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	<title>Greylisting - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T10:02:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Greylisting&amp;diff=201247&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mary Joanna: /* Anwendungsgebiet */</title>
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		<updated>2025-09-26T18:15:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anwendungsgebiet&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Graue Liste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Greylisting&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (brit.) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Graylisting&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (USA) bezeichnet eine Form der [[Spam]]-Bekämpfung bei [[E-Mail]]s, bei der die erste E-Mail von unbekannten Absendern zunächst abgewiesen und erst nach einem weiteren Zustellversuch angenommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Greylisting ist sowohl eine Methode, Spam zu erkennen, als auch eine Methode, den [[Absender]] aussortierter E-Mails zu benachrichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Wird ein [[Simple Mail Transfer Protocol|SMTP]]-Server kontaktiert, damit dieser eine E-Mail in Empfang nimmt, so sind diesem [[Mailserver]] folgende drei Daten bekannt, bevor der Mail-Server die E-Mail annehmen muss (der &amp;quot;SMTP-Envelope&amp;quot;):&lt;br /&gt;
# [[IP-Adresse]] des absendenden Mailservers&lt;br /&gt;
# [[E-Mail-Adresse]] des Absenders laut diesem (vgl. [[Envelope Sender]])&lt;br /&gt;
# E-Mail-Adresse der Adressaten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde eine E-Mail mit dieser Kombination von Adressen noch nie empfangen, dann wird beim Greylisting der Zustellversuch durch den SMTP-Server abgeblockt mit einer Meldung, dass ein temporärer Fehler aufgetreten sei, der SMTP-Client die Zustellung also später noch einmal versuchen soll. Wird ein nächstes Mal versucht, eine E-Mail mit derselben Kombination von Daten zuzustellen (was ein regulärer und [[Request for Comments|RFC]]-konform konfigurierter SMTP-Server auf jeden Fall tun sollte), so wird diese E-Mail (nach einem konfigurierbaren Zeitintervall) akzeptiert. Ob und wann ein erneuter Zustellversuch unternommen wird, hängt einzig und allein vom Versender ab. Es gibt auch Greylisting-Implementierungen, die die Regeln ein wenig lockern, indem beispielsweise die beteiligten Domains statt der E-Mail-Adressen eingetragen und überprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorteile ===&lt;br /&gt;
Typische Software für den Massen-Versand von E-Mails (insbesondere Würmer oder Trojaner) versucht oft nicht, eine (Spam-)E-Mail ein zweites Mal an denselben SMTP-Server zuzustellen. Solche E-Mails werden durch „Greylisting“ erfolgreich gefiltert. Zurzeit ist damit eine sehr effektive Spambekämpfung möglich, die den Spam auf bis zu ein Zehntel reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die verzögerte Zustellung greifen auch Verfahren zur Spamerkennung, die auf Netzwerkprüfungen basieren, effektiver (wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Realtime Blackhole List|RBLs]], [[Vipul’s Razor]] und [[Distributed Checksum Clearinghouse|DCC]]), da zwischen erstem und zweitem Zustellungsversuch die Spamwelle evtl. bereits erkannt und auf den entsprechenden Blacklisten eingetragen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine E-Mail kann bereits abgelehnt werden, wenn lediglich der E-Mail-Envelope &amp;lt;!-- Header!=Envelope--&amp;gt; mit Absender- und Empfängerdaten empfangen wurde und nicht erst nachdem die komplette E-Mail (mit Body und ggf. Anhängen) erhalten wurde. Auf diese Weise werden weitere [[Spamfilter]] wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[SpamAssassin]] nicht mit einer abgewiesenen E-Mail belastet, was erheblich Ressourcen spart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als bei [[Heuristik|heuristischen]] Spam-Bekämpfungs-Verfahren geht durch „Greylisting“ im Normalfall keine E-Mail verloren. Die meisten Greylisting-Implementierungen führen eine dynamische [[Weiße Liste|Whitelist]]. Nach einer erfolgreichen E-Mail-Zustellung wird die Kombination Sender, Empfänger und E-Mail-Server in die Whitelist eingetragen. Kombinationen, die in der Whitelist vermerkt sind, umgehen das Greylisting, wodurch die E-Mail bereits beim ersten Versuch zugestellt wird. Findet zwischen zwei Personen wiederholt ein E-Mail-Versand statt, wird dieser also nicht durch das Greylisting behindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachteile ===&lt;br /&gt;
