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	<title>Grenzland - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grenzland&amp;diff=87353&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2026-04-30T19:34:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Überbegriff für Grenzbereiche zwischen Gesellschaften. Zum deutsch-polnischen Kurzfilm (2009) siehe [[Grenzland (Film)]], zum österreichischen Landkrimi siehe [[Grenzland (2018)]], zum bayerischen Filmfestival siehe [[Internationale Grenzland-Filmtage Selb|Grenzland-Filmtage]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grenzland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Überbegriff für mehrere Arten von Grenzbereichen zwischen menschlichen [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaften]]. Sie können deutliche Unterschiede in der [[Kultur]] bzw. der [[Weltanschauung]] aufweisen, in der [[Politik|staatlichen]] Organisationsform oder in anderen, eine gegenseitige [[Fremdheit]] ausmachenden Aspekten. Gesellschaften, die in diesen Räumen leben, nennt man [[Frontier Society]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Grenzland (engl. &amp;#039;&amp;#039;Frontier&amp;#039;&amp;#039;) kann definiert werden als „eine besondere Art der Kontaktsituation, in der zwei Kollektive unterschiedlicher Herkunft und kultureller Orientierung miteinander in Austauschprozesse treten, bei denen sich Konflikt und Kooperation in unterschiedlichen Verhältnissen mischen“. Dabei müssen, wie noch ursprünglich von [[Frederick Jackson Turner]] gedacht, die Kollektive nicht Gesellschaften sein, die auf unterschiedlichen „Entwicklungsstufen“ stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Osterhammel: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. C. H. Beck. 2 Aufl. der Sonderausgabe 2016, ISBN 978-3-406-61481-1. S. 513f&amp;lt;/ref&amp;gt; Frontiers können sowohl Orte der Vernichtung als auch Orte der Neubildung oder beides gleichzeitig sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Osterhammel: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts. C. H. Beck. 2 Aufl. der Sonderausgabe 2016, ISBN 978-3-406-61481-1. S. 531&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisch bedingtes Grenzland in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Mit der Gründung des ersten deutschen Nationalstaates 1871, des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Kaiserreiches]] als [[kleindeutsche Lösung]], befanden sich nicht nur in der [[Habsburgermonarchie]], sondern auch in den an die preußischen Ost[[Mark (Territorium)|marken]] angrenzenden Gebieten (vgl. [[Deutsch-Balten]]) deutschsprachige Minderheiten, die außerhalb des Nationalstaates lebten oder von den preußischen polnischen Bewohnern majorisiert zu werden drohten (vgl. [[Kulturkampf]]). Zugleich hatten einige Landstriche des Reiches – etwa in der Gegend um [[Posen]] oder in der [[Lausitz]] – keine deutschsprachige Bevölkerungsmehrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem 1891 gegründeten „[[Alldeutscher Verband|Alldeutschen Verband]]“ und dem 1894 gegründeten [[Deutscher Ostmarkenverein|Deutschen Ostmarkenverein]] wurde eine Grenzlanddiskussion fortgesetzt, die in [[Friedrich List]], [[Paul de Lagarde]] und [[Constantin Frantz]] wichtige Vorläufer hatte. Sie zielte darauf ab, alle deutschsprechenden Menschen in einem Staatswesen zusammenzufassen, das bei List ein deutsch-ungarisches Großreich mit Grenzen am Schwarzen Meer sein, bei Lagarde „Germanien“ heißen und nach Frantz eine mitteleuropäische Föderation unter deutscher Führung sein sollte. Der erste Vorsitzende der Alldeutschen und Reichstagsabgeordnete [[Ernst Hasse (Politiker)|Ernst Hasse]] veröffentlichte in Fortsetzung dazu 1895 eine Schrift (&amp;#039;&amp;#039;Großdeutschland und Mitteleuropa um das Jahr 