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	<title>Grjasowez - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T07:56:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grjasowez&amp;diff=885522&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wurgl: +Normdaten</title>
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		<updated>2023-08-19T07:48:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Russland&lt;br /&gt;
|deutscher Name = Grjasowez&lt;br /&gt;
|Name in Landessprache = Грязовец&lt;br /&gt;
|Wappen = Gryazovets (Vologda Governorate) (1781).png&lt;br /&gt;
|Flagge =&lt;br /&gt;
|lat_deg = 58 |lat_min= 53 |lat_sec= 00&lt;br /&gt;
|lon_deg = 40 |lon_min= 15 |lon_sec= 00&lt;br /&gt;
|Art des Gebietes = Rajon&lt;br /&gt;
|Gebiet = Grjasowez&lt;br /&gt;
|Gebiet in der Tabelle =&lt;br /&gt;
|innere Gliederung =&lt;br /&gt;
|Bezeichnung des Oberhaupts = Bürgermeister&lt;br /&gt;
|Oberhaupt = Michail Rudakow&lt;br /&gt;
|Gründungsjahr =&lt;br /&gt;
|erste Erwähnung = 1538&lt;br /&gt;
|frühere Namen =&lt;br /&gt;
|Status = Stadt&lt;br /&gt;
|Status seit = 1780&lt;br /&gt;
|Fläche = 14&lt;br /&gt;
|Art der Höhe =&lt;br /&gt;
|Höhe des Zentrums = 185&lt;br /&gt;
|offizielle Sprache =&lt;br /&gt;
|offizielle Sprache-ref =&lt;br /&gt;
|Ballungsraum =&lt;br /&gt;
|nationale Zusammensetzung =&lt;br /&gt;
|Zusammensetzung nach Religionen =&lt;br /&gt;
|Telefonvorwahl = (+7) 81755&lt;br /&gt;
|Postleitzahl = 162000–162002&lt;br /&gt;
|OKATO = 19224501&lt;br /&gt;
|Webseite = [http://gradm.ru/ gradm.ru]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grjasowez&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{RuS|Грязовец}}) ist eine kleine Kreisstadt mit {{EWZ|RU|19224501}} Einwohnern (Stand {{EWD|RU|19224501}})&amp;lt;ref name=&amp;quot;einwohner_aktuell&amp;quot; /&amp;gt; in der [[Oblast Wologda]] im Norden des europäischen Teils [[Russland]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Grjasowez befindet sich rund 450 Kilometer nordöstlich von [[Moskau]] und 47&amp;amp;nbsp;km südlich der Gebietshauptstadt [[Wologda]] am Flüsschen Rschawka aus dem Flusssystem der [[Wolga]]. Durch Grjasowez führt die russische Fernstraße [[M8 (Russland)|M8]]. Die nächstgelegenen Städte sind neben Wologda [[Ljubim]] (64&amp;amp;nbsp;km südöstlich von Grjasowez), [[Sokol (Wologda)|Sokol]] (65&amp;amp;nbsp;km nördlich) und [[Kadnikow]] (68&amp;amp;nbsp;km nördlich).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Grjasowez wurde erstmals am 17. Juni 1538 in einer Urkunde des 1497 gegründeten Klosters Korniljewo neben 12 weiteren Dörfern erwähnt. Im 17. und 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war das Dorf unter mehreren verschiedenen Namensvarianten (&amp;#039;&amp;#039;Grjasowizki&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Grjasliwizy&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Grjaszy&amp;#039;&amp;#039; und andere; allesamt abstammend vom altrussischen Begriff &amp;#039;&amp;#039;grjas&amp;#039;&amp;#039; für „Matsch“, „Sumpf“) als vergleichsweise wohlhabender Landwirtschafts- und Handelsort bekannt, nicht zuletzt aufgrund der Lage an einem Handelsweg nach Moskau und nach [[Sibirien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1780 erhielt Grjasowez den Titel einer Stadt, und am 2. Oktober des gleichen Jahres wurde das Stadtwappen gesetzlich verankert. Mitte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zählte die Stadt knapp 3000 Einwohner und hatte bereits erste Industriebetriebe, darunter vor allem Farbenmanufakturen. Sehr hoch entwickelt war auch die Landwirtschaft (vor allem Butter- und Käseherstellung sowie Leinanbau) und das [[Spitze (Stoff)|Spitzhandwerk]]. 1872 wurde die Eisenbahnlinie [[Jaroslawl]]–[[Wologda]] (ursprünglich [[Schmalspurbahn|Schmalspurstrecke]], später auf Breitspur umgebaut) eröffnet und Grjasowez erhielt einen Bahnhof. Dadurch konnte sich der Handel im Ort weiterentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Oktoberrevolution]] 1917 verlor Grjasowez die vormalige Bedeutung für den Handel, stattdessen entstanden neue Industriebetriebe und Infrastruktureinrichtungen, so unter anderem in den 1920er-Jahren das erste Kraftwerk der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem aufgelösten Kloster bei Grjasowez wurde Ende 1939 ein [[Kriegsgefangene]]nlager eingerichtet, das die Geheimpolizei [[NKWD]] führte. Hierhin wurden im Frühsommer 1940 rund 400 polnische Offiziere deportiert, die zuvor in den NKWD-Sonderlagern [[Sonderlager Koselsk|Koselsk]], [[Sonderlager Ostaschkow|Ostaschkow]] und [[Sonderlager Starobelsk|Starobelsk]] interniert waren. Sie waren die einzigen Überlebenden des [[Massaker von Katyn|Massakers von Katyn]] und der gleichzeitig durchgeführten Massenexekutionen von [[Charkiw|Charkow]] und [[Twer|Kalinin]].