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	<title>Griechische Sprache - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Speravir: Die 3 letzten Textänderungen von Bhassan83 wurden verworfen und die Version 258474717 von Speravir wiederhergestell; erster Abschnitt: Inhalt im angebenen Beleg nicht zu finden, zweiter Abschnitt: Inhalt direkt folgend bereits vorhanden, diesen gegebenenfalls umformulieren.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die 3 letzten Textänderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Bhassan83&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Bhassan83&quot;&gt;Bhassan83&lt;/a&gt; wurden verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/258474717&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/258474717&quot;&gt;258474717&lt;/a&gt; von Speravir wiederhergestell; erster Abschnitt: Inhalt im angebenen Beleg nicht zu finden, zweiter Abschnitt: Inhalt direkt folgend bereits vorhanden, diesen gegebenenfalls umformulieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Griechische Sprache}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;griechische Sprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch [[#Schrift|seit 1982]] {{lang|el|ελληνική γλώσσα}}, vor 1982 und seit der Antike {{lang|el|ἑλληνικὴ γλῶσσα}}{{FN|(Anm.)}}; altgriechische Aussprache {{lang|grc-Latn|hellēnikḕ glō̂ssa}}, neugriechische Aussprache {{lang|el-Latn|ellinikí glóssa}} [{{Audio|Elliniki Glossa.ogg|anhören}}]) ist eine [[Indogermanische Sprachen|indogermanische Sprache]] mit einer Schrifttradition, die sich über einen Zeitraum von 3400&amp;amp;nbsp;Jahren erstreckt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.britannica.com/topic/Greek-language &amp;#039;&amp;#039;Greek language&amp;#039;&amp;#039;] in: [[Encyclopædia Britannica]] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit gilt das Griechische in der Sprachwissenschaft als die älteste noch aktive Schriftsprache der Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Haarmann, &amp;#039;&amp;#039;Universalgeschichte der Schrift&amp;#039;&amp;#039;, Zweitausendeins, 1990, Lizenz Campus Verlag GmbH, Frankfurt/Main, Seite&amp;amp;nbsp;423.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das in der Antike verwendete und heute an den Schulen gelehrte [[Altgriechische Sprache|Altgriechische]] wie auch die in der Bibel festgehaltene hellenistische [[Koine]] und das [[Mittelgriechische Sprache|Mittelgriechische]] sind ebenso wie das heute in [[Griechenland]] gesprochene [[Neugriechische Sprache|Neugriechische]] verschiedene Stufen der griechischen Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die abendländische Kultur ist maßgeblich durch die Sprache und Kultur des [[Antikes Griechenland|antiken Griechenland]] geprägt. In griechischer Sprache beginnt die europäische Literatur, Philosophie und Wissenschaft. Bedeutende Werke der Weltliteratur wie die [[homer]]ischen [[Epos|Epen]], die großen Dramen von [[Aischylos]], [[Sophokles]] und [[Euripides]], die philosophischen Schriften von [[Platon]] und [[Aristoteles]] oder das [[Neues Testament|Neue Testament]] sind auf Griechisch verfasst. In zahlreichen [[Lehnwort|Lehn-]] und Fremdwörtern ([[Gräzismus|Gräzismen]]) ist Griechisch in vielen modernen Sprachen lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FNBox|&lt;br /&gt;
{{FNZ|(Anm.)|[[Attisches Griechisch|attisches Altgriechisch]]: {{lang|grc|γλῶττα|glṓtta}} statt {{lang|grc|γλῶσσα|glṓssa}}}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachverwandtschaft ==&lt;br /&gt;
