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	<title>Grigoris Lambrakis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T20:49:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grigoris_Lambrakis&amp;diff=1026295&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dateientlinkerbot: Bot: Entferne Commons:File:Denkmal für die Opfer der Militärdiktatur.jpg (de) da die Datei gelöscht wurde. (per Commons:Commons:Deletion requests/Files in Category:Sculpture of Grigoris Lambrakis, Thessaloniki)</title>
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		<updated>2024-09-29T07:46:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Entferne &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Denkmal_f%C3%BCr_die_Opfer_der_Milit%C3%A4rdiktatur.jpg&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;commons:File:Denkmal für die Opfer der Militärdiktatur.jpg&quot;&gt;Commons:File:Denkmal für die Opfer der Militärdiktatur.jpg&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Denkmal_f%C3%BCr_die_Opfer_der_Milit%C3%A4rdiktatur.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Denkmal für die Opfer der Militärdiktatur.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;de&lt;/a&gt;) da die Datei gelöscht wurde. (per &lt;a href=&quot;https://commons.wikimedia.org/wiki/Commons:Deletion_requests/Files_in_Category:Sculpture_of_Grigoris_Lambrakis,_Thessaloniki&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;commons:Commons:Deletion requests/Files in Category:Sculpture of Grigoris Lambrakis, Thessaloniki&quot;&gt;Commons:Commons:Deletion requests/Files in Category:Sculpture of Grigoris Lambrakis, Thessaloniki&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grigoris Lambrakis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Γρηγόρης Λαμπράκης}}, * [[3. April]] [[1912]] in [[Kerasitsa]]; † [[27. Mai]] [[1963]] in [[Thessaloniki]]) war ein [[Griechenland|griechischer]] [[Politiker]] des [[Linkssozialismus]] und Aktivist der [[Friedensbewegung]]. Er wurde 1963 nach einer Friedensdemonstration von Rechtsextremisten ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend ==&lt;br /&gt;
Lambrakis wurde in dem Dorf Kerasitsa im Distrikt [[Tegea]] ([[Arkadien]], [[Peloponnes]]) geboren. Nach dem Gymnasium in seinem Heimatort nahm er an der Medizinischen Fakultät der [[Nationale und Kapodistrias-Universität Athen|Universität Athen]] ein Studium auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lambrakis war ein Leichtathlet. Von 1936 bis 1953 hielt er den griechischen Rekord im [[Weitsprung]]. Auch gewann er Goldmedaillen bei den jährlich stattfindenden [[Balkanspiele]]n, an denen Athleten aus Griechenland, [[Jugoslawien]], [[Bulgarien]], [[Rumänien]] und der [[Türkei]] teilnahmen. Er nahm an den [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympischen Sommerspielen 1936]] im [[Olympische Sommerspiele 1936/Leichtathletik – Weitsprung (Männer)|Weitsprung]] und im [[Olympische Sommerspiele 1936/Leichtathletik – Dreisprung (Männer)|Dreisprung]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit von 1941 bis 1944, während der Zeit der Besetzung Griechenlands durch die [[Achsenmächte]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], nahm Lambrakis aktiv am griechischen Widerstand teil. 1943 gründete er die „Union Griechischer Athleten“ und organisierte regelmäßige Wettkämpfe. Die Einnahmen aus diesen Spielen verwandte er zur Unterstützung von Essensausgabe-Stellen für die hungernde Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegsaktivitäten ==&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg schloss Lambrakis sein Medizinstudium ab und arbeitete als Dozent in der Abteilung für [[Gynäkologie]]. Er setzte auch sein Engagement für die Armen fort, indem er eine kleine Privatklinik für Menschen unterhielt, die sich keine