&amp;lt;ref&amp;gt;Sławomir Cenkiewicz: &amp;#039;&amp;#039;Długie ramię Moskwy. Wywiad wojskowy Polski Ludowej 1943-1991.&amp;#039;&amp;#039; Poznań 2011, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter ihnen befand sich der Maler und Schriftsteller [[Józef Czapski]]; er schrieb im Lager auf Papierfetzen einen Essay über [[Marcel Proust]], der sechs Jahrzehnte später in mehreren Sprachen veröffentlicht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cicero.de/salon/joseph-czapski-proust-vortraege-im-lager-grjasowez/43998 Vorträge im Lager Grjasowez], Cicero, 28. Juli 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1942 bestand in der Stadt das [[Liste sowjetischer Kriegsgefangenenlager des Zweiten Weltkriegs|Kriegsgefangenenlager]] &amp;#039;&amp;#039;150&amp;#039;&amp;#039; für [[Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg|deutsche Kriegsgefangene]] des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Maschke|Maschke, Erich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.vologda-oblast.ru/periodic.asp?CODE=1162&amp;amp;V=0&amp;amp;LNG=DEU |archive-is=20070623062355 |text=„Werner Pierchalla: Kriegsgefangenenlager Grjasowjetz Auszug aus den Erinnerungen“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1897 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 3.205&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 8.124&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1959 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 9.224&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 11.640&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1979 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 13.782&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1989 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 16.424&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2002 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 16.172&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15.528&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Anmerkung:&amp;#039;&amp;#039; Volkszählungsdaten&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Grjasowez gilt bis heute als Zentrum für die Produktion von Butter und anderen Milchprodukten, wobei insbesondere die hier hergestellte „Wologdaer Butter“ einen guten Ruf in ganz Russland hat. Außerdem gibt es in der Stadt weitere Nahrungsmittelbetriebe und ein Holzwerk. In der Nähe von Grjasowez befindet sich ein wichtiger Knotenpunkt des Energiekonzerns [[Gazprom]] an der [[Erdgas]]pipeline nach [[Sankt Petersburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Ignati Brjantschaninow]] (1807–1867), orthodoxer Bischof; geboren nahe Grjasowez&lt;br /&gt;
* [[Wassili Parmenowitsch Obraszow|Wassili Obraszow]] (1849–1920), Arzt und Internist&lt;br /&gt;
* [[Lew Alexandrowitsch Tschugajew|Lew Tschugajew]] (1873–1922), Chemiker; gestorben in Grjasowez&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gryazovets|Grjasowez}}&lt;br /&gt;
* [http://gradm.ru/ Offizielle Verwaltungswebsite] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://gryazovec.ru/ Inoffizielle Website von Grjasowez] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.mojgorod.ru/vologod_obl/grjazovec/index.html Grjasowez auf &amp;#039;&amp;#039;mojgorod.ru&amp;#039;&amp;#039;] (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://russki-plen.ucoz.ru/_ld/0/93_lagergeschichte.pdf Geschichte des Kriegsgefangenenlagers] (deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Orte in der Oblast Wologda}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4553723-9|LCCN=n98013406|VIAF=137382978}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oblast Wologda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1538]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1780]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wurgl</name></author>
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