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	<title>Grenznutzenschule - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T17:16:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grenznutzenschule&amp;diff=980640&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-21690-87: Änderung 265993236 von ~2026-21667-17 rückgängig gemacht; Literatur-Spammer</title>
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		<updated>2026-04-08T13:11:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/265993236&quot; title=&quot;Spezial:Diff/265993236&quot;&gt;265993236&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-21667-17&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-21667-17&quot;&gt;~2026-21667-17&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Literatur-Spammer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grenznutzenschule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Marginalismus&amp;#039;&amp;#039; von {{enS|Marginalism}}) ist eine Anfang der 1870er Jahre in England, Österreich und der Schweiz nahezu gleichzeitig aufgekommene Theorierichtung der [[Volkswirtschaftslehre]], die den Begriff des [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzens]] in den Mittelpunkt stellt. Sie strebt die Lösung des [[Klassisches Wertparadoxon|klassischen Wertparadoxons]] an, indem sie auf den Nutzen eines [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gutes]] das [[Mikroökonomie|mikroökonomische]] „Marginalprinzip“ (auch &amp;#039;&amp;#039;Grenzprinzip&amp;#039;&amp;#039;) anwendet. Diese auch als „Marginalistische Revolution“ bezeichnete Theorie begründete die [[Neoklassische Theorie]] in der Volkswirtschaftslehre.&amp;lt;ref&amp;gt;Felderer/Homburg: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomik und neue Makroökonomik.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage, Seite 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundprinzip ==&lt;br /&gt;
Der [[Grenznutzen]] ist als der Nutzen der letzten bedarfsdeckenden und verfügbaren Einheit eines Gutes zu verstehen. Der Wert eines Gutes wird also durch die subjektive Wertschätzung seiner jeweils letzten Einheit („Grenzeinheit“) bestimmt. Bei diesem Grundprinzip der ökonomischen [[Theorie der rationalen Entscheidung|Entscheidungstheorie]] wird der Einfluss kleiner (&amp;#039;&amp;#039;marginaler&amp;#039;&amp;#039;) Handlungsveränderungen auf Zielgrößen wie Nutzen oder [[Kosten]] betrachtet. Mathematisch beruht das Marginalprinzip auf [[Partielle Ableitung|partiellen Differentialen]] der [[Kostenfunktion (Wirtschaft)|Kosten]]- oder [[Nutzenfunktion (Mikroökonomie)|Nutzenfunktionen]], differenziert nach Einsatz- bzw. Konsummengen. Das Marginalprinzip geht ursprünglich auf den deutschen Ökonomen [[Johann Heinrich von Thünen]] zurück, der die [[Differentialrechnung]] auf wirtschaftliche Fragen anwandte und die erste Lösung des klassischen Wertparadoxons lieferte. Dem französischen [[Wirtschaftstheoretiker]] [[Antoine-Augustin Cournot]] diente das Prinzip als Basis zur Entwicklung der [[Preis-Absatz-Funktion]] und der Bestimmung des Gewinnmaximums eines [[Monopol|Angebotsmonopolisten]] ([[Cournotscher Punkt]]), während der deutsche Ökonom [[Hermann Heinrich Gossen]] es zur Erforschung der &amp;#039;&amp;#039;Bedürfnisbefriedigung&amp;#039;&amp;#039; und damit zur Entwicklung der [[Gossensches Gesetz|Gossenschen Gesetze]] nutzte. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die neoklassische Theorie, die auf der Grenznutzenschule aufbaut und deren Überlegungen Auslöser der „Marginalistischen Revolution“ waren, in der [[Mikroökonomie]] vorherrschend. Mikroökonomische Analysen sind in der weiterentwickelten, modernen Volkswirtschaftslehre von wesentlicher Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Vorläufern in der klassischen Ökonomie und den davon abgeleiteten Analysen ist der [[Wert (Wirtschaft)|Wert]] einer Ware in der Grenznutzentheorie subjektiv insofern, als im Wesentlichen individuelle [[Rationale Erwartung|Erwartungswerte]] für Nutzen und Kosten in die Entscheidungen einfließen. Die Grenznutzentheorie ist daher eine „subjektive Wertlehre“. Sie steht der konkurrierenden „objektiven Wertlehre“ gegenüber, der von [[Adam Smith]] begründeten [[Arbeitswerttheorie]]. [[Karl Marx]] entwickelte ausgehend von seiner [[Marx’ Wertformanalyse|Wertformanalyse]] die Arbeitswerttheorie grundlegend weiter, indem er die [[Abstrakte Arbeit|wertbildende Arbeit]] von der [[Arbeit (Philosophie)#Konkrete Arbeit|konkreten Arbeit]] und den [[Tauschwert]] einer Ware vom [[Gebrauchswert]] einer nützlichen Sache [[Abstraktion#Philosophie|abstrahierte]]. Der Tauschwert einer Ware ergibt sich nach Marx aus der zur Herstellung und Reproduktion aufzuwendenden, [[Gesellschaftlich notwendige Arbeit|gesellschaftlich notwendigen Arbeit]]; d.