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	<title>Grenze - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grenze&amp;diff=14165&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: Klammern korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-28T12:53:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammern korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzstein01.JPG|mini|hochkant|Grenze von 1768 zwischen Republik ([[Kanton Bern]]) und Monarchie ([[Vorderösterreich]], VO) auf der [[Salhöhe]] (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:18-05-03-Stadtbrücke Frankfurt Slubice RRK2234.jpg|mini|hochkant|Grenzpfahl und Ortsschild an der [[Stadtbrücke Frankfurt&amp;amp;nbsp;(Oder)]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2010.10.09 Kranzhorn (18) Grenze auf Fels 2.jpg|mini|hochkant|Grenze [[Bayern]]-[[Tirol]], Felsmarkierung Nähe [[Kranzhorn]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Güns, Grenzkorridor.JPG|mini|hochkant|Staatsgrenze [[Ungarn]]-[[Österreich]], [[Günser Straße|B61]] zwischen [[Kőszeg|Güns]] und [[Rattersdorf]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolgastsee Grenze.jpg|mini|hochkant|Grenzstreifen zwischen Deutschland und Polen am [[Wolgastsee]] in [[Usedom]] (2004)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20100827 Staatsgrenze Rattersdorf-Köszeg.JPG|mini|hochkant|Grenzmarkierung auf der B61,&amp;lt;br /&amp;gt;M für Ungarn ([[Ungarische Sprache|ungarisch]] &amp;#039;&amp;#039;Magyarország&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:20100831 Wechsel Grenze NÖ-St.jpg|mini|hochkant|Grenze [[Steiermark]]-[[Niederösterreich]] an der [[Wechsel Bundesstraße]] B54]]&lt;br /&gt;
[[Datei:StadtgrenzeAltonaHamburg.jpg|mini|hochkant|Grenzstein zwischen Altona und Hamburg von 1896, der in der Brigittenstraße, nun im Stadtteil Hamburg-St.&amp;amp;nbsp;Pauli, gepflastert ist. (Stand 2019)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grenze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Lehnwort]] aus dem [[Altpolnisch]]en,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ryszard Lipczu |url=https://bop.unibe.ch/linguistik-online/article/view/976/1632 |titel=Deutsche Entlehnungen im Polnischen – Geschichte, Sachbereiche, Reaktionen |abruf=2019-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; vergleiche [[altslawisch]] und altpolnisch &amp;#039;&amp;#039;[[granica]]&amp;#039;&amp;#039; „Grenze“; Abkürzungen: &amp;#039;&amp;#039;Gr.&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Grz.&amp;#039;&amp;#039;) ist der Rand eines [[Raum (Physik)|physischen Raums]] und damit eine [[Fläche (Mathematik)|Trenn&amp;#039;&amp;#039;fläche&amp;#039;&amp;#039;]], eine [[Kurve (Mathematik)|Trenn&amp;#039;&amp;#039;linie&amp;#039;&amp;#039;]] oder ein Trenn&amp;#039;&amp;#039;wert&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für nichtgeometrische Räume sind beispielsweise eine „übliche Verhaltensweise“ oder eine „[[Intimsphäre]]“, eigenem Tun und Lassen setzt gemeinhin das „[[Gewissen]]“ Grenzen („[[Moralischer Kompass]]“, [[Ethik|ethische]] „Grenze“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grenzen können [[Geographischer Raum|geographische Räume]] begrenzen: [[Politische Grenze|politische]] oder [[Bezirk|administrative]] Grenzen, [[Wirtschaftsraum|wirtschaftliche]], [[Zollgrenze|Zoll-]] oder Grenzen von [[Eigentum]]. Befestigte Grenzanlagen werden auch als „[[Kordon (Grenzanlage)|Kordon]]“ bezeichnet; [[Grundstück]]sgrenzen werden im [[Liegenschaftskataster]] nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Räume, die man in der Natur kaum durch Linienstrukturen festmachen kann, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Landschaft]]en, [[Kulturgrenze]]n oder [[Verbreitungsgebiet]]e, können auch [[Fuzzy logic|unscharf]] begrenzt sein. Der [[Luftraum]] ist für Zwecke des [[Luftverkehr]]s abgegrenzt, seine Grenzen beinhalten ein [[Volumen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzen eines Volumens wie auch die Seitenflächen, Kanten und Ecken eines [[Würfel (Geometrie)|Würfel]]s können Flächen, Linien oder Punkte sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für Grenzen von [[eindimensional]]en Räumen ist die „obere“ und „untere Grenze“ in der [[Mathematik]] (siehe [[Supremum]]). Umgangssprachlich wird dafür auch [[Grenzwert]], [[Schwellwert]] oder [[Schranke]] gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch dem „[[Recht]]“ sind Grenzen gesetzt: Die [[Allgemeine Handlungsfreiheit]] aus {{Art.