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	<title>Grete Walter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:01:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grete_Walter&amp;diff=980020&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-27476-8: Ergänzung des Vornamens durch den Familiennamen. Faschisten waren in Italien an der Macht.</title>
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		<updated>2026-01-13T16:07:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung des Vornamens durch den Familiennamen. Faschisten waren in Italien an der Macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Margarete „Grete“ Walter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Februar]] [[1913]] in [[Berlin-Neukölln]]; † [[21. Oktober]] [[1935]] in [[Berlin-Kreuzberg]]) war eine deutsche [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Fuldastr 12 (Neuk) Margarete Walter.jpg|mini|[[Stolperstein]] am Haus Fuldastraße&amp;amp;nbsp;12, in [[Berlin-Neukölln]]]]&lt;br /&gt;
Margarete Walter wurde in Berlin als eine von drei Töchtern eines [[Kutscher]]s geboren, ihre Mutter arbeitete als [[Dienstmädchen]]. Später erwarben ihre Eltern eine kleine Abmelkstation. Nach dem Abschluss der [[Handelsschule]] arbeitete sie als [[Verkäufer]]in und [[Kontorist]]in. 1928 trat sie dem [[Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920)|KJVD]], 1930 der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] bei. Ihren Beitritt zum KJVD musste sie ihrer Familie verheimlichen, da ihr Vater als Eigentümer völlig andere politische Vorstellungen hatte. Walter besuchte Kurse der Marxistischen Arbeiterbildung und übernahm die Leitung einer KJVD-Jugendgruppe in [[Berlin-Neukölln]]. Hier engagierte sie sich besonders in der kommunistischen Kinderbewegung. Nach dem Abschluss der Handelsschule nahm sie eine Tätigkeit als kaufmännische Angestellte bei der Firma [[Kathreiner]] an. Sie nahm an den Treffen der kommunistischen Betriebsgruppe teil und übernahm die Redaktion der KPD-Werkszeitung &amp;#039;&amp;#039;Die Kathreiner Mühle&amp;#039;&amp;#039;. Als ihre politischen Aktivitäten der Firmenleitung bekannt wurden, wurde sie entlassen und beim Unternehmerverband auf die [[Schwarze Liste]] gesetzt, so dass sie längere Zeit arbeitslos blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1930 studierte sie auf Weisung des ZK des KJVD an der [[Internationale Lenin-Schule|Internationalen Lenin-Schule]] der [[Komintern]] in [[Moskau]]. Nach ihrer Rückkehr wurde sie Mitglied der KJVD-Unterbezirksleitung Berlin-Neukölln und arbeitete für deren Sekretariat. Walter übernahm die Betreuung der kommunistischen Kinderbewegung im Bezirk als Leiterin der [[Rote Jungpioniere|Roten Jungpioniere]]. Anfang 1933 wurde sie in das ZK des KJVD gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 war Margarete Walter maßgeblich daran beteiligt, dass sich junge Sozialdemokraten und Kommunisten gemeinsam den [[Sturmabteilung|SA-Schlägertrupps]] entgegenstellten. Sie konnten größeren Einfluss der Nationalsozialisten auf die Masse der Jugendlichen in Neukölln verhindern. Margarete Walters antifaschistische Haltung und ihr entschlossenes Auftreten waren nicht nur bei Freunden, sondern auch bei ihren Gegnern bekannt. Sie gehörte nach dem [[Reichstagsbrand]] in der Nacht zum 28.&amp;amp;nbsp;Februar 1933 zu den ersten Frauen in Berlin, die verhaftet wurden. Trotz der demütigenden, mit Prügel und Folter einhergehenden Verhöre sagte sie nichts aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer Entlassung aus der Untersuchungshaft arbeitete sie im [[Kabelwerk Oberspree]] der [[AEG]] in Berlin. Es bildete sich eine illegale Jugendgruppe, die die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Das rote Kabel&amp;#039;&amp;#039; herstellte, die immer wieder die Heuchelei und Lügen der Nazipropaganda nachwies. Walter verteilte heimlich diese kommunistische Betriebszeitung in Schränken und auf den Werkbänken, kritisierte unsoziale Maßnahmen und setzte sich für –&amp;amp;nbsp;aufgrund