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	<title>Grenzboden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T06:18:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grenzboden&amp;diff=2468360&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zollernalb am 16. Dezember 2017 um 21:36 Uhr</title>
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		<updated>2017-12-16T21:36:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grenzboden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Agrarwissenschaften|Agrarwissenschaft]] und [[Umweltgeschichte]] ein [[Kulturboden]] bezeichnet, dessen Produktivität durch klimatische oder [[Bodenkunde|pedologische]] Bedingungen so gering ist, dass er nur zeitweise [[landwirtschaft]]lich genutzt wurde bzw. wird und die darauf lebenden Menschen nur relativ schlecht ernähren konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der mitteleuropäischen Siedlungsgeschichte wurden zunächst die fruchtbarsten Gegenden besiedelt. Als die Bevölkerung im [[Hohes Mittelalter|Hohen Mittelalter]] stark anwuchs und sich das Klima durch die [[Mittelalterliche Warmzeit]] verbesserte, wurden im Rahmen des [[Landesausbau]]s auch die weniger geeigneten Grenzböden besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. Dazu gehörten neben den [[Mittelgebirge]]n auch die [[Heide (Landschaft)|Heidegebiete]] Nordmitteleuropas oder Sumpfgebiete in feuchten Flussauen. Als sich das Klima wieder verschlechterte und durch den [[Schwarzer Tod|Schwarzen Tod]] die Bevölkerung abnahm, wurde die Bewirtschaftung der Grenzböden wieder aufgegeben und Siedlungen wurden teilweise zu [[Wüstung]]en. In der Moderne verbesserten sich die Bedingungen durch eine erneute Klimaerwärmung und besonders durch den Einsatz von [[Düngemittel]]n und produktiven [[Sorte (Pflanze)|Sorten]] derart, dass die mittelalterlichen Grenzböden heute ertragreich landwirtschaftlich genutzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Überbevölkerung|überbevölkerten]] Ländern findet seit dem 20. Jahrhundert eine ähnliche Entwicklung wie im europäischen Mittelalter statt; auch hier sind Menschen gezwungen, auf gering produktive Böden auszuweichen, um Landwirtschaft zu betreiben und überleben zu können. Diese sind besonders anfällig für Ernteausfälle, die (im Mittelalter wie heute) verstärkt zu [[Hungersnot|Hungersnöten]] führen können. Die Nutzung von Grenzböden für die Landwirtschaft entzieht sie anderen Nutzungen, was insbesondere zum Zurückweichen des [[Wald]]es führt. Während in gemäßigten Breiten meist wieder aufgeforstet werden kann, stellt dies beim [[Tropischer Regenwald|tropischen Regenwald]] ein erhebliches Problem dar. Auch die [[Lüneburger Heide]] ist ein Beispiel für einen ehemals übernutzten Grenzboden, dessen natürliches Ökosystem sich nicht regenerieren konnte. Heute wird sie jedoch bewusst in ihrem durch den Menschen entstandenen Charakter erhalten und gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenfruchtbarkeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
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