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	<title>Greif - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Woglinde33: /* Klassische Antike */ Link</title>
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		<updated>2026-04-22T07:17:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Klassische Antike: &lt;/span&gt; Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Fabelwesen; zu weiteren Bedeutungen siehe [[Greif (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Minoischer Flügelgreif Kreta asb 2004 PICT3486.JPG|mini|[[Minoische Kultur|Minoischer]] Flügelgreif aus [[Kreta]] (Schema)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin Schongauer, The Griffin, c. 1480-1490, NGA 39913.jpg|mini|Greif ([[Martin Schongauer]], [[Kupferstich]] um 1485)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Greif&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|gryphus}}, dies aus alt[[Griechische Sprache|griechisch]] γρῦψ, Genitiv γρυπός – &amp;#039;&amp;#039;gryps, grypós&amp;#039;&amp;#039;, verwandt mit hebräisch &amp;#039;&amp;#039;Cherub&amp;#039;&amp;#039;, seit dem 10. Jahrhundert im [[Althochdeutsche Sprache|Althochdeutschen]] als &amp;#039;&amp;#039;grīf(o)&amp;#039;&amp;#039; nachweisbar)&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Band 4,1, bearbeitet von Artur Hübner und Hans Neumann, Leipzig 1935, S. 5–11; Friedrich Wild: &amp;#039;&amp;#039;Gryps – Greif – Gryphon (Griffin).&amp;#039;&amp;#039; Eine sprach-, kultur- und stoffgeschichtliche Studie, in: Sitzungsberichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Band 241, 4. Abhandlung, Wien 1963, S. 3–28; Friedrich Kluge, Elmar Seebold: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 23. Auflage. Berlin/New York 1999, S. 336.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein aus Tierkörpern gebildetes, [[Mythos|mythisches]] [[Mischwesen]], von dem es zwei Haupttypen (den Vogelgreif und den Löwengreif) mit mehreren Varianten&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erika Bleibtreu]]: &amp;#039;&amp;#039;Iran in prähistorischer und frühgeschichtlicher Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des [[Iranisches Nationalmuseum|Iranischen Nationalmuseums]] in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 76–185, hier: S. 185. (&amp;#039;&amp;#039;Goldene Greifenprotome&amp;#039;&amp;#039; aus Ziwiye)&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt. Es wird meist dargestellt mit löwenartigem Leib, dem Kopf eines [[Raubvögel|Raubvogels]], mit mächtigem Schnabel, spitzen Ohren, meist mit Flügeln, aber auch in abweichenden Varianten (mit Schlangenkopf, Vogelfüßen, Skorpionschwanz, mit knopf- oder kopfartigem Fortsatz auf dem Scheitel oder Rücken). Die ganze Geschichte hindurch sind Stärke und Wachsamkeit Eigenschaften des Greifs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mögliche Entstehung des Mythos ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Protoceratops mount.jpg|mini|links|Rekonstruiertes Skelett eines &amp;#039;&amp;#039;[[Protoceratops]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Vermutungen, dass in der Antike Nomaden ([[Skythen]]) beim Goldschürfen in den weiten Wüsten [[Zentralasien]]s Fossilien von &amp;#039;&amp;#039;[[Protoceratops]]&amp;#039;&amp;#039; fanden, einem Dinosaurier, dessen Überreste in den [[Kreide (Geologie)|kreidezeitlichen]] Ablagerungen dieser Region häufig anzutreffen sind. Derartige Fossilien, wie sie noch heute in der Wüste [[Gobi]] am Rand des [[Altai]]gebirges ([[Mongolische Sprache|mongolisch]]: „Goldene Berge“) in gutem Erhaltungszustand gefunden werden können, könnten die Grundlage für den Mythos des Greifen (hier ursprünglich als Goldwächter) gewesen sein. &amp;#039;&amp;#039;Protoceratops&amp;#039;&amp;#039; besaß wie alle seine Verwandten einen großen Schnabel und einen Körper, der Menschen an den eines Löwen erinnert haben könnte. Der Nackenschild des Dinosauriers könnte für Flügel gehalten worden sein. Zudem finden sich in der Mongolei zahlreiche fossile Dinosauriereier, und so erzählte man sich in der Antike, wie die Greifen grimmig ihre auf dem Boden mit Gold ausgekleideten Nester bewachten. Ob und wie diese Vorstellungen nach Westen gelangten, durch Erzählungen von Reisenden oder durch Bilder auf gehandeltem Kulturgut, bleibt allerdings hypothetisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AMa&amp;quot;&amp;gt;[[Adrienne_Mayor]]: &amp;#039;&amp;#039;The First Fossil Hunters. Paleontology in Greek and Roman Times.