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	<title>Grendeltor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T05:04:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Grendeltor&amp;diff=1287604&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kapuziner 2: Wikilink Salomon Vögelin</title>
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		<updated>2024-12-27T18:29:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikilink Salomon Vögelin&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Altartafeln von Hans Leu d.Ä. (Haus zum Rech) - linkes Limmatufer - Grendeltor 2013-04-03 16-25-47.JPG|miniatur|Das Grendeltor und die Schifflände auf den Altarbildern von [[Hans Leu der Ältere|Hans Leu dem Älteren]]]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grendeltor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, gemäss [[Friedrich Salomon Vögelin|Salomon Vögelin]] kurz auch «der Grendel» genannt,&amp;lt;ref&amp;gt;Salomon Vögelin: &amp;#039;&amp;#039;Das alte Zürich historisch-topographisch darstellt, oder eine Wanderung durch dasselbe im Jahr 1504,&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1829, S.&amp;amp;nbsp;175.&amp;lt;/ref&amp;gt; bildete gegen den [[Zürichsee]] hin den Abschluss der [[spätmittelalter]]lichen [[Stadtbefestigung (Zürich)|Stadtbefestigung]] von [[Zürich]]. Das Grendeltor diente als Durchgang für den Schiffsverkehr zwischen Limmat und Zürichsee. Es war das einzige Zürcher Wassertor und stand am rechten Ufer in der [[Limmat]] etwa beim nördlichen Ende des heutigen [[Bellevue (Zürich)|Bellevuehauses]] am [[Limmatquai]] 3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grendeltor als Teil der Stadtbefestigung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stadtbefestigung Zürich}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Murerplan Farbe.jpg|miniatur|Die Stadtbefestigung auf dem [[Murerplan]] von 1576. Ganz rechts das Grendeltor mit den Schwirren.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zürich Müllerplan Wellenberg.jpg|miniatur|Der obere Limmatraum auf dem [[Müllerplan]] von 1790. Rechts oben das Grendeltor mit den Schwirren, links davon die Schifflände.]] Die Stadt Zürich schützte sich vermutlich bereits im [[Hochmittelalter]] zusätzlich durch Letzinen und [[Letzimauer|Letzigräben]], als den Stadtmauern vorgelagerte Verteidigungslinien, am linken und am rechten Limmatufer, am [[Zürichberg]], [[Käferberg]] und [[Uetliberg]] sowie im [[Limmattal]] mit weiteren Vorwerken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Grendeltor verlief zur Seeseite hin ein hoher Zaun, der &amp;#039;&amp;#039;Grendel,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Von althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;grintil&amp;#039;&amp;#039; bzw.  mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;grindel, grendel&amp;#039;&amp;#039; ‚Riegel, Querbalken, -stange, Barrikade, Deichsel, Pflugbaum‘; Weiteres siehe [[Schweizerisches Idiotikon]] Bd. II Sp. 757, Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/127504 &amp;#039;&amp;#039;Grendel&amp;#039;&amp;#039;], mit den Bedeutungen ‚Gatter, Palisadenwerk‘, ‚Pflugbaum‘, ‚Pflugsterz‘ und ‚Werkzeug für den Steinbruch‘.&amp;lt;/ref&amp;gt; über die Limmat zum gegenüberliegenden Ende der [[Stadtmauer]]. Eine doppelte Reihe von [[Palisade]]n, die &amp;#039;&amp;#039;Schwirren,&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Von mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;swir&amp;#039;&amp;#039; ‚Uferpfahl‘; siehe &amp;#039;&amp;#039;Schweizerisches Idiotikon&amp;#039;&amp;#039; Bd. IX Sp. 2132, Artikel [https://digital.idiotikon.ch/p/loc/9/2132 &amp;#039;&amp;#039;Schwir&amp;#039;&amp;#039;], besonders Bedeutung 1aλ Spalte 2137.&amp;lt;/ref&amp;gt; schützte den Limmatabfluss auf Seeseite. Pluralisch «Schwirren» wurden Seeuferbefestigungen in Ufernähe, die das Anlanden feindlicher Schiffe verhindern sollten, bezeichnet – weitere bedeutende befanden sich in [[Luzern]], bei [[Arth SZ|Arth]], [[Brunnen SZ|Brunnen]] und [[Stansstad]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grendeltor ==&lt;br /&gt;