ihrer jüdischen Herkunft entlassene&amp;amp;nbsp;– Arbeitskollegen ein. Sie wurde zudem im Werksportverein aktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1934 wurde sie erneut verhaftet, doch gelang es der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] nicht, ihre Widerstandsaktivitäten nachzuweisen. Walter konnte durch die Solidarität ihrer Kollegen die Anschuldigungen abstreiten und ihre „illegale“ Arbeit fortsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1935 wurde sie zur Landarbeit dienstverpflichtet und nach Wahlendow bei [[Wolgast]] ([[Landkreis Anklam]]) geschickt. Sie wurde zum „Vertrauensmädchen“ der dienstverpflichteten Landhelferinnen gewählt und setzte sich für die Einhaltung der Arbeitszeit, zumutbare Unterkünfte und ausreichendes Essen ein. In den Gesprächen mit den anderen Mädchen machte sie ihre Ablehnung der Naziherrschaft deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Oktober 1935 wurde sie zum dritten Mal verhaftet. Nach schweren Misshandlungen in der Berliner [[Prinz-Albrecht-Palais|Gestapo-Zentrale]] stürzte sie sich aus dem dritten Stock der [[Niederkirchnerstraße|Prinz-Albrecht-Straße]]&amp;amp;nbsp;8 in einen [[Lichtschacht (Bautechnik)|Lichtschacht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung Greta Walters in der bildenden Kunst der DDR ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Eckelt]]: &amp;#039;&amp;#039;Porträt Grete Walter&amp;#039;&amp;#039; (1988, Öl auf Hartfaser, 79,5&amp;amp;nbsp;× 59,8&amp;amp;nbsp;cm; [[Museum Alte Lateinschule]] Großenhain)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://nat.museum-digital.de/object/1131043 nat.museum-digital.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsferienheim Grete Walter.JPG|mini|Eingang des Betriebsferienheims „Grete Walter“]]&lt;br /&gt;
* In [[Milz (Römhild)|Milz]] und [[Cottbus]] gibt es eine &amp;#039;&amp;#039;Grete-Walter-Straße&amp;#039;&amp;#039; und in [[Berlin-Prenzlauer Berg]] eine &amp;#039;&amp;#039;Margarete-Walter-Straße&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=04 |id=M127 |zlb98= |kaupert=Margarete-Walter-Strasse-10407-Berlin |name=Margarete-Walter-Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere Grete-Walther-Straße  (fälschlich mit h geschrieben) existiert in der Magdeburger Börde in Schleibnitz; einem Ortsteil von Wanzleben.&lt;br /&gt;
* In [[Berlin-Weißensee]], [[Oberschule Geising|Geising]], [[Georgenthal]], [[Greifswald]], [[Schwarzheide]], Schwepnitz und [[Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte)|Wustrow]] waren [[Polytechnische Oberschule]]n nach ihr benannt. Auf dem Schulhof der POS &amp;#039;&amp;#039;Grete Walter&amp;#039;&amp;#039; im Greifswalder Stadtteil [[Eldena (Greifswald)|Eldena]] befand sich zugleich ein Gedenkstein mit der Aufschrift „Den antifaschistischen Widerstandskämpfern“, der ihr zu Ehren am 4. Februar 1978 feierlich eingeweiht wurde. Mit dem Abriss des alten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammenden Schulgebäudes nach der deutschen Wiedervereinigung, wurde auch der &amp;#039;&amp;#039;Grete Walter-Gedenkstein&amp;#039;&amp;#039; entfernt. Auch trugen Kinderheime in [[Wismar]] und in [[Gardelegen|Polvitz]], die Jugendherberge in [[Stralsund]] sowie ein [[Zentrales Pionierlager]] in [[Sebnitz]] ihren Namen.&lt;br /&gt;
* Im VEB [[Kabelwerk Oberspree]] gab es eine [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]]-Grundorganisation &amp;#039;&amp;#039;Grete Walter&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Das [[Werk für Fernsehelektronik]] Berlin-Oberschöneweide unterhielt in [[Neuhaus (Dierhagen)|Neuhaus]] ein Betriebsferienheim &amp;#039;&amp;#039;Grete Walter&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Ein Zubringertrawler der [[Artur Becker (Schiffstyp)|„Artur-Becker“-Baureihe]] erhielt ebenfalls ihren Namen.&lt;br /&gt;
