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	<title>Grindwal - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grindwal&amp;diff=95109&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-12T02:49:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Grindwal&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Globicephala melas&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Thomas Stewart Traill|Traill]], 1809)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Grindwale&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Globicephala&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Delfine&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Delphinidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Delfinartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Delphinoidea&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Zahnwale&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Odontoceti&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Wale&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Cetacea&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Grindwale.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Gewöhnliche Grindwale (&amp;#039;&amp;#039;Globicephala melas&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grindwal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|Globicephala melas}}&amp;#039;&amp;#039;), von [[Färöische Sprache|färöisch]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fo|[[Grindadráp|grind]]}}&amp;#039;&amp;#039;, &amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;{{lang|fo|grindahvalur}}&amp;#039;&amp;#039;, auch bekannt als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pilotwal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder fälschlich &amp;#039;&amp;#039;Calderon-Delfin&amp;#039;&amp;#039;, ist eine Art der [[Delfine]] ({{lang|la|Delphinidae}}). Zur Unterscheidung vom [[Kurzflossen-Grindwal]] wird er manchmal auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewöhnlicher Grindwal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Langflossen-Grindwal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Das männliche Tier erreicht eine Länge von drei bis sechs, maximal bis zu acht Metern und ein Gewicht von maximal drei Tonnen. Weibliche Tiere sind mit einer maximalen Länge von 6 Metern etwas kleiner. Der Körper ist nahezu zylindrisch, der kugelförmige Kopf ist kaum vom Rumpf abgesetzt und die [[Melone (Wal)|Melone]] überragt die sehr kurze Schnauze der Tiere. Die [[Finne (Flosse)|Finne]] ist bei ausgewachsenen Tieren lang gestreckt und schmal. Dies gilt auch für die [[Flipper (Flosse)|Flipper]], die fast ein Fünftel der Körperlänge einnehmen können. Die [[Fluke]] ist in der Mitte sehr stark eingekerbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe ist schwarz mit Ausnahme einer weißlichen Partie unterhalb des Kinns, die sich am Bauch entlang als schmale Linie bis zum [[Anus]] zieht. Diese Zeichnung erinnert an einen [[Anker]], dessen Spitze zum Kinn der Tiere zeigt. Bei einigen Individuen tritt auch ein heller Bereich hinter dem Auge und ein weiterer hinter der Rückenflosse auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Cetacea range map Long-finned Pilot Whale.PNG|mini|Verbreitungsgebiete des Grindwals]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wo sind Grindwale sesshaft?.webm|mini|Video: Wo sind Grindwale sesshaft?]]&lt;br /&gt;