Links neben dem Spitzbogen der [[Stadttor|Toröffnung]] war auf gelbem Grund, inmitten des Doppelschildes der Stadt Zürich, das [[Reichsstadt|Reichszeichen]] angebracht, ein schwarzer, zweiköpfiger Adler. Auf der Seeseite des Tores waren für den zur «Schifflände» am [[Limmatquai]] einfahrenden Schiffsverkehr die Öffnungszeiten des Tores und die Höhe des [[Wegzoll]]s ersichtlich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.alt-zueri.ch/turicum/befestigungen/stadtbefestigung_3_rechts/grendeltor/grendeltor.html Gang durch Alt-Züri: Grendel], abgerufen am 11. Mai 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem rechten Flussufer war das Tor durch ein Mauerstück mit Wehrgang verbunden, eine Treppe führte zum Gebäude hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnung des Wächters, die &amp;#039;&amp;#039;Grendelhütte,&amp;#039;&amp;#039; befand sich im [[Fachwerk]]bau über dem Torbogen aus Quadern. Aus einem Raumprogramm von 1829 bekannt sind die Wächterstube mit [[Alkoven (Bettnische)|Alkoven]], Kammer, Vorplatz, Küche und Toilette sowie eine Treppe zum Dachboden mit den [[Erker]]türmchen. Diese dienten als Schlafkammern für den Grendelwart und die Besatzung des Turms, vermutlich auch für die Familie des Wächters. Darüber lag ein weiterer Boden. Zur Wohnung gehörten ausserdem ein kleiner Holzschopf und ein Keller ausserhalb der Mauer. 1829 war vom Wächter ein Zins von zehn Schilling an das [[Grossmünster]]stift zu entrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grendelwart ==&lt;br /&gt;
Jeden Morgen um sechs Uhr liess der Grendelwart von seiner Wohnung aus den mit Stacheln bewehrten Sperrbalken, der an einer langen Kette hing, durch die Strömung öffnen. Bei Torschluss am Abend kettete er diesen Balken wieder in die Durchfahrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grendelwart überwachte tagsüber vom Turm hinab den Schiffsverkehr und war für die Erhebung des Wegzolls verantwortlich. Dazu liess er ein Kesselchen an einem Seil hinab, so dass die Einreisenden den Zoll darin deponieren konnten. Anschliessend wurde das Behältnis hinaufgezogen, und der Schiffsverkehr durfte das Grendeltor passieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schifflände ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grendel Schifflände.jpg|miniatur|Schifflände mit Grendeltor. Kolorierter [[Kupferstich]] von J. Meyer, um 1830.]]&lt;br /&gt;
Die Schifflände, nördlich des Grendeltors am rechten Limmatufer, war der mittelalterliche Landeplatz und Handelshafen für die See- und Limmatschifffahrt. Dort wurde Handelsware von den grossen Seeschiffen, die bis zu 60 Tonnen transportierten, auf Limmat-[[Weidling (Bootstyp)|Weidlinge]] mit einer Tragfähigkeit von ungefähr 1,5 Tonnen umgeladen.&amp;lt;ref&amp;gt;Geographisches Institut der Universität Bern. &amp;#039;&amp;#039;Verkehrspolitik von gestern, Verkehrsprobleme von heute?&amp;#039;&amp;#039; von Dominik Bucheli&amp;lt;/ref&amp;gt; Die natürlichen Buchten am Seeabfluss zur Limmat hin wurden mit dem Ausbau der Stadt Zürich ab 1834 zugeschüttet und bilden die heutige Schifflände-Strasse zwischen Kirch- und Torgasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Als Baudatum wird eine Zeit um die Mitte des 15. Jahrhunderts angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.thomas-germann.ch/Zuerich-1A.htm |wayback=20080125132130 |text=Thomas Germann: Zürich im Zeitraffer |archiv-bot=2019-04-14 15:40:55 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 11. Mai 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass die Erfahrungen aus dem «Seekrieg» während des [[Alter Zürichkrieg|Alten Zürichkriegs]]  (1436/50) auf dem Zürichsee in den Bau des Grendeltors und seiner vorgelagerten Befestigung eingeflossen sind, gilt als wahrscheinlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Belegungsliste aus der Zeit vor 1489 erscheinen zwei [[Büchse]]nschützen &amp;#039;&amp;#039;«uff der hutten»,&amp;#039;&amp;#039; womit das Grendeltor gemeint sein dürfte. 1578 wurde die Grendelwache, &amp;#039;&amp;#039;«die wach zu den schwirren uff der hütten»&amp;#039;&amp;#039;, Tag und Nacht garantiert. Mit Erweiterung der Stadtbefestigung wurde 1657 dem Grendeltor das fünfeckige [[Ravelin]] «Kratz» vorgelagert,&amp;lt;ref&amp;gt;Website zum ehemaligen [[Kratzquartier]] mit Plänen, Abbildungen und weiteren Erläuterungen, abgerufen am 11. Mai 2008&amp;lt;!