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton 2001, ISBN 0-691-08977-9, S.&amp;amp;nbsp;15–53 (Kapitel&amp;amp;nbsp;1. &amp;#039;&amp;#039;The Gold-Guarding Griffin: A Paleontological Legend&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Persepolis 24.11.2009 11-18-45 cropped.jpg|mini|[[Achämenidenreich|Achämenidischer]] Greif in [[Persepolis]]]]&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Belege mögen im Literaturverzeichnis vorhanden sein. Mit Einzelnachweisen wüsste man, wo dort}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Greif ist ein in vielen altorientalischen Kulturen ([[Elam (Altertum)]], [[Altes Ägypten|Ägypten]], [[Babylonien]], [[Assyrien]], [[Hethiter]], [[Kleinasien|Anatolien]]) bekanntes Fabelwesen. In der [[Altägyptische Kunst|ägyptischen Kunst]] wird er seit dem Ende des vierten Jahrtausends v.&amp;amp;nbsp;Chr. dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rdklabor.de/wiki/greif#II._Quellen |titel=Greif |werk=RDK Labor |abruf=2026-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von dort angeregt, gelangte er im frühen 2. Jahrtausend nach [[Geschichte Syriens|Syrien]]. Der in der [[Sumerische Religion|mesopotamischen Mythologie]] vorkommende Greif ist dagegen erst seit etwa 1400 v.&amp;amp;nbsp;Chr. &amp;lt;!-- gemäß anderen Angaben – A. M. Bisi 1964, zitiert bei Bleibtreu 2001 – [als Artefakt?] seit der zweiten Hälfte des 4. Jahrtausends in Mesopotamien seit der Uruk Zeit!? --&amp;gt;belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in [[Sumer]] dem Greif ähnlich erscheinenden Mischwesen werden als &amp;#039;&amp;#039;Löwen-Greife&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. [[Anzu]] scheint deren Vorläufer zu sein und trat von der [[Akkadzeit|Akkad-Zeit]] (2340 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) bis zum Beginn des [[Neubabylonisches Reich|neubabylonischen Reiches]] (626&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) in Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kunst des [[Achämenidenreich]]s erscheint der Greif als „Symbol für das Böse und das Chaos, das der König bekämpft und im Zweikampf besiegt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erika Bleibtreu]]: &amp;#039;&amp;#039;Iran in prähistorischer und frühgeschichtlicher Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des [[Iranisches Nationalmuseum|Iranischen Nationalmuseums]] in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 76–185, hier: S. 185.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klassische Antike ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Tripode.jpg|mini|hochkant|Kopfteil einer Greifenprotome aus [[Olympia (Griechenland)|Olympia]], 7. Jh. vor Christus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[mykenische Kultur]] und seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. auch die griechische Kunst übernahmen aus dem Orient deren Greifenmotive. Aus späthethitischen Bildschöpfungen wurden Einzelheiten wie die aufgerichteten Ohren, die Seitenlocke oder der offene Schnabel übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu den Übernahmen aus der späthethitischen Kunst siehe {{DNP|4|1217|1218|Greif|[[Hans Georg Niemeyer]]||Fundstelle=hier Sp. 1218}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als &amp;#039;&amp;#039;Greifen[[protome]]&amp;#039;&amp;#039; ist