Die [[Säugetiere|Säuger]] bevorzugen gemäßigte und kalte Gewässer; auf der [[Südhalbkugel]] bewohnen sie alle Ozeane, auf der [[Nordhalbkugel]] nur den [[Atlantischer Ozean|Atlantik]]. Der dreißigste [[Breitengrad]] nördlicher wie südlicher Breite bildet jeweils die ungefähre Grenze der voneinander getrennten Verbreitungsgebiete. Im Nordpazifik gab es einst Grindwale, sie starben aber ohne menschliches Zutun aus unbekannten Gründen etwa im 10. Jahrhundert aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In europäischen Gewässern ist der Wal fast überall anzutreffen, insbesondere um [[Island]], in der [[Barentssee]], vor der Küste [[Norwegen]]s und nördlich von [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]]. Im [[Mittelmeer]] trifft man ihn häufig im Bereich der [[Straße von Gibraltar]] und [[Korsika]]. Weniger häufig sind die Tiere im [[Tyrrhenisches Meer|Tyrrhenischen Meer]] und der [[Adriatisches Meer|Adria]] sowie der [[Nordsee]]. Im südlichen Teil der Nordsee sowie in der [[Ostsee]] sind sie sehr seltene Irrgäste.&lt;br /&gt;
[[Datei:Globicephala melas pilot whale by dirk klaus.jpg|mini|Pilotwale bei den Kanarischen Inseln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesamten Verbreitungsgebiet bevorzugen die Grindwale das offene Meer und sind nur relativ selten in Küstennähe zu sehen. Im Bereich der [[Orkney]] und [[Shetland-Inseln]] sowie der [[Färöer]] ziehen jedoch regelmäßig große Schulen an den Küsten entlang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Long-finned pilot whale size.svg|mini|Größenvergleich mit Taucher]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grindehval.jpg|mini|Ein Grindwal bei den [[Färöer]]n in einem Fjord]]&lt;br /&gt;
Täglich braucht ein Grindwal 50 Kilogramm Nahrung, die sich vor allem aus [[Kopffüßer]]n sowie in viel geringerem Umfang aus [[Fische]]n zusammensetzt. Bei der meist nächtlichen Nahrungssuche tauchen die Wale in Tiefen bis zu 600 Meter ab. Die Tauchgänge dauern dabei selten länger als fünf bis zehn Minuten. Zumindest bei [[Neufundland]] und um die Färöer ist ihre Verbreitung jeweils eng an das Vorkommen einer [[Tintenfische|Tintenfischart]] gekoppelt: Bei Neufundland handelt es sich dabei um &amp;#039;&amp;#039;Illex illecebrosus&amp;#039;&amp;#039;, bei den Färöern um &amp;#039;&amp;#039;Todarodes sagittatus&amp;#039;&amp;#039;. Letztere Art stellt wahrscheinlich die wichtigste Nahrungsquelle für die Grindwale Europas dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach derzeitigen Erkenntnissen gibt es mit dem [[Großer Schwertwal|Schwertwal]] (&amp;#039;&amp;#039;Orcinus orca&amp;#039;&amp;#039;) und einigen großen [[Haie]]n nur sehr wenige natürliche Feinde für die Grindwale. Allerdings stellen auch diese wohl nur eine geringe Bedrohung dar, da sehr wenige Grindwale mit Wundmalen gefunden werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grindwale leben wie die meisten Delfine in Gruppen, die als Schulen bezeichnet werden. Diese bestehen durchschnittlich aus zwanzig Tieren, zu Zeiten des saisonalen Hauptauftretens der Beutetiere konnten jedoch auch schon Schulen von bis zu 600 Individuen beobachtet werden. Dabei kommt es nicht selten vor, dass sich Grindwalschulen mit anderen [[Kleinwale]]n vergesellschaften, vor allem mit [[Großer Tümmler|Großen Tümmlern]] oder [[Rundkopfdelfin]]en. Das Sozialgefüge der Schulen ist hoch entwickelt und die Angehörigen der Gruppe folgen immer einem Leittier (meistens einem dominanten Männchen). Aus diesem Verhalten leitet sich auch der Name Pilotwal (aus dem Englischen &amp;#039;&amp;#039;pilot&amp;#039;&amp;#039; = „Lotse“) ab.&lt;br /&gt;
[[Datei:Long finned Pilot Whales orig.ogg|mini|220px|Walgesänge einer Grindwalschule.&amp;lt;ref&amp;gt;Das knisternde Nebengeräusch stammt von den Clicks zur Echolokation.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