|2|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;GG ([[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] der [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]]) lautet:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die [[verfassungsmäßige Ordnung]] oder das [[Sittengesetz]] verstößt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
Das im 12./13. Jahrhundert aus dem Altpolnischen entlehnte &amp;#039;&amp;#039;graniza/grænizen/greniz&amp;#039;&amp;#039; hat sich von den [[Deutsche Ostkolonisation|ostdeutschen Kolonisationsgebieten]] aus allmählich über das deutsche Sprachgebiet ausgeweitet und das gleichbedeutende deutsche Wort „[[Mark (Territorium)|Mark]]“ ({{gohS|marka, marcha}}, [[Femininum|fem.]]) verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alteinheimische „Mark“ ist heute noch lebendig einerseits in Zusammensetzungen und Ableitungen wie [[Grenzstein|Markstein]] (schweizerisch &amp;#039;&amp;#039;Marchstein&amp;#039;&amp;#039;, „Grenzstein, wichtiger, hervorragender Punkt“), [[Gemarkung]] („Gesamtgebiet einer Gemeinde, Gemeindeflur“) oder &amp;#039;&amp;#039;übermarchen&amp;#039;&amp;#039; (schweizerisch für „eine Grenze überschreiten, übertreiben“) und anderseits in Namen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Mark Brandenburg]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Mark Meißen]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Steiermark]]&amp;#039;&amp;#039; (ursprünglich Gebiete an der Grenze zu den Slawen).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]] et al. |Titel=&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;Mark |Sammelwerk=Etymologisches Wörterbuch des Deutschen |WerkErg=Digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache]] |Datum=1993 |Online=[https://www.dwds.de/wb/etymwb/Mark#wb-1 Artikel zu &amp;#039;&amp;#039;Mark&amp;#039;&amp;#039;] |Abruf=2025-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Etymon]] „Grenze“ wird auch heute in den meisten [[Slawische Sprachen|slawischen Sprachen]] und im Rumänischen verwendet: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|pl|granica}}&amp;#039;&amp;#039; ([[polnisch]], [[kroatisch]], [[Bosnische Sprache|bosnisch]]), {{lang|ru|граница|graniza}} ([[russisch]], [[bulgarisch]]), {{lang|uk|граница|granyza}} ([[ukrainisch]], selten verwendet), {{lang|be|граніца|graniza}} ([[belarussisch]]), {{lang|sr|граница|granica}} ([[serbisch]]), &amp;#039;&amp;#039;{{lang|cs|hranice}}&amp;#039;&amp;#039; ([[tschechisch]]) und &amp;#039;&amp;#039;{{lang|sk|hranica}}&amp;#039;&amp;#039; ([[slowakisch]], [[obersorbisch]]), &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ro|graniţă}}&amp;#039;&amp;#039; ([[rumänisch]]). Es gehört zu der slawischen Wortgruppe &amp;#039;&amp;#039;{{lang|sla|ran’}}&amp;#039;&amp;#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. russisch {{lang|ru|грань|gran}} („Grenzlinie, Grenze, begrenzende Fläche“, abgeleitet auch „Facette, [Rand-]Fläche“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Grenzen ==&lt;br /&gt;
Nach [[Reinhard Heydenreuter]] können im Wesentlichen folgende historische Grenzen unterschieden werden:&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Pfundner: &amp;#039;&amp;#039;Historische Grenzsteine in Bayerisch-Schwaben.&amp;#039;&amp;#039; Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn, 2015, ISBN 978-3-87437-568-9, Seite 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Landesgrenzen zur Kennzeichnung von Territorien&lt;br /&gt;
# Herrschaftsgrenzen zur Abgrenzung von Gerichtsbezirken&lt;br /&gt;
# Nutzungsgrenzen zur Kennzeichnung von Jagd-, Fischerei- oder Waldbezirken&lt;br /&gt;
# Grundstücksgrenzen zur Abtrennung einzelner Grundstücke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung von Staatsgrenzen ==&lt;br /&gt;
{{Anker|Grenzfluss}}&lt;br /&gt;