1950&amp;#039;&amp;#039;), in der er „[[Grenzkolonisation]]“ in Richtung Osten und Südosten als für die Deutschen geeignetste Kolonisationsform empfahl, was er mit seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Grenzpolitik&amp;#039;&amp;#039; (München 1906) vertiefte. Als nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] noch mehr deutschsprachige Minderheiten außerhalb der enger gezogenen Nationalstaatsgrenzen lebten, erfuhr der Begriff „Grenzland“ in der [[Völkische Bewegung|Völkischen Bewegung]] und in Einrichtungen wie dem 1925 von [[Karl Christian von Loesch]] gemeinsam mit dem [[Volkstumspolitik]]er und Publizisten [[Max Hildebert Boehm]] in Berlin gegründeten „Institut für Grenz- und Auslandsstudien“ (IGA) eine propagandistische Aufwertung, die dann in die Expansionsbestrebungen des [[Nationalsozialismus]] mündete. So war bis 1945 von „Grenzlandarbeit“, [[Grenzlanddeutschtum]], „Grenzlandeinsatz“, „Grenzlandpolitik“, „Grenzlandforschung“, (pseudo-)wissenschaftlichen „Grenzinstituten“&amp;lt;ref&amp;gt;siehe unten die Links unter „Siehe auch“&amp;lt;/ref&amp;gt; und „Grenzlanduniversitäten“ die Rede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Institut für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande]], IGL, das zur Abwehr des [[Versailler Vertrag]]s geschaffen worden war, sprach sogar von „Grenzlandnot“. 1928–1929 erfolgte eine offizielle Anbindung der „Grenzlandforschung“ an das IGL, dessen „Abteilung Grenzlandnot“ die Aufgabe hatte, den „rein deutschen“ bzw. »germanischen« Charakter französisch vereinnahmter oder strittiger Territorien wie [[Elsaß-Lothringen]]s, dem [[Saargebiet]] und dem [[Rheinland]] nachzuweisen, aber auch östliche Territorien bearbeiten sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem neuen Sinn war von „Grenzland“ nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zu sprechen: Bis zum Fall des „[[Eiserner Vorhang|Eisernen Vorhangs]]“ im Jahr 1989 zog sich mitten durch [[Europa]] ein breiter Streifen politischen Grenzlandes (vgl. auch: [[Zonenrandgebiet]] in der Bundesrepublik Deutschland), weil die früheren Beziehungen benachbarter Länder weitgehend unterbrochen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der damalige bayerische Minister [[Thomas Goppel]] nannte in einer Festrede zum Gründungsjubiläum die Universitätsgründungen in Bamberg und Bayreuth in der Nachbarschaft zu [[Tschechien]] „Grenzlanduniversitäten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.wifak.uni-wuerzburg.de/ewf/projekte/du2001/BayStMWVT/Arbeitsmarktregionen/Bezirke_PDF/Bamberg.pdf |text=Bamberg |archivebot=2018-04-12 23:08:23 InternetArchiveBot}} (PDF-Datei; 122&amp;amp;nbsp;kB) und {{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.uni-bayreuth.de/universitaet/geschichte/festrede-goppel.pdf |text=Bayreuth |archivebot=2018-04-12 23:08:23 InternetArchiveBot}} (PDF; 58&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschsprachigen Bewohner [[Nordschleswig]]s ([[Dänemark]]) sprechen ebenfalls von „Grenzland“, wenn sie ihren Lebensraum in der Nähe zu Deutschland meinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisch bedingtes Grenzland in Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion ==&lt;br /&gt;