ein Typus besonders qualitätvoller und häufig verwendeter Tierköpfe an Kesseln und Kannen zum Begriff geworden. Auch im westiranischen Kurdistan wurde im [[Goldschatz von Ziwiye]] eine Greifenprotome aus dem 8./7. Jahrhundert v. Chr. gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erika Bleibtreu]]: &amp;#039;&amp;#039;Iran in prähistorischer und frühgeschichtlicher Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des [[Iranisches Nationalmuseum|Iranischen Nationalmuseums]] in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 76–185, hier: S. 184 f. (&amp;#039;&amp;#039;Goldene Greifenprotome&amp;#039;&amp;#039; aus Ziwiye)&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Darstellungen finden sich auf den Helmen der [[Athene]]-Statuen des antiken Bildhauers [[Phidias]], auf [[Harnisch|Brustharnischen]] und [[Münze]]n, beispielsweise auf denen von [[Opus (Lokris)|Opus]], [[Teos]], [[Abdera]], als [[Akroterion|Akroterien]] auf [[Tempel]]n sowie schließlich als Dekoration auf römischen [[Säule]]n. Durchgängig galt in der Antike der Greif als Symbol scharf blickender Klugheit und des [[Seher]]tums und ist daher Attribut des [[Apollon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literarisch ist der Greif in der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]] durch das Epos &amp;#039;&amp;#039;Arimaspeia&amp;#039;&amp;#039; von [[Aristeas]] überliefert, in dem dieses Tier in [[Indischer Subkontinent|Indien]] und auf den [[Riphäen|Riphäischen Bergen]] als wachsamer Hüter die Goldgruben gegen die [[Arimaspen]] beschützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AMa&amp;quot; /&amp;gt; Andere Quellen benennen den Ort als hinter dem Land der [[Skythen]] liegend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GdS&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gold der Skythen. Schätze aus der [[Eremitage (Sankt Petersburg)|Staatlichen Eremitage]] St. Petersburg.&amp;#039;&amp;#039; Staatliche Antikensammlung und Glyptothek, München 1984, ISBN 3-529-01845-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Aischylos]] lässt den [[Okeanos]] auf ihm reiten und ihn vor seinen Wagen spannen.&amp;lt;ref&amp;gt;Einen Überblick zu den wichtigsten antiken Textstellen bietet Géza Jászai: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Greif.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.rdklabor.de/wiki/Greif Artikel Greif, Abschnitt 2.B (Digital)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2. Tigergriffin Arthor work based on Scytian-saka animal style burial mound Berel, (V - III. B.C.) Kazakstan.JPG|mini|links|Greif aus Gold und Silber aus einem skythischen [[Kurgane bei Berel|Kurgan bei Berel]], ostkasachische Altai-Region, 3. Jh. v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Фрагменты Пекторали.jpg|mini|Skythische Greifen auf einem [[Goldpektorale von Towsta Mohyla|Pektoral]] aus dem [[Towsta Mohyla|Towsta]]-Kurgan bei [[Pokrow (Ukraine)|Pokrow]]/Ukraine (Ausschnitt; die menschlichen Figuren, Pflanzendekore und proportionalen Darstellungen werden als griechischer Einfluss gedeutet.)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der materiellen Kultur der Skythen selbst, dem sogenannten [[Skythischer Tierstil|skythischen Tierstil]], der mythologische Motive wiedergibt, sind raubvogelköpfige, selten tigerköpfige, geflügelte Greifen mit Raubkatzen-Körper ein sehr häufiges Motiv. Weil Greifen in der frühen Phasen der Skythen ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. aber nur in der Kontaktzone zu altorientalischen Kulturen in Mittelasien und nahe dem Kaukasus gefertigt wurden, ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. daneben auch in der ukrainisch-südrussischen Schwarzmeerregion im Kontaktgebiet zur griechischen Kultur, gehen Archäologen davon aus, dass sie durch kulturelle Einflüsse altorientalischer Kulturen, später der griechischen Kultur vermittelt wurden. In älteren skythischen Funden abseits dieser Kontaktzonen, besonders im [[Ural]], Nord-Kasachstan und am [[Altai]] fehlen typische Greifen noch und nur das ungewöhnliche Motiv der Widder-Greifen, eines Raubvogels mit [[Schafe|Widder]]-Hörnern war verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Askold Ivantchik: [https://iranicaonline.org/articles/scythians#culture &amp;#039;&amp;#039;Scythians&amp;#039;&amp;#039;, 3. Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Spiritual culture, religion, and art.&amp;#039;&amp;#039;] (6. Absatz), in: [[Encyclopædia Iranica]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Greif aus Redován]] in Madrid entstammt der iberischen Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter und Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Arte islamica, ippogrifo, XI sec 01.JPG|mini|hochkant|links|Greif von Pisa. Andalusien, 11. Jh.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Islamischen Ursprungs ist der &amp;#039;&amp;#039;Greif von Pisa&amp;#039;&amp;#039;, eine große, meterhohe Bronzeplastik, die seit etwa 1100 auf dem Dach der [[Dom zu Pisa|Kathedrale in Pisa]] stand und wohl im 11. Jahrhundert im damals islamischen [[al-Andalus|Andalusien]] entstanden war.&amp;lt;ref&amp;gt;1832 durch eine Kopie ersetzt. Heute in der Opera del Duomo (Dommuseum Pisa).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Alessandro Magno (scultura da Constantinopoli XIsec.).jpg|mini|links|Alexanders Himmelfahrt, Venedig, San Marco, 11. Jh.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Minneteppich KGM.jpg|mini|Mittelalterlicher Wandteppich aus [[Basel]], um 1450. [[Kunstgewerbemuseum Berlin]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Symbolik des Greifen in der Nachantike ist überwiegend [[Christologie|christologisch]] bestimmt. [[Isidor von Sevilla]] sah um 600 in seiner Doppelnatur Sinnbild des über Himmel und Erde herrschenden Christus.&amp;lt;ref&amp;gt;Isidor von Sevilla, Etymologiarum sive Originum libri XX, hg. von Wallace Martin Lindsay, Oxford 1911, Band 2; vgl. liber XIV, cap. 3, 7. – &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Christlichen Ikonographie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Freiburg 1970, S. 202–204.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn schon [[Albertus Magnus]] den Greif ins Reich der Fabel verwies, hielt man ihn doch durchweg bis über das Ende des Mittelalters hinaus, ähnlich wie den [[Drache (Mythologie)|Drachen]], für ein real existierendes Lebewesen. Zwei im [[Physiologus]] erscheinende Greife werden als [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] und [[Erzengel Michael|Michael]] gedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In bildlichen Zusammenhängen kommt er, wie schon in der Antike, häufig in der Wächterrolle vor (z.&amp;amp;nbsp;B. als Hüter des Grabes, des Lebensbaums oder -brunnens). Vor allem aber in der Romanik erscheint er als starkes und wachsames Tier, das dort, wo es beispielsweise als säulentragendes Wesen die Portale zahlreicher italienischer Kirchen flankiert, alles Böse in Gestalt von Löwen, Schlangen und [[Basilisk (Mythologie)|Basilisken]] überwindet und abwehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Christlichen Ikonographie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Freiburg 1970, S. 203, mit Beispielreihe.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch sonst ist der Greif auf Tierfriesen und anderen Elementen der romanischen Bauplastik vielfach vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darstellungen der Tierwelt des Paradieses ([[Genesis (Bibel)|Gen]] 1,20) werden im frühen Mittelalter gern mit Greifen angereichert. In [[Bestiarium|Bestiarien]], den Naturgeschichten des Tierreichs erscheinen die Greifen meist als gewalttätige, andere Tiere oder Menschen überwindende Wesen. Im Bestiarium von Pierre de Beauvais (vor 1218) wird der Greif beschrieben als ein Vogel, der in der indischen Wüste lebt und diese nur verlässt, um Nahrung zu finden. Er sei so stark, dass er einen ganzen Ochsen tragen und mit ihm zu seinen Jungen fliegen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Florence McCulloch: &amp;#039;&amp;#039;Medieval Latin and French Bestiaries&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;University of North Carolina Studies in the romance language and literatures.