In der Regel ziehen die Pilotwale mit einer gemächlichen Geschwindigkeit von ungefähr 6&amp;amp;nbsp;km/h durchs Meer, bei Gefahr können sie allerdings bis zu siebenmal schneller sein. Außerhalb der Zeiten der Nahrungsaufnahme schwimmen und atmen die Grindwale weitgehend synchron, zur Nahrungssuche verteilen sie sich. Während der jahreszeitlichen Wanderungen finden sie sich zu großen Herden von mehreren hundert oder gar tausend Tieren zusammen. Die Wanderungen selbst sind offensichtlich durch das jahreszeitlich gebundene Vorkommen von Tintenfischen bedingt, denen die Wale folgen. Längere Wanderungen sind allerdings nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grindwal-Stimmen.jpg|mini|Zum Klangbeispiel gehörende Zeit-Frequenz-Analyse]]&lt;br /&gt;
Die [[Kommunikation]] sowie die Echoorientierung erfolgt über ein umfangreiches Tonrepertoire mit Pfiffen im [[Frequenz]]bereich von drei bis 18 [[Hertz (Einheit)|Kilohertz]]. Diese Pfiffe werden etwa 14- bis über 40-mal pro Minute ausgestoßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strandungen ==&lt;br /&gt;
Das Sozialverhalten wird den Grindwalen manchmal zum Nachteil: Wird eines der Tiere verwundet, schwimmt es in Panik davon. Die gesamte Schule folgt dem verletzten Tier, wobei sie oft in flaches Wasser gerät. Einmal im seichten Wasser, können sich die Grindwale nicht mehr orientieren. Auch den immer wieder vorkommenden Massen[[strandung]]en liegt vielleicht dieselbe Ursache zugrunde. Eine andere Theorie besagt, dass beim Leittier einer Gruppe durch Umwelteinflüsse oder Krankheit das [[Echolot|Echo-Ortungssystem]] versagt, wodurch es die ganze Gruppe fehlleitet und auf die Küste zuführt. Auch Anomalien des [[Erdmagnetfeld]]es,&amp;lt;!-- Bis hierhin fehlt es dem Absatz eigentlich an Belegen! --&amp;gt; Schiffslärm und Angriffe durch Haie sind als Ursachen in der Diskussion.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/stories/2378995/2378996/ Zweites Walsterben in nur 24 Stunden : „Vielleicht können wir einige retten“] orf.at, 11. Februar 2017, abgerufen am 11. Februar 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur eine Minderheit findet ins Meer zurück, auch wenn Menschen versuchen, die dunklen Tiere in der Sonne durch Begießen mit Meerwasser zu kühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf [[Neuseeland]] strandeten wiederholt Grindwale in großer Anzahl. Die größte Massenstrandung mit 1000 Individuen ist aus 1918 von der Insel [[Chatham Island|Chatham]] bekannt, 1985 waren es 450 in [[Auckland]]. In den letzten 10 Jahren geschahen 9 Strandungen an der Landzunge [[Farewell Spit]], zwei davon im Februar 2017: Eine mit 400 und eine am Folgetag mit 200 Tieren. Am 23. März 2018, etwa 300 Kilometer südlich der Großstadt [[Perth]] (Westküste Australiens), sind mehr als 150 Wale an die Küste getrieben worden. Mehr als die Hälfte der Tiere war bereits tot.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/panorama/mehr-als-150-wale-an-australischer-westkueste-gestrandet-ld.1368716 &amp;#039;&amp;#039;Mehr als 150 Wale an australischer Westküste gestrandet&amp;#039;&amp;#039;] In: [[nzz.ch]], 23. März 2018, abgerufen am 23. März 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 2020 strandeten auf der australischen Insel [[Tasmanien]] rund 270 Grindwale,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schweizerbauer.ch/tiere/uebrige-tiere/270-grindwale-gestrandet-59924.html |titel=270 Grindwale gestrandet |werk=schweizerbauer.ch |datum=2020-09-22 |zugriff=2020-09-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso im September 2022 mit rund 230 Exemplaren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.srf.ch/news/international/massenstrandung-in-tasmanien-wieder-hunderte-gestrandeter-wale-in-australien |titel=Massenstrandung in Tasmanien - Wieder Hunderte gestrandeter Wale in Australien |werk=srf.ch |datum=2022-09-21 |abruf=2022-09-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 2023 strandeten in Schottland rund 55 Grindwale auf der zu den [[Äußere Hebriden|Äußeren