Ältere [[politische Grenze]]n zwischen zwei [[Staat|Ländern]] fallen manchmal mit den natürlichen, teilweise nur schwer überwindbaren Hindernissen zusammen: ein Gebirge, ein Meer oder Meeresarm, eine Wüste, ein Urwald oder ein Bergland. Diese stellen im Regelfall auch die Sprach- und [[Kulturgrenze]]n dar. Flüsse hingegen bilden erst seit etwa 1800 Staatsgrenzen (neue Grenzziehungen infolge von Kriegen bzw. Friedensverträgen), da sie früher viel eher einende Handelswege als trennende Hindernisse darstellten. Zudem waren sie noch nicht begradigt und änderten nach Hochwasser ihren Verlauf, was Anlass zu Streitigkeiten gab (etwa im [[Schatt al-Arab#Streit um Grenzziehung|Schatt al-Arab]] zwischen Iran, Irak, und Kuwait). Wo sie heute Grenzen sind, wird in der Regel in den Grenzverträgen der [[Talweg (Geographie)|Talweg]] als Grenzlinie verwendet, sodass so auch die Zugehörigkeit von Inseln eindeutig geregelt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele spätere Grenzen, wie jene zwischen den [[US-Bundesstaat|Bundesstaaten der USA]], wurden vertraglich auf bestimmte [[Längengrad|Längen-]] oder [[Breitengrad]]e festgelegt. Diese geraden Grenzen, die sich auch in Afrika finden, werden Reißbrettgrenzen genannt. Sie entstanden nicht durch jahrhundertelange evolutionäre Prozesse, sondern sind auf Willensakte in der Regel fremder Herrscher zurückzuführen ([[Kolonialismus]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit ist beispielsweise die 1815 beim [[Wiener Kongress]] vereinbarte Grenze zwischen dem Norden der [[Niederlande|niederländischen]] Provinz [[Provinz Limburg (Niederlande)|Limburg]] und [[Preußen]]. Sie wurde als jene [[Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden am unteren Niederrhein (Kanonenschusslinie)|Grenzlinie]] östlich der [[Maas]] festgelegt, von der mit damals üblichen [[Kanone]]n die auf der Maas verkehrenden Schiffe nicht mehr getroffen werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeindegrenzen folgen ebenfalls meistens den o.&amp;amp;nbsp;a. Linien, überdies aber auch [[Bergkamm|Bergkämmen]] (nach dem Motto: „wie Kugel rollt und Wasser fließt“) und Bächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtteilgrenzen in Großstädten liegen in der Regel auf Verkehrswegen (Straßen, Schienen, Wege).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen vielen Staaten bestehen noch heute Territorialstreitigkeiten durch sich gegensätzliche [[Gebietsanspruch|Gebietsansprüche]]. Solche Dispute haben in der Geschichte häufig zu Krisen und Kriegen geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mentale Spuren historischer Grenzverläufe bringt der Ausdruck „[[Phantomgrenze]]“ auf den Begriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Grüne Grenze|Blaue Grenze}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markierung von Grenzverläufen ==&lt;br /&gt;
Aus der Sicht des Liegenschafts[[kataster]]s ist eine „Grenze“ eine geometrisch definierte Linie, die entweder in der Örtlichkeit mit Hilfe von [[Grenzpunkt]]en gekennzeichnet wird oder aber in einem [[Bezugssystem]] durch die Angabe von [[Koordinaten]] definiert wird. Grundstücksgrenzen können punktweise durch [[Grenzstein]]e, Rohre, Grenzbolzen, Meißelzeichen u.&amp;amp;nbsp;Ä. markiert werden. Diese Abmarkungen kennzeichnen den örtlichen Grenzverlauf. Die Lage der Grenzpunkte wird zentimetergenau bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indirekte Kennzeichnung ==&lt;br /&gt;
Lässt sich ein Grenzpunkt nicht direkt kennzeichnen, kann ein Grenzzeichen auch als „indirekte“ bzw. „mittelbare Abmarkung“ in eine der vom Grenzpunkt abgehenden Grenzen gesetzt werden (in einem kurzen Abstand, z.&amp;amp;nbsp;B. ein Meter). Bei Staatsgrenzen kann ein &amp;#039;&amp;#039;Weiser&amp;#039;&amp;#039; auch einen weiter entfernten Grenzpunkt anzeigen, wenn der Grenzpunkt an einer Stelle liegt, wo das Aufstellen eines Grenzsteines nicht möglich ist, z.&amp;amp;nbsp;B. auf der Straße oder an Flussufern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exakte Bestimmung von Grenzverläufen ==&lt;br /&gt;
