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	<title>Gregor Baci - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:49:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gregor_Baci&amp;diff=2686174&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frank C. Müller: diktion.</title>
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		<updated>2025-12-03T04:19:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;diktion.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Portrait of Gregor Baci.jpg|mini|Gregor Baci, Ölgemälde eines unbekannten Malers, 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baksa Márk.jpg|mini|Kupferstich um 1695 der hier als Paksy Gergely bzw. Baksa Márk bezeichneten Person]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gregor Baci&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Eindeutschung|eingedeutscht]]), [[Ungarische Sprache|ungarisch]] &amp;#039;&amp;#039;Gergely Paksy&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Portraitsammlung&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.npg.hu/index.php/component/jcollection/item/771-paksy-gergelyp |titel=Paksy Gergely |werk=Nemzeti Portrétár |abruf=2024-04-30 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131212003253/http://www.npg.hu/index.php/component/jcollection/item/771-paksy-gergelyp |archiv-datum=2013-12-12 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[Ungarn|ungarischer]] [[Adel|Edelmann]] im 16. Jahrhundert, der eine schwere Kopfverletzung durch eine [[Lanze]] erlitt, die er der Überlieferung nach noch um ein Jahr überlebt hat. Sein Schicksal ist unter anderem durch ein Porträt eines unbekannten deutschen Malers in der [[Wunderkammer|Kunst- und Wunderkammer]] des [[Ferdinand II. (Tirol)|Erzherzog Ferdinands II.]] auf [[Schloss Ambras Innsbruck (Kunstmuseum)|Schloss Ambras Innsbruck]] überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Identität ==&lt;br /&gt;
Die Identität des Mannes sowie die genaue Ursache seiner Verletzung sind nicht zweifelsfrei überliefert, und es kursieren mehrere Versionen darum. Nach der zu dem Gemälde in Schloss Ambras gehörigen Legende ist der Porträtierte Gregor Baci, jedoch kann der auf dem Gemälde verzeichnete Name auch als Gregor Baxi gelesen werden. Dieser soll seine Verletzung durch eine [[Rennspieß|Turnierlanze]] bei einem ritterlichen [[Tjost]] erlitten haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Luchner&amp;quot; /&amp;gt; Im Widerspruch dazu steht ein Inventar von 1621, wonach er die Verletzung bei einem Kampf gegen die [[Osmanisches Reich|osmanischen Türken]] empfing und diese um ein Jahr überlebte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Luchner&amp;quot; /&amp;gt; Nach Józef Bánlaky erlitt ein Gergely Paksy eine Kopfverletzung durch eine türkische Lanze, die er ebenfalls einige Zeit überlebte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Józef Bánlaky |Titel=A magyar nemzet hadtörténelme |Verlag=O Arcanum |Ort=Budapest |Datum=2001 |ISBN=963-86118-7-1 |Sprache=hu |Online=[http://mek.oszk.hu/09400/09477/html/0014/1121.html Online] |Abruf=2013-02-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gregor Baci ist offenbar die eingedeutschte Schreibung des ungarischen Namens Gergely Paksy. Somit ist es höchstwahrscheinlich dieselbe Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überlieferung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Icones habitus monumenta Turcarum - Biblioteka Jagiellońska Libri picturati A 15 - Fol 072r.jpg|mini|Abbildung in &amp;#039;&amp;#039;Icones habitus monumenta Turcarum&amp;#039;&amp;#039; Fol. 72r, zwischen 1586 und 1650]]&lt;br /&gt;
