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	<title>Grete Beier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T03:39:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grete_Beier&amp;diff=160646&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Maasikaru: /* Leben */</title>
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		<updated>2024-02-24T11:14:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gretebeier.jpg|mini|Grete Beier]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Marie Margarethe Beier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, genannt &amp;#039;&amp;#039;Grete Beier&amp;#039;&amp;#039;, (* [[15. September]] [[1885]] in [[Erbisdorf]]; † [[23. Juli]] [[1908]] in [[Freiberg]]) war die letzte Frau, die im [[Königreich Sachsen]] [[Hinrichtung|hingerichtet]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grete beier letter.jpg|mini|Brief Grete Beiers]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GreteBeier1908.JPG|mini|Aufbau der Guillotine für Grete Beiers Hinrichtung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Grete Beier Dresden.JPG|mini|Grab von Grete Beier auf dem Johannisfriedhof in Dresden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grete Beier war die Tochter des [[Brand (Brand-Erbisdorf)|Brander]] Bürgermeisters Ernst Theodor Beier und seiner Frau Ida Karoline, geborene Clausnitzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 lernte sie den Handlungsgehilfen Johannes Heinrich Merker kennen und [[Verlobung|verlobte]] sich ohne Wissen ihrer Eltern heimlich mit ihm. Nachdem sie die Beziehung zu ihm wegen seiner [[Seitensprung|Untreue]] abgebrochen hatte, lernte sie 1906 den Oberingenieur Heinrich Moritz Curt Preßler kennen und verlobte sich auf Wunsch der Eltern mit ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gretes Verhältnis zu Preßler blieb stets kühl, und wegen dessen herrischer Art kam es recht bald zu Streit zwischen beiden. Daraufhin nahm sie heimlich den Kontakt zu Merker, gegen den inzwischen wegen [[Unterschlagung (Deutschland)|Unterschlagungen]] ermittelt wurde, wieder auf. Aus diesem Verkehr wurde sie schwanger und ließ das Kind im November 1906 illegal [[Schwangerschaftsabbruch|abtreiben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Verlobter Preßler plante für den 14. Mai 1907 die Hochzeit. Grete suchte dies zu verhindern und machte gleichzeitig Merker Hoffnungen, indem sie ihm gefälschte Liebesbriefe einer nicht existenten Italienerin namens &amp;#039;&amp;#039;Eleonore Ferroni&amp;#039;&amp;#039; an Preßler zuspielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem im April 1907 ein Verwandter, der Verwalter des Armenhauses in Freiberg, Kröner, verstorben war, fälschte sie dessen [[Testament]], entwendete Geld aus einer im Hause ihrer Eltern aufbewahrten Kassette Kröners und hob dessen Erspartes ab, wobei sie sich das Geld mit Merker teilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit wurde in einer Freiberger Zeitung eine Leseranfrage zur Gestaltung eines Testamentes zur Einsetzung der Braut als Alleinerbin beantwortet und abgedruckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage später setzte Grete Beier ein gefälschtes Testament ihres Bräutigams auf, vergiftete ihn am Vortag der geplanten Hochzeit in [[Chemnitz]] mit [[Zyankali]] und schoss ihm dann mit einem [[Revolver]] in den Mund, um seinen [[Suizid]] vorzutäuschen. Unmittelbar nach der Tat verschickte sie weitere Briefe der Frau &amp;#039;&amp;#039;Ferroni&amp;#039;&amp;#039;, um den Suizid glaubhaft zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1907 wurde der Diebstahl aus der Kassette festgestellt. Im Zuge der Ermittlungen versuchte Grete Beier mit weiteren Fälschungen und Lügen den Verdacht auf andere zu lenken. Nach ihrer Verhaftung im Juni 1907 wurde auch ein Verfahren wegen Abtreibung eingeleitet. Wenig später wurde auch ihr Geliebter Merker verhaftet. Im November gestand sie dann den [[Mord]] an Preßler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ein [[Gnadenrecht|Gnadengesuch]] von König [[Friedrich August III. (Sachsen)|Friedrich August&amp;amp;nbsp;III.]] abgelehnt worden war, wurde Grete Beier am 23.&amp;amp;nbsp;Juli 1908 im Alter von 22 Jahren durch den [[Scharfrichter|Landesscharfrichter]] [[Moritz Brand]] auf dem [[Schafott]] im Hof des [[Landgericht Freiberg|Landgerichts Freiberg]] [[Guillotine|guillotiniert]]. Sie wurde im Familiengrab auf dem [[Johannisfriedhof (Dresden)|Johannisfriedhof]] in Dresden bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Dieser Fall sorgte für viel Aufsehen, zum Teil auch für öffentliche Empörung über die Vollstreckung des Urteils. In verschiedenen Presseerzeugnissen wurde noch Jahre danach auf die Hinrichtung Grete Beiers Bezug genommen. Unter dem Pseudonym Ignaz Wrobel glossierte [[Kurt Tucholsky]] den Fall im Jahre 1913 in der Schaubühne:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Was das Milieu angeht, so lese man Grete Beier: nicht der Mord am Schluß hat diese Atmosphäre von Dumpfheit, schlechter Luft und schmierigem Eßgeschirr geschaffen. »Während des Kaffeetrinkens fing er davon an, wie schade es sei, dass die Hochzeit noch immer nicht stattfinden könne. Er könne nicht ewig mit der Hochzeit warten. Nun begann er, zärtlich zu werden. Er bot ihr Eierkognak an, sie danke, sie trinke keinen. So solle sie ihm wenigstens ein Gläschen einschenken. Damit ging er hinaus, um das Klosett aufzusuchen.