Ein Grenzverlauf wird durch geradlinige oder kreisbogenförmige Verbindungen zwischen den Grenzpunkten definiert. Gerade Grenzlinien haben den Vorteil, dass sie allein durch zwei Punkte zu definieren und durch eine [[Visur]] oder ein [[Alignement (Vermessung)|Alignement]] leicht zu realisieren sind. Dabei kann in Gebirgen und bei [[Staatsgebiet#Flussgrenze|Flussgrenzen]] die Festlegung der Grenzverläufe schwierig sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebirge ===&lt;br /&gt;
Im Bergland muss der [[Geodät]] oder der [[Forstwirt]] einen höheren technischen Aufwand betreiben, auf manchem [[Steilhang]] ist es schwer, die Punkte dauerhaft zu [[Vermarkung|vermarkten]], weil die Erosion ([[Hangrutschung]]en usw.) das Gelände ständig verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flüsse ===&lt;br /&gt;
Bei in Flussbetten verlaufenden politischen Grenzen wird in der Regel ihr [[Talweg (Geographie)|Talweg]] in den [[Grenzvertrag|Grenzverträgen]] als Grenzlinie verwendet, sodass auch die jeweilige Staatszugehörigkeit von im Flusslauf gelegenen [[Insel]]n eindeutig geregelt werden kann. Da der Talweg ständigen Veränderungen unterworfen ist, sind in regelmäßigen Abständen Grenzvermessungen notwendig. Diese werden meist von beiden angrenzenden Staaten in gemeinsamen Verfahren durchgeführt und in zwischenstaatlichen Vereinbarungen und Protokollen festgehalten. Ist ein (ehemaliger) Gewässerverlauf erst einmal [[geodätisch]] definiert, können Änderungen im Flussverlauf zur Bildung von Flächen führen, die zwar nach wie vor Teil einer Gebietseinheit sind, von dieser jedoch durch den neuen Flussverlauf abgetrennt und somit oft nicht (bzw. nur über Fremdgebiet) zugänglich sind. Mitunter kommt es in diesen Fällen zum Gebietstausch; ferner bieten sich solche Bereiche auch als [[Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz|Naturreservat]] oder [[Retentionsfläche]] an.&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;An stehenden [[Gewässer]]n wiederum ändert sich unter Umständen die Uferlinie ständig, während die [[Kataster]]grenze allenfalls in längeren Zeitabständen der Natur angepasst werden kann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früheren Probleme der Punktstabilisierung gehören seit der Praxistauglichkeit des [[Global Positioning System]] (etwa 1985) und dem Aufkommen rein [[Digitalisierung|digitaler]] Methoden zur Erfassung der Vergangenheit an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste von Grenzflüssen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meer und Festlandsockel (Seerecht) ===&lt;br /&gt;
[[Staatsgebiet#Seegrenze|Seegrenzen]] des [[Küstenmeer]]s, der [[Ausschließliche Wirtschaftszone|Ausschließlichen Wirtschaftszone]] oder des erweiterten Festlandsockels (unter dem Meer) gehen nach dem [[Seerechtsübereinkommen]] mit Rechten für die [[Anrainerstaat]]en einher. In der Regel werden diese Grenzen nach dem [[Äquidistanzprinzip|Prinzip der Mittellinien]] bestimmt und verlaufen mit gleichem Abstand zu den [[Basislinie (Seerecht)|Basislinien]] zweier Staaten. Ausnahmen können durch bilaterale Abkommen festgelegt werden, wie beispielsweise in der Nordsee zwischen Deutschland, Niederlande und Dänemark, wo der sogenannte [[Entenschnabel (Nordsee)|Entenschnabel]] der deutschen ökonomischen Zone zugeschlagen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Superlative ==&lt;br /&gt;
Die kürzeste Landgrenze mit nur 85&amp;amp;nbsp;m Kontaktlinie liegt zwischen [[Peñón de Vélez de la Gomera]] (Spanien) und Marokko, die längste mit über 8.890&amp;amp;nbsp;km Strecke [[Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten|zwischen Kanada und den USA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am häufigsten überquerte Grenze gilt die [[Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko|zwischen Mexiko und den USA]]. Die [[Demilitarisierte Zone (Korea)|innerkoreanische Grenze]] zwischen Nord- und Südkorea gilt als am strengsten bewacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lediglich durch eine gerade Linie festgelegte Grenze zwischen [[Dschibuti]] und [[Somalia]] ist die am einfachsten definierte, jene bis 2015 zwischen [[Bangladesch]] und [[Indien]] bestehende mit 92 bangladeschischen und 110 indischen [[Exklave]]n war die wohl komplizierteste. Ähnlich verhält es sich aber auch in [[Baarle]] an der belgisch-niederländischen Grenze. [[Bahrain]] hat ausschließlich künstlich geschaffene Landgrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilderauswahl ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grenzstein Limes Feldberg Taunus.jpg|Grenzstein auf dem [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Limes-Grenzwall]] am [[Großer Feldberg|Großen Feldberg]] im [[Taunus]]&lt;br /&gt;