Das Porträt Gregor Bacis entstand etwa um 1550 von einem unbekannten deutschen Maler. Es wurde in Öl auf Leinwand gemalt und misst 31 × 39&amp;amp;nbsp;cm. Das Bild wurde erstmals 1621 in einem Inventar gelistet und gehört zur Sammlung von [[Schloss Ambras|Schloss Ambras Innsbruck]]. Die Beschriftung &amp;#039;&amp;#039;Gregor. BAXI VNG: NOB:&amp;#039;&amp;#039; in der linken oberen Ecke weist die porträtierte Person als ungarischen Adeligen Gregor Baci aus. Es zeigt das Brustporträt eines jungen Mannes im Halbprofil mit Blick nach links. Er trägt eine blaue, hochgeschlossene [[Schecke (Kleidung)|Schecke]], sein Kopf ist linksseitig großflächig kahlrasiert, und auf der Kopfhaut ist eine verheilte Narbe sichtbar. Baci trägt einen Schnurr- und ausrasierten Vollbart. Sein Kopf ist von einer weißen [[Lanze]] durchbohrt, die mit einem spiralenförmig umlaufenden braunen Band mit rotem Federmuster verziert ist. Die Lanze ist durch das rechte Auge in Bacis Kopf eingedrungen und tritt in der Nackengegend wieder aus. Im Gesicht ist die Eintrittswunde durch einen Kranz kleiner Blutstropfen auf dem Nasenrücken dargestellt. An der Austrittsstelle ist blutiges, fetzenförmiges [[Haut]]gewebe abgebildet. Das linke Auge ist geschwollen, blutunterlaufen und tritt etwas aus der Augenhöhle hervor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Luchner&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Laurin Luchner |Titel=Schloss Ambras für Mediziner |Sammelwerk=Medizinischer Monatsspiegel |Band=Heft 3 |Datum=1967 |Seiten=60–64}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben diesem Gemälde existiert der [[Kupferstich]] eines Gergely Paksy, der dem Ambraser Gemälde nahezu vollständig gleicht und im Jahr 1598 entstanden sein soll. Im Gegensatz zum Gemälde trägt der Mann auf dem Kupferstich einen gesteppten Kragen mit rechteckigen Knöpfen. Nicht nur die Lanzenverletzung, sondern auch die abgebildete Person ist nahezu identisch mit dem Porträt Bacis auf Schloss Ambras.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Portraitsammlung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Abbildung, eines als Michael Baxay bezeichneten Mannes, findet sich auf Fol. 72r der zwischen 1586 und 1650 entstandenen Handschrift &amp;#039;&amp;#039;Icones habitus monumenta Turcarum&amp;#039;&amp;#039; Libri picturati A 15 der [[Jagiellonische Bibliothek|Jagellonischen Bibliothek]] Krakau. Das Bildnis gleicht den Abbildungen Bacis in [[Habitus (Soziologie)|Habitus]], Verletzung, Frisur und Narbe auf dem Schädel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://jbc.bj.uj.edu.pl/dlibra/doccontent?id=216121 |titel=Icones habitus monumenta Turcarum |datum=1586 |werk=Jagellonischen Bibliothek |abruf=2023-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bildumschrift berichtet, dass der dargestellte Michael Baxay die Verletzung durch eine Lanze im Kampf gegen die Türken erlitt, womit das Bildnis selbst, wie auch die hier überlieferte Geschichte höchstwahrscheinliche eine Variante der Gregor Bacis ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Aspekte ==&lt;br /&gt;
Wie originalgetreu die Unfallsituation auf dem Gemälde wiedergegeben ist, kann heute nicht mehr sicher beurteilt werden, da nicht bekannt ist, ob der Maler das Bild in Gegenwart Bacis oder nach Berichten anfertigte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmuth Oehler |Titel=Medizin löst historisches Rätsel |Sammelwerk=Hallo: Zeitschrift für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TILAK Unternehmen Gesundheit |Nummer=69 |Datum=2012-04 |Seiten=24 |Online=http://www.helmuth-oehler.at/downloads/GREGOR_BACI.pdf |Format=PDF |KBytes=1800 }} {{Webarchiv|url=http://www.helmuth-oehler.at/downloads/GREGOR_BACI.pdf |wayback=20161108084240 |text=Medizin löst historisches Rätsel }}{{Abrufdatum |1=2024-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ausweis des Gemäldes drang die Lanze durch die rechte [[Orbita|Augenhöhle]] in den Kopf ein und trat im [[Nacken]] wieder aus dem [[Schädel]] aus. Die Rötung und das Hervortreten ([[Exophthalmus]]) des linken Auges geht vermutlich auf eine [[Sinus cavernosus|Sinus-cavernosus]]-[[Fistel]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jens Martin Rohrbach |Hrsg=Jens Martin Rohrbach, Klaus-Peter Steuhl, Marcus Knorr, Bernd Kirchhof |Titel=Historische Aspekte |Sammelwerk=Ophthalmologische Traumatologie – Textbuch und Atlas |Verlag=Schattauer |Ort=Stuttgart/New