medizinische Hilfe leisten konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiewohl kein Kommunist, tendierte Lambrakis’ politische und ideologische Orientierung nach links. Er war engagierter [[Pazifist]] und votierte entschieden gegen den [[Vietnamkrieg]]. Seine politische Plattform war die [[Eniea Dimokratiki Aristera]] ({{elS|Ενιαία Δημοκρατική Αριστερά ΕΔΑ}}, &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung der Demokratischen Linken&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;EDA&amp;#039;&amp;#039;), die einzige legale politische Links-Partei in der Zeit zwischen dem [[Griechischer Bürgerkrieg|Griechischen Bürgerkrieg]] von 1946 bis 1949 und der [[Griechische Militärdiktatur|Griechischen Militärdiktatur]] von 1967 bis 1974. Er wurde bei den Wahlen 1961 ins [[Griechisches Parlament|Griechische Parlament]] als Abgeordneter von [[Piräus]] gewählt. Im gleichen Jahr entstand auf seine Initiative hin in Griechenland die „Kommission für Internationale Abrüstung und Frieden“ EDYE. In seiner Eigenschaft als Vizepräsident dieser Organisation nahm Lambrakis an internationalen Friedenstreffen und Demonstrationen teil, trotz häufiger Drohungen gegen sein Leben. Für den 21. April 1963 organisierte die pazifistische Bewegung die erste Pazifisten-Rallye von [[Marathon (Griechenland)|Marathon]] nach Athen. Die Polizei intervenierte, verbot den Demonstrationszug und verhaftete viele Demonstranten (unter ihnen [[Mikis Theodorakis]]). Lambrakis, geschützt durch seine parlamentarische [[Politische Immunität|Immunität]], marschierte allein und hielt am Ende die Fahne mit dem Friedenssymbol, die er zuvor in Aldermaston in [[England]] bei einer Demonstration gegen die [[Kernwaffe|Atomwaffen]]-Stationierung getragen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Mord ==&lt;br /&gt;
Im Anschluss an eine Friedenskundgebung am 22. Mai 1963 in [[Thessaloniki]] lief Lambrakis nur in Begleitung zweier Kollegen zum nahegelegenen Hotel. Die Polizei hatte zuvor die Gegend weitläufig abgesperrt. Innerhalb der Sperrzone tauchte ein kleiner Lieferwagen nach Art eines [[Piaggio Ape]] auf und überfuhr Lambrakis unmittelbar vor dem Hotel. Fahrer und Beifahrer des Lieferwagens waren die zwei [[Rechtsextremismus|Rechtsextremisten]] Emmanouilidis und Spyros Gotzamanis. Fehler im [[Sicherheitskonzept]] der Polizei nährten bereits unmittelbar nach dem Vorfall den Verdacht, dass staatliche oder paramilitärische Stellen in den Mord verwickelt sein könnten. Tatsächlich tauchten später viele Ungereimtheiten auf. Lambrakis starb an schweren Kopfverletzungen in Folge der Kollision fünf Tage später im Krankenhaus. Er wurde unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit am 28. Mai 1963 auf dem [[Erster Athener Friedhof|Ersten Athener Friedhof]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die strafrechtlichen Ermittlungen leitete der Untersuchungsrichter [[Christos Sartzetakis]]. Er setzte auf eine kompromisslose Untersuchung des Vorfalls und seiner Zusammenhänge und konnte nachweisen, wie bestimmte Kreise in Polizei und [[Griechische Streitkräfte|Armee]] Ermittlungen verhindert hatten und in Vertuschungen verwickelt waren. Anklage wurde trotzdem nur wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“ und nicht wegen Mordes erhoben. Man beschuldigte die Richter, politisch geurteilt zu haben, es folgte eine öffentliche Empörung in weiten Teilen der Bevölkerung. Urteil und Vorgeschichte waren Vorlage des Romans &amp;#039;&amp;#039;Z&amp;#039;&amp;#039; von [[Vassilis Vassilikos]], der später durch [[Costa-Gavras]] [[Z (Film)|verfilmt]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Posthumes ==&lt;br /&gt;