&amp;#039;&amp;#039; Band 33). The University of North Carolina Press, Chapel Hill 1960, S. 122–123.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Motiv der symmetrisch zueinander gekehrten Greifen fand in der [[Ornament]]ik, namentlich in der Kunst der Seidenweberei, besonders häufig Verwendung. Auf Elfenbeinkästchen des 11. und 12. Jahrhunderts spielen sie wieder ihre Rolle als Wächtertiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Himmelfahrt [[Alexander der Große|Alexanders des Großen]] wird auf Kapitellen und in Handschriften mit zwei Greifen verbildlicht, die den Korb des antiken Luftfahrers in die Höhe tragen, sicher um damit ein moralisierendes [[Beispiel|Exempel]] der [[Hochmut|Hoffart]] zu geben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thomas Noll]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Greifenfahrt Alexanders des Großen.&amp;#039;&amp;#039; In: Michael Neumann und Inge Milfull (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mythen Europas / 2. Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; 2004, S. 178–199. – Siehe auch den Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;III.2. A.s Luftfahrt&amp;#039;&amp;#039; in: Wolfgang Stammler: &amp;#039;&amp;#039;Alexander d. Gr.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band I. 1934, Sp. 332–344; digital in: RDK Labor, [https://www.rdklabor.de/w/?oldid=89392 rdklabor.de] [10. September 2015]&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Fabel|Tierfabel]] [[Dialogus creaturarum]] tritt der Greif als Friedensstifter zwischen Vögeln und Vierbeinern auf, weil er zu beiden Gattungen gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbildung des betreffenden Holzschnitts im Artikel [[Dialogus creaturarum]], dort auch Nachweise verschiedener Ausgaben aus den letzten beiden Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die so genannten „Greifeneier“, die in den Inventaren mittelalterlicher und späterer Kirchenschätze und fürstlicher Schatzkammern vorkommen, sind als [[Pokal (Trinkgefäß)|Pokale]] gefasste [[Afrikanischer Strauß|Straußeneier]]. Trinkgefäße, die von Greifen gehalten oder mit ihm geschmückt wurden, sind aus dem späteren Mittelalter vielfach überliefert, als „Greifenklaue“ wird ein eigener Gefäßtyp in Gestalt eines auf Greifenfüßen montierten Trinkhorns benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Géza Jászai, Greif, in: RDK Labor (2015), URL: [https://www.rdklabor.de/w/?oldid=93556 rdklabor.de] [18. November 2015], Abschnitt III.A.3.a, mit Anm. 76. [https://www.rdklabor.de/wiki/Greif#a._Gef%C3%A4%C3%9Fe (Digital)].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Gotik und Renaissance verliert der Greif an ikonographischer Bedeutung. Die Zeichnung [[Sandro Botticelli]]s nach einer Szene aus Dantes [[Göttliche Komödie|Göttlicher Komödie]], wo ein Greif den zweirädrigen Triumphwagen der Kirche zieht,&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Pur 30 botticelli.jpg|Bilddatei: Botticelli-Illustration zum &amp;#039;&amp;#039;purgatorio&amp;#039;&amp;#039;]]&amp;lt;/ref&amp;gt; bleibt in der Bildtradition isoliert. Die [[Emblem (Kunstform)|Emblematik]] der Barockzeit zitiert das Fabeltier vereinzelt als Sinnbild für Gottes Segen und christliche Freigebigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Henkel und Albrecht Schöne: &amp;#039;&amp;#039;Emblemata&amp;#039;&amp;#039;, 1967, Sp. 380, 626, 797.