Die griechische Sprache gehört zu den [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen Sprachen]] und stellt einen eigenen Zweig dieser [[Sprachfamilie]] dar. Die antike [[makedonische Sprache]] ist nahe mit dem Griechischen verwandt. Manche Linguisten bezeichnen diese Sprachgruppe als &amp;#039;&amp;#039;hellenische Sprachen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Brian D. Joseph|B. Joseph]] (2001): &amp;#039;&amp;#039;Ancient Greek&amp;#039;&amp;#039;. In: J. Garry et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Facts about the World’s Major Languages: An Encyclopedia of the World’s Major Languages, Past and Present&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Linguisten vermuten, dass beide Sprachen eine gleichwertige Abspaltung der hellenischen Ursprache seien, manch andere wiederum behaupten, dass das Makedonisch ein Dialekt des Griechischen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;MultiTree: A Digital Library of Language Relationships (http://multitree.org/codes/xmk)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nächste Verwandte kommen das [[Armenische Sprache|Armenische]] und das [[Albanische Sprache|Albanische]] in Frage. Diese [[Balkanindogermanisch]]-Hypothese wird durch quantitative Methoden gestützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans J. Holm (2008): The Distribution of Data in Word Lists and its Impact on the Subgrouping of Languages. Proceedings of the 31st Annual Conference of the Gesellschaft für Klassifikation e.&amp;amp;nbsp;V. at Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, March 7-9, 2007. In: C. Preisach, H. Burkhardt, L. Schmidt-Thieme, R. Decker (Hrsg.): Data Analysis, Machine Learning and Applications. Berlin: Springer, S. 629–636.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge ===&lt;br /&gt;
Die griechische Sprache ist einer der Hauptzweige der [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen Sprachfamilie]]. Sie ist (möglicherweise über eine oder mehrere Zwischenstufen, z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Balkanindogermanisch]]e) aus der [[Indogermanische Ursprache|indogermanischen Ursprache]] hervorgegangen. Für den Zeitraum der Entstehung des Griechischen, die mit der Einwanderung von Indogermanen auf die Balkanhalbinsel während der frühen Bronzezeit zusammenfallen dürfte, gibt es eine ganze Reihe von Hypothesen. Diese reichen von 3600 v.&amp;amp;nbsp;Chr. (Gimbutas) bis [[2000 v.&amp;amp;nbsp;Chr.]] (Schuler). Die einwandernden Indogermanen trafen auf eine kulturell hochstehende, von den Griechen später [[Pelasger]] ({{lang|grc|Πελασγοί|Pelasgoí}}) genannte Urbevölkerung. Deren Sprache ist nicht überliefert, sondern nur als [[Substrat (Linguistik)|Substrat]] im Griechischen erschlossen. Dazu gehören z.&amp;amp;nbsp;B. [[Lehnwort|Lehnwörter]] wie {{lang|grc|θάλασσα|thálassa}} („Meer“) und {{lang|grc|νῆσος|nē̂sos}} („Insel“, neugriechisch {{lang|el|νήσος|nísos}}) sowie zahlreiche Ortsnamen wie {{lang|grc|Κόρινθος|Kórinthos}} ([[Korinth]]) und {{lang|grc|Παρνασός|Parnasós}} ([[Parnass]]). Die pelasgische Sprache (oder Sprachengruppe) war wohl nicht indogermanisch; über einen Zusammenhang mit der [[Minoische Sprache|minoischen Sprache]] [[Kreta]]s wird spekuliert. Das Griechische wurde wohl auch von einer unbekannten indogermanischen Sprache, die eventuell dem ausgestorbenen [[Illyrische Sprache|Illyrischen]] nahestand, beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mykenische Zeit ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mykenisches Griechisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ältesten schriftlichen Zeugnisse der Sprache sind in [[Linearschrift&amp;amp;nbsp;B]] geschrieben. Sie erscheinen ab dem [[14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&amp;amp;nbsp;– also in [[Mykenische Kultur|mykenischer]] Zeit&amp;amp;nbsp;– als sehr kurze Texte auf Transport[[amphore]]n, wo sie den Inhalt bezeichnen. Längere Texte auf zahlreichen Tontäfelchen, ebenfalls rein praktischer Natur, wurden in den Archiven einiger mykenischer Paläste gefunden. Sie stammen aus dem Beginn des [[12. Jahrhundert v. Chr.|12.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr.]] Nach Zerstörung der meisten bisher bekannten mykenischen Paläste im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ging die Kenntnis der Linearschrift&amp;amp;nbsp;B verloren. Die strukturell ähnliche [[Kyprische Schrift|Kyprische Silbenschrift]] auf [[Zypern]] blieb jedoch bis ins [[3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.]] in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klassische Zeit ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Altgriechische Sprache}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Beginning Iliad.svg|mini|Anfang der Ilias]]&lt;br /&gt;