* Am 14. November 2009 wurde auf Initiative der [[Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten|VVN-VdA]] durch den Kölner Künstler [[Gunter Demnig]] zur Erinnerung an sie ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] vor ihrem letzten Wohnort in der Fuldastraße 12 in [[Berlin-Neukölln]] verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{stolpersteine-berlin.de |Pfad=fuldastrasse/12/margarete-walter |Eintrag=Margarete Walter}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im [[Gut Lüben|Jugendwerkhof Burg]] gab es eine Gruppe mit ihrem Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stephan Hermlin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die erste Reihe&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Neues Leben, Berlin 1951, S. 24–27; {{archive.org |die-erste-reihe |Blatt=}}.&lt;br /&gt;
* [[Karl Heinz Jahnke]]: &amp;#039;&amp;#039;Grete Walter.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Ermordet und ausgelöscht. Zwölf deutsche Antifaschisten.&amp;#039;&amp;#039; Ahriman-Verlag, Freiburg im Breisgau 1995, ISBN 3-89484-553-8, S. 9–13 (&amp;#039;&amp;#039;Unerwünschte Bücher zum Faschismus&amp;#039;&amp;#039;, Band 8); [https://books.google.de/books?id=8oD6Gf8HvZcC&amp;amp;pg=PA8 Google Books]&lt;br /&gt;
* [[Luise Kraushaar]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Widerstandskämpfer 1933–1945. Biographien und Briefe.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Dietz Verlag, Berlin 1970, S. 409–411.&lt;br /&gt;
* Werner Lamprecht: &amp;#039;&amp;#039;Margarete Walters Wirken in Pommern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Greifswald-Stralsunder Jahrbuch]]&amp;#039;&amp;#039;, 1972/1973, 10, Weimar 1973, S. 165–173.&lt;br /&gt;
* [[Lutz Mohr]]: &amp;#039;&amp;#039;POS „Grete Walter“ Eldena und Gedenkstein auf dem Schulhof&amp;#039;&amp;#039;. In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Greifswald-Eldena und das Kloster Hilda. Ein Streifzug und Wegweiser durch die Greifswalder Ortsteile in Vergangenheit und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Museum der Stadt Greifswald 1977 (&amp;#039;&amp;#039;Neue Greifswalder Museumshefte&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 1). 2. überarbeitete Auflage: 1979, S. 42 f.&lt;br /&gt;
* [[Peter Steinbach (Historiker)|Peter Steinbach]], [[Johannes Tuchel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Widerstandes 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. C. H. Beck, München 1998, ISBN 3-406-43861-X, S. 213.&lt;br /&gt;
* {{DeutBiogrEnz |Autor= |Lemma= |Auflage=1 |Band=10 |SeiteVon=320 |Online=}}&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Fieber et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Widerstand in Berlin gegen das NS-Regime 1933 bis 1945. Ein biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;T–Z&amp;#039;&amp;#039;. Trafo-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-89626-358-7, S. 135.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Walter, Margarete&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6, S. 989; [https://kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/walter-margarete-14/ kommunismusgeschichte.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://bda-koepenick.de/verfolgte/margaretewalter1913.html Foto.] VVN-BdA Köpenick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138953201|VIAF=95558989}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Walter, Grete}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KJVD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Internationalen Leninschule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Neukölln ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1935]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Walter, Grete&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Walter, Margarete&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Februar 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Neukölln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Oktober 1935&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Kreuzberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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