[[Avi Primor]] schreibt am 3. September 2008 in der [[Frankfurter Rundschau]] über den neuen russischen [[Nationalismus]]:&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Heute erinnert Moskaus Sprache an die dunklen Zeiten des absoluten Nationalismus. Man spricht von verlorenen Territorien, von 80 Millionen [[Russen]], die außerhalb russischer Grenzen leben müssen. Sollten diese 80 Millionen Menschen also auch Russland angehören? In Wirklichkeit hat Russland keine Territorien verloren, sondern musste den von ihm beherrschten Völkern die Unabhängigkeit gewähren, so wie die westlichen Kolonialmächte auf ihre [[Kolonie]]n verzichten mussten.&amp;lt;br /&amp;gt;Auch sind außerhalb Russlands nicht unbedingt 80 Millionen Russen zu finden. In den südlich und nordwestlich Russlands gelegenen ehemaligen [[Sowjetrussland|Sowjetrepubliken]] leben rund 17 Millionen russischsprachiger Menschen, die nicht alle unbedingt Russen sein wollen. Viele in [[Südossetien]] und [[Abchasien]] nehmen aus politischen Gründen russische Pässe an, ohne russischsprachig zu sein.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hervorzuheben ist aber, dass es beim Verlust von Territorien bei den ehemaligen Kolonialmächten um vom Mutterland getrennte Gebiete in Übersee ging, wohingegen die russische [[Kolonisation|Expansion]] als kontinentale Grenzkolonisation im Sinne des Vorschiebens der „Frontier“ wie in den USA erfolgte.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Wolfgang Reinhard]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte des Kolonialismus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 475). Kröner, Stuttgart 1996, ISBN 3-520-47501-4, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturell bedingtes Grenzland ==&lt;br /&gt;
Wo eine [[Grenze]] zwischen Gesellschaften mit festem Wohnsitz und ihren nomadisch lebenden Nachbarn verläuft, entsteht häufig ein breiter Streifen „Grenzland“ (engl. &amp;#039;&amp;#039;frontier&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch durch große Unterschiede und damit widerstreitende Interessen zwischen einer [[Ackerbau]]kultur und den meist als [[Jäger und Sammler]] bzw. von [[Viehzucht]] lebenden Nachbarn kommt es oft zu [[Konflikt]]en. Aktuelle Beispiele dafür finden sich etwa in [[Zentralafrika]] (siehe [[Hirte]]n- bzw. [[Nomade]]n-Völker, [[Tutsi]] usw.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei daraus entstehenden kriegerischen Auseinandersetzungen um Land und Vorherrschaft werden von den naturverbundeneren „Wilden“ häufig [[Guerilla]]-Taktiken angewendet, wobei sie sich in das undurchdringliche [[Maquis]] zurückziehen können, da sie sich im Gelände besser auskennen als ihre Gegner. Diese wiederum sind meist besser bewaffnet und zahlreicher. Langfristig gerät dadurch immer mehr Land in den Besitz der Ackerbauern, die [[Indigene Völker|indigene]] Kultur wird zurückgedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|American frontier}}„Frontier“ in den USA ==&lt;br /&gt;
Eine typische Grenzlandsituation bestand an der nordamerikanischen &amp;#039;&amp;#039;Frontier&amp;#039;&amp;#039; zwischen 1620 und 1890, in der die einheimischen [[Indianer]]stämme von etwa 1620 (Landung der [[Pilgerväter]]) bis 1890 (Auflösung des [[Indianerterritorium]]s) immer weiter nach Westen gedrängt wurden. Der „[[Wilder Westen|Wilde Westen]]“ begann um 1700 noch nahe der Atlantikküste ([[James Fenimore Cooper]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Lederstrumpf]]&amp;#039;&amp;#039; spielt teilweise in [[Pennsylvania]]), um 1800 befand sich die Siedlungsgrenze bereits westlich des [[Mississippi River]]s. Im Jahr 1890 wurde die Zeit der &amp;#039;&amp;#039;Frontier&amp;#039;&amp;#039; durch die amerikanische Zensusbehörde offiziell für beendet erklärt, da das gesamte Land zwischen den beiden Ozeanen in kurzer Zeit (ein großer Teil innerhalb von nur fünf Jahrzehnten) besiedelt, „zivilisiert“ und durch Straßen und Eisenbahnen erschlossen worden war; von Einwanderern unbewohnte Gebiete gab es nun außerhalb der [[Indianerreservat]]e praktisch nicht mehr. Das Frontiererlebnis, das Gefühl, auf sich alleine gestellt zu sein und nicht durch Anleitung einer Obrigkeit, sondern nur durch die eigenen Fähigkeiten überleben und erfolgreich werden zu können, gilt seither vielen Historikern als neben dem [[Puritanismus]] wichtigste Stütze des [[American Way