Hebriden]] gehörenden Insel [[Lewis (Lewis and Harris)|Lewis]] und an der Westküste Australiens 100 Grindwale am Cheynes Beach östlich der Stadt [[Albany (Australien)|Albany]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/news/2023-07/16/mehrere-grindwale-an-schottischer-insel-gestrandet |titel=Tiere: Mehrere Grindwale an schottischer Insel gestrandet |werk=zeit.de |datum=2023-07-16 |abruf=2024-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/3000000180650/fast-100-wale-nach-massenstrandung-in-australien-tot |titel=Fast 100 Wale nach Massenstrandung in Australien tot |sprache=de-AT |abruf=2023-07-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Walstrandung#Konkrete Fälle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Globicephala melas Cape Breton 1.jpg|mini|Pilotwal bei der [[Kap-Breton-Insel]]]]&lt;br /&gt;
Die Weibchen werden mit etwa sechs bis zehn Jahren geschlechtsreif, die Männchen erst im ungefähr doppelten Alter. In den europäischen Gewässern liegt die Hauptpaarungszeit in den Monaten April und Mai. Innerhalb einer Schule verpaaren sich nur die [[Dominanz (Psychologie)|dominanten]] Männchen mit den Weibchen. Die zahlreichen Funde von Kampfspuren an männlichen Tieren deuten auf [[Rivalenkampf|Rivalenkämpfe]] hin. Dabei sind die Tiere offensichtlich polygam, ein Männchen verpaart sich also mit mehreren Weibchen. Langjährige Beziehungen existieren nicht. Allerdings gibt es mehrere dominante Männchen in einer Schule. Mit genetischen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass nicht alle Jungtiere einer Schule auch von den in dieser Gruppe lebenden Männchen stammen, es kommt also relativ häufig zu Fremdpaarungen, wenn sich mehrere Schulen treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Zeugung bis zur Geburt verstreichen fünfzehn bis sechzehn Monate, die Geburtszeit liegt also in den Sommermonaten. Die Jungtiere sind bei der Geburt zwischen 1,60 und 1,90 Meter lang. Bereits nach etwa zwei Monaten bekommen sie ihre ersten Zähne, ein vollständiges Gebiss liegt nach etwa einem Jahr vor. Das Geschlechterverhältnis der neugeborenen Wale ist leicht zugunsten der männlichen Tiere verschoben. Wegen einer deutlich höheren [[Mortalität]] der Männchen liegt es für Tiere im fortpflanzungsfähigen Alter dann bei 60 Prozent Weibchen zu 40 Prozent Männchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Weibchen kümmert sich durchschnittlich vier Jahre lang um seinen Nachwuchs und ist erst danach wieder paarungsbereit. Das Jungtier wird in den ersten beiden Jahren gesäugt, frisst aber bereits ab dem ersten Lebensjahr auch Tintenfische. Die Lebenserwartung der Grindwale wird auf durchschnittlich 30 bis 50 Jahre geschätzt, das älteste bekannte Tier war ein Weibchen von 57 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Der Grindwal bildet gemeinsam mit dem [[Kurzflossen-Grindwal]] (&amp;#039;&amp;#039;Globicephala macrorhynchos&amp;#039;&amp;#039;) die Gattung der [[Grindwale]] (&amp;#039;&amp;#039;Globicephala&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der Familie der [[Delfine]] (Delphinidae). Der [[Zwerggrindwal]] (&amp;#039;&amp;#039;Feresa attenuata&amp;#039;&amp;#039;) zählt hingegen trotz seines deutschen Trivialnamens nicht zu dieser Gattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde der Grindwal 1809 von [[Thomas Stewart Traill]] als &amp;#039;&amp;#039;Delphinus melas&amp;#039;&amp;#039;. 