Gegen Ende der „[[Dunkle Jahrhunderte (Antike)|dunklen Jahrhunderte]]“, vermutlich um 800 v.&amp;amp;nbsp;Chr., übernahmen die Griechen das [[Phönizische Schrift|phönizische Schriftsystem]] und wandelten es durch die Einführung von Vokalzeichen ab. Eines der bekanntesten frühen Beispiele der neuen [[Griechisches Alphabet|alphabetischen Schrift]] zeigt der sogenannte [[Nestor-Becher]]. In [[Klassische Altertumswissenschaft|klassischer]] Zeit ist eine Vielzahl von [[Dialekt]]en feststellbar, zu den wichtigsten zählen das (noch heute in den Schulen als &amp;#039;&amp;#039;Altgriechisch&amp;#039;&amp;#039; gelehrte) [[Attisches Griechisch|Attische]], das [[Ionisches Griechisch|Ionische]], das [[Dorisches Griechisch|Dorisch]]-Nordwestgriechische, von dem das heutige [[Tsakonisch]] abstammt, das [[Aiolisches Griechisch|Aiolische]] und das [[Arkadisch-kyprisches Griechisch|Arkadisch-Kyprische]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am Anfang der schriftlichen Überlieferung stehenden [[homer]]ischen [[Epos|Epen]], die &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;[[Odyssee]]&amp;#039;&amp;#039;, sind zum Beispiel in einer künstlerischen Sprachform verfasst, die Wörter aus verschiedenen Dialekten benutzte, oft nach den Anforderungen des [[Versmaß|Metrums]], im ganzen jedoch Ionisch mit zahlreichen aiolischen Elementen und [[Archaismus|Archaismen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hellenistische Zeit ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Koine}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die politische, wirtschaftliche und kulturelle Vormachtstellung [[Athen]]s im [[5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.]] machte den dort gesprochenen [[Attisches Griechisch|attischen Dialekt]] zur Grundlage einer überregionalen Gemeinsprache (Koinē, griechisch {{lang|el|κοινή}} „die Gemeinsame“ oder „Allgemeine“), die durch die Eroberungen [[Alexander der Große|Alexanders des Großen]] im [[4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.]] zur [[Weltsprache]] und &amp;#039;&amp;#039;[[lingua franca]]&amp;#039;&amp;#039; aufstieg. In dieser Sprache wurde unter anderem das Neue Testament verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Imperium Romanum ===&lt;br /&gt;
Auch im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] blieb Griechisch neben [[Latein]] die [[Amtssprache]] der östlichen Provinzen und wurde auch im Westen bei den gebildeten Ständen vorausgesetzt, dies auch aufgrund der kulturellen Abhängigkeit der Römer von den Griechen. In der Osthälfte des Reiches war Griechisch bereits seit dem [[Hellenismus]] die dominierende Sprache. Unter dem Einfluss fremder Sprachen und der fortbestehenden Dialekte erfolgten gegenüber dem Attischen einige Vereinfachungen in der Grammatik und dem Lautbestand. Dies führte seit dem späten 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. immer wieder, insbesondere im [[2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]], zu Bemühungen um eine „Reinigung“ der griechischen Sprache unter Rückgriff auf das klassische Attisch ([[Attizismus]]). Diese Sprachform, die das um&amp;amp;nbsp;400 v.&amp;amp;nbsp;Chr. in Athen gesprochene Griechisch künstlich zur Norm erhob und von Autoren wie [[Dionysios von Halikarnassos]] vehement propagiert wurde, wurde nun zur Sprache der Literatur und der gebildeten Oberschicht, während sich die Umgangssprache immer weiter von dieser erstarrten Form entfernte. Es kam so zu einer ausgeprägten [[Diglossie]], die für das Griechische über Jahrhunderte typisch sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Byzanz ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mittelgriechische Sprache}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „bereinigte“ Form des attischen Altgriechischen blieb auch nach der [[Reichsteilung von 395|Teilung des Römischen Reiches im Jahr 395]] die [[Literatursprache]] des [[spätantike]]n Oströmischen Reiches. Nach dem Verlust der lateinisch sprechenden Gebiete auf der [[Balkanhalbinsel]] wurde um [[630]] die lateinische [[Amtssprache]] schnell aufgegeben, und [[Byzantinisches Reich|Ostrom]] wurde endgültig