of Life|amerikanischen Gesellschaftssystems]] und der amerikanischen Demokratie. Auch kanalisierte die ungeheure Weite des Kontinents (noch 1809 hatte [[Thomas Jefferson]] vorausgesagt, dass die USA auf Jahrhunderte hinaus die &amp;#039;&amp;#039;Frontier&amp;#039;&amp;#039; im Westen behalten würden) die sozialen Spannungen: Neuansiedler aus Europa fanden ausreichend fruchtbares Ackerland, und so konnte das Land [[Einwanderung in die Vereinigten Staaten|Millionen von Einwanderern]] aufnehmen und gleichzeitig, getrieben durch Pionier- und Erfindergeist und den Ausbau des Eisenbahnnetzes, die [[Industrialisierung]] vorangetrieben werden. Auch das Entstehen einer revolutionären sozialistischen [[Arbeiterbewegung]] konnte Ende des 19. Jahrhunderts so verhindert werden. Das von Präsident [[Andrew Jackson]] geprägte Schlagwort der &amp;#039;&amp;#039;[[Manifest Destiny]]&amp;#039;&amp;#039;, der Bestimmung des amerikanischen Volkes, den Kontinent zu unterwerfen und anderen Völkern die Freiheit, den Fortschritt und die Zivilisation zu bringen, blieb als nationales Sendungsbewusstsein und Teil der amerikanischen Identität bis heute erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[United States Census 1890]] erklärte der Direktor des [[United States Census Bureau]], dass es keine Grenzlinie mehr gebe. Die USA seien überall besiedelt, es gebe keine offenen Räume für neues Land mehr. Bald nach dem Ende freier Gebiete im eigenen Land, auf das [[Frederick Jackson Turner]] mit seiner &amp;#039;&amp;#039;Frontier&amp;#039;&amp;#039;-These reagierte, wandten sich die USA im Zeitalter des [[Imperialismus]] gegen Spanien. 1898 kam es zum [[Spanisch-Amerikanischer Krieg|Spanisch-Amerikanischen Krieg]] um [[Kuba]], [[Puerto Rico]], [[Guam]] und die [[Philippinen]], wo von 1899 bis 1902 ein [[Philippinisch-Amerikanischer Krieg|Befreiungsversuch]] gegen die neue Kolonialmacht scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wahlkampf 1960 verkündete [[John F. Kennedy]] das Regierungsprogramm der &amp;#039;&amp;#039;New Frontier&amp;#039;&amp;#039;: Ziel der New Frontier war die Bekämpfung von Armut, Vorurteilen und Kriegen. Außerdem sollten die USA als technologisch höchst entwickelte Nation der Welt angesichts von [[Kalter Krieg|Kaltem Krieg]] und [[Sputnikschock]] den Kampf um die Vorherrschaft im Weltraum aufnehmen, weshalb der junge Präsident die erste [[Mondlandung]] ankündigte, die 1969 Realität wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das aus der US-amerikanischen Erfahrung geprägte Konzept eines Grenzlands zwischen „Zivilisation“ und „Wildnis“ wurde in der [[Science-Fiction]] wieder aufgegriffen, wo das Grenzland zwischen bewohnten und unbewohnten Regionen des [[Weltraum]]s als &amp;#039;&amp;#039;frontier&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird. Auch in der realen Welt[[raumfahrt]] und dem Drang, neue Welten zu besiedeln, wird das All als neue &amp;#039;&amp;#039;Frontier&amp;#039;&amp;#039; gesehen, ebenso wie der [[Cyberspace]] (&amp;#039;&amp;#039;Electronic Frontier&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Pohraničí“ in Tschechien ==&lt;br /&gt;
In Tschechien hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg für die ehemals von [[Deutschböhmen und Deutschmährer]]n besiedelten Gebiete, also das frühere [[Sudetenland]], der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Grenzgebiet&amp;#039;&amp;#039; (tschechisch &amp;#039;&amp;#039;pohraničí&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;pohraniční území&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;pohraniční pásmo&amp;#039;&amp;#039;) eingebürgert. Dieses Gebiet hat bis heute mit spezifischen Problemen wie einer dem Strukturwandel besonders intensiv unterliegenden Wirtschaftsstruktur, Strukturschwäche, jahrzehntelanger Vernachlässigung und einer besonders hohen Bevölkerungsfluktuation und Landflucht zu kämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Kresy“ in Polen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kresy}}&lt;br /&gt;
