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	<title>Grete Sultan - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T22:34:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grete_Sultan&amp;diff=392187&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;0000ff: /* Leben */ anf.zeichen</title>
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		<updated>2025-08-24T13:43:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; anf.zeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grete Sultan 1999 in New York.jpg|mini|hochkant|Grete Sultan 1999 in ihrer New Yorker Wohnung; im Vordergrund ein ihr gewidmetes Foto ihres Lehrers Richard Buhlig]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johanna Margarete „Grete“ Sultan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[21. Juni]] [[1906]] in [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;StA Charlottenburg I, Geburtsurkunde Nr. 462/1906&amp;lt;/ref&amp;gt;; gestorben am [[26. Juni]] [[2005]] in [[New York City]]) war eine amerikanische  [[Pianist]]in und Klavierpädagogin [[Deutschamerikaner|deutscher Herkunft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Grete Sultan entstammte einer großbürgerlichen jüdischen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smoltczyk&amp;quot;&amp;gt;Alexander Smoltczyk: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-19438058.html &amp;#039;&amp;#039;Flucht und Fuge.&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Spiegel]], Nr.&amp;amp;nbsp;25, 18.&amp;amp;nbsp;Juni 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Berlin]]er Familie. Ihr Vater war der Spirituosen-Fabrikant Adolf Sultan.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesspiegel&amp;quot;&amp;gt;Moritz von Bredow: [https://www.tagesspiegel.de/kultur/rebellische-koenigin/620402.html &amp;#039;&amp;#039;Rebellische Königin.&amp;#039;&amp;#039;] [[Der Tagesspiegel]], 29.&amp;amp;nbsp;Juni 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mutter Coba Sultan, geborene Lewino, entstammte einer hochmusikalischen Familie aus dem Rheinland.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesspiegel&amp;quot; /&amp;gt; Geboren wurde sie in der elterlichen Wohnung in der [[Rankestraße (Berlin)|Rankestraße]] 33 in Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Sie erhielt zunächst Unterricht von ihrer älteren Schwester [[Anni Victorius]] und zwei Tanten, außerdem vom amerikanischen Pianisten [[Richard Buhlig]]. Schon mit fünfzehn Jahren trat Grete Sultan in die Berliner Musikhochschule ein, um bei [[Leonid Kreutzer]] zu studieren. Sie setzte anschließend ihre Studien privat bei [[Edwin Fischer]] fort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grete Sultan wurde eine bedeutende Konzertpianistin mit vielen hochgelobten Auftritten in Deutschland und der [[Schweiz]]. Ungewöhnlich an ihren Programmen war stets das Nebeneinander von Werken aus [[Barock]], [[Klassische Musik|Klassik]], [[Romantik]] und zeitgenössischer Klavierliteratur. Nach dem [[Machtergreifung|„Machtantritt“ von Hitlers Partei]] im Januar 1933 erhielt Grete Sultan das [[Auftrittsverbot in der Öffentlichkeit]] und konnte nur noch im [[Jüdischer Kulturbund|Jüdischen Kulturbund]] spielen. Mehrere Mitglieder ihrer Familie konnten rechtzeitig ins Exil gehen, darunter ihr Halbbruder [[Herbert Sultan]], andere wurden Opfer des NS-Regimes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrer noch in letzter Minute ermöglichten Flucht in die [[Vereinigte Staaten|USA]] im Mai 1941 gab sie dort zunächst privaten Klavierunterricht und entwickelte später eine rege Tätigkeit als Pädagogin an mehreren Institutionen, besonders jedoch als außergewöhnliche Pianistin. Erst Ende 1954 kehrte Grete Sultan zum ersten Mal wieder nach Europa zurück, um in einer Reihe von Klavierabenden und Radiosendungen in Deutschland, der Schweiz und [[Norwegen]] aufzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus ihrer Begegnung mit dem amerikanischen Komponisten [[John Cage]] Anfang 1946 erwuchsen eine lange künstlerische Zusammenarbeit und tiefe persönliche Freundschaft. Cage schrieb 1956 sechzehn Stücke aus seinem 85-teiligen Zyklus &amp;#039;&amp;#039;Music for Piano&amp;#039;&amp;#039; für Grete Sultan. Auch seine monumentalen, in den Jahren 1974/75 entstandenen &amp;#039;&amp;#039;Etudes Australes&amp;#039;&amp;#039; widmete Cage der Pianistin, die diese bis ins hohe Alter in der ganzen Welt spielte. Weitere enge Freundschaften verband Grete Sultan seit ihrer Berliner Zeit mit Ruth und [[Claudio Arrau]], mit der Cellistin [[Eva Heinitz]] sowie der Dichterin [[Vera Lachmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren letzten Klavierabend gab Grete Sultan 1996: Die Neunzigjährige interpretierte in New York noch einmal [[Johann Sebastian Bach|Bachs]] &amp;#039;&amp;#039;[[Goldberg-Variationen]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie konnte noch die Veröffentlichungen