zu einem griechisch geprägten Reich. Die Aussprache des Alltagsgriechischen hatte sich zu dieser Zeit bereits sehr stark verändert, besonders was die [[Vokal]]e und [[Diphthong]]e angeht (die Unterscheidung zwischen Lang- und Kurzvokalen verschwand, und mehrere Vokale wurden als [[Ungerundeter geschlossener Vorderzungenvokal|langes i]] ({{IPA-Phon|i}}) ausgesprochen, eine Erscheinung, die als [[Itazismus]] bezeichnet wird). Das &amp;#039;&amp;#039;[[Beta]]&amp;#039;&amp;#039; wurde nun durchgängig als {{IPA-Phon|v}} ausgesprochen. Spätestens um 700 ähnelte die Aussprache bereits sehr stark der des heutigen Griechisch, seit dem 10.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ist sie mit ihr praktisch identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach etwa 640 erlebte Ostrom/Byzanz eine schwere Krisenphase; dies führte dazu, dass für etwa 150&amp;amp;nbsp;Jahre kaum noch klassizistische Literatur entstand. Zudem verschwand gemeinsam mit den meisten &amp;#039;&amp;#039;[[Polis|Poleis]]&amp;#039;&amp;#039; auch der Grammatikunterricht ebenso wie die lokalen Eliten, die sich jahrhundertelang über ihre Bildung (&amp;#039;&amp;#039;[[paideia]]&amp;#039;&amp;#039;) definiert hatten. Als im späten 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wieder eine nennenswerte literarische Produktion einsetzte, war die Sprache dieser Texte daher in der Regel wieder sehr viel näher am gesprochenen Griechisch dieser Zeit, als es in der Spätantike der Fall gewesen war. Die Veränderung der Aussprache führte in der alltäglichen Sprache zu starken Vereinfachungen bei Flexionsbildung und Grammatik, die auch die literarische Sprache beeinflussten. Doch sind die meisten literarischen Werke der byzantinischen Zeit in einer dem Altgriechischen zumindest angenäherten Sprachform verfasst, bei der der Grad der Abweichung von der „klassischen“ Sprachform sehr unterschiedlich ausfallen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Syrien und Ägypten blieb Griechisch nach der arabischen Eroberung zunächst noch für einige Jahrzehnte Amtssprache, bevor es diese Funktion ab etwa 700 an das [[Arabische Sprache|Arabische]] verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Neugriechische Sprache|Griechische Sprachfrage}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haltung des [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reichs]] zur griechischen Sprache war im Allgemeinen tolerant: Schulunterricht in griechischer Sprache war nicht verboten, auch wenn das bis heute gerne behauptet wird, und viele Griechen kamen wegen ihrer Sprachkenntnisse in den Staatsdienst. Die erste Zeitung in [[Konstantinopel]] war auf Griechisch geschrieben. Außerdem war das Griechische (vor allem die Koine) [[Sakralsprache|Kirchensprache]]. Die Benutzung der Sprache war jedem freigestellt, eine offene Repression fand nicht statt. Der Verlust des Status als [[Amtssprache|Staatssprache]] führte aber dazu, dass das Griechische in Folge erneut einem Wandel unterworfen wurde, vor allem geprägt von der Tendenz zur Vereinfachung der klassischen, komplexen grammatischen Struktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des modernen griechischen Staates 1829/30 wurde die sogenannte [[Katharevousa|Katharévousa]] (griechisch {{lang|el|καθαρεύουσα}} „reine [&amp;lt;nowiki /&amp;gt;[[scil|sc.]] Sprache]“; die Grundlagen wurden von [[Adamantios Korais]] geschaffen) offizielle Unterrichts- und Amtssprache, eine künstlich geschaffene Hochsprache, die zunächst als Mittelweg zwischen stark antikisierenden und vulgaristischen Modellen für die neue Staatssprache konzipiert war, sich jedoch ab den 1830er-Jahren hinsichtlich Wortschatz und Grammatik zunehmend am klassischen [[Attisches Griechisch|Attisch]] orientierte. Die jahrhundertelange Koexistenz ([[Diglossie]]) dieser Hochsprache und der Volkssprache ([[Dimotiki]], griechisch {{lang|el|δημοτική}}) zog große Probleme im Bildungsbereich nach sich, da Kinder in ihrer natürlichen Sprachentwicklung massiv beeinträchtigt und daran gehindert wurden, sich frei in ihrer Muttersprache auszudrücken. Nach zahlreichen legislativen Initiativen im Lauf des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zur