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	<title>Greshamsches Gesetz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T01:44:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Greshamsches_Gesetz&amp;diff=296391&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bleichi: /* Entstehungsgeschichte */</title>
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		<updated>2025-06-09T06:57:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehungsgeschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Greshamsche Gesetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gresham’sches Gesetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gresham-[[Nikolaus Kopernikus|Kopernikanisches]] Gesetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) besagt in der [[Volkswirtschaftslehre]], dass bei in einem [[Staat]] zugelassenen [[Parallelwährung]]en die [[Hartwährung]] durch die [[Weichwährung]] vom [[Markt]] verdrängt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Außerhalb der [[Rechtswissenschaft]] (hier gibt es formale [[Gesetz]]e) spricht man in den übrigen [[Wissenschaft]]en von einem Gesetz oder einer Gesetzmäßigkeit, wenn aus einer [[Theorie]] orts-, zeit- und kulturunabhängige allgemeingültige [[Aussage (Logik)|Aussagen]] abgeleitet werden, die weltweit dauerhaft, aber nicht immer ausnahmslos, gelten. [[Naturgesetz]]e sind in der [[Naturwissenschaft]] dagegen ausnahmslos geltende Regeln für den Ablauf des Geschehens.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Apel/Peter Ludz, &amp;#039;&amp;#039;Philosophisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1958, S. 110; ISBN 978-3-11-006729-3&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Greshamsche Gesetz beruht auf [[Erfahrungswert]]en und gilt deshalb nicht ausnahmslos.&amp;lt;ref&amp;gt;Duncker &amp;amp; Humblot (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;[[Verein für Socialpolitik|Schriften des Vereins für Socialpolitik]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 183, 1931, S. 187&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits von dem griechischen Dichter [[Aristophanes]] wird die Verdrängung des guten Geldes durch schlechtes Geld im alten Griechenland – als Gleichnis zur Verdrängung guter Bürger durch schlechte – in seiner Komödie „Die Frösche“&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes (1854): Die Frösche. In: Ausgewählte Komödien, enthaltend die Ritter, die Wolken, die Vögel, die Frösche, hrsg. von Karl Friedrich Schnitzer und Wilhelm Siegmund Teuffel Stuttgart: Metzler Verlag, S. 331–439; darin S. 388.[https://archive.org/details/ausgewhltekom00aris/page/388/mode/2up]&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernholz, Peter (2005): Die Bedeutung der Geschichte für die Wirtschaftswissenschaften und der ökonomischen Theorie für die Geschichtsforschung. In: Perspektiven der Wirtschaftspolitik, 6&amp;amp;nbsp;(2), S. 131–150.[https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1465-6493.2005.00173.x]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nikolaus von Oresme]] kritisierte 1355 im [[mittelalter]]lichen [[Frankreich]] in seinem „Traktat über Geldabwertungen“ die [[Münzverschlechterung]]en jener Zeit, die zur Geldabwertung führen würden und zur Folge hätten, dass unter bestimmten Bedingungen „schlechtes Geld gutes verdrängt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Nikolaus von Oresme, &amp;#039;&amp;#039;De Mutatione Monetarum Tractatus&amp;#039;&amp;#039;, 1355/2001, S. 43/55; ISBN 978-3-931659-06-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[England]] des [[Elisabethanisches Zeitalter|Elisabethanischen Zeitalters]] gab es zwei gültige Parallelwährungen, eine Gold- und eine Silberwährung. Die wertvollere Goldwährung verschwand vom Markt, weil die [[Wirtschaftssubjekt]]e Gold [[Hortung|horteten]] und sie für Notzeiten zurücklegten. Dadurch befanden sich auf dem Markt lediglich noch [[Silbermünze]]n in Umlauf. Das Gesetz ist wohl nicht von [[Thomas Gresham]], dem Gründer der [[Royal Exchange (London)|Royal Exchange]], formuliert worden, denn in seinen [[Veröffentlichung]]en fehlen dementsprechende Nachweise. Schon zur Zeit von Greshams Geburt formulierte [[Nikolaus Kopernikus]], in seiner Eigenschaft als preußischer Domherr, in seinen [[Münzdenkschrift|Denkschriften über das Münzwesen]] die Problematik. Unabhängig davon wurde die Gesetzmäßigkeit rund 150&amp;amp;nbsp;Jahre später auch vom japanischen [[Konfuzianismus|konfuzianischen]] Gelehrten [[Arai Hakuseki]] formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielmehr wurde das Gesetz nur zu Ehren von Gresham benannt. Als Urheber gilt Henry Dunning McLeod (1821–1902),&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/The_Theory_and_Practice_of_Banking/VowBAAAAQAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=henry+mcleod+london+exchange&amp;amp;printsec=frontcover Henry Dunning McLeod, &amp;#039;&amp;#039;Theory and Practise of Banking&amp;#039;&amp;#039;, 1875, S. 120]&amp;lt;/ref&amp;gt; der es seinerseits dem Philosophen [[Aristophanes]] zuschrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Henry Dunning McLeod, &amp;#039;&amp;#039;Theory and Practise of Banking&amp;#039;&amp;#039;, 1875, S. 203&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser sprach in seiner [[griechische Komödie|griechischen Komödie]] [[Die Frösche]] von den wertvollen Münzen, die für den Müll von gestern aufgegeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;Die Frösche&amp;#039;&amp;#039;, 405 vor Christus, I, 891&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichwohl verbleibt dies eine Beobachtung einer auffälligen Verhaltensweise, welche als töricht angeprangert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;Sämtliche Komödien.&amp;#039;&amp;#039; II.&amp;amp;nbsp;Band. Artemis Verlag, Zürich/Stuttgart, 1968, S.&amp;amp;nbsp;547&amp;amp;nbsp;f. &amp;#039;&amp;#039;(Die Frösche. Dritte Szene)&amp;#039;&amp;#039;; vgl. [[Rudolf Hilferding]], &amp;#039;&amp;#039;Das Finanzkapital&amp;#039;&amp;#039;, 2.&amp;amp;nbsp;Aufl. Verlag der Wiener Volksbuchhandlung, Wien, 1920, S.&amp;amp;nbsp;42&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
In seiner Ursprungsfassung bezieht sich das Greshamsche Gesetz lediglich auf die [[Währungspolitik]]. Wenn eine Regierung eine [[Geldsorte]] gegenüber einer anderen Geldsorte gesetzlich unterbewertet, wird die unterbewertete (wertvollere) Geldsorte das Land verlassen oder durch Hortung aus dem [[Geldmenge|Umlauf]] verschwinden; die überbewertete (weniger wertvolle) Geldsorte hingegen wird den [[Bargeldumlauf|Geldumlauf]] dominieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Murray Rothbard|Murray N. Rothbard]], [https://mises.org/library/commodity-money-colonial-america &amp;#039;&amp;#039;Commodity Money in Colonial America&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Mises Institute&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Grund ist, dass Geld auch eine [[Wertaufbewahrungsfunktion]] hat und die [[Wirtschaftssubjekt]]e daher dazu neigen, das wertvollere Geld zu horten. Sind in einem Staat beispielsweise zwei Währungen gleichzeitig in Umlauf wie eine [[Goldwährung|Gold-]] und eine [[Silberwährung]] und besitzen diese ein gesetzlich festgelegtes Wertverhältnis zueinander, so verdrängt das „schlechte Geld“ das „gute Geld“, wenn das tatsächliche Wertverhältnis auf dem Markt vom gesetzlichen abweicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gablers_Wirtschafts_Lexikon/ue3MBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Greshamsches+Gesetz+lexikon&amp;amp;pg=PA1823&amp;amp;printsec=frontcover Alwin Ziegler, &amp;#039;&amp;#039;Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1979, Sp. 1822]&amp;lt;/ref&amp;gt; „Schlechtes Geld“ ist demgemäß dasjenige [[Geld]], dessen Wert tatsächlich &amp;#039;&amp;#039;unterhalb&amp;#039;&amp;#039; des gesetzlich vorgeschriebenen Wertverhältnisses liegt. Zur Zeit der [[Edelmetalle|Edelmetall]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;standards ([[Silberstandard]], [[Goldstandard]]) war zu beobachten, dass „schlechtes Geld“ (dem [[Gehaltsangabe|Edelmetallgehalt]] nach [[Scheidemünze|unterwertiges]] Geld) das „gute Geld“ aus dem Umlauf verdrängt, wenn durch die Obrigkeit ein [[Kurswert|Zwangskurs]] für das Verhältnis von „gutem“ zu „schlechtem“ Geld festgesetzt worden war. Das schlechte Geld ist überbewertet, da sein [[Nominalwert]] höher ist als der tatsächliche [[Metallwert|Edelmetallwert]]. Das Gesetz gilt, wo für den [[Zahlungspflichtiger|Zahlenden]] Wahlfreiheit besteht, ob er Zahlungen in gutem, werthaltigem oder schlechtem, weniger wertvollem Geld leistet, der [[Zahlungsempfänger]] aber das schlechte Geld zum selben Kurs annehmen muss wie das gute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die heutige Zeit übertragen gilt dies für die [[Weichwährung]], welche im selben Staat die [[Hartwährung]] verdrängt. Ausnahmen gibt es in Staaten mit einer Weichwährung, wo jedoch eine als [[Zahlungsmittel]] genutzte [[Fremdwährung]] die Weichwährung verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
