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	<title>Griffelglosse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Griffelglosse&amp;diff=1319075&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-07-28T06:58:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Griffelglosse2.jpg|miniatur|Beispiel [[Köln, Dombibliothek, Cod. 213]], fol.&amp;amp;nbsp;122v, einer Abschrift der &amp;#039;&amp;#039;[[Collectio Sanblasiana]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem 8.&amp;amp;nbsp;Jh.: Ausschnitt mit einer in der [[:Datei:Griffelglosse2.jpg|Vergrößerung]] schwach erkennbaren Griffelglosse am linken Blattrand auf der Höhe der zweiten und dritten Zeile von unten; sie wird dem Althochdeutschen zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe {{Webarchiv|url=http://www.ceec.uni-koeln.de/ceec-cgi/kleioc/0010/exec/katl/%22kn28-0213%22 |wayback=20070821113508 |text=Angaben zum Katalogisat: Köln, Dombibliothek, Codex 213 |archiv-bot=2025-05-31 03:13:35 InternetArchiveBot }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Griffelglossen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden die Anmerkungen ([[Glosse (Erläuterung)|Glossen]]) bezeichnet, die sich in [[frühmittelalter]]lichen [[Manuskript|Handschriften]] am Rand oder zwischen den Zeilen des Textes finden und mit dem [[Griffel]] ins [[Pergament]] eingeritzt worden sind. Anders als die mit Tinte ausgeführten [[Federglosse]]n sind sie nur im [[Streiflicht]] sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tinte und die Schreibfedern waren in den Klöstern den [[Skriptorium|Skriptorien]] zur Erstellung der Schriften vorbehalten. Dem Mönch standen in seiner Zelle zum Schreiben nur die [[Wachstafel|Wachs-]] oder [[Schreibtafel#Schiefertafel|Schiefertafel]] und der Griffel zur Verfügung, so dass er nicht selten seine Anmerkungen eingekerbt oder eingeritzt am Rand der von ihm studierten Texte hinterließ und dadurch vom Text deutlich abgrenzte. Diese Ritzungen waren im Streiflicht der Kerze erkennbar, im diffusen Tageslicht blieben sie nahezu unsichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Griffelglossen, wie sie sich zum Beispiel im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Essener Domschatzkammer Hs. 1|Essener Karolingischen Evangeliar]]&amp;#039;&amp;#039; finden, gehören zu den &amp;#039;&amp;#039;Gebrauchsspuren&amp;#039;&amp;#039;, die für die neuere [[Kodikologie|kodikologische]] Erforschung des [[Mittelalter]]s zunehmend wichtiger werden, vergleichbar der ebenfalls zunehmend beachteten sogenannten [[Pergamentmakulatur]] und ihrer Bedeutung für die Überlieferung der Literatur des [[Hochmittelalter|Hohen Mittelalters]]. Zu den Gebrauchsspuren zählen auch die [[Marginalie]]n, die unter anderem in Form der Griffelglossen die frühe europäische [[Schriftkultur]] der Klöster bezeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eingeritzten Wörter geben zudem Auskunft über die gesprochene Sprache ihrer Zeit, weil deren Schreibweise zuweilen von der in den Handschriften üblichen Verschriftlichung der Laute abweicht. So wurden sie wertvolle Zeugnisse für die Entwicklung des [[Althochdeutsch]]en und für dessen [[Lautverschiebung|Lautwandel]] vom 8. bis zum 10. Jahrhundert. Die Veränderung des Wortes &amp;#039;&amp;#039;gasti&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;Gäste&amp;#039;&amp;#039; lässt sich zum Beispiel anhand von Griffelglossen nachvollziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach  {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Wie die Deutschen schreiben lernten&amp;#039;&amp;#039;. |url=http://www.kommunikation.uzh.ch/publications/magazin/archiv/unimagazin_1_06.pdf |wayback=20140221103743}} (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;Unimagazin. Die Zeitschrift der Universität Zürich&amp;#039;&amp;#039;. 15. Jg. Nr. 1, Januar 2006, S.&amp;amp;nbsp;10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rolf Bergmann (Linguist)|Rolf Bergmann]], Stefanie Stricker: &amp;#039;&amp;#039;Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-018272-6.&lt;br /&gt;
* Rolf Bergmann, Stefanie Stricker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die althochdeutsche und altsächsische Glossographie. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde. Berlin / New York 2009, ISBN 978-3-11-021697-4.&lt;br /&gt;
* Andreas Nievergelt: &amp;#039;&amp;#039;Die Glossierung der Handschrift Clm 18547b. Ein Beitrag zur Funktionalität der mittelalterlichen Griffelglossierung&amp;#039;&amp;#039;. (Germanistische Bibliothek 28) Universitätsverlag Winter, Heidelberg: 2007. ISBN 978-3-8253-5281-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://glossenwiki.phil.uni-augsburg.de/wiki/index.php/Hauptseite Zum &amp;#039;&amp;#039;Althochdeutsche Glossen Wiki&amp;#039;&amp;#039;] der Universität Augsburg mit einer aktuellen Liste aller Handschriften mit ahd. und as. Griffelglossen&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20070613102218/http://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/sprachwissenschaft/mitarbeiter/oernst/forschung/datenbankgriffelglossen.html Zum Projekt einer &amp;#039;&amp;#039;Datenbank althochdeutsche Griffelglossen&amp;#039;&amp;#039;] der [[Universität Augsburg]]&lt;br /&gt;
* [https://www.mediality.ch/projekt.php?id=1-A.1. Zu den &amp;#039;&amp;#039;Techniken und Praktiken mittelalterlicher kontinentalgermanischer Schriftlichkeit&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.kommunikation.uzh.ch/publications/magazin/archiv/unimagazin_1_06.pdf &amp;#039;&amp;#039;Wie die Deutschen schreiben lernten&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 2,0&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;Unimagazin. Die Zeitschrift der Universität Zürich&amp;#039;&amp;#039;, 15. Jahrgang, Nr. 1, Januar 2006, S. 8–11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kodikologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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