York |Datum=2002 |ISBN=3-7945-2041-6 |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verletzung Gregor Bacis wurde durch Absägen der Lanze an Ein- und Austrittsstelle versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Fälle mit ähnlichen Verletzungsmustern bestätigen, dass solche Verletzungen überlebt werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Missmann, Thomas Tauscher, Siegfried Jank, Frank Kloss, Robert Gassner |Titel=Impaled head |Sammelwerk=The Lancet |Nummer=375 |Datum=2010-01-23 |Sprache=en |DOI=10.1016/S0140-6736(09)60294-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund skeptischer Reaktionen von Museumsbesuchern auf die überlieferte Überlebenszeit von einem Jahr nach Bacis Unfall wurde der Fall von den [[Radiologie|Radiologen]], [[Strahlentherapie|Radioonkologen]] und [[Neurologie|Neurologen]] der [[Medizinische Universität Innsbruck|Medizinischen Universität Innsbruck]] untersucht. Dazu wurden die [[zweidimensional]]en Daten des Gemäldes auf ein [[dreidimensional]]es Modell eines anonymen Patientenschädels übertragen und mittels [[Rapid Prototyping]] ein Modell von Bacis Kopfverletzung erstellt. Die Mediziner bestätigten den historischen Bericht und die Möglichkeit, dass Baci die Verletzung um ein Jahr überleben konnte. Unter günstigen Umständen hatte sich die Lanze unterhalb des Gehirns durch den Schädel gebohrt. Wenn dabei die [[Hirnhaut]] nicht verletzt wurde, war die Gefahr einer auftretenden [[Sepsis]] des Gehirns gering, was für eine hohe Überlebenschance Bacis spricht. Die Ärzte gehen mit großer Wahrscheinlichkeit davon aus, dass Baci trotz der Schwere seiner Verletzung keine wesentlichen Beeinträchtigungen hatte und dass eine solche Verletzung unter günstigen Umständen auch mehrere Jahre überlebt werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Helmuth Oehler, B. Hoffmann |url=https://www.i-med.ac.at/mypoint/thema/669250.html |titel=Wissenschaftlicher Nachweis gelungen: Kunst trifft Medizintechnik |werk=Pressemitteilung |hrsg=Medizinische Universität Innsbruck |datum=2013-01-14 |zugriff=2013-02-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem wird davon ausgegangen, dass [[blei]]haltige Farben der Lanze eine antiseptische Wirkung auf den Wundkanal hatten. Ein 3D-Modell eines Schädels mit der nachgestellten Lanzenverletzung ist neben dem Gemälde in der Ausstellung von Schloss Ambras ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.tt.com/artikel/6184531/raetsel-um-von-lanze-durchbohrten-mann-nach-400-jahren-geloest| titel=Rätsel um von Lanze durchbohrten Mann nach 400 Jahren gelöst | werk=Tiroler Tageszeitung | datum=2013-02-23 | abruf=2020-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Laurin Luchner |Titel=Schloss Ambras für Mediziner |Sammelwerk=Medizinischer Monatsspiegel |Band=Heft 3 |Datum=1967 |Seiten=60–64}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://mindhacks.com/2010/10/26/impaled-by-comparison/ Impaled by comparison] (englisch, abgerufen am 11. Juli 2012)&lt;br /&gt;
* Peter Walther: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.ukaachen.de/go/show?ID=4679363&amp;amp;DV=0&amp;amp;COMP=download&amp;amp;NAVID=4679438&amp;amp;NAVDV=0 Verletzungen des Auges]&amp;#039;&amp;#039; (PDF) Vorlesung am Universitätsklinikum Aachen.&lt;br /&gt;
* [http://tirol.orf.at/news/stories/2572646 Historisches Rätsel um Lanze im Kopf gelöst] auf [[ORF]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-08-27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baci, Gregor}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unfallopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patient]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (ungarische Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Baci, Gregor&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Paksy, Gergely&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ungarischer Edelmann&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frank C. Müller</name></author>
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