Datei:Alter Grenzstein am Schwarzen Kreuz Fürstenwalde.jpg|Alter deutscher Grenzstein am schwarzen Kreuz Fürstenwalde (Geising) mit Gemerke&lt;br /&gt;
Datei:Grenzsteinlangeneck.jpg|[[Felsmarch]] von 1584 auf zimmergroßem Felsen zwischen dem [[Kloster Benediktbeuern|Klostergericht Benediktbeuern]] und dem Landgericht [[Bad Tölz|Tölz]]&lt;br /&gt;
Datei:Gatterl.jpg|Das Gatterl von Süden (Österreich)&lt;br /&gt;
Datei:2011.07.09 Landesgrenze Bayern.JPG|Bayerisches Hinweisschild an der Staatsgrenze zu Tirol&lt;br /&gt;
Datei:Österreich Italien Grenze.jpg|Grenzstein zwischen Österreich und Italien am [[Nassfeld]]&lt;br /&gt;
Datei:Granica Państwa na linii kolejowej Białystok-Grodno.jpg|Staatsgrenze Polen–Belarus in Białystok-Grodno&lt;br /&gt;
Datei:Verlassener Grenzposten - CH-BAR - 3237083.tif|Verlassener Grenzposten am Umbrailpass ([[Grenze zwischen Italien und der Schweiz]]) zur Zeit des Ersten Weltkriegs&lt;br /&gt;
Datei:Slovak-Ukrainian state border between Čierna nad Tisou and Solomonovo (from UA side) 02.jpg|Staatsgrenze Slowakei–Ukraine. Der Grenzstein, zwei Grenzsäulen und ein Zaun mit Videoüberwachung.&lt;br /&gt;
Datei:Russisch-lettische Grenze.jpg|Grenze zwischen [[Lettland]] und [[Russland]] im Winter&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Grenzbaum]], [[Grenzbefestigung]], [[Grenzland]] (Frontier), [[Grenzmuseum]], [[Grenzregime]]&lt;br /&gt;
* „[[Aktion Grenze]]“ als Tarnname für eine Zwangsumsiedlungsaktion in der DDR&lt;br /&gt;
* [[Frontex]]&lt;br /&gt;
* [[Feldgeschworener]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Territorialstreitigkeiten]]&lt;br /&gt;
* [[Uti possidetis]]&lt;br /&gt;
* [[Seegrenze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Baramova: [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0159-2010092151 &amp;#039;&amp;#039;Grenzvorstellungen im Europa der Frühen Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Institut für Europäische Geschichte (Mainz)]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Europäische Geschichte Online]].&amp;#039;&amp;#039; 2010, Zugriff am 14. Juni 2012.&lt;br /&gt;
* [[Wilfried von Bredow]]: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen. Eine Geschichte des Zusammenlebens vom Limes bis Schengen.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Darmstadt 2014, ISBN 978-3-8062-2894-6.&lt;br /&gt;
* [[Bundeszentrale für Politische Bildung]]: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen.&amp;#039;&amp;#039; Themenheft der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Aus Politik und Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 63 (2014), Nr.&amp;amp;nbsp;4–5, mit sechs Beiträgen zum Thema Grenzen, {{ISSN|0479-611X}}&lt;br /&gt;
* Regina Dauser, Lothar Schilling (Hrsg.): [http://www.perspectivia.net/content/publikationen/discussions/7-2012 &amp;#039;&amp;#039;Grenzen und Kontaktzonen. Rekonfigurationen von Wissensräumen zwischen Frankreich und den deutschen Ländern 1700–1850. Erster „Euroscientia“-Workshop, 15./16.09.2011.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Discussions.&amp;#039;&amp;#039; 7 (2012).&lt;br /&gt;
* [[Alexander Demandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen. Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Propyläen, Berlin 2020, ISBN 978-3-549-07498-5.&lt;br /&gt;
* Pavel Domec: &amp;#039;&amp;#039;Die Grenze. Eine konzeptanalytische Studie der Limologie.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2014, ISBN 978-3-8260-5515-7.&lt;br /&gt;
* [[Richard Faber (Soziologe)|Richard Faber]], Barbara Naumann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Literatur der Grenze - Theorie der Grenze&amp;#039;&amp;#039;. Königshausen und Neumann, Würzburg 1995, ISBN 3-8260-1047-7.&lt;br /&gt;