Die Funktionsweise des Greshamschen Gesetzes zeigt sich beispielsweise, wenn zwischen zwei Geldarten gesetzlich eine [[Wechselkursparität|Parität]] fixiert wird ([[Doppelwährung]]; vgl. [[Bimetallismus]]), oder noch ausgeprägter, wenn neben vollwertigem Metallgeld auch [[Banknote|Papiergeld]] mit Zwangskurs umläuft.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iea.org.uk/sites/default/files/publications/files/upldbook431pdf.pdf Friedrich August von Hayek, &amp;#039;&amp;#039;Denationalisation of Money&amp;#039;&amp;#039;, London, 1976, S.&amp;amp;nbsp;42.] (PDF; 12,5&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während das „schlechtere“, vom [[Metallwert]] her billigere Geld als Zahlungsmittel zu Zahlungszwecken verwendet wird, fließt das höher geschätzte Geld häufig ins Ausland ab oder wird im Inland nach der Einnahme aus der Zirkulation nicht wieder zu Zahlungszwecken ausgegeben und somit als [[Geldfunktion#Wertaufbewahrung|Wertaufbewahrungsmittel]] [[Hortung|gehortet]]. Vielfach wird das „gute Geld“ deshalb so lange wie möglich gehalten, weil eine zukünftige Aufwertung des höhergeschätzten Geldes erwartet wird und dann entsprechende Gewinne zu realisieren sind. Es verschwindet damit aus dem [[Geldmenge|Geldumlauf]]. In Krisenzeiten können diese gehorteten Geldzeichen jedoch zumindest teilweise wieder zu Zahlungszwecken oder als „Tauschobjekte“ auftauchen, um dann meist erneut von anderen Spekulanten gehortet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Mechanismus des Greshamschen Gesetzes kann allerdings nur dann in Kraft treten, wenn der Schuldner oder Käufer überhaupt eine Wahlentscheidung fällen kann, mit welcher Geldart (z.&amp;amp;nbsp;B. Gold- oder Papiergeld, [[Kurantmünze]]n oder [[Scheidemünze]]n) er eine offene [[Rechnung]] begleichen oder eine gekaufte Ware bezahlen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist zu beobachten, wenn Waren im Ausland billiger als im Inland sind und dort ausländisches Geld akzeptiert wird, dass dann das inländische, eigene, möglichst „billigere“ Geld solange dorthin abfließt, bis sich ein Gleichgewicht durch ausländische Preiserhöhungen bzw. Zollerhebungen etc. oder inländische Preissenkungen eingestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungsbereich ==&lt;br /&gt;
Auch heute, im Zeitalter der reinen [[Fiatgeld|Fiat-Money-Währungen]], wirkt das Greshamsche Gesetz noch, wenn zum Beispiel durch [[Inflation]] der [[Nennwert]] der kleinsten, unedlen Umlaufmünzen unter deren eigentlichen Materialwert fällt, wobei die ursprünglichen Gesamtherstellungskosten der Münze hierbei bedeutungslos sind. Diese unedlen Umlaufmünzen werden dann durch [[Privatperson]]en aus der Zirkulation genommen und ggf. sogar als Rohstoffe für Produkte verwendet&amp;amp;nbsp;– sofern der Staat sie nicht schon vorher rechtzeitig einzieht oder Münzen mit geringeren Abmessungen und billigeren Materialien emittiert. Einige Länder, z.&amp;amp;nbsp;B. die USA, haben deshalb die Verwendung von Münzen zu anderen als Zahlungszwecken unter Strafandrohung gesetzlich verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Marktsättigung]] und [[Käufermarkt|Käufermärkten]] entscheidet nicht der [[Verkäufer]] darüber, was er erhalten kann, sondern der Käufer entscheidet, womit er bezahlt. Der Verkäufer kann entweder das schlechte Geld des Kunden annehmen und somit Umsatz tätigen, oder aber er verzichtet und der Kunde sucht sich einen anderen Lieferanten, der lieber das schlechte Geld annimmt als gar keinen Umsatz zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Umformulierung besagt das Greshamsche Gesetz heute für den [[Gütermarkt]], dass Güter mit geringer [[Produktqualität]] die Güter mit höherer Produktqualität vom Markt verdrängen, weil den [[Güternachfrage|Nachfragern]] die vollständige [[Markttransparenz]] fehlt und die [[Güterangebot|Anbieter]] sich wegen ihres [[Gewinnmaximierung]]sziels an die geringere Qualität der Konkurrenz anpassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Logistik_Marketing_Qualit%C3%A4tsmanagement/3TsBEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Qualit%C3%A4tswettbewerb&amp;amp;pg=PA111&amp;amp;printsec=frontcover Hermann Witte, &amp;#039;&amp;#039;Logistik-Marketing: Qualitätsmanagement&amp;#039;&amp;#039;, 2020, S. 126]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Informationsmanagement]] wird von der Erwartung ausgegangen, dass [[weiche Daten]] gegenüber harten [[Daten]] bevorzugt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Wirtschafts_Lexikon/fDCcBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Greshamsches+Gesetz+lexikon&amp;amp;pg=PA1635&amp;amp;printsec=frontcover Ute Arentzen/Eggert Winter, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1997, S. 1635]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch Fälle, in denen das Greshamsche Gesetz ohne staatlichen Zwang wirksam wurde. So führte der erfolgreiche niederländische [[Ostseehandel]] dazu, dass der ursprünglich aus den [[Spanische Niederlande|spanischen Niederlanden]] stammende [[Albertustaler]] im Ostseeraum im 17. Jahrhundert als [[Handelsmünze]] sehr beliebt wurde. Diese Beliebtheit schlug sich darin nieder, dass Verkäufer im Ostseeraum für einen in (Reichs-)Talern spezifizierten Preis auch die gleiche Menge an Albertustalern annahmen. Ein vollwertig geprägter [[Reichstaler]] enthält aber 25,98 g [[Feinsilber]], ein Albertustaler nur 24,65 g. In mehreren Importländern von Produkten aus den Ostseeraum wurden daher zunehmend Albertustaler geprägt, um damit im Osthandel einzukaufen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich von Schrötter (Numismatiker)|Friedrich von Schrötter]], &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Münzkunde&amp;#039;&amp;#039;, Zweite, unveränderte Auflage, de Gruyter/Berlin, 1970, S.&amp;amp;nbsp;18; ISBN 978-3-11-001227-9&amp;lt;/ref&amp;gt; (u.&amp;amp;nbsp;a. in der [[Königliche Münze zu Altona|königlich-dänischen Münze zu Altona]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Variante des Greshamschen Gesetzes ist die Theorie des [[The Market for Lemons|Market for Lemons]] von [[George A. Akerlof]]. Hier verdrängen auf dem [[Gebrauchtwagenmarkt]] die schlechten Autos die guten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Präzisierung ==&lt;br /&gt;
Charles Raymond Whittlesey hat 1937 das missverständliche Gesetz präzisiert. Geld, das einen [[Geldwert]] für eine nicht-monetäre Verwendung hat, wird dorthin gebracht, wo es den höheren Wert aufweist – [[Freihandel]] vorausgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Charles R Whittlesey, &amp;#039;&amp;#039;International Monetary Issues&amp;#039;&amp;#039;, 1937, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umkehrung ==&lt;br /&gt;
Im Zuge der Dollarisierung der Wirtschaft einiger Länder, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Argentinien]] oder [[Zimbabwe]], wird ein nach [[Adolphe Thiers]] benannter umgekehrter Effekt beobachtet. Der harte US-Dollar wird durch Händler gegenüber der an hoher Inflation leidenden Landeswährung bevorzugt. Dies beschleunigt wiederum den Wertverfall der heimischen Währung und eine zunehmende Verbreitung des Dollars.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last=Bernholz |first=Peter |date=2011-03-31 |title=Understanding Early Monetary Developments by Applying Economic Laws: The Monetary Approach to the Balance of Payments, Gresham&amp;#039;s and Thiers&amp;#039; Laws|language =en |url=https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1799983 |journal=SSRN |doi=10.2139/ssrn.1799983 |s2cid=152412531 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch während der [[Hyperinflation]] in der Weimarer Republik 1923 wurde die Annahme der Mark zugunsten anderer Rohstoffe verweigert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|first=Adam |last=Fergusson |title = When Money Dies: The Nightmare of the Weimar Collapse |chapter=12: The Bottom of the Abyss|publisher=Ludwig von Mises Institute|language =en |year = 1975}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Handelsmünze]]&lt;br /&gt;
* [[Adverse Selektion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Jutta Hoffritz: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/2002/02/Zubeissen_zwecklos/komplettansicht Zubeißen zwecklos.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr.&amp;amp;nbsp;2, 3.&amp;amp;nbsp;Januar 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4202324-5|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geldpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Währungspolitik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bleichi</name></author>
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