1828 wurde dem Wal eine eigene [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;Globicephala&amp;#039;&amp;#039; zugestanden, diese wurde 1898 bestätigt. In der Folge wurde der Artname in die weibliche Form &amp;#039;&amp;#039;Globicephala melaena&amp;#039;&amp;#039; überführt, die heute synonym neben der nach der [[Prioritätsregel (Biologie)|Prioritätsregel]] des [[International Code of Zoological Nomenclature]] eigentlich gültigen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Globicephala melas&amp;#039;&amp;#039; genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Grindwale gibt es eine Reihe von [[Population (Biologie)|Populationen]], die sich anhand der Färbung und Größe leicht unterscheiden. Unsicherheit herrscht darüber, ob die Grindwale der südlichen Ozeane als eigene Unterart &amp;#039;&amp;#039;Globicephala melas edwardii&amp;#039;&amp;#039; von den nördlichen Tieren getrennt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So unterscheiden manche Autoren eine im [[Nordatlantik]] beheimatete [[Unterart]] (&amp;#039;&amp;#039;Globicephala melas melas&amp;#039;&amp;#039;) von einer Unterart der [[Südliche Hemisphäre|südlichen Hemisphäre]] (&amp;#039;&amp;#039;Globicephala edwardii&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ocean-sounds.org/de/meeressaeuger/meeressaeuger-in-norwegen/ |titel=Meeressäuger in Norwegen |hrsg=Ocean Sounds Germany |sprache=de-DE |abruf=2024-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dahmstierleben.de/unterwegs/island/whales-of-iceland |titel=Whales of Iceland |sprache=de |abruf=2024-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen und Grindwale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MARIA (CRUISE-1854) WHALE HUNTING IN WESTMANNSHAVEN BAY.jpg|mini|[[Grindadráp]] auf den [[Färöer]]n. Lithografie von 1854]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Grindadráp|titel1=Grindwalfang auf den Färöern (Grindadráp)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grindwale werden seit langer Zeit von Menschen gejagt. [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], die [[Vereinigte Staaten|USA]] und [[Norwegen]] haben früher viele Grindwale gefangen, wegen der abnehmenden Bestände wurde die Jagd aber zumeist eingestellt. Noch immer wird der Grindwal traditionell auf den [[Färöer]]n gefangen, wenn er sich in die engen [[Fjord]]e der nordatlantischen Inselgruppe verirrt. Diese traditionelle Jagd wird [[Grindadráp]] genannt. Neben den Färöern fand der intensivste Grindwalfang an den Küsten [[Neufundland]]s statt. Die Bestände der Wale dort brachen jedoch in den frühen 1970er Jahren zusammen, und der [[Walfang]] wurde eingestellt. Neben der traditionellen Jagd auf den Grindwal werden die Tiere nicht selten als [[Beifang (Fischerei)|Beifang]] gefangen, vor allem beim [[Schwertfisch]]fang in [[Italien]] und beim [[Makrele]]nfang vor den USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei vielen anderen Walen stellt auch für den Bestand der Grindwale die Verschmutzung der Meere die Hauptbelastung dar. Da sie an der Spitze der Nahrungskette stehen, reichern sich in der [[Muskulatur]] und der [[Leber]] sowie in den [[Niere]]n [[Schwermetalle]] wie [[Quecksilber]], [[Blei]] oder [[Cadmium]] an. In der Speckschicht kommt es vor allem zu Einlagerungen von fettlöslichen [[Umweltgift]]en wie [[Polychlorierte Biphenyle|polychlorierten Biphenylen]] (PCB) oder (mittlerweile abnehmend) [[Dichlordiphenyltrichlorethan]] (DDT) und dessen Abbauprodukt [[Dichlordiphenyldichlorethen]] (DDE). Am 28. November 2008 berichtete das Wissenschaftsmagazin &amp;#039;&amp;#039;New Scientist&amp;#039;&amp;#039;, dass die Gesundheitsbehörde der Färöer dazu aufgerufen hat, ab sofort kein Fleisch von Grindwalen mehr zu verzehren, da es aufgrund der hohen Konzentration an Giftstoffen nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.delphinschutz.org/wissen/meeressaeuger/faroer_sollen_kein_walfleisch_essen.html Gesundheitsbehörde der Färöer rät dringend vom Walfleischverzehr ab] auf delphinschutz.