* [[Michael Gehler]], Andreas Pudlat (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grenzen in Europa.&amp;#039;&amp;#039; Olms, Hildesheim 2009, ISBN 978-3-487-14240-1.&lt;br /&gt;
* Dominik Gerst, Maria Klessmann, Hannes Krämer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grenzforschung. Handbuch für Wissenschaft und Studium.&amp;#039;&amp;#039; Baden-Baden 2021.&lt;br /&gt;
* Sabine A. Haring, [[Wolfgang Spickermann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leben mit und an der Grenze.&amp;#039;&amp;#039; Graz 2022, ISBN 978-3-902666-93-2.&lt;br /&gt;
* Hans Hecker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grenzen. Gesellschaftliche Konstitutionen und Transfigurationen.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 2006, ISBN 3-89861-386-0.&lt;br /&gt;
* {{HLS|7841|Autor=Walter Leimgruber}}&lt;br /&gt;
* [[Steffen Mau]]: &amp;#039;&amp;#039;Sortiermaschinen – Die Neuerfindung der Grenze im 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. [[Verlag C. H. Beck|C. H. Beck]] Paperback, &amp;#039;&amp;#039;Edition Mercator&amp;#039;&amp;#039;, 2021, ISBN 978-3-406-77570-3.&lt;br /&gt;
* Delphine Papin, Bruno Tertrais; aus dem Französischen von Birgit Lamerz-Beckschäfer: &amp;#039;&amp;#039;Atlas der Unordnung – 60 Karten über sichtbare, unsichtbare und sonderbare Grenzen&amp;#039;&amp;#039;. wbg Theiss Darmstadt 2022, ISBN 978-3-8062-4427-4.&lt;br /&gt;
* Andreas Rutz: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen im Raum – Grenzen in der Geschichte. Probleme und Perspektiven.&amp;#039;&amp;#039; In: Eva Geulen, Stephan Kraft (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grenzen im Raum – Grenzen in der Literatur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für deutsche Philologie.&amp;#039;&amp;#039; Sonderheft zum Band 129, Berlin 2010, S.&amp;amp;nbsp;7–32.&lt;br /&gt;
* Henrik Schwanitz: &amp;#039;&amp;#039;Von der Natur gerahmt. Die Idee der ‚natürlichen Grenzen‘ als Identitätsressource um 1800&amp;#039;&amp;#039;. (= Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde; 65). Leipzig 2021, ISBN 978-3-96023-382-4 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-981927 Volltext])&lt;br /&gt;
* Bernhard Struck: [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0159-2012120307 &amp;#039;&amp;#039;Grenzregionen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Europäische Geschichte Online]]&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. vom [[Leibniz-Institut für Europäische Geschichte]], Mainz 2012.&lt;br /&gt;
* {{Zedler Online|11|Grentze, Lat. Terminus|828|831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Schwesterprojekte |commonscat=Borders |wikt=Grenze |q=Grenze |s=Grenze}}&lt;br /&gt;
* Kamilla Kanafa: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutungs- und Begriffsgeschichte von „Grenze“.&amp;#039;&amp;#039; In: [http://www.ruhr-2030.de/pdf/grenznavigator.pdf &amp;#039;&amp;#039;Grenznavigator.&amp;#039;&amp;#039;] S. 5. (PDF; 134&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Norbert Fuhrmann: [http://www.grenzuntersuchung.de/images/Grenzuntersuchung3.pdf &amp;#039;&amp;#039;Grenzuntersuchung im Liegenschaftskataster – 3. Aufl. 2023&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 14&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Grenze|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* Falko Schmieder, [https://dx.crossref.org/10.31267/Grundbegriffe_71062544 &amp;#039;&amp;#039;Grenze&amp;#039;&amp;#039;], [https://dx.crossref.org/10.31267/Grundbegriffe &amp;#039;&amp;#039;Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;], Schwabe Verlag Basel, Berlin&lt;br /&gt;
{{Absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4130793-8|LCCN=sh85016091|NDL=00566292}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grenze| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Geographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kataster- und Landesvermessung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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