(Fehlerhaft konfigurierte) Mailserver-Programme könnten bei temporären Fehlern keinen weiteren Zustellversuch unternehmen. Der zuständige Administrator des versendenden Mailservers sollte angehalten werden, diese grobe Fehlkonfiguration seines Systems zu beheben. Des Weiteren bieten viele Greylisting-Implementationen eine Whitelist, die allerdings eher für legitime als für fehlerhafte Absender genutzt werden sollte, beispielsweise zum Whitelisting großer Provider. Eine brauchbare Whitelist ist beispielsweise die DNSWL.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dnswl.org/ DNS Whitelist – Protect against false positives.] dnswl.org&amp;lt;/ref&amp;gt; Der durch den hohen Anteil gefälschter Absender-Adressen wieder erhöhte Spam-Anteil kann durch Verwendung von [[Sender Policy Framework|SPF]] verringert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Nachteil ist die Zeitverzögerung. Eine erwünschte E-Mail kann durch das Greylisting einige Minuten oder Stunden später eintreffen. Spam-Abwehr-Systeme können jedoch erwünschte E-Mail-Domänen bzw. -Absender vorhalten, so dass die Zeitverzögerung nur die erste E-Mail betrifft, insbesondere Bestätigungsmails beim [[Double Opt-in]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Mailserver-Programme generieren bereits beim ersten Versuch einer durch Greylisting abgewiesenen E-Mail einen vorläufigen Zustellbericht an den Absender. Dieser Bericht wird oft nicht genau gelesen bzw. nicht verstanden und somit oft als Bericht über eine endgültig fehlgeschlagene Zustellung behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle Methoden der Spambekämpfung verliert Greylisting durch Weiterentwicklung der Spam-Software an Effizienz. Je mehr sich Greylisting verbreitet, desto mehr werden sich die Spammer anpassen. Es ist daher sinnvoll, gleichzeitig auch andere Verfahren wie beispielsweise [[Sender Policy Framework|SPF]] oder [[DomainKeys Identified Mail|DKIM]] einzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist zu beachten, dass nach Möglichkeit alle für eine Domain zuständigen Mailserver Greylisting aktiviert haben, da Spamversender bereits heute häufig direkt den –&amp;amp;nbsp;oft schlechter geschützten&amp;amp;nbsp;– [[MX Resource Record|MX]] mit der geringsten Priorität zur Einlieferung benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Implementierungen auf Cluster-Servern ist zu beachten, dass die Greylist-Datenbank auf alle Serverknoten repliziert wird, da sonst der Mail-Empfang stark verzögert werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der prinzipbedingten Verzögerung der Zustellung um wenige Minuten bis einige Stunden kam es Mitte Juni 2009 bei E-Mails von T-Online-Kunden zu starken Verzögerungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://foren.t-online.de/foren/read.php?320,4011307#msg-4012794 Stellungnahme T-Home-Team zu Zustellproblemen bei aktivem Greylisting.] t-online.de, 14. und 24. Juni 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; So erfolgte seitens T-Online bei einem durch Greylisting abgelehnten Zustellversuch die zweite Zustellung erst mit Verzögerung von 12 Stunden bis über 5&amp;amp;nbsp;Tagen. T-Online verwies hierbei zunächst auf das nicht RFC-konforme Verhalten des ablehnenden Mailservers, beseitigte dann aber doch die Verzögerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Zur Unterscheidung der Begriffe Massen-E-Mail (UBE) und kommerzielle E-Mail (UCE) siehe [[Spam#Arten von Spam|Arten von Spam]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Greylisting ist gegen UBE anwendbar, weil in der Regel zu Botnetzen zusammengeschlossene infizierte PCs dahinter stecken. Gegen diese Zielgruppe hilft auch, E-Mails von Einwahlzugängen generell abzulehnen. Listen von Einwahlzugängen müssen aber ständig gepflegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen UCE ist Greylisting in der Regel nicht anwendbar. Da es eine persönliche Entscheidung sein kann, was davon Spam ist oder nicht, ist Blacklisting die genaueste Lösung; relativ gut helfen automatische Spam-Filter. [[Rspamd]] setzt Greylisting als Taktik gegen Spam ein, wenn eine E-Mail einen bestimmten Schwellenwert unterhalb der Spamklassifizierung erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wechselnde Serveradresse ==&lt;br /&gt;