Ministerpräsident [[Konstantin Karamanlis]], Vorsitzender der [[Ethniki Rizospastiki Enosis|ERE]]-Regierung, wurde von [[Andreas Papandreou]] bezichtigt, „moralischer Anstifter der Ermordung Lambrakis’“ gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karamanlis, der von linksstehenden und teilweise von zentristischen Kreisen in dieser seiner ersten Amtszeit als Repräsentant ebenjenes repressiven Systems angesehen wurde, stellte mit Bezug auf die Lambrakis-Affäre öffentlich die Frage: „Wer regiert eigentlich in diesem Land?“  Mit der Aufklärung von zahlreichen Verflechtungen der Staatsorgane mit dem [[Staat im Staate|Nebenstaat]] (Parakrátos) wurde ihm und der Öffentlichkeit wohl seine Ohnmacht in vielen Dingen bewusst. Am 17. Juni 1963 trat er zurück. Bei der [[Parlamentswahl in Griechenland 1963|Parlamentswahl am 3. November 1963]] erhielt die ERE nur 39,37 % der Stimmen (nach 50,81 % bei der Wahl 1961); Karamanlis emigrierte nach Paris. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1963, kurz nach Lambrakis&amp;#039; Ermordung, wurde die &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Jugendbewegung Grigoris Lambrakis&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Δημοκρατική Κίνηση Νέων Γρηγόρης Λαμπράκης [ΔΚΝΓΛ]}}) gegründet, im September 1964 wurde die in &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Lambrakis-Jugend&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Δημοκρατική Νεολαία Λαμπράκη}}) umbenannte Organisation mit der Jugendorganisation der [[Eniea Dimokratiki Aristera]] &amp;#039;&amp;#039;EDA&amp;#039;&amp;#039; vereinigt. Die „Lambrakiden“ waren eine dynamische politische Jugendorganisation. Sie spielten insbesondere bei den heftigen, von teilweise auch gewalttätigen Demonstrationen begleiteten Auseinandersetzungen Mitte der 1960er Jahre eine aktive Rolle, waren aber auch in der Bildungsarbeit und etwa für die Elektrifizierung von Dörfern engagiert. Ihr erster Vorsitzender war [[Mikis Theodorakis]]. Später ging die Lambrakis-Jugend praktisch in der politischen Jugendorganisation &amp;#039;&amp;#039;Rigas Feraios&amp;#039;&amp;#039; auf; diese war mit der eurokommunistisch orientierten [[Kommunistische Partei Griechenlands|KKE]] (Inland) verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der seit 1983 vom griechischen Leichtathletikverband &amp;#039;&amp;#039;SEGAS&amp;#039;&amp;#039; ausgerichtete [[Athen-Marathon]] ist dem Andenken von Lambrakis gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Untersuchungsrichter [[Christos Sartzetakis]] war von März 1985 bis Mai 1990 [[Staatspräsident (Griechenland)|Staatspräsident Griechenlands]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://arcadia.ceid.upatras.gr/arkadia/culture/personalities/Lambrakis/GLambrakis.htm http://arcadia.ceid.upatras.gr/arkadia/culture/personalities/Lambrakis/GLambrakis.htm]&lt;br /&gt;
* [http://www.egbert-scheunemann.de/50-Jahre-nach-Mordanschlag-auf-Grigoris-Lambrakis-Text-Scheunemann-Version-2.pdf &amp;quot;Er lebt!&amp;quot; 50 Jahre nach dem Mordanschlag auf Grigóris Lambrákis; von Egbert Scheunemann] (PDF; 109&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138348057|LCCN=n/96/105663|VIAF=23871054}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lambrakis, Grigoris}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter (Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (griechischer Widerstand 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Friedensbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lambrakis, Grigoris&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=griechischer Arzt und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. April 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kerasitsa]] bei [[Tegea]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Mai 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Saloniki]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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