--Website seit Mitte 2008 inaktiv--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; das heutige [[Bauschänzli]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;dokumentation&amp;quot;&amp;gt;Neugestaltung Aussenraum Restaurant Bauschänzli, Zürich-Altstadt: Dokumentation zur Wiedereröffnung am 9. Mai 2006. Herausgegeben von der Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich, Mai 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1661 wurden die Schwirren durch eine neue Palisadenreihe verstärkt, den äusseren Grendel. 1694 bis 1699 erfolgte der Ausbau des Grendels; seither war er auf der See- und auf der Stadtseite mit einem Zürcher Wappen versehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Barraud/Jezler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, neue Ausgabe, Band 1, Basel 1999&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine zusätzliche und letzte Befestigung in Form eines sogenannten «Corps de Garde» erfolgte 1779/80. &lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Grendel Guigon.jpg|Grendeltor, Stich von Charles Louis Guigon (1807–1822)&lt;br /&gt;
File:Zürich - Stadtmodell IMG 1354.jpg|Grendeltor auf dem Stadtmodell von Hans Langmack&lt;br /&gt;
Datei:Sonnenquai 1845.jpg|Blick vom ehemaligen Standort des Grendels auf die Schifflände und das [[Limmatquai|Sonnenquai]], Stich von Deroy, 1845&lt;br /&gt;
Datei:Grendel Kull.jpg|Grendeltor und Schwirren von Nordosten her betrachtet. Rechts im Hintergrund das [[Ravelin]] «Kratz», im Vordergrund die Schifflände. Kolorierter Kupferstich von Hans Jakob Kull, um 1820&lt;br /&gt;
Datei:Grendeltor Lage.jpg|Heutige Lage des Grendeltors, März 2008&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Palisaden wurden 1834 abgebrochen, das Grendeltor 1836 – nicht zuletzt auf Druck der Landbevölkerung, die eine freie Einfahrt in die Stadt zum Stadtzürcher [[Markt]] forderten. Gleichzeitig wurde der überwiegende Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedenes ==&lt;br /&gt;
* Aus drei Vorschlägen des Quartiervereins Zürich Altstadt wurde 1977 das Motiv «Grendeltor» von Ernst Siegrist als Quartierwappen für den [[Stadtkreis (Schweiz)|Stadtkreis]] [[Altstadt (Stadt Zürich)|Altstadt (Kreis 1)]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://h-u-m-rueegg.li/heraldik-dorfwappen-zh.htm Heraldik Zürcher Dorfwappen], abgerufen am 11. Mai 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im  [[Pädagogischer Verlag des Lehrerinnen- und Lehrervereins Zürich|Pädagogischen Verlag des Lehrerinnen- und Lehrervereins Zürich]] ist ein Modellbogen des Grendeltores erschienen.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Bogen von Heinrich Pfenninger ist noch in einigen Exemplaren vorhanden und kann beim Verlag  bezogen werden: www.paedag.ch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stadtmauern. Ein neues Bild der Stadtbefestigungen Zürichs&amp;#039;&amp;#039;, Schrift zur Ausstellung im Haus zum Rech. Stadtgeschichte und Städtebau in Zürich; Schriften zu Archäologie, Denkmalpflege und Stadtplanung, 5. Zürich 2004.&lt;br /&gt;
* Thomas Germann: &amp;#039;&amp;#039;Zürich im Zeitraffer&amp;#039;&amp;#039;, Band 1. Werd Verlag, Zürich 1997. ISBN 3-85932-227-3&lt;br /&gt;
* [[Hans Peter Treichler]]: &amp;#039;&amp;#039;Bollwerke der Reaktion: Die Zürcher Schanzen.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Peter Treichler: &amp;#039;&amp;#039; Die bewegliche Wildnis. Biedermeier und ferner Westen.&amp;#039;&amp;#039; Schweizer Verlaghaus AG, Zürich 1990. ISBN 3-7263-6523-0&lt;br /&gt;
* Franz A. Roedelberger: &amp;#039;&amp;#039;Zürich in 500 Bildern. Ein Stadtbuch&amp;#039;&amp;#039;. Verlagsgenossenschaft Zürich, Zürich 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.altstadt-zuerich.ch/ Website Stadtkreis Zürich-Altstadt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47/22/04.70/N |EW=8/32/38.78/E |type=landmark |region=CH-ZH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Zürich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadttor in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage in Zürich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kapuziner 2</name></author>
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