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	<title>Griechischer Plan - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T15:28:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Griechischer_Plan&amp;diff=1270628&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Perrak: siehe-auch raus</title>
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		<updated>2024-05-14T23:36:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;siehe-auch raus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Griechischer Plan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Griechisches Projekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Греческий проект}}) wird ein Vorschlag zur Zerschlagung des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reiches]] bezeichnet, den die russische Kaiserin [[Katharina II. (Russland)|Katharina&amp;amp;nbsp;II.]] gegenüber dem [[Heiliges Römisches Reich|römisch-deutschen]] Kaiser [[Joseph II. (HRR)|Joseph&amp;amp;nbsp;II.]] enthüllte, als dieser 1780 nach [[Russisches Kaiserreich|Russland]] reiste&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Ritter von Arneth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Maria Theresia und Joseph&amp;amp;nbsp;II., ihre Correspondenz&amp;#039;&amp;#039; (…) 3.&amp;amp;nbsp;Band, Wien 1868, S.&amp;amp;nbsp;256–259 (Smolensk, 14.&amp;amp;nbsp;Juni 1780).&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er erwies sich im [[Russisch-Österreichischer Türkenkrieg (1787–1792)|Russisch-Österreichischen Türkenkrieg von 1787–1792]] als [[Luftschloss]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptziel des Plans war die Restauration des 1453 untergegangenen [[Byzantinisches Reich|Byzantinischen Reiches]] als ein selbständiges, aber mit Russland eng verbündetes Kaiserreich unter einem Enkel der Zarin ([[Konstantin Pawlowitsch Romanow|Konstantin]]) oder einem anderen [[Romanow]]-Prinzen bzw. einer Seitenlinie. Es sollte die europäische Türkei ([[Rumelien]]) und vor allem [[Konstantinopel]] umfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Plan ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Bereits 1739 hatte die damalige Zarin [[Elisabeth (Russland)|Elisabeth]] die Eroberung Konstantinopels als „heiliges Kriegsziel“ Russlands formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Österreich hatte im [[Russisch-Österreichischer Türkenkrieg (1736–1739)|Russisch-Österreichischen Türkenkrieg (1736–1739)]] eine Niederlage gegen die Osmanen erlitten und sich deshalb am [[Russisch-Osmanischer Krieg (1768–1774)|Russisch-Osmanischen Krieg (1768–1774)]] nicht beteiligt. Stattdessen schloss Österreich 1771 wegen des [[Konföderation von Bar|russisch-österreichischen Gegensatzes in Polen]] zunächst ein Bündnis mit der [[Hohe Pforte|Pforte]], söhnte sich aber durch die [[Teilungen Polens|erste Teilung Polens]] mit Russland aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Republik Venedig|Venedig]] hatte sich nach einer Niederlage im [[Venezianisch-Österreichischer Türkenkrieg|Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieg]] bereits 1715/18 aus den Türkenkriegen zurückgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Königreich Frankreich (987–1792)|Frankreich]] war langjähriger Verbündeter des Osmanischen Reiches und seit 1740 dessen Haupthandelspartner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufteilung des Osmanischen Reiches ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Great Catherine&amp;#039;s dream.png|mini|Geplante Aufteilung der Europäischen Türkei zwischen dem neuen Byzantinischen Reich [[Konstantin Pawlowitsch Romanow|Konstantins]] (rot), dem neuen Königreich [[Dakien]] [[Grigori Alexandrowitsch Potjomkin|Grigori Potjomkins]] (blau), Russland (grün), dem Habsburgerreich (gelb) und Venedig (türkis).]]&lt;br /&gt;
Österreich sollte durch umfangreiche Gebietserweiterungen ebenso gewonnen werden wie Venedig und Frankreich. An Österreich sollten nicht nur die 1739 verlorenen Gebiete [[Bosnien]]s, [[Serbien]]s und der Walachei fallen, sondern ganz Bosnien, die [[Herzegowina]], ganz Serbien und [[Montenegro]] sowie [[Albanien]]. Venedig sollte die 1718 verlorene [[Peloponnes]] sowie die Inseln [[Kreta]] und [[Zypern]] erhalten. Frankreich sollte durch Überlassung [[Ägypten]]s und der [[Levante]] gewonnen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Russland sollten die Moldau und die Walachei, der Kaukasus und sogar die Nordküste Kleinasiens bis einschließlich der Meerengen fallen. Weitergehende Pläne sahen das gesamte Kleinasien für Russland vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Scheitern des Plans ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Russisch-Österreichischer Türkenkrieg (1787–1792)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankreich wechselte die Seiten nicht und verstärkte