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für den deutschen Enzyklopädisten [[Johann Georg Krünitz]] gehört 1780 der Greif zweifellos dem Mythos und der Fabelwelt an, als reales Lebewesen beschreibt er unter diesem Lemma ausführlich den [[Kondor]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Oeconomische Encyclopädie]], Band 20, 1780, S. 4–7. [https://www.kruenitz1.uni-trier.de/ digital]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im [[Klassizismus]] verliert sich die Bedeutung des Motivs vollends in seinen vielfältigen, aber bloß dekorativen Funktionen, vor allem im Möbelbau und zugehörigen Beschlägen sowie als Kannentüllen. Im späten [[Historismus]] der [[Neuromanik]] wird gelegentlich das mittelalterliche Motiv der Greifen als Kirchenportalwächer noch einmal rezipiert.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bremer Dom]], Westportal, um 1894&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Märchenliteratur ==&lt;br /&gt;
In dem auf [[Schweizerdeutsch]] (Aargauer Dialekt) überlieferten Märchen der [[Brüder Grimm]] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Vogel Greif]]&amp;#039;&amp;#039; reißt der Held Hans dem Christen fressenden „Vogelgrif“ eine Feder aus dem Schweif. In einem anderen Grimm’schen Märchen, &amp;#039;&amp;#039;[[Das singende springende Löweneckerchen]]&amp;#039;&amp;#039;, haust der Vogel Greif am [[Rotes Meer|Roten Meer]]. 2021 erschien Band 39 der Asterix-Serie: [[Asterix und der Greif]], der offenbar angeregt von der griechischen Überlieferung über die Verbindung von Greifen und Skythen im Land der den Skythen nahestehenden [[Sarmaten]] spielt; auch die Skythen als Angehörige eines besiegten Volkes spielen eine Nebenrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heraldische und andere ikonische Zeichen ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Greif (Wappentier)| Liste der Wappen mit dem Greif}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Karlsruher-Greif.jpg|mini|[[Wappen Badens|Badischer]] Greif am [[Rathaus West (Karlsruhe)]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Heraldik]] steht der Greif, ebenso wie der [[Löwe (Wappentier)|Löwe]], als [[Wappentier]] in der Reihe der [[Gemeine Figur|gemeinen Figuren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das frühere Herrscherhaus des [[Herzogtum Pommern|Herzogtums Pommern]] (reg. um 1121–1637) bezeichnete sich nach seinem Wappentier als [[Greifen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Figure unterstuetzungskommando car.JPG|mini|links|Wappentier des [[Unterstützungskommando (Bayern)|USK]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Buchdruckerwappen|Buchdruckermarke]] und Verlagssignet kommt der Greif seit dem 16. Jahrhundert überaus häufig vor. So ist der Greif u.&amp;amp;nbsp;a. das Symbol für die [[Cotta’sche Verlagsbuchhandlung]] sowie für den [[Verlag C. H. Beck]]. Zudem ist er seit 1858 das Signet der Marke [[Brockhaus Enzyklopädie|Brockhaus]] und Symbol des ehemaligen Verlages [[Bibliographisches Institut &amp;amp; F. A. Brockhaus#Geschichte|F.&amp;amp;#8239;A. Brockhaus]].&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Hiddenhausen COA.svg|mini|hochkant|Das Wappen Hiddenhausens (gegründet 1969) stellt einen goldenen (gelben) Greif dar.]]&lt;br /&gt;
Im [[Kleinbasel]] (rechtsrheinischer Teil [[Basel]]s) wird im Januar ein „[[Vogel Gryff]]“ genannter volkstümlicher Festtag gefeiert, bei dem die drei heraldischen Figuren Greif (&amp;#039;&amp;#039;Gryff&amp;#039;&amp;#039;), [[Wilder Mann]] (&amp;#039;&amp;#039;Wild Maa&amp;#039;&amp;#039;) und [[Löwe]] (&amp;#039;&amp;#039;Leu&amp;#039;&amp;#039;) durch die Quartiere ziehen und traditionelle Tänze aufführen. Der Brauch geht auf militärische Musterungen des Mittelalters zurück. Ein Erkennungszeichen der [[Wandervogel]]-Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts ist der &amp;#039;&amp;#039;Wandervogel-Greif&amp;#039;&amp;#039;. Im [[Pen-&amp;amp;-Paper-Rollenspiel]] [[Das