Manche größere Mail-Server-Betreiber verteilen das Versenden der E-Mails ihrer Kunden auf mehrere Server mit unterschiedlichen IP-Adressen, um so die Last der zu versendenden E-Mails zu bewältigen. Je nach Systemkonfiguration dieser [[Serverfarm]] kann es dann bei Wiederholung zu regulären Zustellungsversuchen von jeweils unterschiedlichen Absenderadressen aus kommen, die aber alle aus dem IP-Adressbereich des einen Mail-Server-Betreibers kommen. Manche Programme zum Greylisten bieten die Option zu einem &amp;#039;&amp;#039;Weak Greylisting&amp;#039;&amp;#039; an, um die damit verbundenen Probleme teilweise zu kompensieren. Beispielsweise kann bei [[IPv4]]-Adressen das letzte Byte der Adresse bei der Auswertung nicht beachtet werden. Dem liegt die Annahme zugrunde, dass die unterschiedlichen Server zum Versenden von E-Mails in einem gemeinsamen Adressbereich mit der [[Netzmaske]] /24 liegen. Bei Verwendung von [[IPv6]] müssen andere Verfahren angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anpassung der Spammer ==&lt;br /&gt;
Im Zeitraum 03/2008 bis 08/2009 waren unwesentliche Spam-Wellen über Botnetze unterwegs, die den Einwurf von Spam wiederholten, möglicherweise für Testzwecke. Merkmale der mehrfach-Einwürfe waren:&lt;br /&gt;
# 3-fach parallel oder nacheinander vom selben PC&lt;br /&gt;
# 3-fach parallel von mehreren weltweit verteilten PC&lt;br /&gt;
# Einwurf mit permutierten Absendern und Inhalten&lt;br /&gt;
# 2-fach nacheinander in größerem Abstand vom selben PC&lt;br /&gt;
Zufällig oder absichtlich – keine der Wellen war geeignet, ein Greylisting wie hier beschrieben zu umgehen. Die Kombination &amp;quot;selber PC mit gleichem Absender und zeitlichem Abstand&amp;quot; war einfach nicht dabei. Greylisting war bis Oktober 2010 der genaueste Spamfilter für UBE.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Ende Oktober 2010 wurde ein kleiner Anteil des UBE-Spam aus Botnetzen auch mehrfach versendet, seit 11. Oktober 2011 ein nennenswerter. Greylisting ist damit immer noch ein Kriterium für den Spamfilter, ist aber nicht mehr die alleinige Lösung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== RFC-Konformität ==&lt;br /&gt;
Die für Greylisting relevanten [[Request for Comments|RFCs]] sind &amp;lt;nowiki&amp;gt;RFC&amp;amp;nbsp;5321&amp;lt;/nowiki&amp;gt;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{RFC-Internet |RFC=5321 |Titel=Simple Mail Transfer Protocol |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem das [[Simple Mail Transfer Protocol|SMTP-Protokoll]] definiert wird, und &amp;lt;nowiki&amp;gt;RFC&amp;amp;nbsp;6647&amp;lt;/nowiki&amp;gt;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{RFC-Internet |RFC=6647 |Titel=Email Greylisting: An Applicability Statement for SMTP |Datum=2012-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der Greylisting gewidmet ist. Im &amp;lt;nowiki&amp;gt;RFC&amp;amp;nbsp;5321&amp;lt;/nowiki&amp;gt; ist das temporäre Ablehnen von Mail nach dem Ermessen des Betreibers eines Servers vorgesehen (&amp;#039;&amp;#039;mailbox … temporarily blocked for policy reasons&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benachrichtigung des Absenders ==&lt;br /&gt;
Nimmt ein [[Simple Mail Transfer Protocol|SMTP]]-Server E-Mails zunächst an, und filtert dann erst Spam, kann er den Absender nicht benachrichtigen: Die Absenderangabe in fast allen Spam-E-Mails ist gefälscht, und die Benachrichtigungen würden an [[Backscatter (E-Mail)|unschuldige Opfer]] gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der SMTP-Server kann jedoch die Mail zunächst mit Umschlag, Kopf und Inhalt annehmen und statt der Bestätigung einen temporären Fehler liefern. Hat er bis zum nächsten Zustellversuch die Spam-Prüfung abgeschlossen, liefert er eine Antwort 250 (OK) oder 5xy (Fehler).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist sogar denkbar, dass der Empfänger persönlich die Mails sortiert, und damit die Prüfung erst nach Stunden stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Ablehnung beim Einwurf der E-Mail wird normalerweise der wahre Absender der E-Mail benachrichtigt. Folglich ist der Empfänger nicht mehr gezwungen, einen Spam-Ordner durchzusehen. Bei einer irrtümlichen Ablehnung wird sich der Absender nach evtl. Hinweisen in der Fehlermeldung richten oder zum Telefon greifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schwarze Liste]]&lt;br /&gt;
* [[Weiße Liste]]&lt;br /&gt;
* [[Challenge-Response-Authentifizierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{RFC-Internet |RFC=6647 |Titel=Email Greylisting: An Applicability Statement for SMTP |Datum=2012-06 |Kommentar=nicht normierend, sondern den aktuellen Standard beschreibend}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:E-Mail]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mary Joanna</name></author>
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