einiger ihrer historischen Aufnahmen durch [[Heiner Stadler (Musiker)|Heiner Stadler]] miterleben und unterrichtete bis zum Schluss mehrere Privatschüler. Zu ihren früheren Schülern zählt unter anderem der Komponist [[Christian Wolff (Komponist, 1934)|Christian Wolff]]. Wenige Tage nach ihrem neunundneunzigsten Geburtstag starb Grete Sultan in einem New Yorker Krankenhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2012 wurde die umfassende, reich bebilderte Biographie &amp;#039;&amp;#039;Rebellische Pianistin&amp;#039;&amp;#039; des Hamburger Autors [[Moritz von Bredow]] bei [[Schott Music]] in Mainz veröffentlicht, die zwei Jahre später in zweiter Auflage erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Trivia==&lt;br /&gt;
Grete Sultan bewohnte von 1970 bis zu ihrem Tod ein Appartement im achten Stock der [[Westbeth Artists Community]], einem Gebäudekomplex, in dem Künstler eine Miete zahlen müssen, die sich nach ihrem Einkommen richtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Moritz von Bredow (2014), S. 281&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 2002: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]] der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
* [[Christian Wolff (Komponist, 1934)|Christian Wolff]]: &amp;#039;&amp;#039;In memory of Grete Sultan. Microexercises, 23–36&amp;#039;&amp;#039;, Komposition 2007.&lt;br /&gt;
* Am 10. August 2023 wurden in [[Berlin-Schlachtensee]], [[Stolperstein]]e für ihre Familie verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grete Sultan – John Cage: Etudes Australes&amp;#039;&amp;#039; (Wergo 60152/55 (4 LP) und 61522 (3 CD), 1987, 1992).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grete Sultan – The Legacy.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** Vol. 1: Bach ([[Goldberg-Variationen]]), Debussy, Schönberg und Cage (Concord 42030, 1996).&lt;br /&gt;
** Vol. 2: Beethoven ([[Diabelli-Variationen]]), Copland, Wolpe, Hovhaness, Cage u.&amp;amp;nbsp;a. (Labor 70382, 2002).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grete Sultan – Piano Seasons&amp;#039;&amp;#039;  (Wergo 40432, 4 CDs, 2013).&lt;br /&gt;
** CD 1: Bach&lt;br /&gt;
** CD 2: Beethoven&lt;br /&gt;
** CD 3: Schubert, Schumann&lt;br /&gt;
** CD 4: Schönberg, Copland, Weber, Wolpe, Hovhaness, Cage, Ichiyanagi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Moritz von Bredow: &amp;#039;&amp;#039;Rebellische Pianistin. Das Leben der Grete Sultan zwischen Berlin und New York&amp;#039;&amp;#039;. Schott Music, Mainz 2012, ISBN 978-3-7957-0800-9.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Rathert]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Kopfstand vor der Aufnahmeprüfung. Jahrhundertlaufbahn: Zu Besuch bei der deutsch-amerikanischen Pianistin Grete Sultan.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 16.&amp;amp;nbsp;Juni 2001, Beilage „Bilder und Zeiten“ Nr.&amp;amp;nbsp;137, S.&amp;amp;nbsp;IV.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=19438058|Autor=[[Alexander Smoltczyk]]|Titel=Flucht und Fuge|Jahr=2001|Nr=25|Seiten=194}}&lt;br /&gt;
* Mirko Weber: {{Webarchiv| url=https://www.zeit.de/2002/42/Anders_als_alle_anderen/komplettansicht| wayback=20160630042830| text=&amp;#039;&amp;#039;Anders als alle anderen&amp;#039;&amp;#039;}}. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;42/2002.&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|695||Sultan, Grete|[[Marion Brück]]|130112488}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130112488}}&lt;br /&gt;
* {{LexMusikNS|00001399}}&lt;br /&gt;
* Mirko Weber: {{Webarchiv| url=https://www.zeit.de/2005/27/Grete_Sultan| wayback=20151031173854| text=&amp;#039;&amp;#039;Grete Sultan&amp;#039;&amp;#039;}}. Nachruf in &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]],&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;27, 30.&amp;amp;nbsp;Juni 2005&lt;br /&gt;
* [https://www.stolpersteine-berlin.de/de/ernst-ring-strasse/2/johanna-margarete-grete-sultan &amp;#039;&amp;#039;Johanna Margarete „Grete“ Sultan.&amp;#039;&amp;#039;] Stolpersteine in Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130112488|LCCN=n/89/601034|VIAF=92794437}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sultan, Grete}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Pianist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interpret (Neue Musik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sultan, Grete&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sultan, Johanna Margarete&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutschamerikanische Pianistin und Klavierpädagogin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Juni 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juni 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[New York City]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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