Schwarze Auge]] sind die Greifen heilig und stehen für Wahrheit, Gesetz und Herrschaft. Die Autobauer [[Saab Automobile]], [[Vauxhall Motors]] und [[Gumpert Sportwagenmanufaktur]] setzen auf die Symbolik der Kraft des Greifen und verwenden ihn als Logo. Das [[Unterstützungskommando (Bayern)|Unterstützungskommando]] der bayerischen Polizei sowie das [[Fallschirmjägerregiment 31]] der Bundeswehr führen den Greif ebenfalls als Symbol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oswald von Wolkenstein 2.jpg|mini|hochkant|Oswald von Wolkenstein – Porträt aus der Innsbrucker Handschrift von 1432 (Liederhandschrift B)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Greifenorden oder [[Kannenorden|Arragonische Kannenorden]] war 1410 von Ferdinand von Kastilien gestiftet worden und benannt nach der Kanne oder Vase mit den drei Lilien (als Bild der Reinheit der Gottesmutter), die eine Kette bildeten, an der ein Greif hing. [[Ferdinand I. (Neapel)|Ferdinand I.]] von [[Königreich Neapel|Neapel]] verlieh den Orden adligen Reisenden. Auch der bekannte Minnesänger [[Oswald von Wolkenstein]] wurde 1415 Träger dieses Ordens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 stiftete der Großherzog [[Friedrich Franz III. (Mecklenburg)|Friedrich Franz III.]] den [[mecklenburg]]ischen [[Greifenorden]] als Auszeichnung in fünf Graden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Sphinx (griechisch)]]&lt;br /&gt;
* [[(6136) Gryphon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Anna Maria Bisi]]: &amp;#039;&amp;#039;Il grifone nell’arte dell’antico Iran e dei populi delle steppe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rivista delle Studi Orientali.&amp;#039;&amp;#039; Band 39, 1964, S. 15–60.&lt;br /&gt;
* {{DNP|4|1217|1218|Greif|[[Hans Georg Niemeyer]]||Fundstelle=}}&lt;br /&gt;
* Géza Jászai: &amp;#039;&amp;#039;Greif.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, nur digital in: RDK Labor (2015), [18. November 2015], [https://www.rdklabor.de/wiki/Greif (Digital)].&lt;br /&gt;
* [[Ingeborg Flagge]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Bedeutung des Greifen.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation St. Augustin 1975.&lt;br /&gt;
* {{KlP|2|876|877|Greif|[[Konrat Ziegler]]||Fundstelle=}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Leipzig 1991, S. 3–4.&lt;br /&gt;
* E. Hollerbach: &amp;#039;&amp;#039;Greif.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der christlichen Ikonographie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Herder, Freiburg 1970, S. 202–204.&lt;br /&gt;
* [[Hans Bonnet (Ägyptologe)|Hans Bonnet]]: &amp;#039;&amp;#039;Greif.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-08-6, S. 262 f.&lt;br /&gt;
* Stephani: &amp;#039;&amp;#039;Der Greifin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Compte rendu de la commission archéologlque de St-Pétersbourg.&amp;#039;&amp;#039; 1864.&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Menghin]], [[Hermann Parzinger]], Anatoli Nagler, Manfred Nawroth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Im Zeichen des Goldenen Greifen – Königsgräber der Skythen.&amp;#039;&amp;#039; Prestel Verlag, München 2007, ISBN 978-3-7913-3855-2.&amp;lt;!--Bitte Seitenangaben aus diesem dicken Werk nachtragen! Die wenigen Informationen zum Greif sind sonst nicht ohne weiteres &amp;quot;greif&amp;quot;bar! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Griffins|Greif}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4158130-1|LCCN=sh85057343}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fabeltier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythischer Vogel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mischwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologisches Wesen als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Woglinde33</name></author>
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