In Polen wurden die ehemals an das Russische Reich grenzenden Ostprovinzen, die heute größtenteils zu [[Belarus]] oder der [[Ukraine]] gehören, lange Zeit als „Kresy“ bezeichnet, und die von dort Stammenden dementsprechend als „Kresowcy“ (wörtlich: „Grenzländler“), was sich neben anderen kulturellen Unterschieden namentlich an ihrer eher ans Ukrainische und Russische erinnernden Sprachmelodie festmachte. Viele dieser „Kresowcy“ wurden nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen der als „Repatriierung“ bezeichneten [[Westverschiebung Polens]] in die ehemals deutschen Westgebiete des heutigen Polens zwangsumgesiedelt, was nicht selten zu Spannungen mit den dort vormals Ansässigen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anderes Grenzland ==&lt;br /&gt;
In [[Australien]] haben sich ähnliche Kulturgrenzen bis heute erhalten. Die [[Aborigines]] wurden fast völlig zurückgedrängt, ihr Umgang mit der Natur bis vor wenigen Jahrzehnten sogar belächelt – obwohl sie andererseits für viele Expeditionen äußerst willkommene Führer abgaben. Erst mit einer gewissen [[Autonomie]] ist die beidseitige [[Akzeptanz]] wieder gestiegen. Auch erlebt das Interesse an der [[Animismus (Religion)|animistischen]] Kultur seither einen Aufschwung. Der Tourismus in die zentralen [[Wüste|Trockenländer]] kann dabei genauso kritisch hinterfragt werden wie anderswo weltweit auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im [[Philosophie|geistigen]] Bereich wird manchmal vom „Grenzland“ gesprochen, bzw. von geistigen [[Grenzgänger]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Verwaltungsgemeinschaft Grenzland]]&lt;br /&gt;
* [[Westforschung]], für Deutschland&lt;br /&gt;
* [[Ostforschung]], für Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dominik Nagl: &amp;#039;&amp;#039;„No Part of the Mother Country, but Distinct Dominions“ – Rechtstransfer, Staatsbildung und Governance in England, Massachusetts und South Carolina, 1630–1769.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Berlin 2013, S. 17–19, ISBN 978-3-643-11817-2 (Zugleich überarbeitete Fassung der [[Dissertation]] an der [[FU Berlin]], = &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Geschichte, Politik und Gesellschaft Nordamerikas&amp;#039;&amp;#039;, Band 33).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.scribd.com/doc/204061491/Dominik-Nagl-No-Part-of-the-Mother-Country-but-Distinct-Dominions-Rechtstransfer-Staatsbildung-und-Governance-in-England-Massachusetts-und-South-C online, 791 Seiten]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Eva-Maria Stolberg: &amp;#039;&amp;#039;Sibirien: Russlands „Wilder Osten“. Mythos und soziale Realität im 19. und 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-515-09248-7.&lt;br /&gt;
* Bernhard Struck: [http://ieg-ego.eu/de/threads/crossroads/grenzregionen &amp;#039;&amp;#039;Grenzregionen&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;[[Europäische Geschichte Online]]&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom [[Leibniz-Institut für Europäische Geschichte|Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]], 2012, Zugriff am 8. März 2021 ([https://d-nb.info/1043622934/34 pdf]).&lt;br /&gt;
* Matthias Waechter: &amp;#039;&amp;#039;Die Erfindung des amerikanischen Westens. Die Geschichte der Frontier-Debatte.&amp;#039;&amp;#039; Rombach, Freiburg im Breisgau 1996, ISBN 3-7930-9124-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenzgebiet| Grenzland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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