&amp;amp;nbsp;h. letztlich ist der Wertmaßstab die Arbeitszeit, die ein unter gesellschaftlich notwendigen Bedingungen produzierendes Unternehmen durchschnittlich benötigt, um eine bestimmte Ware herzustellen. Dies impliziert in der marxistischen Arbeitswerttheorie, dass der Tauschwert erst im Angebot und Austausch der Waren auf dem Markt in Erscheinung tritt und sich im Warenaustausch realisiert. Wie in der „subjektiven Wertlehre“ gibt es auch in der Logik der „objektiven Wertlehre“ keinen Wert ohne Austausch. Der Gebrauchswert entspricht in etwa dem Begriff des Nutzens bzw. Grenznutzens nach H. H. Gossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die verschiedenen Richtungen ==&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Richtungen, die sich im Wesentlichen auf drei Autoren zurückführen lassen: [[Carl Menger]], [[Léon Walras]] und [[William Stanley Jevons]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Felderer/Homburg: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomik und neue Makroökonomik.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage, Seite 26.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Österreichische Schule]]: Einflussreiche Personen waren Carl Menger, [[Eugen Böhm von Bawerk]], [[Friedrich von Wieser]], [[Joseph Schumpeter]] und später [[Ludwig von Mises]] und [[Friedrich August von Hayek]].&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Lausanner Schule&amp;#039;&amp;#039;, im französischsprachigen Original &amp;#039;&amp;#039;École de Lausanne&amp;#039;&amp;#039;: Der Name dieser Richtung bezieht sich auf die [[Universität Lausanne]], an deren Lehrstuhl für Ökonomie sie entwickelt wurde. Begründet von Léon Walras (1834–1910), fortgeführt von [[Vilfredo Pareto]] (1848–1923) und dessen Nachfolger am Lehrstuhl, [[Pasquale Boninsegni]] (1869–1939), können zu ihr zum Beispiel auch [[Knut Wicksell]] (1851–1926) und [[Gustav Cassel]] (1866–1945) gezählt werden. Léon Walras hebt besonders die mathematische Methode und den mathematischen Charakter der Untersuchungen hervor. Davon abgeleitete und weiterentwickelte Theorien stammen von [[Eugenius Slutsky]] und [[Irving Fisher]] sowie [[Heinrich Freiherr von Stackelberg|Heinrich von Stackelberg]].&lt;br /&gt;
* Die anglo-amerikanische Schule mit William Stanley Jevons, [[Alfred Marshall]] und [[Arthur Cecil Pigou]]&amp;lt;ref&amp;gt;Felderer/Homburg: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomik und neue Makroökonomik.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage, Seite 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; überträgt das Grenznutzenprinzip auf den Bereich der [[Produktion]] und entwickelt die Grenzproduktivitätstheorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann Heinrich Gossen: &amp;#039;&amp;#039;Entwickelung der Gesetze des menschlichen Verkehrs, und der daraus fließenden Regeln für menschliches Handeln&amp;#039;&amp;#039;, Braunschweig: Friedrich Vieweg &amp;amp; Sohn, 1854; vollständige Ansicht in Google Books (http://books.google.de/books).&lt;br /&gt;
* [http://www.mises.de/public_home/topic/3 Originaltexte der Österreichischen Schule] auf [http://www.mises.de/ mises.de].&lt;br /&gt;
* [[William Stanley Jevons]]: {{Internetquelle |url=https://webspace.utexas.edu/hcleaver/www/jevonsmath.pdf |titel=A General Mathematical Theory of Political Economy |zugriff=2014-05-10 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120415043009/https://webspace.utexas.edu/hcleaver/www/jevonsmath.pdf |archiv-datum=2012-04-15}} 1862/1863.&lt;br /&gt;
* [[Ernest Mandel]]: [https://www.marxists.org/archive/mandel/works/marxist-economic-theory/marginalists.htm The marginalist theory of value and neo-classical political economy]. In: Ernest Mandel: Marxist Economic Theory, 1962.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Felderer]], [[Stefan Homburg]]: &amp;#039;&amp;#039;Makroökonomik und neue Makroökonomik&amp;#039;&amp;#039;, 8. Auflage, Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2003&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Giovanni Busino, Pascal Bridel |Titel=L&amp;#039;Ecole de Lausanne de Léon Walras à Pasquale Boninsegni |Hrsg=Gilbert Faccarello, Heinz D. Kurz |Sammelwerk=Etudes et documents pour servir à l&amp;#039;histoire de l&amp;#039;Univ. de Lausanne |Band=23 |Verlag=Université de Lausanne |Ort=Lausanne |Datum=1987}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Roberto Baranzini, François Allisson |Titel=Lausanne School |Hrsg=Gilbert Faccarello, Heinz D. Kurz |Sammelwerk=Handbook of the History of Economic Analysis Volume 2: Schools of Thought in Economics |Verlag=Edward Elgar Pub |Ort=Cheltenham |Datum=2018 |ISBN=978-1788972383 |Seiten=281–294}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4193526-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenznutzenschule| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marginalprinzip]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;/div&gt;</summary>
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