Etablierung der Volkssprache und ebenso zahlreichen Rückschritten und Archaisierungstendenzen (analog zur je amtierenden Regierung) wurde erst 1976 die Volkssprache endgültig zur Sprache der staatlichen Verwaltung und der Wissenschaft&amp;amp;nbsp;– in der neugriechischen Literatur war die Entscheidung für die Volkssprache allerdings schon im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert (Lyrik) bzw. zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts (Prosa) gefallen. Viele Wörter und grammatikalische Strukturen sind aus der Katharevousa in die moderne Volkssprache übernommen worden, weswegen diese auch als Synthese aus Katharevousa und Dimotiki betrachtet wird und „neugriechische Koine“ ({{lang|el|νεοελληνική κοινή}}, englisch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Standard Modern Greek}}&amp;#039;&amp;#039;) heißt. Die [[Orthodoxe Kirchen in Griechenland|orthodoxe Kirche]] und einige [[Sprachpurismus|sprachpuristische]] Kreise halten für den schriftlichen Gebrauch weiterhin an der Katharévousa fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schrift ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Griechisches Alphabet|Linearschrift B|Linearschrift A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Erfindung und Einführung der heute noch gebräuchlichen [[Griechisches Alphabet|griechischen Schrift]] etwa ab dem 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde das mykenische Griechisch in der sogenannten Linear-B-Schrift festgehalten, die jedoch mit dem Untergang der mykenischen Kultur außer Gebrauch kam. Deren Vorläuferin, die Linear-A-Schrift, wurde vermutlich nicht für die griechische Sprache verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich die Aussprache des Griechischen im Verlauf der Jahrtausende vielfach geändert hat, blieb die [[Orthographie]] dank vielerlei Bemühungen um eine &amp;#039;&amp;#039;Reinhaltung&amp;#039;&amp;#039; der Sprache weitgehend konstant. Die in [[Hellenismus|hellenistischer Zeit]] in die griechische Schriftsprache eingeführten [[Akzent (Schrift)|Akzente]] ([[Akut]], [[Gravis (Typografie)|Gravis]] und [[Zirkumflex]]) und Symbole für [[Hauchlaut]]e ([[Spiritus asper]] und [[Spiritus lenis]]) wurden noch bis vor kurzem verwendet. Durch Erlass Nr.&amp;amp;nbsp;297 des griechischen Präsidenten vom 29.&amp;amp;nbsp;April 1982 wurden die Hauchzeichen abgeschafft und die Akzente durch ein einziges Zeichen ([[Tonos]]) ersetzt, das die betonte Silbe anzeigt. Der Tonos sieht aus wie ein Akut, ist jedoch nicht mit ihm identisch (in [[Unicode]] werden Tonos und Akut durch verschiedene Codes dargestellt). Insbesondere literarische Texte werden jedoch bis heute oft noch mit Hauchzeichen und Akzenten gedruckt&amp;amp;nbsp;– egal, ob es sich um die neugriechische Volkssprache [[Dimotiki|Dimotikí]] oder die Staats- und Bildungssprache [[Katharevousa|Katharévousa]] handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die griechische Sprache und [[Schrift]] hatte auf die Entwicklung [[Europa]]s immensen Einfluss: Sowohl das [[Lateinisches Alphabet|lateinische]] als auch das [[Kyrillisches Alphabet|kyrillische Alphabet]] wurden auf der Basis des [[Griechisches Alphabet|griechischen Alphabets]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Neues Testament|Neue Testament]] wurde in [[Koine|hellenistischem Griechisch]] verfasst und wird in Griechenland bis heute im Original gelesen (siehe [[Bibelgriechisch]]). Es wurde nach Erfindung des Buchdrucks das erste Mal von [[Erasmus von Rotterdam]] gedruckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der Hauptquellen der [[Renaissance]] und des [[Humanismus]] war die Rückbesinnung auf das im Westen fast vergessene Griechisch, ausgelöst unter anderem durch die Flucht vieler Byzantiner in den Westen nach dem [[Fall Konstantinopels]] 1453.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch heute werden wissenschaftliche Fachbegriffe international gerne unter Rückgriff auf griechische (und [[latein]]ische) Wörter geprägt. In der griechischen Sprache selbst werden hierfür fast nur griechische Wörter verwendet, viele lateinischstämmige Fachbegriffe, die in fast allen anderen modernen Sprachen üblich sind, lauten daher im Neugriechischen anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Philhellenismus|Liste von Gräzismen|Liste griechischer Wortstämme in deutschen Fremdwörtern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Geoffrey Horrocks]]: &amp;#039;&amp;#039;Greek: A History of the Language and Its Speakers&amp;#039;&amp;#039;. Chichester [u.&amp;amp;nbsp;a.]: Wiley-Blackwell, 2010, ISBN 978-1-4051-3415-6.&lt;br /&gt;
