740|VIAF=5072149068370965730006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grossradisch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Görlitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Görlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohendubrau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1392]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wivoelke</name></author>
	</entry>
</feed>