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aktuelle Bestand der Art im nördlichen Atlantik wird auf über 100.000 Tiere geschätzt. Entsprechend gilt sie als häufig und wenig gefährdet. Der Grindwal fällt wie alle Kleinwale nicht unter die Schutzbestimmungen der [[Internationale Walfangkommission|Internationalen Walfangkommission]] (IWC). Er ist allerdings im Anhang II des [[Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen]]s aufgeführt. Der internationale Handel mit Grindwalprodukten ist somit untersagt. Die [[IUCN]] listet die Art mit „nicht gefährdet“ &amp;#039;&amp;#039;(Least Concern)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCN|ID=9250|ScientificName=Globicephala melas|Year=2018|Assessor=Minton, G., Reeves, R. &amp;amp; Braulik, G.|YearAssessed=2018|Download=2019-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mark Carwardine: &amp;#039;&amp;#039;Wale und Delfine. Verstehen, Erkennen, Beobachten.&amp;#039;&amp;#039; Gondrom, Bindlach 2005, ISBN 3-8112-2593-6.&lt;br /&gt;
* E. H. Greig, A. H. Davenport: &amp;#039;&amp;#039;A Narrative of the Cruise of the Yacht Maria among the Feroe Islands in the Summer of 1854.&amp;#039;&amp;#039; Longman, Brown &amp;amp; Green, London 1855 (Ausführlicher Augenzeugenbericht eines Grindwalfangs auf den Färöern 1854, die Reisebeschreibung erschien anonym).&lt;br /&gt;
* Ralf Kiefner: &amp;#039;&amp;#039;Wale &amp;amp; Delfine weltweit. Pazifischer Ozean, Indischer Ozean, Rotes Meer, Atlantischer Ozean, Karibik, Arktis, Antarktis.&amp;#039;&amp;#039; Jahr-Top-Special-Verlag Hamburg 2002, ISBN 3-86132-620-5, (detaillierter Führer der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Tauchen&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* R. R. Reeves, B. S. Stewart, P. J. Clapham, J. A. Powell: &amp;#039;&amp;#039;Sea Mammals of the World. A Complete Guide to Whales, Dolphins, Seals, Sea Lions and Sea Cows.&amp;#039;&amp;#039; Black, London 2002, ISBN 0-7136-6334-0, (Führer mit zahlreichen Bildern).&lt;br /&gt;
* Daniel Robineau, Harald Benke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Meeressäuger.&amp;#039;&amp;#039; (Handbuch der Säugetiere Europas; Band 6). AULA-Verlag, Wiesbaden 1994 (2 Bände)&lt;br /&gt;
** 1. – &amp;#039;&amp;#039;Wale und Delphine.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-89104-559-X. (detailliertes Fachbuch)&lt;br /&gt;
* Rüdiger Wandrey: &amp;#039;&amp;#039;Die Wale und Robben der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Kosmos, Stuttgart 1997, ISBN 3-440-07047-6, (Bestimmungsbuch, das alle Säugetiere der Meere berücksichtigt).&lt;br /&gt;
* Maurizio Würtz, Nadia Repetto (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wale und Delphine. Biografie der Meeressäuger.&amp;#039;&amp;#039; Jahr, Hamburg 1998, ISBN 3-86132-264-1, (Bestimmungsbuch der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Tauchen&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Globicephala melas|Grindwal (&amp;#039;&amp;#039;Globicephala melas&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Reise mit der Yacht Maria 1854 zu den Färöern/Kapitel V|Reise mit der Yacht Maria 1854 zu den Färöern/Kapitel V (Deutsche Übersetzung)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.pilot-whales.org/www/de/globicephala_macrorhynchus_verhalten.php &amp;#039;&amp;#039;Verhalten von Kurzflossen-Grindwalen.&amp;#039;&amp;#039;] auf pilot-whales.org&lt;br /&gt;
* [http://www.oceanlight.com/html/pilot_whale.html Pilot Whale Photos and Videos] auf oceanlight.com (Seite mit Fotos und Videos von Grindwalen)&lt;br /&gt;
* [http://www.wale.info/Galerie/Grindwale Fotos von Grindwalen] auf wale.info&lt;br /&gt;
* {{Observation.org taxon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|15. Oktober 2004|2953636}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4426927-4}}&lt;br /&gt;
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