« Liebst sie, liebst sie! So wirds gemacht, und wenn nicht grade eine Gerichtsverhandlung oder ein falsch adressierter Brief ein Zipfelchen vom Vorhang hochhebt – wir wüßtens nicht.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1912 schrieb Tucholsky im sozialdemokratischen &amp;#039;&amp;#039;[[Vorwärts (Deutschland)|Vorwärts]]&amp;#039;&amp;#039; über die Hinrichtung eines verurteilten Raubmörders:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=(…) eine Tür öffnet sich und sie zerren einen Menschen heraus, der soll sterben und will nicht. (…) Der Staatsanwalt, Beamter bis in die Schnurrbartspitzen, liest dem Halbirren, vor Angst Vertierten, etwas vor, » … von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht« … er wird überbrüllt, überkreischt von dem Tollen, der sich abquält und sich windet unter den Fäusten der Scharfrichterknechte. (…) Im ganzen waren es diesmal nur 60 (sechzig) Zuschauer, Bei Grete Beier fand ja ein kleines Volksfest statt: damals zierten 200 den Hof.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Beiträge ===&lt;br /&gt;
* Gotthold Leistner: &amp;#039;&amp;#039;Sachsen und die Guillotine. Ein Beitrag zur Geschichte eines Tötungsmonstrums&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sächsische Heimatblätter]]&amp;#039;&amp;#039;, 48. Jg. (2002) S. 130–149.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitgenössische Darstellungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schwurgerichtsverhandlung gegen die Bürgermeisterstochter Grete Beier aus Brand bei Freiberg vor dem Königl. Schwurgericht Freiberg angeklagt der hinterlistigen Ermordung ihres Bräutigams des Ingenieurs Preßler&amp;#039;&amp;#039;. Hager, Chemnitz 1908 ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/99353/3/ Digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literarische Bearbeitungen ===&lt;br /&gt;
* [[Günter Spranger]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Lügenspiel&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Der Kriminalfall Grete Beier&amp;#039;&amp;#039;. Greifenverlag, Rudolstadt 1980&lt;br /&gt;
* [[Katrin Lange (Schriftstellerin)|Katrin Lange]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich, Grete Beier, Mörderin&amp;#039;&amp;#039;. (Theaterstück), Uraufführung: 22. August 2008 [[Mittelsächsisches Theater Freiberg und Döbeln]]&lt;br /&gt;
* Der Fall Grete Beier findet Erwähnung in [[Guntram Vesper]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;Frohburg&amp;#039;&amp;#039; ([[Preis der Leipziger Buchmesse]] 2015).&lt;br /&gt;
* [[Kathrin Hanke]], &amp;#039;&amp;#039;Die Giftmörderin Grete Beier&amp;#039;&amp;#039;, Gmeiner Verlag, Meßkirch 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mediale Bearbeitungen ===&lt;br /&gt;
* Bereits 1908 wurde die Geschichte der Grete Beier unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;[[Im Irrwege der Liebe]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Gustav Schönwald]] verfilmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Gerhard Lamprecht]] |Titel=Deutsche Stummfilme 1903–1912 |Verlag=Deutsche Kinemathek eV |Ort=Berlin |Datum=1969 |Seiten=34}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der [[Mitteldeutscher Rundfunk|Mitteldeutsche Rundfunk]] behandelte den Fall am 7. Januar 2008 in der Fernsehdokumentationsreihe „[[Die Spur der Ahnen]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.ysio.de/beier/index.html |wayback=20071009154434 |text=Diverse Dokumente, Quellen zu Grete Beier}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119324032}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=119324032}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119324032|VIAF=45109061}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beier, Grete}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Freiberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mordfall)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beier, Grete&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Beier, Marie Margarethe (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Mörderin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. September 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Erbisdorf]], [[Königreich Sachsen]], [[Deutsches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Juli 1908&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiberg]], [[Königreich Sachsen]], [[Deutsches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Maasikaru</name></author>
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