stattdessen ab 1781 die osmanischen Grenzfestungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die österreichischen Militärerfolge waren mäßig (türkischer Einfall ins [[Banat]] und [[Siebenbürgen]], erst 1790 mühsame Eroberung Belgrads). Nach dem schwedisch-osmanischen Bündnis 1788 trat Schweden in den Krieg ein. Nach dem preußisch-osmanischen Bündnis 1790 trat schließlich Österreich unter preußischem Druck aus dem Krieg aus; Preußen und Österreich rüsteten zudem gleichzeitig zum Krieg gegen das revolutionäre Frankreich. Damit war der Plan vorerst gescheitert. Im [[Frieden von Jassy]] gewann Russland 1792 lediglich die Region [[Jedisan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Adaptionen ==&lt;br /&gt;
Anderthalb Jahrhunderte später griffen [[Panslawismus|Panslawisten]] dieses Ziel wieder auf. Der bedeutende russische Denker [[Konstantin Nikolajewitsch Leontjew|Konstantin Leontjew]], ein Schüler [[Nikolai Danilewski]]s, hielt ein türkisches Restreich und Kalifat in Südanatolien bzw. zwischen [[Bursa]] oder [[Bagdad]] auch weiterhin für möglich, wenn Konstantinopel (russisch: &amp;#039;&amp;#039;Carigrad&amp;#039;&amp;#039;) erst einmal neue Hauptstadt Russlands geworden sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch antitürkischer Aufstände in der Herzegowina und in Bulgarien sowie dem dadurch bedingten [[Serbisch-Osmanischer Krieg|Serbisch-Osmanischen Krieg]] einigten sich Österreich-Ungarn und Russland 1876 in der [[Konvention von Reichstadt]] erneut auf eine Aufteilung der osmanischen Balkanprovinzen in eine österreichische und eine russische Einflusssphäre. Auch Großbritannien und Deutschland stimmten einer Besetzung Bosniens durch Österreich-Ungarn sowie Bulgariens und Rumäniens durch Russland zu. Beim [[Konferenz von Konstantinopel|Treffen von Istanbul]] und im [[Budapester Vertrag]] vereinbarten Österreich-Ungarn und Russland zudem eine meridionale Aufteilung Bulgariens: der westliche Teil sollte österreichisch besetzt und der östliche Teil russisch besetzt werden, um die Einführung der Autonomie zu überwachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Russisch-Osmanischer Krieg (1877–1878)|Russisch-Osmanischen Krieg (1877–1878)]] versuchte Russland statt eines restaurierten Griechischen Kaiserreiches zumindest ein [[Bulgarisches Großreich|Großbulgarisches Königreich]] zu errichten (König wurde mit [[Alexander I. (Bulgarien)|Alexander I.]], ein Neffe des Zaren), das sich laut dem [[Frieden von San Stefano]] bis vor die Tore Konstantinopels erstrecken sollte, während Österreich-Ungarn Bosnien und die Herzegowina besetzte. Der [[Berliner Kongress]] verhinderte jedoch ein Großbulgarien, stattdessen wurde ein geteiltes Kleinbulgarien ([[Fürstentum Bulgarien]] und autonome Provinz [[Ostrumelien]]) geschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1898 schließlich schlug der britische Premierminister [[Robert Gascoyne-Cecil, 3. Marquess of Salisbury|Salisbury]] Russland eine Aufteilung der asiatischen Provinzen des Osmanischen Reichs (und sogar Chinas) vor: Russland sollte den nördlichen Teil Kleinasiens, das nördliche Mesopotamien und die Meerengen mit Istanbul als Einflusssphäre erhalten, während Großbritannien Südmesopotamien, Ägypten und Arabien zufallen sollte. Russland lehnte zwar 1898 noch ab, für den nächsten Krieg aber reservierte sich Russland in Zusatzartikeln zum französisch-britischen Sykes-Picot-Abkommen Ansprüche auf Kaukasien, Türkisch-Armenien und die Dardanellen, weitergehende Pläne schlossen auch das sich über das nördliche Kleinasien erstreckende Gebiet der [[Pontos-Griechen]] und somit erneut eine Landverbindung entlang der südlichen Küste des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Edgar Hösch]]: &amp;#039;&amp;#039;Das sogenannte „griechische Projekt“ Katharinas II. Ideologie und Wirklichkeit der russischen Orientpolitik in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Jahrbücher für Geschichte Osteuropas]], Neue Folge 12, 1964, S. 168–206.&lt;br /&gt;
* [[Josef Matuz]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Osmanische Reich. Grundlinien seiner Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Darmstadt 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur &amp;lt;!-- keine Textvorschau |Online={{Google Buch|BuchID=lEFSI-qJHSEC|Seite=PA21|Hervorhebung=greek plan russia constantinople}} --&amp;gt; |Autor=Chrēstos L. Rozakēs, Petros N. Stagkos |Titel=The Turkish Straits |Verlag=Martinus Nijhoff Publishers |Band=9 |Sammelwerk=International Straits of the world |Datum=1987 |ISBN=9789024734641}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenpolitik (Russisches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russisch-türkische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Perrak</name></author>
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