* [[Francisco Rodríguez Adrados|Francisco R. Adrados]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der griechischen Sprache. Von den Anfängen bis heute&amp;#039;&amp;#039; (Übers. Hansbert Bertsch), A. Francke Verlag, Tübingen/Basel 2002, ISBN 3-8252-2317-5.&lt;br /&gt;
* [[Hans Eideneier]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Rhapsodie zu Rap.&amp;#039;&amp;#039; Gunther Narr Verlag, Tübingen 1999, ISBN 3-8233-5202-4.&lt;br /&gt;
* [[Leonard Robert Palmer]]: &amp;#039;&amp;#039;The Greek language.&amp;#039;&amp;#039; Humanities Press, Atlantic Highlands 1980, Nachdruck The Bristol Classical Press, London 1996 (The Great languages), ISBN 0-391-01203-7. – Rez. von: Jon-Christian Billigmeier, in: The American Journal of Philology 104, 1983, 303–306 ([http://www.jstor.org/discover/10.2307/294550?uid=3737864&amp;amp;uid=2129&amp;amp;uid=2&amp;amp;uid=70&amp;amp;uid=4&amp;amp;sid=21103673769173 online]).&lt;br /&gt;
** Deutsche Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Die griechische Sprache. Grundzüge der Sprachgeschichte und der historisch-vergleichenden Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; Institut für Sprachwissenschaft der Universität Innsbruck, Innsbruck 1986 (Innsbrucker Beiträge zur Sprachwissenschaft, Band 50).&lt;br /&gt;
* [[Eduard Schwyzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München. Band&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeiner Teil, Lautlehre, Wortbildung, Flexion.&amp;#039;&amp;#039; 1934/1939, 6.&amp;amp;nbsp;Aufl. 1990. Band&amp;amp;nbsp;2: &amp;#039;&amp;#039;Syntax und syntaktische Stilistik.&amp;#039;&amp;#039; 1950, 5.&amp;amp;nbsp;Aufl. 1988. Band&amp;amp;nbsp;3: &amp;#039;&amp;#039;Register.&amp;#039;&amp;#039; 1953, 2.&amp;amp;nbsp;Nachdr. der 2.&amp;amp;nbsp;Aufl. 1980. Band&amp;amp;nbsp;4: &amp;#039;&amp;#039;Stellenregister.&amp;#039;&amp;#039; 1971, 3.&amp;amp;nbsp;Aufl. 2005.&lt;br /&gt;
* [[Handbuch der Altertumswissenschaft#II. Griechische und lateinische Sprachwissenschaft|Handbuch der Altertumswissenschaft 2]].&lt;br /&gt;
* [[Antonios N. Jannaris]]: &amp;#039;&amp;#039;An Historical Greek Grammar&amp;#039;&amp;#039;. Macmillan and Co., Limited, London 1897.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikibooks|Wikijunior Sprachen/ Griechisch}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4113791-7}}&lt;br /&gt;
* {{Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens |Titel=Griechisch (Altgriechisch, Mittelgriechisch, Neugriechisch) |Autor=[[Christos Karvounis]] |Seiten=21–46 |KBytes=977 |pdf=Griechisch.pdf}}&lt;br /&gt;
* klaphil.unibas.ch: {{Toter Link |url=http://klaphil.unibas.ch/fileadmin/klaphil/user_upload/redaktion/idg/Skripten/Skript_Alphabetgeschichte/Inschriften/Kurzbibliogr_Gesch_d_gr_Spr.pdf}} Kurzbibliographie zur Geschichte der griechischen Sprache (PDF; 126&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://de.greeklex.net/blog/geschichte-griechische-sprache.html |titel=Geschichte und Sprachstufen der griechischen Sprache |werk=greeklex.net |datum= |abruf=2022-02-18 |kommentar=chronologische Aufstellung der griechischen Sprachstufen mit Schriftbeispielen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Schwesterprojekte|code=el|text=griechischer Sprache}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4113791-7|LCCN=sh/85/57151}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Sprache| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtssprache der Europäischen Union]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Balkansprachbund]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Speravir</name></author>
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