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	<title>Gression - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gression&amp;diff=2717404&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rob90: /* Wohlstand und wirtschaftliche Grundlage der Stadt */ Quellenangabe</title>
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		<updated>2026-04-05T20:54:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Wohlstand und wirtschaftliche Grundlage der Stadt: &lt;/span&gt; Quellenangabe&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen|November 2025: Zu jedem Abschnitt sollte mindestens ein Einzelnachweis ergänzt werden.|Dieser Artikel mit seinen nachfolgenden Abschnitten}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gression&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[sage]]nhafte Stadt im Großraum Aachen-Köln, die aus ungeklärten Umständen ein jähes Ende gefunden haben soll. Als Gründe werden feindliche Zerstörung, Versinken oder [[Sintflut]] genannt. Ein ausgeprägter Sagenkomplex spannt sich um Gression. Bekannt sind auch die Schreibweisen Gressiona, Gressionau oder Grasigrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lokalisation und Größe ==&lt;br /&gt;
Viele Varianten der Sage geben den Durchmesser der Stadt Gression mit sieben Wegstunden an, andere sprechen von zwei Stunden, wieder andere von sogar hundert Stunden. Das Verbreitungsgebiet der Sage erstreckt sich über den Raum [[Aachen]], [[Köln]], [[Düren]] und [[Jülich]]. Das Dorf [[Gressenich]] bei [[Stolberg (Rheinland)|Stolberg]] wird oft als das eigentliche Gression bzw. als Zentrum der Stadt angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitliche Verortung in verschiedenen Sagenvarianten ==&lt;br /&gt;
Hinsichtlich eines möglichen historischen Hintergrundes besteht in den verschiedenen Varianten der Sage keine Einigkeit. Aus dem Überlieferungsbestand kristallisieren sich drei Varianten der Binnen[[perspektive]] heraus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichtliche Zeit ===&lt;br /&gt;
Gression sei „vor der Sintflut“ eine blühende Stadt gewesen, heißt es in einigen Sagenvarianten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Spätantike ===&lt;br /&gt;
Häufig werden die Bewohner der Stadt Gression als [[Römer]] oder [[Heidentum|Heiden]] bezeichnet. Tatsächlich war die Region zu [[Römisches Reich|römischer Zeit]] nachweislich dicht besiedelt. Dies würde erklären, warum Gression im Überlieferungsbestand weniger als geschlossene Stadt, sondern eher als ein Verbund von [[Weiler]]n und einzelnen [[Villa|Villen]] erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Manche Überlieferungen bringen Gression in Zusammenhang mit der Bedrohung durch [[Türkenkriege|Türken]], [[Franzosen]] oder [[Spanien|Spanier]]. Die Sage hätte somit einen [[Frühe Neuzeit|frühneuzeitlichen]] Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wohlstand und wirtschaftliche Grundlage der Stadt ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Gression soll vor allem durch Bergbau großen Reichtum erlangt haben. Es seien [[Bleierz|Blei-]], [[Eisenerz|Eisen-]] und [[Kupfererz]]e abgebaut worden. Nachgewiesen ist eine einfache hüttentechnische Nutzung der Erzlagerstätten im Stolberger Raum (u.&amp;amp;nbsp;a. Gressenich) in römischer Zeit. Neuzeitliche Forschungen setzen einen [[Galmei]]abbau durch die Römer voraus. Die Galmeilagerstätten im [[Raum Eschweiler-Stolberg]] werden als Herstellungsgebiet der sogenannten [[Hemmoorer Eimer]] vermutet, deren Fundorte bis nach Nordeuropa reichen, was ein weiteres Indiz für die wirtschaftliche Leistungskraft der Region zu römischer Zeit wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Willers: &amp;#039;&amp;#039;Neue Untersuchungen über die römische Bronzeindustrie von Capua und von Niedergermanien&amp;#039;&amp;#039;. Hahn, Hannover und Leipzig 1907, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Reichtum Gressions soll dann auch ein Grund für den Untergang der Stadt gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untergang ==&lt;br /&gt;
Beim Untergang Gressions soll es sich um ein [[Jüngstes Gericht|Strafgericht Gottes]]&amp;lt;!-- Jüngstes Gericht trifft es zwar nicht ganz, ein besseres Lemma scheint es aber derzeit nicht zu geben --&amp;gt; gehandelt haben, da der Reichtum ihre Bewohner [[laster]]haft, verschwenderisch, stolz und gottlos werden ließ. Einige Varianten wissen aber nichts von einer „[[Schuld (Ethik)|Schuld]]“ der Bewohner. Der Überlieferungsbestand kennt drei Untergangsszenarien.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.stolberg-abc.de/htdocs/gtxt.htm#Gression&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sint- oder Sündflut ===&lt;br /&gt;
Funde von [[Brachiopoden]] in den geologischen [[Devon (Geologie)|Devonformationen]] in der Region geben fassbare Hinweise auf frühere [[Überschwemmung|Überflutungen]], wenn auch lange vor Erscheinen des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Versinken ===&lt;br /&gt;
Ein göttliches Strafgericht habe Gression kurzerhand im Erdboden versinken lassen. Auch viele andere Sagenkulturen kennen solche Motive, die fast immer die Verachtung göttlicher oder menschlicher [[Gebot (Ethik)|Gebote]] zur Ursache haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fremde Kriegshorden ===&lt;br /&gt;
Im Licht der [[Völkerwanderungszeit]] könnten kriegerische Auseinandersetzungen mit [[Franken (Volk)|fränkischen]] Truppen einen möglichen historischen Bezug darstellen. Auch eine Zerstörung durch [[Hunnen|hunnische]] Krieger wurde in Erwägung gezogen. Von einer Schlacht am Omerstrom erzählt eine Variante, in welcher ein türkisches Heer vor Gression erscheint. Der heutige [[Omerbach]] nämlich, der auch Gressenich durchfließt, solle einst ein mächtiger Strom gewesen sein. Der Volksmund machte mancherorts auch Spanier, Franzosen oder [[Tataren]] zu Angreifern Gressions. Nicht immer enden die Kämpfe gegen die Feinde mit dem Untergang der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lokale Überlieferungsbestände ==&lt;br /&gt;
Im Verbreitungsgebiet des Sagenkomplexes um Gression gibt es immer wiederkehrende Elemente wie z.&amp;amp;nbsp;B. das unterirdische Glockengeläut: so solle man, wenn man das Ohr lauschend an den Boden halte, am [[Heiliger Abend|Heiligen Abend]] an gewissen Stellen das Läuten von Glocken in der Tiefe vernehmen. In manchen Varianten ist dies aber nur besonders frommen Menschen oder [[Sonntagskind]]ern möglich.&lt;br /&gt;
In einigen lokalen Ausprägungen der Sage sind es Bauern, die bei der Feldarbeit auf Überreste der untergegangenen Stadt stoßen oder Zeugen des unterirdischen Treibens der geisterhaften Bewohner Gressions werden.&lt;br /&gt;
Marktplätze soll es je nach Sagenvariante in Gressenich, [[Geich (Langerwehe)|Geich]], [[Birgel (Düren)|Birgel]] und Düren gegeben haben, und manche Kirche, wie die alte Pfarrkirche in [[Langerwehe]] auf dem Rymelsberg, soll an der Stelle eines alten Heidentempels errichtet worden sein. Im Nonnenweiher zu [[Derichsweiler (Düren)|Derichsweiler]] soll ein Kloster, das einst zu Gression gehörte, versunken sein. Beinahe jeder Ort im Verbreitungsgebiet der Sage kennt solche Geschichten, wobei sich zusammenfassend kein homogenes Gesamtbild erkennen lässt. Die angenommene Größe der Stadt erlaubte den Freiraum für lokale Modifikationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein heute vergessenes [[Volkslied]] erzählte vom Kampf gegen die Türken und begann mit den Worten: „Zu Gression am Omerstrom ward eine blutige Schlacht geschlagen…“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{PGDW|antholog/s-rheinlan/chap081|Die untergegangene Stadt Gression}} (Zaunert, 1969, siehe im Abschnitt [[#Literatur|Literatur]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Volksschullehrer [[Heinrich Hoffmann (Sagensammler)|Heinrich Hoffmann]] trug den Sagenbestand um die versunkene Stadt Gression erstmals 1914 zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gression in der Dichtung ==&lt;br /&gt;
Peter Bündgens verfasste um 1920 zwei Gedichte um die sagenhafte Stadt Gression.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Bündgens |url=https://www.stolberg-abc.de/htdocs/zzgegress.htm |titel=Sagenstadt Gression |werk=Stolberg – Alphabet der Heimatkunde |hrsg=[[Zinkhütter Hof]] |abruf=2024-02-18 |kommentar=um 1920}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Schriftsteller [[Günter Krieger]] thematisiert den Untergang der Stadt Gression in seiner [[Trilogie|Romantrilogie]] &amp;#039;&amp;#039;Richarda von Gression&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=dim |url=https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-aachen/stolberg/das-sagenhafte-gression-im-neuen-roman-thematisiert/3269133.html |titel=Das sagenhafte „Gression“ im neuen Roman thematisiert |werk=[[Aachener Zeitung|aachener-zeitung.de]] |datum=2013-03-20 |abruf=2024-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textausgaben ==&lt;br /&gt;
(chronologisch)&lt;br /&gt;
* Heinrich Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Zur Volkskunde des Jülicher Landes.&amp;#039;&amp;#039; Band II.: &amp;#039;&amp;#039;Sagen aus dem Indegebiet.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Geleitwort über &amp;#039;&amp;#039;Die Bildung der Sagen&amp;#039;&amp;#039; von [[Wilhelm Capitaine]]. Verlag Josef Dostall, Eschweiler 1914, {{DNB|366211021}} (in [[Fraktur (Schrift)|Fraktur]]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die untergegangene Stadt Gression.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Paul Zaunert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rheinland-Sagen. Niederrhein bis Köln, Bergisches Land, Eifel.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band. Diederichs, Jena 1924, S. 115–119 ({{archive.org|zaunert_rheinlandsagen_v_1_1924|Blatt=115}}).&lt;br /&gt;
* [[Max von Mallinckrodt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die versunkene Stadt Gression.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eifelkalender.&amp;#039;&amp;#039; 1930, {{ZDB|216170-9}}, S. 125–127 ([http://www.wingarden.de/woeng/gessenich.html&amp;lt;!--nur http! --&amp;gt; wingarden.de]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die untergegangene Stadt Gression.&amp;#039;&amp;#039; In: Paul Zaunert (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rheinland-Sagen.&amp;#039;&amp;#039; Neue, redigierte Ausgabe in einem Band. Diederichs, Düsseldorf/Köln 1969, S. 84 ff. Taschenbuchausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Rheinland-Sagen. Niederrhein, Bergisches Land und Eifel, das Rheintal von Köln bis Mainz&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sagen deutscher Landschaften;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Ullstein-Buch.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 20566). Ullstein, Frankfurt/M / Berlin / Wien 1985, ISBN 3-548-20566-6 ({{archive.org|isbn_3548205666| eingeschränkte Vorschau |Blatt=85}}; {{PGDW|antholog/s-rheinlan/chap081|Online}}).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Römermännchen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sagen aus dem Rheinland.&amp;#039;&amp;#039; Gesammelt und hrsg. von [[Hans-Jörg Uther]]. Diederichs, München 1994, ISBN 3-424-01184-3, S. 65 f. Lizenzausgabe [[u.d.T.]] &amp;#039;&amp;#039;Sagen der Rheinlande.&amp;#039;&amp;#039; Bouvier, Bonn 1998, ISBN 3-416-02765-5. Als Quelle wird angegeben: &amp;#039;&amp;#039;Von alten Bergwerken&amp;#039;&amp;#039; bei Zaunert, 1924, Band 1, S. 119 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
(alphabetisch)&lt;br /&gt;
* Friedrich Holtz: &amp;#039;&amp;#039;Von Erzen, Sagen und Geschichten. Bezüge zum Abbau und zur Verarbeitung der „Stolberger Erze“ in überlieferten Erzählgeschichten. Interpretationen, Analysen, Meinungen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Heimat- und Handwerksmuseum [Stolberg]. Hahnengress, Aachen-Eilendorf 1992, {{K10plus|1785889664}} (ohne ISBN).&lt;br /&gt;
* August Voigt: &amp;#039;&amp;#039;Gressenich und sein Galmei in der Geschichte. Eine historisch-lagerstättenkundliche Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bonner Jahrbücher]].&amp;#039;&amp;#039; Band 155/156, 2.1955/56, S. 318–335, [[doi:10.11588/bjb.1955.2.78470]] ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/bjb/article/view/78470/72457 uni-heidelberg.de] [PDF; 27,9&amp;amp;nbsp;MB]).&lt;br /&gt;
* [[Joachim Werner]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Herkunft und Zeitstellung der Hemmoorer Eimer und der Eimer mit gewellten Kanneluren.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bonner Jahrbücher.&amp;#039;&amp;#039; Band 140/141 (1936), S. 395–410, [[doi:10.11588/bjb.1936.1.81347]] ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/bjb/article/view/81347/75361 uni-heidelberg.de] [PDF; 38,0&amp;amp;nbsp;MB]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{PGDW|antholog/s-rheinlan/chap081|Die untergegangene Stadt Gression}} (siehe zu diesen Titel: Zaunert, 1969, im Abschnitt [[#Literatur|Literatur]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologischer Ort]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Stadt Stolberg (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Stolberg (Rheinland))]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rob90</name></author>
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